SC Weiche Flensburg 08
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Mit starker Leistung zurück in die Erfolgsspur

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Am 12. Spieltag der Regionalliga Nord hat der SC Weiche Flensburg 08 nach zwei bitteren Spielen ohne Sieg in die Erfolgsspur zurückgefunden. In einer über weite Strecken gutklassigen Viertligapartie bezwang der amtierende Meister seinen Vize Hamburger SV II vor 934 Zuschauern im Manfred-Werner-Stadion nach einem 0:1-Pausenrückstand noch mit 3:1 Toren. Bei trockenem Herbstwetter zeigte unsere Mannschaft gegen die spielstarke U 21 des Zweitligisten eine sehr gute Startviertelstunde, eine große Moral und eine überlegene zweite Halbzeit. Die Partie bot neben den vier Treffern und einem wechselvollen Spielverlauf mit einem verschossenen Strafstoß (Walter, 85.) und einem Platzverweis (Ferati, 55.) sehr viel Unterhaltung und insgesamt wieder beste Werbung für guten Regionalligafußball. Es war der fünfte Heimsieg gegen den HSV II in Folge, womit zugleich die Aufholjagd des schwach gestarteten, zuletzt aber dreimal in Folge mit insgesamt 9:0 Toren siegreichen Vizemeisters vorerst gestoppt wurde.

Nach dem 2:2-Remis in Norderstedt gab es vier Änderungen in der Startelf. Die verletzten Kevin Njie und Nedim Hasanbegovic sowie der leicht angeschlagene Marvin Ibekwe wurden von Joël Keller, Gökay Isitan und Nico Empen ersetzt. Außerdem lief Gary Noël für Dominic Hartmann (Bank) auf. Die Dreierkette vor Torhüter Florian Kirschke wurde von Torge Paetow (rechts), Patrick Thomsen (zentral) und Joël Keller (links) gebildet. Davor spielten Kevin Schulz und Jonas Walter auf der „Doppelsechs“. Die Außenbahnen wurden wie zuletzt von Ilidio Pastor Santos (rechts) und Florian Meyer (links) besetzt. Hinter der Doppelspitze mit Nico Empen und Gary Noël agierte Gökay Isitan im offensiven Zentrum. Nach gut einer Stunde musste Joël Keller verletzungsbedingt passen. Für ihn kam positionsgetreu Hendrik Ostermann. Außerdem wurden Marvin Ibekwe und Jannick Ostermann eingewechselt. Damit blieben Ersatztorhüter Ole Rathmann, Brian Jungjohann, Dominic Hartmann und Tim Wulff auf der Bank. Neben den verletzten Kevin Njie (Außenband) und Nedim Hasanbegovic (Wadenprellung) sowie Jannik Drews waren auch die weiterhin angeschlagenen Christian Jürgensen (Muskelfaserriss) und Finn Wirlmann (Syndesmoseband) sowie Jannis Pläschke (im Aufbautraining, soll am Sonntag in der Oberligamannschaft erstmals wieder Spielpraxis sammeln) und Raphael Straub (ebenfalls in der Oberligamannschaft) nicht im Spieltagskader.

Unsere Mannschaft kam sehr gut in die Partie und legte eine starke Anfangsviertelstunde hin. Als Gary Noël in den Lauf von Nico Empen köpfte, zog dieser sofort ab, da Schlussmann Behrens sein Tor zu weit verlassen hatte. Der Abschluss verfehlte den Kasten (4.). Dann zeigte sich Gökay Isitan auf halblinks trickreich, über Florian Meyer kam die Kugel zu Nico Empen, aber Behrens war nun auf dem Posten (6.). Und nach schönem Diagonalball von Joël Keller punktgenau zu Nico Empen verpasste Gary Noël im Zentrum (12.). Das 1:0 war spätestens fällig, als der spielfreudige Nico Empen auf halbrechts Ilidio Pastor Santos blendend einsetzte, doch unser Brasilianer schob die Kugel zwar an Torhüter Behrens, aber auch am Kasten vorbei (15.). Nico Empen war in jener starken Phase an jeder Offensivaktion beteiligt und einmal von Vagnoman nur per Foul zu stoppen, was zur ersten gelben Karte führte (14.).

