SC Weiche Flensburg 08
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Frühling, Tore, Glückseligkeit: Weiche erneut siegreich

  Spielinfo

Der SC Weiche Flensburg 08 hat das Verfolgerduell des 29. Spieltages gegen den Tabellenvierten 1. FC Germania Egestorf/Langreder mit 2:0 gewonnen. Fünf Tage nach dem 1:0-Sieg in der Nachholpartie beim gleichen Kontrahenten sahen die 928 Zuschauer im gut besuchten Manfred-Werner-Stadion bei endlich frühlingshaftem Wetter deutlich mehr Fußball und einen verdienten Sieger, der sich nun auf das Spitzenspiel am kommenden Mittwoch gegen den Hamburger SV II freuen darf. Unsere Mannschaft blieb damit schon zum zwölften Mal in Folge ungeschlagen.

 

Trainer Daniel Jurgeleit änderte die Anfangsformation gegenüber dem „Hinspiel“ vor fünf Tagen gegen den gleichen Kontrahenten (1:0) auf zwei Positionen im zentralen Mittelfeld. Für Finn Wirlmann (angeschlagen nicht im Kader) und Dominic Hartmann (Bank) rutschten Jonas Walter und Kevin Schulz in die Startelf. Im Spieltagskader fehlten neben Finn Wirlmann auch die noch nicht vollständig genesenen Florian Meyer, Nedim Hasanbegovic, Jannis Pläschke, Fiete Sykora und Jannik Drews sowie Benjamin Safo-Mensah (spielte zeitgleich beim 2:1-Sieg unserer Oberligamannschaft beim PSV Neumünster). Nach abgelaufener „Rot“-Sperre war Ilidio Pastor Santos wieder zurück im Aufgebot, nahm aber vorerst auf der Bank Platz.

 

Die Partie begann vielversprechend. Hendrik Ostermann passte in die Tiefe auf Nico Empen, der auf René Guder ablegte, doch Torhüter Schöttelndreier parierte (3.), und der Germania-Schlussmann hatte auch noch seine Hände im Spiel, als Christian Jürgensen im Anschluss an einen Eckstoß an den Ball kam und an der Latte scheiterte (5.). Angesichts der zähen Angelegenheit erst fünf Tage zuvor bei der Partie in Egestorf machten diese beiden großen Chancen Lust auf mehr. Doch auch die Gäste meldeten sich im Spiel an. Junior Ebot-Etchi hatte nach einem Diagonalpass auf Beismann seine Orientierungsschwierigkeiten, foulte schließlich den Egestorfer Rechtsaußen knapp an der Strafraumkante und sah daher früh die gelbe Karte (7.). Der folgende Freistoß von Lindemann blieb in der Flensburger Abwehrmauer hängen, sodass Torhüter Florian Kirschke das Leder aufnehmen konnte. Da zudem Hendrik Ostermann nach einem Foul an Weydandt im Mittelfeld recht früh die gelbe Karte sah (13.), musste man aus Weiche-Sicht Schlimmes befürchten. Inzwischen hatten die Gäste das Geschehen scheinbar im Griff. Die Direktabnahme von René Guder nach Flanke von Jonas Walter und Kopfballablage von Patrick Thomsen stellte auch keine wirkliche Gefahr dar; der Ball ging in die zweite Etage (15.). Nachdem Stieler bei den Gästen verletzungsbedingt gegen Behnsen ausgewechselt werden musste (18.), lag der Gastgeber plötzlich und zu jenem Zeitpunkt doch etwas überraschend in Führung: Junior Ebot-Etchi hatte schnell reagiert und mit Einwurf René Guder auf Linksaußen eingesetzt. Dessen scharfe Eingabe fälschte Oelmann zum 1:0 ins eigene Tor ab (20.).

