SC Weiche Flensburg 08
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Pokalsieg und damit Double perfekt!

  Spielinfo

Der SC Weiche Flensburg 08 hat am Pfingstmontagnachmittag das Finale um den SHFV-Lotto-Landespokal 2017/18 gegen die Husumer SV mit 3:0 (1:0) gewonnen. Vor 2.527 Zuschauern im Flensburger Manfred-Werner-Stadion, darunter auch der schleswig-holsteinische Innenminister Hans-Joachim Grote, sicherte sich unsere Mannschaft nach drei vorherigen schmerzhaften Endspielniederlagen (2012, 2014, 2016) damit erstmals den Landespokal und zugleich die lukrative Qualifikation für die erste Runde des DFB-Pokalwettbewerbs der kommenden Saison. Das äußerst faire Finale war letztlich bei sonnigem Wetter ein gelungenes Fußballfest, zu dem der unterlegene Sechstligist mit einer ordentlichen Defensivleistung beitrug. SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer, der zuvor den 3:1-Endspielsieg von Holstein Kiel im Frauenfinale gegen TuRa Meldorf gesehen hatte, sprach dann auch davon, dass es eine richtige Entscheidung gewesen sei, dieses Endspiel in den Norden zu verlegen. „Ich bin sehr sehr zufrieden mit der gesamten Veranstaltung“, gab der Funktionär zu Protokoll, der bei der anschließenden Siegerehrung nicht nur die Übergabe der Meisterschale vom vergangenen Mittwoch in Havelse für die heimischen Fans wiederholte, sondern auch gratulierte, weil Weiche zum fünften Mal in Folge (!) Fairplaysieger der Regionalliga Nord wurde. Nach dem Gewinn der Regionalligameisterschaft vor fünf Tagen war es für unsere Elf der zweite Titel, weshalb die obligatorischen Sieger-T-Shirts dann ein „Double hält besser“ zierten.

 

Trainer Daniel Jurgeleit änderte die Startelf gegenüber dem Regionalligaspiel in Havelse (1:1) gleich auf sechs Positionen. Lediglich Torhüter Forian Kirschke, die Dreierkette mit Benjamin Safo-Mensah, Patrick Thomsen und Hendrik Ostermann sowie der defensive Mittelfeldspieler Jonas Walter liefen erneut auf. Für Nedim Hasanbegovic, Marvin Kleihs, Dominic Hartmann, Christian Jürgensen sowie das Sturmduo mit Nico Empen und René Guder begannen Junior Ebot-Etchi, Jannick Ostermann, Ilidio Pastor Santos, Fiete Sykora, Tim Wulff und Florian Meyer. Verletzt fehlten weiterhin Torge Paetow, Jannis Pläschke und Jannik Drews. Außerdem waren Finn Wirlmann, Nedim Hasanbegovic, Marvin Kleihs sowie Tayfun Can nicht im 18er-Kader.

 

Schon früh zeigte sich im Spiel, dass Geduld gefragt war. Weiche drängte nicht etwa mit Wucht auf eine schnelle Führung, sondern wählte das vom SC auch in der Liga bewährte Konzept, erst die Spielkontrolle zu erlangen und ruhig aufzubauen. Nach Flanke von rechts vom heutigen Kapitän Fiete Sykora parierte Torhüter Cornils den Kopfball von Tim Wulff sicher (6.). Dann hatte Benjamin Safo-Mensah nach einem Freistoß von Jonas Walter Pech im Abschluss, als er aus Nahdistanz das Runde über das Eckige setzte (12.). Einen langen Flugball von Jonas Walter von der Mittellinie brachte Fiete Sykora unter Kontrolle, setzte die Kugel dann aber am Kasten vorbei (21.). Ebenso verfehlte ein Distanzschuss des zunächst mit Abstand auffälligsten Flensburgers, Jonas Walter, sein Ziel nur knapp (22.). Der lauf- und passstarke Mittelfeldspieler hatte auf der „Sechs“ begonnen, im Tausch mit Jannick Ostermann aber alsbald einen offensiveren Part übernommen. Zwar besaßen die Fördestädter über weite Strecken den Ball, doch die Husumer standen defensiv sicher und ließen nur wenige richtige Chancen zu. Dass sie selbst kaum einmal offensiv zur Entfaltung kamen, tat wenig zur Sache. Die größte Torannäherung der Männer von der Westküste gab es in Halbzeit eins, als sich Ludwig mal über rechts durchsetzen und Patrick Thomsen am Fünfmeterraum vor Fleige klären konnte (16.). Die Fans der HSV – einige Hundert – machten sich in jener Szene lautstark bemerkbar.