Das war offenbar der Wachmacher für die Gäste von der Elbe. Jedenfalls kam der HSV-Nachwuchs, bei dem Ferati zunächst auf links begonnen, aber alsbald die Seite gewechselt hatte, in der Folge immer besser in die Partie. Ferati zog über rechts das Spiel an sich, forderte mit einem Schlenzer vom Strafraumeck zunächst Florian Kirschke zur Flugparade (18.), zögerte dann im 16-Meterraum einen Tick zu lange, als er noch einen Haken versuchte, sodass sein Schuss geblockt werden konnte (25.). Als Kwarteng es aus ähnlicher Position von halbrechts versuchte, war der SC-Torhüter mit den Fäusten zur Stelle (19.). Wintzheimer, von den A-Junioren des FC Bayern München an die Elbe gewechselt, setzte einen Schuss aus der Drehung nach dem ersten Eckstoß der Partie über den Kasten (29.), dann verzog Geißen aus guter Position (35.). Es roch inzwischen nach der Hamburger Führung, und die fiel auch. Ambrosius flankte von links, Mohssen war im Zentrum stark zum Ball gegangen, köpfte die Kugel zum 0:1 ins lange Eck, unerreichbar für Florian Kirschke (36.). Und die Gäste blieben am Drücker. Beim Abschluss von Ferati, den Florian Kirschke entschärfte, wären Stark und Wintzheimer beinahe noch in die Schussbahn gekommen (37.). Mohssen setzte einen Abschluss aus 15 Metern von halbrechts neben den Kasten (41.). Die Gästeführung zur Pause war alles in allem sehr verdient.

Mit Wiederbeginn übernahm Weiche das Zepter. Zwei Standards sorgten gleich für Gefahr. Beim Freistoß von Joël Keller von halbrechts mit links zwang Patrick Thomsen den Gästetorhüter Behrens zur Parade (48.). Nur Sekunden später war der Schlussmann dann geschlagen. Fast in Kopie der Szene zuvor köpfte Patrick Thomsen den Eckstoß von Joël Keller von rechts zum 1:1-Ausgleich ein (48.). Und Weiche blieb dran. Den nächsten Eckstoß von Joël Keller von der gleichen Seite setzte Gary Noël per Kopf über den Kasten (50.). Es ging aber auch aus dem Spiel heraus: Kevin Schulz passte auf halbrechts tief zu Gökay Isitan, der die Kugel auf Gary Noël querlegte, doch Weiches Nationalspieler zögerte auf halblinks zu lange, Behrens im HSV-Tor konnte parieren (53.). Als wenig später Ferati am linken Strafraumeck des SC gegen Joël Keller deutlich zu spät kam und mit gestrecktem Bein in den Weiche-Verteidiger hineinrauschte, musste der auffällige Ferati mit „Rot“ vom Platz (55.). Wie zu hören war, konnte sich der Juniorennationalspieler auch später nicht beherrschen, zertrümmerte sogar die Kabinentür.

In Unterzahl rappelte sich der junge HSV allerdings auf. Dazu kam mit dem erstligaerprobten Jatta für Stark ein enorm schneller Spieler (59.), ehe Joël Keller auf Flensburger Seite endgültig passen und für Hendrik Ostermann Platz machen musste (61.). Zuvor hatte Kwarteng schon einen Flatterball aus der Distanz knapp über den Kasten gesetzt (52.). Jetzt verfehlten auch Gmeiner (59.), Wintzheimer per Freistoß (63.) und Jatta nach kraftvollem Sololauf (75.) das Ziel. Auf Flensburger Seite setzte der fleißige, im Abschluss aber glücklose Nico Empen die Zeichen. Erst parierte Behrens seinen Abschluss, nachdem sich der SC-Stürmer gegen Vagnoman behauptet hatte (69.), dann erkämpfte sich Nico Empen erneut über halbrechts am Strafraumeck das Leder, schoss allerdings rechts vorbei (75.).

Für den Schlussakkord hatten beide Mannschaften nochmals gewechselt. Die intensiv geführte Partie forderte Kraft. Doch die größeren Reserven hatte Weiche. Der eingewechselte Marvin Ibekwe nutzte die Vorarbeit von Nico Empen zu einem Lauf auf halbrechts, sein Zuspiel ins Zentrum setzte Kevin Schulz aus Nahdistanz zum 2:1 in die Maschen (80.). Die Entscheidung schien fällig, als nach weitem Einwurf von Torge Paetow und Kopfballverlängerung von Jannick Ostermann der Unparteiische auf Handstrafstoß für die Gastgeber entschied (84.). Aber den Schuss von Jonas Walter vom Punkt lenkte Behrens an den linken Innenpfosten, von wo der Ball rechts ins Toraus zum Eckstoß trudelte (85.).

Auf der Gegenseite gab der junge HSV nicht auf. Nach einem mit „Gelb“ geahndeten Handspiel von Patrick Thomsen (86.) setzte Wintzheimer den Freistoß aus 20 Metern flach links vorbei (87.). Das war die letzte Ausgleichschance der Gäste, die sogar noch das 1:3 kassierten. Bei einem schnellen Gegenangriff hatte Jonas Walter auf halbrechts Nico Empen eingesetzt, der etwas zu lange zögerte, Vagnoman grätschte die Kugel ins Toraus (88.). Doch in der folgenden Aktion fädelte Nico Empen dann geschickt gegen den erneut grätschenden Vagnoman ein (89.). Den folgenden Strafstoß versenkte Marvin Ibekwe zum vielumjubelten 3:1-Endstand (90.).

