SC Weiche Flensburg 08
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Kein Durchkommen gegen Egestorfer Bollwerk

  Spielinfo

In der vorgezogenen Partie des 5. Spieltages der Regionalliga Nord unterlag der SC Weiche Flensburg 08 am Mittwochabend beim 1. FC Germania Egestorf/Langreder mit 0:1. Somit musste der Meister in der vierten Partie bereits die zweite Saisonniederlage hinnehmen. Bei Temperaturen um die 24 Grad sahen die 200 Zuschauer, darunter so manche, die es mit den Fördestädtern hielten, ein Duell mit äußerst wenigen Torchancen, bei dem es unseren Mannen nicht gelang, das Abwehrbollwerk der Gastgeber zu knacken. Egestorf blieb daher auch im dritten Saisonheimspiel ohne Gegentreffer und darf sich mit sieben Punkten über einen gelungenen Start in die neue Serie 2018/19 freuen.Das von der Taktik geprägte Aufeinandertreffen im Stadion an der Ammerke des Barsinghausener Ortsteils Egestorf am Deister war für beide Seiten das vierte Regionalligaspiel in zwölf bzw. elf Tagen. Trainer Daniel Jurgeleit nahm gegenüber dem 1:1-Remis vor drei Tagen in Norderstedt beim FC St. Pauli II fünf Änderungen in der Startformation vor. Dominic Hartmann, Jannick Ostermann, Ilidio Pastor Santos, Nico Empen und Tim Wulff liefen anstelle von Joël Keller („Rot“-gesperrt), Nedim Hasanbegovic, Finn Wirlmann, Gökay Isitan (alle auf der Bank) und Patrick Thomsen von Beginn an auf. Die Dreierkette vor Torhüter Florian Kirschke bildeten Torge Paetow, Jonas Walter und Kapitän Christian Jürgensen. In der Zentrale des Mittelfeldes agierten Jannick Ostermann und Dominic Hartmann. Die Außenbahnen wurden von Kevin Njie (rechts) und Ilidio Pastor Santos (links) besetzt. Im Angriff kamen diesmal mit Tim Wulff, Gary Noël und Nico Empen gleich drei nominelle Stürmer zum Zuge. Eingewechselt wurden gut 20 Minuten vor Schluss mit Florian Meyer sowie etwa zehn Minuten vor Abpfiff mit Gökay Isitan und Marvin Ibekwe weitere Offensivkräfte. Den 18er Kader des Spieltags komplettierten Ersatztorhüter Raphael Straub, der angeschlagene Finn Wirlmann, Nedim Hasanbegovic und Kevin Schulz.

Neben dem gesperrten Joël Keller und dem verletzten Jannis Pläschke (Außenbandriss) waren Benjamin Safo-Mensah (ebenfalls angeschlagen), Hendrik Ostermann, Jannik Drews (beide zeitgleich bei der 0:1-Niederlage unserer Oberliga-Mannschaft bei Risum-Lindholm im Einsatz) sowie Patrick Thomsen (beruflich verhindert) nicht im Aufgebot. Die erste Viertelstunde gehörte den Gästen aus Flensburg, wobei die herausgespielten Möglichkeiten keine hochkarätigen waren. Bei einer Rechtsflanke von Kevin Njie kamen zwar Gary Noël und Nico Empen mit dem Kopf an das Leder, aber der Ball trudelte ins Toraus (6.). Nach Kopfballabwehr von Tim Wulff am eigenen Strafraum kam Ilidio Pastor Santos auf halblinks zu einem schnellen Gegenzug, doch den Abschluss nach 50-Meter-Lauf über den Platz verzog unser Brasilianer deutlich (8.), und bei einer schönen Eingabe von Nico Empen von der linken Seite fand sich kein Abnehmer (10.). Dann allerdings meldete sich der Gastgeber erstmals an. Nach einem Standard konnte sich Gaida auf der rechten Außenseite mit etwas Glück gegen Christian Jürgensen behaupten. Er brachte den Ball an den 5-Meter-Raum, wo Behnsen die Kugel ins Flensburger Netz zur Germania-Führung versenkte (15.).