 

Nachdem der Außenseiter die erste halbe Stunde ohne Gegentor überstanden hatte, wurde es für ihn nun brenzliger. Nach einem Eckstoß von Florian Meyer holte Feller den Kopfball von Jannick Ostermann noch von der Linie (34.), dann parierte Torhüter Cornils Sekunden später den Kopfball von Tim Wulff aus Nahdistanz famos (34.). Doch wiederum nur wenig später war es dann passiert. Fiete Sykora flankte präzise von der rechten Außenseite, Tim Wulff köpfte am zweiten Pfosten die Kugel hart und genau ins kurze Eck ein (36.). Und auch die letzten drei Möglichkeiten gehörten dem Favoriten: Als Patrick Thomsen am 16-m-Raum sehenswert auf Florian Meyer durchsteckte, parierte Torhüter Cornils erneut stark (42.). Dann kam Tim Wulff an den Eckball von Florian Meyer mit dem Kopf zwar vor Cornils an das Leder, aber die Kugel verfehlte das Ziel (42.). Schließlich setzte Junior Ebot-Etchi über halbrechts den Ball über den Kasten (44.). So ging es mit einer eher mageren 1:0-Führung des Favoriten in die Halbzeitpause.

 

Die zweiten 45 Minuten begannen mit dem besten Angriff des Sechstligisten. Nach schnell ausgeführtem Freistoß von der Mittellinie kam Wetzel auf halblinks zum Abschluss, Weiche-Torhüter Florian Kirschke musste in das kurze Eck fliegen (50.). Später hatte Ludwig am Fünfmeterraum nach einem Durchbruch über links des eingewechselten Peters eine Chance (60.), und Peters kam einmal zum Abschluss, visierte allerdings die zweite Etage an (71.). Außerdem klärte Benjamin Safo-Mensah erst im letzten Moment vor Fleige (81.). Zu jenem Zeitpunkt war die Partie jedoch schon längst entschieden. Das 2:0 hatte Florian Meyer mit technisch anspruchsvoller Einlage erzielt. Jonas Walter hatte auf Linksaußen Ilidio Pastor Santos eingesetzt, dieser auf Florian Meyer geflankt. Der Torschütze nahm das Leder sehenswert mit der Brust an und versenkte die Kugel aus zwölf Metern ins obere Toreck (55.). Dann ließ Fiete Sykora einen Hochkaräter liegen, nachdem Torhüter Cornils einen Kopfball von Tim Wulff entschärft hatte. Der Routinier setzte den Abpraller aus Nahdistanz am Tor vorbei (61.). Schließlich markierte Jonas Walter, mit einem Flachpass herrlich eingesetzt vom eingewechselten Fabian Arndt, mit sicherem Abschluss das 0:3 (68.).

 

Dabei beließ es unsere Mannschaft, obgleich sie noch einige gute Möglichkeiten hatte. So scheiterte der gerade eingewechselte Nico Empen nach Vorarbeit von Fabian Arndt am starken Cornils im HSV-Tor (73.). Dann retteten Cornils und ein HSV-Spieler vereint bei einem schönen Abschluss von Fabian Arndt auf der Linie (74.). Fiete Sykora setzte einen Kopfball nach Eckstoß von Jonas Walter über den Kasten (77.), bevor der Weiche-Routinier einen Ball nach Flanke von Nico Empen an die Querlatte jagte (80.). Den Höhepunkt des Flensburger Chancenwuchers gab es aber kurz vor Abpfiff. Fabian Arndt hatte den Ball abgefangen und Nico Empen eingesetzt, dieser passte dann am 16-m-Raum auf rechts wieder zu Fabian Arndt, der die Kugel erneut zurückspielte, doch den Abschluss von Nico Empen kratzte Wullenweber von der Linie (88.). So blieb es bei drei Toren gegen tapfere Husumer.

 

Bei der HSV fielen vor allem Wullenweber in der Innenverteidigung, Mittelfeldspieler Lorenzen sowie Ludwig mit einigen mutigen Szenen in der ersten Halbzeit auf Rechtsaußen auf. Wiederholt auszeichnen konnte sich auch Torhüter Cornils. Aus unserer Mannschaft konnte sich Jonas Walter mit hoher Passsicherheit und konzentriertem Auftritt gerade vor der Pause die beste Note verdienen. Positiv hervorzuheben sind zudem Akteure wie Fiete Sykora und der eingewechselte Fabian Arndt, die Spielwitz und Ideen in die Partie brachten.