Die besten Noten beim SC Weiche konnten sich mit Abwehrchef Patrick Thomsen und Kevin Schulz zwei Torschützen sowie der fleißige Angreifer Nico Empen verdienen. Auch Joël Keller und Jonas Walter boten überzeugende Leistungen. Bei den Gästen waren bis zu seinem Platzverweis Ferati sowie Wintzheimer im Zentrum in der Offensive die auffälligsten Akteure. Wintzheimer lieferte sich mit Patrick Thomsen viele harte Duelle. Bei beiden Mannschaften wurden mit Marvin Ibekwe (66.) und Jatta (59.) die augenscheinlich schnellsten Spieler erst eingewechselt, wobei dennoch die Zeit reichte, um ihr Können anzudeuten.

Bevor unsere Mannschaft am Sonntag, 7. Oktober 2018, zum TSV Havelse an den Ort des Titelgewinns vom 16. Mai 2018 reisen wird, um dort im Garbsener Wilhelm-Langrehr-Stadion ab 14 Uhr die Partie des 13. Liga-Spieltags zu bestreiten, steht das SHFV-Lotto-Landespokalhalbfinale auf dem Programm. Dazu spielt Weiche am Nationalfeiertag, am Mittwoch, 3. Oktober 2018, ab 14 Uhr beim SV Preußen 09 Reinfeld. Der Landesligist hatte sich im Achtelfinale vor eigener Kulisse gegen den PSV Neumünster mit 3:0 und im Viertelfinale beim TuS Jevenstedt mit 5:1 durchgesetzt. In der Landesliga-Staffel Holstein sind die Preußen mit neun Siegen aus zehn Partien bei imponierenden 36:6 Toren aktuell Spitzenreiter. Bester Torjäger ist Kristof Rönnau, der bereits neunmal getroffen hat.

Weiche: Kirschke – Paetow, Thomsen (V), Keller (61. H. Ostermann) – Walter (Kap.), K. Schulz (77. J. Ostermann) – Pastor Santos, Isitan, F. Meyer – Empen, Noël (66. Ibekwe).

Tore: 0:1 Mohssen (36.), 1:1 Thomsen (48.), 2:1 K. Schulz (80.), 3:1 Ibekwe (90., Strafstoß).

Zuschauer: 934 im Manfred-Werner-Stadion, Flensburg-Weiche.

Schiedsrichter: Theodor Potiyenko (FC Hude), war jederzeit Herr der Lage und leitete die Partie bei nur je einmal „Gelb“ sehr gut; lag auch bei „Rot“ gegen Ferati (55.) richtig.

Die Trainerstimmen:
Aus Sicht des HSV-Trainers Steffen Weiß war es ein bitterer Tag. Man habe in der ersten Halbzeit ein sehr gutes Spiel gemacht, sei nach einer Eingewöhnungszeit dominant aufgetreten. Insgesamt sei es ein vernünftiges Fußballspiel gewesen. Bitter seien das Gegentor gleich nach der Pause nach einem Standard sowie die Rote Karte gewesen. Danach habe man keinen richtigen Zugriff mehr bekommen. Die durchweg sehr jungen, wenn auch in Teilen bereits erst- oder zweitligaerfahrenen Spieler müssten es lernen, nach solchen Rückschlägen in einem Spiel stabil zu bleiben. „Wir werden im nächsten Jahr wieder kommen und es erneut versuchen, hier zu gewinnen“, so Steffen Weiß abschließend.

Unser Trainer Daniel Jurgeleit zeigte sich sehr froh über die drei Punkte. „Wir haben eine starke HSV-Mannschaft gesehen, die viel Qualität hat“, meinte der Chef an der Linie, der betonte, dass die U-Mannschaften immer besser werden und es immer schwieriger wird, gegen sie zu gewinnen. „Wir haben ordentlich angefangen, und es kann 1:0 stehen, bevor der HSV wach wird“, so der Trainer weiter. Nach dem Rückstand sei es enorm schwierig, das Spiel zu drehen. Da sei der Standard gerade recht gekommen, wobei weitere Chancen ausgelassen wurden. Abschließend meinte der Ex-Profi: „Wir hatten jetzt im Vorfeld drei sehr gute Spiele in Kiel, gegen Wolfsburg II und in Norderstedt gemacht. So war es heute enorm wichtig, den Dreier gegen eine starke HSV-Mannschaft eingefahren zu haben.“

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