 

Von diesem Rückschlag erholten sich die Niedersachsen sehr schnell. Sie übernahmen nun das Zepter, konnten sich aber kaum echte Torchancen erspielen. Beinahe typisch war die Szene, als nach einem Pass von Lindemann von der linken Außenlinie plötzlich Behnsen, Weydandt, Schumacher und Beismann, nicht im Abseits stehend, allein vor Florian Kirschke auftauchten, sich allerdings verdutzt anschauten, während der wache Flensburger Schlussmann die Kugel aufnehmen konnte (23.). Auch die übrigen notierenswerten Szenen gehörten den Gästen, doch Lindemann jagte die Kugel nach Ablage von Weydandt über den Kasten (31.), bei der Flanke von Behnsen von der linken Seiten fehlte ein Abnehmer im Zentrum (36.), und der flach getretene Eckstoß von Schumacher brachte am ersten Pfosten Gefahr, das Leder ging aber vorbei (45.). Unserer Mannschaft gelang es in jener Phase nicht, sich Chancen zu erspielen. Beiden Stürmern, Nico Empen und René Guder, fehlte es an konstruktiver Unterstützung aus dem Mittelfeld, sodass die Bälle im Angriff recht schnell wieder verloren gingen.

 

Nach der Pause folgte eine gute Phase der Gastgeber. Nico Empen passte von der rechten Eckfahne flach nach innen, René Guder nahm das Leder am Elfmeterpunkt direkt, schoss aus der Drehung aber rechts am Kasten vorbei (53.). Danach versuchte Germania, den Vorwärtsgang einzulegen. Doch nach der Auswechslung von Sturmtank Weydandt zur Pause – Hendrik Ostermann hatte ihn wie bei der Partie vor fünf Tagen in Egestorf ordentlich bearbeitet und förmlich zermürbt – fehlte es den Gästen an einem „Zielspieler“ im Sturmzentrum. Obgleich sich Egestorf mühte, gab es Torchancen einzig auf der Gegenseite. Beim Kopfball von Nico Empen nach weitem Einwurf von Torge Paetow war Torhüter Schöttelndreier noch zur Stelle (67.). Als aber René Guder nach einem Befreiungsschlag von Marvin Kleihs und Fehler von Gaida allein auf ihn zulaufen konnte, war der Germania-Schlussmann chancenlos: das vorentscheidende 2:0 (73.). Nun endlich sollte nichts mehr anbrennen. Nico Empen ließ sogar zwei gute Gelegenheiten aus, um das Resultat in die Höhe zu schrauben. Erst hatte Torge Paetow den schnellen Gegenangriff eingeleitet und René Guder mitgenommen, der zu seinem freistehenden Sturmpartner passte, dessen Abschluss aus elf Metern, halblinker Position, das Tor verfehlte (80.). Dann hatte der Ex-St.-Paulianer die Flanke von Torge Paetow von rechts am zweiten Pfosten aus spitzem Winkel an das Außennetz gesetzt (86.). So blieb es in einer umkämpften Partie beim 2:0-Erfolg der Flensburger, die gerade nach dem Seitenwechsel den Gästen keine nennenswerte Torchance mehr gestatteten.

 

Unsere Mannschaft überzeugte durch kollektiv gute Abwehrarbeit, sodass sich die Dreierkette mit Torge Paetow, Patrick Thomsen und Christian Jürgensen einmal mehr auszeichnen konnte. Auch Hendrik Ostermann, der im Mittelfeld gefühlt jedes Kopfballduell gewann, überzeugte. Im Angriff zeigte einmal mehr René Guder seine Extraklasse. Bei den Niedersachsen fielen erneut Lindemann als Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld und diesmal der emsige Schumacher in der Offensive auf.

