SC Weiche Flensburg 08
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Meisterliche Heimpremiere

  Spielinfo

Zur Heimpremiere der neuen Regionalligasaison 2018/19 besiegte Meister SC Weiche Flensburg 08 am frühen Mittwochabend USI Lupo Martini Wolfsburg klar mit 4:0 (1:0). Bei besten Bedingungen und vergleichsweise angenehmen Temperaturen sahen die 924 Zuschauer im Manfred-Werner-Stadion an der Bredstedter Straße eine unterhaltsame, allerdings recht einseitige Partie. Der Wiederaufsteiger aus dem Wolfsburger Norden konnte das 1:1-Remis vom bislang einzigen Gastspiel an der Förde vor zwei Jahren nicht wiederholen und musste nach der 1:2-Heimniederlage im Rückspiel der Saison 2016/17 in diesem dritten Aufeinandertreffen gegen Weiche die zweite Niederlage hinnehmen. Unsere Mannschaft konnte die 1:2-Auftaktniederlage von Jeddeloh II wegstecken und hat mit drei Zählern aus den ersten beiden Partien einen besseren Saisonstart hingelegt als in den vergangenen beiden Spieljahren, als jeweils kein Sieg gelungen war.

Seine Ankündigung, kräftig zu rotieren und die Belastung am Saisonbeginn auch angesichts der englischen Wochen auf viele Akteure zu verteilen, setzte Trainer Daniel Jurgeleit auch um. Gegenüber dem Spiel vor vier Tagen in Edewecht (1:2 gegen Jeddeloh II) brachte er gleich sechs (!) neue Akteure. Für Joël Keller („Rot“-gesperrt), Kevin Njie, Tim Wulff, Gary Noël (alle Bank), Patrick Thomsen und Kevin Schulz (beide nicht im Kader) liefen Jonas Walter, Jannick Ostermann, Florian Meyer, Marvin Ibekwe, Gökay Isitan und Nico Empen von Beginn an auf. Für Marvin Ibekwe und Gökay Isitan war es jeweils der erste Regionalliga-Einsatz im Weiche-Dress. Vor Torhüter Florian Kirschke bildeten Torge Paetow, Finn Wirlmann und Kapitän Christian Jürgensen die Dreierkette. Im zentralen Mittelfeld spielten Jonas Walter, Dominic Hartmann und Jannick Ostermann. Die Außenbahnen besetzten Debütant Marvin Ibekwe (rechts) und Ur-Gestein Florian Meyer (links). Gökay Isitan fungierte neben Nico Empen als zweiter Angreifer. Eingewechselt wurden Ilidio Pastor Santos, Gary Noël und Jannis Pläschke. Letzterer verletzte sich bei seinem Kurzeinsatz nach zwei Foulspielen leider erneut, sodass abzuwarten bleibt, inwiefern er für die künftigen Partien zur Verfügung stehen wird. Den 18er Spieltagskader komplettierten Ersatztorhüter Raphael Straub, Hendrik Ostermann, Kevin Njie und Tim Wulff. Neben dem gesperrten Joël Keller sowie Patrick Thomsen und Kevin Schulz waren auch Benjamin Safo-Mensah, Nedim Hasanbegovic und Jannik Drews nicht im Aufgebot des zweiten Spieltages.

Die Partie lief nicht gleich auf Hochtouren. Dazu attackierten die Gäste zwar unsere Mannschaft bereits früh im Spielaufbau, doch insbesondere Finn Wirlmann und Torge Paetow ließen sich dadurch kaum aus der Ruhe bringen. Geduldig wurde aufgebaut, ganz allmählich kam Weiche auch zu Chancen. Unsere Mannschaft hätte bereits früh allerdings einen Strafstoß bekommen können. Bei einem hohen Bein gegen Gökay Isitan an der linken Strafraumkante gab es überraschend Freistoß für die Niedersachsen (4.). Nach einer schönen Einzelaktion kam dann Nico Empen zum Abschluss, der aber Torhüter Sauss vor keine Probleme stellte (12.). Gefährlicher wurde es, als Florian Meyer von links flankte und Gökay Isitan im Zentrum die Kugel nur knapp verpasste (16.). Schließlich klingelte es doch im Lupo-Kasten, und das nach alt-bewährtem Weiche-Konzept: Einen weiten Einwurf von links verlängerte Jannick Ostermann, und dahinter bugsierte Finn Wirlmann die Kugel zum 1:0 über die Linie (25.).

