SC Weiche Flensburg 08
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Letzte Weichenstellung zum erneuten Finaleinzug

  Spielinfo

SV Preußen 09 Reinfeld – SC Weiche Flensburg 08 0:2 (0:1)

Titelverteidiger SC Weiche Flensburg 08 hat erneut das Endspiel um den SHFV-Lotto-Landespokal erreicht. Im Halbfinale setzte sich der Regionalligist am Mittwochnachmittag beim SV Preußen 09 Reinfeld verdient mit 2:0 (1:0) durch. Während sich der Spitzenreiter der Landesliga Holstein vor 770 Zuschauern auf der Anlage am Bischofsteicher Weg in Reinfeld überaus achtbar aus der Affäre zog, setzte unsere Mannschaft bei herbstlich-kühlem, zuweilen frisch-windigem Wetter ihre Erfolgsserie fort. Der relativ unspektakuläre, aber auch kaum gefährdete Sieg in der Runde der letzten Vier war die achte erfolgreiche Pokalbegegnung und darunter der sechste Zu-Null-Sieg (einschließlich des 1:0 gegen den VfL Bochum) nacheinander. Letztmals hat Weiche in einem Pokalspiel vor weit über zwei Jahren – am 20. August 2016 mit 0:2 gegen Holstein Kiel – verloren. Im Endspiel des Landespokalwettbewerbs, das im Mai 2019 auf der Lübecker Lohmühle ausgetragen werden wird, wartet als Kontrahent nun der VfB Lübeck, der sich zeitgleich im anderen Halbfinale mit 3:0 beim SV Todesfelde durchsetzen konnte. Damit wird es zur dritten Auflage dieser Finalpaarung zwischen den beiden Regionalligisten kommen. Nach den beiden Endspielniederlagen von 2012 und 2016 wird unsere Mannschaft sicherlich alles daran setzen, um den Bock 2019 umzustoßen und den Pokal erfolgreich zu verteidigen.

 

Vier Tage nach dem 3:1-Sieg in der Liga gegen den HSV II änderte Trainer Daniel Jurgeleit die Anfangself lediglich zweimal. Für Gökay Isitan und den geschonten, aber im Aufgebot stehenden Florian Meyer begannen die Zwillinge Hendrik und Jannick Ostermann, die als großgewachsene Spieler prädestiniert schienen, um auch der Körperhöhe einiger Reinfelder – insbesondere Böckelmann – etwas entgegenzustellen. Die Änderungen hielten sich insgesamt in Grenzen, da Joël Keller zur Verfügung stand, obgleich er gegen den HSV II verletzt vom Platz musste. Vor Torhüter Florian Kirschke bildeten daher wie zuletzt Torge Paetow (rechts), Patrick Thomsen (zentral) und Joël Keller (links) die Dreierkette. Auf der „Sechs“ spielte Jonas Walter, offensiver im Zentrum agierten Kevin Schulz und Jannick Ostermann. Auf den Außenbahnen begannen Ilidio Pastor Santos (rechts) und Hendrik Ostermann (links). Die Doppelspitze bestand aus Nico Empen und Gary Noël. Eingewechselt wurden Dominic Hartmann, Gökay Isitan und Tim Wulff. Ersatztorhüter Raphael Straub, Christian Jürgensen, Jannis Pläschke und Florian Meyer blieben auf der Bank. Unser etatmäßiger Kapitän sowie Jannis Pläschke standen erstmals nach ihren Verletzungen wieder im Kader. Die Ausfallliste ist dennoch beachtlich. Es fehlten weiterhin die verletzten Nedim Hasanbegovic (Wade), Kevin Njie (Außenband), Finn Wirlmann (Syndesmoseband) und Jannik Drews (Knie) sowie der geschonte Marvin Ibekwe.