 

Weiter geht es nun an gleicher Stelle mit einem echten Topspiel. Am kommenden Mittwoch, 11. April 2018, 18.15 Uhr, empfängt unsere Mannschaft den Spitzenreiter Hamburger SV II an der Bredstedter Straße. Die U 21 der Elbestädter hat bislang lediglich zwei Regionalligaspiele in dieser Saison – am 11.11.2017 in Braunschweig (1:4) und am vergangenen Sonntag in Havelse (1:2) – verloren und in der Hinrunde am 18.11.2017 eine Niederlage durch den 1:1-Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit geradeso noch abwenden können. Patrick Thomsen hatte damals Weiche spät in Führung gebracht (85.). Die bisherigen Heimbegegnungen gegen den HSV-Nachwuchs waren in hohem Maße unterhaltsam. Zuletzt gewann Weiche dreimal: mit 2:1, 3:2 und 5:3, jeweils vor begeistertem Publikum nach starken Leistungen. Daher sollte kein Flensburger Fußballfreund das Schlagerspiel verpassen!

 

Weiche: Kirschke – Paetow, Thomsen, Jürgensen (Kap.) – H. Ostermann (V) – Kleihs, K. Schulz (84. J. Ostermann), Walter, Ebot-Etchi (V/60. Pastor Santos) – Empen (87. Wulff), Guder.

 

Tore: 1:0 Oelmann (20., Eigentor), 2:0 Guder (73.).

 

Zuschauer: 928 im Manfred-Werner-Stadion, Flensburg-Weiche.

 

Schiedsrichter: Konrad Oldhafer (SC Poppenbüttel/Hamburg), aufmerksamer Leiter einer trotz zahlreicher Zweikämpfe und daraus resultierender Freistöße insgesamt fairen Partie.

 

 

Die Trainerstimmen:

 

Der Gästetrainer Jan Zimmermann gratulierte dem Gastgeber „zum sehr verdienten Sieg“. Er hatte ein ähnliches Spiel wie fünf Tage zuvor erwartet und nun auch gesehen. Allerdings habe seine Mannschaft diesmal defensiv nicht so kompakt gestanden. Am Beginn sei man nicht wach gewesen, sodass man schnell hätte zurückliegen können. Dann sei man besser ins Spiel gekommen. Man habe sich in der zweiten Halbzeit bemüht. Doch alles „Hätte, Wenn und Aber“ zähle im Fußball nicht, und Weiche hätte auch Chancen zu einem höheren Sieg gehabt. Insgesamt habe Weiche in zwei Spielen seine Mannschaft fast zermürbt. Die höhere Qualität der Flensburger habe man gesehen und damit ebenso die unterschiedlichen Ansprüche beider Vereine. Offensiv habe es in zwei Spielen so gut wie keine Chance für seine Mannschaft gegeben, sodass Weiche verdient in beiden Spielen der Sieger gewesen sei. Der Trainer bat zugleich um Entschuldigung dafür, dass nach dem gewonnenen Derby in Havelse (2:0 am Ostersamstag) ein Spannungsabfall eingetreten sei. Das sei ärgerlich, aber auch menschlich.

 

Unser Trainer Daniel Jurgeleit bedankte sich zunächst für die Glückwünsche sowie die Analyse und outete sich dann als „absoluter Fan von Egestorf“. Es sei wirklich nicht leicht gewesen. Seine Mannschaft sei aber sehr fokussiert und konzentriert aufgetreten. Der Platz sei diesmal besser gewesen als vor fünf Tagen. Zu 70 Prozent sei das Spiel dennoch identisch gewesen. Wieder habe man gut angefangen. Der Gegner sei sehr gut aufgestellt und habe in der Offensive hohe Qualität, wo immer wieder in die Tiefe gespielt werde. Abschließend bilanzierte der Trainer: „Ich bin sehr zufrieden und sehr angetan vom Gegner, was Disziplin, Ordnung, Bereitschaft betrifft. Es waren zwei ganz interessante Partien, bei denen ich froh bin, dass wir sechs Punkte mitnehmen konnten.“ Auf Nachfrage und mit Blick auf das Spiel gegen die U 21 des HSV meinte Daniel Jurgeleit, dass gegen Egestorf andere Qualitäten gefragt waren. So zollte er seinem Abräumer Hendrik Ostermann ein Sonderlob: „Er hat seinen Job absolut zuverlässig erledigt.“

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