Auch die letzten beiden Möglichkeiten gehörten dem Gastgeber. Florian Meyer setzte nach einem abgewehrten Eckstoß den zweiten Ball von halbrechts satt links vorbei (28.). Und nach einem doppelten Doppelpass mit Marvin Ibekwe, der auf der rechten Bahn immer wieder gute Ansätze zeigte, setzte Gökay Isitan den Abschluss im Zentrum über den Kasten (40.). So sprang eine vollauf verdiente 1:0-Pausenführung heraus, da die Wolfsburger zu nicht mehr als einer notierenswerten Angriffsaktion kamen, als Rizzo auf links dribbelte, den Abschluss – halb Flanke, halb Torschuss – aber am langen Pfosten vorbeisetzte (22.). Zu mehr kam der engagierte Gast vor der Pause nicht.

Auch nach dem Seitenwechsel arbeitete unsere Mannschaft beständig an einem weiteren Treffer, ohne deshalb ein Offensivfeuerwerk abzubrennen. Jannick Ostermann leitete die Vorentscheidung ein, Dominic Hartmann steckte auf Gökay Isitan am 16-m-Raum durch, und der Neuzugang aus Lübeck platzierte die Kugel aus zwölf Metern, halbrechte Position, zum 2:0 genau ins lange Eck (54.). Der ehemalige Lübecker, bereits vor der Pause mit einigen gelungenen Aktionen positiv aufgefallen, gewann nun von Minute zu Minute an Spielfreude. Er probierte es vom Strafraumeck (67.), setzte dann seinen Sturmpartner Nico Empen ein, der von halbrechts nur den linken Pfosten traf, Torge Paetow knallte den Nachschuss dann über das Tor (68.). Der Treffer war dadurch aber nur kurz aufgeschoben. Nach einem Dribbling über halblinks setzte Gökay Isitan die Kugel von der Strafraumkante zum 3:0 ins lange Eck (69.). Als er erneut auf seinen Sturmpartner Nico Empen gepasst hatte, zielte dieser zentral aus 20 Metern knapp vorbei (73.) wie auch Finn Wirlmann und Jannick Ostermann im Duett per Kopf nach einem Eckstoß von Dominic Hartmann (76.). Dann war der Abschluss von Jannick Ostermann zu schwach, sodass Lupo-Schlussmann Sauss sicher zupacken konnte (82.). Dennoch fiel ein vierter Treffer für den SC. Christian Jürgensen flog wie ein Habicht am zweiten Pfosten in einen Ball, den Dominic Hartmann von Rechtsaußen, beinahe von der Eckfahne, scharf nach innen gebracht hatte. Dem Freistoß war ein Foul an den eingewechselten Jannis Pläschke vorausgegangen (87.). Bei jenem 4:0 blieb es, weil die im Angriff harmlosen Gäste in der gesamten zweiten Halbzeit auch nur einen Torschuss zu verzeichnen hatten, als Rizzo mal aus 20 Metern halblinks abzog, damit aber SC-Torhüter Florian Kirschke vor keine ernsthafte Aufgabe stellte (64.).

Bei unserer Mannschaft konnten sich neben dem Doppeltorschützen Gökay Isitan, der sehr spielfreudig agierte, vor allem Jannick Ostermann und Finn Wirlmann gute Noten verdienen. Insgesamt war es allerdings eine sehr homogene Flensburger Mannschaftsleistung. Die Niedersachsen hatten defensiv in den beiden Innenverteidigern Kohn und Eilbrecht sowie offensiv in den später ausgewechselten Zverotic und Rizzo ihre auffälligsten Akteure.