 

Unsere Mannschaft begann diese Neuauflage des ewig jungen Duells von Klein gegen Groß in sachlicher Art, wohlwissend, dass die Partie ein großes Blamagepotential für Weiche in sich barg. Es wurde nicht mit Mann und Maus sofort die Offensive gesucht, sondern eher etwas verhalten agiert, ehe beinahe wie von selbst im Verlauf der ersten Halbzeit eine deutliche optische Überlegenheit heraussprang. So war der Ball überwiegend im Flensburger Besitz, wobei mit zunehmender Spielzeit auch Chancen heraussprangen. Den ersten Torabschluss konnte freilich der Sechstligist verzeichnen, als Lie aus der Distanz abzog, das Weiche-Tor jedoch verfehlte (1.). Auf der Gegenseite gab es den ersten Aufreger, nachdem Joël Keller tief auf Nico Empen gepasst und dieser von links geflankt hatte. Gleich zwei Abschlüsse von Ilidio Pastor Santos konnten die Gastgeber vor der Linie gemeinschaftlich noch abwehren (13.). Reinfeld setzte da bereits auf eine Taktik des „Nadelstich-Setzens“. So hatte erneut Lie eine Schusschance, als er auf halbrechts eingesetzt wurde, doch der Angreifer verzog am langen Pfosten (16.). Die beste Vorpausenmöglichkeit der Heimischen vergab Schecke, der in einen diagonal von rechts getretenen Ball von Vogt lief, am zweiten Pfosten an die Kugel kam, den direkten Abschluss jedoch verzog (36.).

 

Deutlich mehr Spielanteile hatte freilich der Viertligist, der auch zu Möglichkeiten kam. Nico Empen scheiterte aus spitzem Winkel zweimal kurz hintereinander aus Nahdistanz, von links kommend, am vor ihm postierten Torhüter Marschner, dann vergab Ilidio Pastor Santos den Abpraller (23.). Als Jannick Ostermann zentral aus Nahdistanz an das Leder kam, lenkte Marschner die Kugel famos über die Latte (25.). Nur ein paar Sekunden später setzte Jannick Ostermann den Ball aus ähnlicher Position über den Kasten (26.). Der Führungstreffer schien spätestens fällig, nachdem Torge Paetow von rechts einen weiten Diagonalflugball in die Spitze gespielt hatte und Nico Empen aus zwölf Metern frei zum Abschluss kam, das Streitobjekt direkt jedoch ebenfalls über den Kasten setzte (35.). Als der Außenseiter sich schon nahe am Teilziel wähnte, die erste Halbzeit unbeschadet überstanden zu haben, klingelte es doch noch. Einen Eckball von Nico Empen von der linken Seite köpfte Jannick Ostermann – unter Mitwirkung von Schecke, der im offiziellen Spielprotokoll als Eigentorschütze geführt wurde – zum 0:1 ein (42.).

 

In der zweiten Halbzeit wurden die Spielanteile noch deutlicher. Weiche dominierte, zumal mit Windunterstützung, das Geschehen, machte den Sack aber lange Zeit nicht zu. Zunächst ließen Jannick Ostermann, der frei vor dem gegnerischen Tor aus der Drehung abzog, aber den Kasten verfehlte (52.), und Torge Paetow mit einem schnell ausgeführten Freistoß, der ins Toraus abgefälscht wurde (63.), Chancen aus. Dann ging es aber für die Preußen zu schnell. Jannick Ostermann hatte auf links zu seinem Bruder Hendrik durchgesteckt, dieser nach innen auf Nico Empen gepasst, der die Kugel am Fünfmeterraum zum 0:2 versenkte (65.). Damit war die Vorentscheidung gefallen.