In dieser Szene spiegelte sich das Auftreten der beiden Mannschaften: Der „1. FC GEL“ agierte schnell und schnörkellos mit direktem Zug zum Tor, während unsere Mannschaft lange Ballstafetten aufbaute, um dann irgendwann von halbrechts oder halblinks die Flanke in das dicht besetzte Zentrum zu bringen. Und: Die Gastgeber gewannen die entscheidenden Zweikämpfe. Höhepunkte vor der Pause blieben rar. Dösemeci köpfte die Kugel über den Weiche-Kasten (28.). Die beste Gelegenheit hatte schließlich Innenverteidiger Oelmann, der nach einem Freistoß von der linken Seite am zweiten Pfosten den Kopfball zu hoch ansetzte (37.). Vorausgegangen war wieder das schnörkellose Vorpreschen der Niedersachsen: Torhüter Straten-Wolf hatte mit Handabschlag Engelking auf Linksaußen eingesetzt, der ging am Strafraum ins Eins-gegen-Eins und wurde dabei von Kevin Njie gesperrt – die einzige Gelbe Karte für Weiche war die Folge (36.). Und unsere Mannschaft? Ein paar Flanken fanden trotz dreier nomineller Stürmer keine Abnehmer. Insgesamt wirkte das Flensburger Spiel zu wenig zielstrebig und ohne Ideen. So hatte Torge Paetow noch die einzig notierenswerte Szene, doch sein Abschluss aus 18 Metern war zu drucklos; Straten-Wolf konnte die Kugel problemlos aufnehmen (41.). 

In die zweite Halbzeit kamen die Gäste mit frischem Elan, aber mehr als ein 19-m-Schuss von Kevin Njie, der knapp am Kasten vorbeiflog, und zwei Verwarnungen für den „1. FC GEL“ – gegen Teichgräber (48.) und Behnsen (55.), die jeweils den fleißigen Nico Empen unfair stoppten – sprang nicht heraus. Das Spiel wurde optisch immer einseitiger mit hohem Ballbesitzanteil für den technisch besseren SC, der allerdings weiterhin ohne Ideen agierte, während sich die Gastgeber immer mehr ins letzte Drittel des Spielfeldes verschanzten und dort oft mit zehn Feldspielern ihre inzwischen zwei Viererketten verschoben. Dadurch „stand“ das Spiel oft. So schaffte Egestorf in der gesamten zweiten Halbzeit eine einzige ernsthafte Entlastung, als Engelking nach langem Lauf aus gut 20 Metern deutlich den Weiche-Kasten verfehlte (64.).

Doch die Gäste kamen nach wie vor nicht zu größeren Möglichkeiten. Das änderte sich auch mit den Einwechslungen und einigen taktischen Umstellungen nicht. Der neu in die Partie gekommene Gökay Isitan verfehlte mal nach von Dominic Hartmann schnell ausgeführtem Freistoß aus gut 20 Metern flach das Tor (83.), aus noch größerer Distanz setzte Florian Meyer seinen Abschluss über den Kasten (86.). Als Tim Wulff knapp neben das Gehäuse köpfte (73.) sowie bei einer Aktion von Gökay Isitan am zweiten Pfosten, bei der Torhüter Straten-Wolf parierte (88.), hatte der Unparteiische ohnehin jeweils eine Regelwidrigkeit beim SC erkannt.

So sprang letztlich trotz Dauerbelagerung keine einzige hundertprozentige Torchance gegen eine aufopferungsvoll kämpfende und diszipliniert verteidigende Germania-Elf heraus, sodass unsere Mannschaft ohne Punkte die Heimfahrt antreten musste. Bei Egestorf fielen vor allem die beiden Innenverteidiger Oelmann (halbrechts) und Gaida (halblinks) positiv auf. Ansonsten kann man von einer geschlossenen Mannschaftsleistung der Platzherren sprechen. Der SC Weiche hatte in Torge Paetow, Jonas Walter und Kevin Njie seine stärksten Akteure, wobei allerdings zu viele nicht ihre Normalform erreichten. 