Zum Abschluss der englischen Auftaktwoche der neuen Regionalligasaison reist unsere Mannschaft am kommenden Sonntag (05.08.2018, 14.00 Uhr) nach Norderstedt, wo im dortigen Edmund-Plambeck-Stadion die U 23 des FC St. Pauli ihr Heimrecht wahrnimmt. An das letzte Aufeinandertreffen erinnern sich sicherlich viele noch. An jenem Dienstagabend, 27. März diesen Jahres, war unsere Mannschaft durch einen Treffer des Ex-St.-Paulinaners Nico Empen spät in Führung gegangen (82.). Nach „Rot“ gegen den gerade erst eingewechselten Joël Keller, damals im Dress der Braun-Weißen (84.), war der glückliche Sieg zum Greifen nahe. Doch in der sechsten Minute der Nachspielzeit lief Weiche in einen Konter, den Ilidio Pastor Santos mit Foulspiel stoppte, wofür auch er „Rot“ sah. Nachdem der fällige Freistoß an das Gebälk flog, würgten die Gastgeber im Kollektiv die Kugel damals zum verdienten 1:1-Ausgleich in das Netz des von Florian Kirschke – ebenfalls einst bei St. Pauli – gehüteten SC-Tores. Und auch bei den Gastauftritten zuvor, damals noch im Hamburger Stadion „Hoheluft“, ging es dramatisch zu. Am 5.11.2016 hielt Florian Kirschke beim torlosen Remis einen Strafstoß des heutigen Profis Jan-Marc Schneider. Ein weiteres Jahr zuvor, am 27.09.2015, wandelten späte Treffer von Tim Wulff (63.) und Patrick Thomsen (90.) die 1:0-Führung des Kiezklubs in einen 2:1-Sieg von Weiche um, nachdem die Gastgeber eine rote Karte hinnehmen mussten. Zuvor hatte es drei Flensburger Siege beim Nachwuchs des Hamburger Kultklubs gegeben: 2:0 am 22.05.2015 (zweimal Florian Meyer), 1:0 am 26.10.2013 (Tim Wulff) und 2:1 am 04.11.2012 (Elmedin Kasumovic, Karl-Christian Melfsen). Damit hat Weiche eine starke Bilanz von vier Siegen und zwei Remis in den bisherigen sechs Gastspielen beim FC St. Pauli II aufzuweisen.

Weiche:
 Kirschke – Paetow, Wirlmann, Jürgensen (Kap.) – Hartmann, Walter – Ibekwe (V), J. Ostermann, F. Meyer (77. Pastor Santos) – Empen (83. Noël), Isitan (83. Pläschke).

Tore:
 1:0 Wirlmann (22.), 2:0 Isitan (54.), 3:0 Isitan (69.), 4:0 Jürgensen (87.).

Zuschauer:
 924 im Manfred-Werner-Stadion, Flensburg-Weiche.

Schiedsrichter:
 Konrad Oldhafer (SC Poppenbüttel/Hamburg), hatte die insgesamt durchaus faire Partie bei vier Gelben Karten (1/3) problemlos im Griff.

Die Trainerstimmen
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Der Trainer von Lupo Martini, Giampiero Buonocore, sprach von einem hochverdienten Sieg von Weiche, zu dem er gratulierte. „Hier müssen wir nicht die Punkte machen“, relativierte er, um dann von einem „Klassenunterschied“ zu sprechen und sich noch zu revidieren: „Vielleicht waren es auch zwei Klassen Unterschied.“ Er wünschte Weiche eine erfolgreiche Saison und „dass Ihr Eure Ziele erreichen werdet“.

Unser Trainer Daniel Jurgeleit nahm zunächst die Glückwünsche dankend an und wünschte dann auch Lupo Martini für die Saison alles Gute. Es sei nicht selbstverständlich, nach dem Abstieg vor zwei Jahren sofort den Wiederaufstieg zu schaffen. In der Vorbereitung auf dieses Spiel habe er einen laufstarken Gegner gesehen, der gut aus der Ordnung heraus agierte. Seine Mannschaft habe es aber sehr gut gemacht, sei sehr offensiv und ordentlich aufgetreten, habe Spielfreude gezeigt und tolle Tore erzielt. Mit dem Sieg sei er sehr zufrieden, zumal nun die Bilanz mit drei Zählern aus den ersten beiden Partien um einen Punkt besser ist als in der erfolgreichsten Saison – der des Vorjahres –, als es zum Auftakt ein 1:1 gegen St. Pauli II und ein 0:0 bei Hannover 96 II gegeben hatte.

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