 

Zwar kämpften die Schwarz-Weißen unverdrossen weiter, aber sie kamen kaum einmal in die Nähe des Weiche-Tores. Auf der Gegenseite erzielte Nico Empen nach Vorarbeit von Ilidio Pastor Santos von der rechten Seite einen weiteren Treffer, der allerdings wegen eines Handspiels bei der Ballannahme nicht anerkannt wurde (72.). Dominic Hartmann setzte dann einen direkten Freistoß über den Kasten (82.), ehe der Gastgeber doch noch seine große Chance zum Ehrentreffer bekam. Aber beim Abschluss von Schröder war SC-Torhüter Florian Kirschke blitzartig abgetaucht, sodass er den Einschlag verhindern konnte (90.+1). Nachdem Gökay Isitan noch einen Ball am kurzen Pfosten vorbeigesetzt hatte (90.+3), pfiff der Unparteiische diese wenig aufregende Halbfinalpartie ab. Unsere Mannschaft hatte die Aufgabe am Feiertagsnachmittag unspektakulär gemeistert und die fünfte Endspielteilnahme perfekt gemacht. Wenn sie in vier Wochen am nächsten Feiertagsmittwoch wieder zu einem Pokalspiel – dann gegen Weder Bremen – antreten wird, werden die Rollen genau andersherum verteilt sein.

 

Auf Seiten der Reinfelder fielen besonders der baumlange Böckelmann im Abwehrzentrum und Witten vor der Abwehr auf. Bester Spieler der Stormarner war indes Torhüter Marschner, der einige tolle Paraden zeigte. Bei unserer Mannschaft verdienten sich Patrick Thomsen und Jannick Ostermann die besten Noten. Ihre gute Form konnten zudem beispielsweise Kevin Schulz und Hendrik Ostermann nachweisen.

 

In der Liga geht es in vier Tagen, am kommenden Sonntag, 7. Oktober 2018, ab 14 Uhr mit dem Gastspiel beim TSV Havelse weiter. An das Wilhelm-Langrehr-Stadion hat Weiche allerbeste Erinnerungen, wurde doch dort mit einem 1:1-Remis am 16. Mai diesen Jahres der Meistertitel in der Regionalliga Nord perfekt gemacht. Die Verantwortlichen im Garbsener Stadtteil ließen damals Spieler, Verantwortliche und Flensburger Fans auf dem Rasen feiern, während die TSV-Elf dem Titelanwärter zuvor nichts geschenkt hatte. In die aktuelle Saison war Havelse mit zehn Punkten aus den ersten vier Spielen – darunter ein 4:1-Heimsieg gegen Bremen II – blendend gestartet, ehe es fünf Niederlagen – darunter ein 0:8 beim VfL Wolfsburg II und ein 0:5 beim HSV II – am Stück gab. Diese Negativserie endete ausgerechnet mit einem 2:1-Heimsieg gegen den Titelfavoriten VfB Lübeck. Angesichts solcher Leistungsschwankungen sollte unsere Mannschaft ausreichend gewarnt sein. Ein Blick auf die bisherigen Gastspiele in Havelse zeigt ebenso, dass alles möglich scheint. Gingen die ersten drei Auftritte allesamt verloren (0:4, 1:2, 0:2), so blieb Weiche danach dreimal in Folge ungeschlagen. Zweimal hieß es am Ende 1:1, und einmal konnten die Fördestädter dort gewinnen: mit 2:1 am 2. April 2017. Damals hatte Kyereh, jetzt Mannschaftskollege von René Guder beim SV Wehen Wiesbaden, Havelse in Führung gebracht (4.), ehe Jannis Pläschke (36.) und Patrick Thomsen (68.) das Spiel drehten.

 

Weiche: Kirschke – Paetow, Thomsen, Keller – Walter (Kap./V) – Pastor Santos, K. Schulz (84. Wulff), J. Ostermann, H. Ostermann – Empen (74. Isitan), Noël (56. Hartmann).

 

Tore: 0:1 J. Ostermann (42.), 0:2 Empen (65.).

 

Zuschauer: 770, darunter rund 100 Flensburger, auf der Anlage am Bischofsteicher Weg, Reinfeld.

 

Schiedsrichter: Malte Göttsch (TuS Hartenholm), leitete die Partie ohne nennenswerte Probleme und beließ es bei drei Verwarnungen (Witten nach Foul an Paetow, 9.; Schröder nach Foul an Paetow, 62./Walter nach Foul an Rönnau, 22.).

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