 

Mit den beiden Aufstiegsspielen gegen den FC Energie Cottbus wird unsere Mannschaft die Saison beenden. Gegen den Meister der Regionalliga Nordost geht es zunächst am kommenden Donnerstag (24.05., 19 Uhr) im Kieler Holstein-Stadion um eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel, das dann am Sonntag, 27.05.2018, ab 14 Uhr im Cottbusser Stadion der Freundschaft ausgetragen wird. Unsere Mannschaft gilt gemeinhin als Außenseiter, trifft sie doch auf einen Ex-Bundesligisten mit vielen Jahren Erfahrung im Profifußball und einer entsprechenden Infrastruktur. Zudem haben die Brandenburger ihre Liga derart dominiert wie bislang keine Mannschaft. Bei imponierenden 89 Punkten aus den 34 Partien und 31 (!) Zählern Vorsprung auf den Zweiten haben die Brandenburger lediglich einmal verloren und ganze 14 Gegentreffer kassiert. Nur Meuselwitz konnte die Cottbusser mit 2:1 wochentags mal bezwingen. Erfahrenster Spieler ist Marc Stein, der 71mal für Hansa Rostock und Hertha BSC in der Bundesliga auflief. Als „Star der Mannschaft“ gilt allerdings Trainer „Pele“ Wollitz. Aber auch unsere Mannschaft ist Meister und – wie ebenso heuer Cottbus (im Finale Brandenburgs 1:0 beim SV Babelsberg 03) – Pokalsieger geworden. Daher sollte sie mit dem notwendigen Selbstvertrauen an die schwierige Aufgabe herangehen.

 

Weiche: Kirschke – Safo-Mensah, Thomsen, H. Ostermann – Walter (84. Jürgensen) – Ebot-Etchi, J. Ostermann, Pastor Santos – Sykora (Kap.) – Wulff (72. Empen), F. Meyer (62. Arndt).

 

Tore: 0:1 Wulff (36.), 0:2 F. Meyer (55.), 0:3 Walter (68.).

 

Zuschauer: 2.527 im Manfred-Werner-Stadion, Flensburg-Weiche.

 

Schiedsrichter: Henning Deeg (TuS Hartenholm), hatte mit der sehr fairen Partie (ohne Verwarnungen) keinerlei Probleme.

 

 

Stimmen:

 

Der Präsident des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes, Hans-Ludwig Meyer, lobte auf der anschließenden Pressekonferenz zunächst die Leistung des ausrichtenden Vereins. Es habe alles zu 180 Prozent geklappt, weshalb er sich bei den vielen Helfern des Vereins bedankte. Er sah eine „toll kämpfende Husumer Mannschaft“ und ein sehr faires Spiel ohne gelbe Karten. „Ich bin sehr sehr zufrieden mit der gesamten Veranstaltung“, so Meyer weiter.

 

Der Trainer der Husumer SV, Dennis Witt, machte es kurz: Man habe in der ersten Halbzeit hart gearbeitet und sei sehr viel gelaufen, um immer hinter den Ball zu kommen. Den Zwei-Klassen-Unterschied habe man aber sehen können. So sei es sehr anstrengend, immer wieder hinterherzulaufen, ohne den Ball zu besitzen.

 

Unser Trainer Daniel Jurgeleit meinte, es sei wunderbar, dass es nun im ersten Anlauf im eigenen Stadion gleich geklappt habe, nachdem man den Spielort bei den anderen drei Landespokalendspielen nicht beeinflussen konnte. Er sei überglücklich. Der Trainer: „Es ist die Belohnung für eine außergewöhnliche Geschichte, die hier in den letzten Jahren abgelaufen ist. Nun freuen wir uns auf die Auslosung im DFB-Pokal.“ Gefragt nach dem Charakter des Spiels mit Seitenblick auf die noch ausstehenden Relegationsspiele gegen Energie Cottbus merkte Daniel Jurgeleit an, dass es völlig unterschiedliche Spiele seien, das Spiel in Havelse einerseits, das Pokalfinale gegen Husum andererseits und die anstehenden Spiele. Gegen Cottbus müsse man eine enorme Qualität zeigen. Aber heute habe es die Mannschaft wieder gelöst. Der Trainer: „Wir werden am Donnerstag und Sonntag alles versuchen, um am Ende alles zu erreichen.“

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