Zum Abschluss der zweiten „englischen Woche“ empfängt unsere Mannschaft am Sonnabend (11.08.2018) ab 13.30 Uhr die U 23 von Hannover 96. Gegen den Nachwuchs des Bundesligisten gab es fast durchweg knappe und eher torarme Begegnungen, doch Weiche ist seit sieben Duellen mit den Niedersachsen ungeschlagen. Die letzte von insgesamt nur zwei Niederlagen in zwölf Aufeinandertreffen (4 Siege, 6 Remis) gegen die Zweite von 96 gab es am 2. August 2014. Seit der damaligen 0:1-Niederlage in Hannover hieß es im heimischen Manfred-Werner-Stadion 3:0 (23.11.14), 0:0 (13.03.16), 1:0 (12.03.17) und wieder 0:0 (25.11.17).

In Hannover folgten ein 2:1-Sieg, ein 1:1-Remis und zuletzt ein 0:0. Die einzige Heimniederlage gab es mit 1:2 bei der Premiere am 15. September 2012. Der Kontrahent hat seit dieser Saison mit Ex-Profi Christoph Dabrowski einen neuen Cheftrainer. Zudem wechselte der Egestorfer Torjäger Hendrik Weydandt zur Zweiten von 96. Doch der kantige Mittelstürmer scheint auch ein Kandidat für die Bundesliga zu sein. Hingegen traf der dreimalige dänische Nationalspieler Uffe Bech, Leihgabe aus der Bundesligamannschaft, bei zwei Einsätzen schon dreimal für die U 23. 

Weiche: Kirschke – Paetow, Walter, Jürgensen (Kap.) – Hartmann – Njie (V), J. Ostermann (78. Isitan), Pastor Santos (78. Ibekwe) – Wulff, Noël (69. F. Meyer), Empen. 

Tor: 1:0 Behnsen (15.). 

Zuschauer: 200, darunter etwa 15 Flensburger, im Stadion an der Ammerke, Barsinghausen-Egestorf. 

Schiedsrichter: Benjamin Schmidt (SvVg Laatzen), hatte die Partie insgesamt gut im Griff; ohne entscheidende Fehler, verteilte fünfmal „Gelb“, davon viermal an die Gastgeber.  

Die Trainerstimmen:
Unser Trainer Daniel Jurgeleit beglückwünschte zunächst Egestorf zum Sieg. Er sah erneut ein knappes, enges Spiel, das sehr intensiv geführt wurde. „Wir sind ordentlich ins Spiel gekommen“, befand er, „aber nach dem 0:1 war es noch schwerer. Es gab mal eine Flanke hier und eine dort.“ Der Trainer weiter: „Ich mag die Art und Weise, wie Egestorf spielt und hatte mich ja schon in der vergangenen Saison als Fan geoutet: mit Leidenschaft, manchmal auch einfachen Mitteln und über Zweikämpfe. Wenn man da nicht so überzeugend auftritt, verliert man halt so ein Spiel. Der Sieg für Egestorf ist nicht unverdient. Es bestätigt sich, was ich gesagt habe: Jede Saison beginnt bei Null, und wir müssen noch mehr tun. Ich bin mit dem heutigen Spiel nicht zufrieden. Wir müssen lernen, nach einem Rückstand Lösungsansätze zu finden oder erst gar nicht in Rückstand zu geraten. Ich habe keine einzige 100prozentige Torchance gesehen.“ Gefragt nach der Bilanz von vier Punkten aus vier Spielen, antwortete er, dass er deshalb nicht enttäuscht sei, weil er wusste, dass es schwer werden würde. „Wenn wir gegen Hannover jetzt 0:5 verlieren ... Die vier Punkte aus vier Spielen machen mich noch nicht unruhig.“ 

Der Trainer des 1. FC Germania, Jan Zimmermann, war stolz auf seine Mannschaft, die erst verdient den Vizemeister (HSV II/2:0) und nun den Meister geschlagen hat. Er sagte: „Ich war phasenweise auch nervös, weil ich nicht wusste, ob wir das von der Kraft her durchhalten und die Wege gehen werden. Wir waren in der zweiten Halbzeit mausetot. Ich habe heute extra nur Spieler aufgeboten, die Spiele gegen Weiche kennen, weil es immer enge Spiele waren, bei denen man sich keine Unachtsamkeit erlauben darf. Wir haben heute keine Fehler gemacht und hatten auch ein Quäntchen Glück, dass Weiche im letzten Dritten nichts eingefallen ist. Ein zweites Tor hätten wir heute jedenfalls nicht gemacht.“

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