SC Weiche Flensburg 08
//
www.weiche-liga.de

Neuigkeiten

Immer auf dem neusten Stand

Erster Sieg in Drochtersen

  Spielinfo

Am 32. Spieltag der Regionalliga Nord kam der SC Weiche Flensburg 08 am späten Sonnabendnachmittag bei der SV Drochtersen/Assel zu einem ebenso wichtigen wie verdienten 2:0-Sieg. Damit verteidigten die Förderstädter die Tabellenführung (64 Punkte) mit einem Punkt Vorsprung auf den Hamburger SV II (63 Punkte), der wenige Stunden zuvor mit 1:0 gegen Rehden gewonnen und kurzzeitig wieder die Spitzenposition übernommen hatte. Vor 555 Zuschauern im Kehdinger Stadion von Drochtersen, darunter fünf Fans des Fanclubs und etwa 15 weitere Flensburger Anhänger, steigerte sich Weiche nach der Pause zu einer überzeugenden Leistung. So verdienten sich die Gäste im dritten Anlauf nach zuvor zwei Niederlagen (1:3, 1:2) diesen ersten Sieg in Drochtersen. Bei idealem Fußballwetter wirkte unsere Elf nach immerhin einer Woche Pause deutlich frischer als zuletzt. Sie kam damit zum vierten Zu-Null-Sieg in Folge.

 

Im Vergleich zum Spiel gegen Jeddeloh II (2:0) änderte Trainer Daniel Jurgeleit die Startelf auf fünf Positionen. Kapitän Christian Jürgensen, Hendrik Ostermann, Marvin Kleihs, René Guder und Nico Empen kehrten in die Anfangsformation zurück. Dafür mussten Junior Ebot-Etchi, Jannick Ostermann, Fiete Sykora, Ilidio Pastor Santos und Fabian Arndt weichen. Nicht im Spieltagskader waren die Rekonvaleszenten bzw. verletzten Finn Wirlmann, Benjamin Safo-Mensah, Nedim Hasanbegovic, Jannis Pläschke, Fabian Arndt und Jannik Drews. Außerdem fehlte Tayfun Can im Aufgebot.

 

Obgleich unsere Mannschaft durch Nico Empen, der mit einem Schuss aus der Drehung das Tor verfehlte (1.), in der Partie den ersten Aufschlag machte, wirkte Drochtersen anfangs gefährlicher. So musste Florian Kirschke früh eingreifen, als Rechtsaußen Gooßen aus spitzem Winkel und Nahdistanz abzog, den Abpraller dann gegen die vielbeinige Flensburger Abwehr aber nicht mehr unter Kontrolle bekam (4.). Schnell wurde deutlich, dass unsere Mannschaft mit dem forschen Auftritt der Gastgeber ordentlich zu tun hatte. Wiederholt kamen weite Bälle auf die beiden Spitzen Gooßen und Neumann, und nicht immer sah die SC-Defensive dabei souverän aus. Allerdings behielt einer stets kühlen Kopf: Patrick Thomsen zeigte als Innenverteidiger schon zu Beginn der Partie seinen Wert für die defensive Grundstabilität. Auf der Gegenseite hatte Dominic Hartmann mal einen Angriff über links eingeleitet, Nico Empen butterweich geflankt, doch Tim Wulff traf am zweiten Pfosten beim Abschluss die Kugel nicht richtig, sodass er den Kasten verfehlte (9.). Die erste richtig gute Torchance hatte dann Patrick Thomsen bei einem Eckstoß von René Guder per Kopf, doch auf der Linie rettete Klee (22.).

 

Weiche schien die Partie so allmählich in den Griff zu bekommen, musste aber noch einmal kräftig durchatmen, als Jonas Walter auf der Linksverteidigerposition beinahe an der Torauslinie, bedrängt wieder von Gooßen, zu Florian Kirschke ins Zentrum passen wollte. Das Zuspiel geriet zu ungenau, Neumann antizipierte zudem gut, sodass er am Fünfmeterraum an den Ball kam, ihn dann jedoch über den Kasten setzte (29.). Was für ein Glück für die Gäste!

 

Dennoch hatte Weiche inzwischen einen viel besseren Zugriff auf die Partie, wenn auch René Guder als linker Außenbahnspieler gar nicht zur Geltung kam. Nachdem Jonas Walter im Tausch mit Hendrik Ostermann in die Zentrale auf die „Sechs“ ging, zog zunehmend defensive Stabilität ein, während sich das Geschehen mehr und mehr in die Spielfeldhälfte der Heimischen verlagerte. Nach Vorarbeit von Marvin Kleihs auf rechts kam dann Christian Jürgensen im Strafraum zum Abschluss, doch Torhüter Kühn parierte sicher (40.). Schließlich lag die Kugel unmittelbar vor dem Pausenpfiff nach einem weiten Einwurf von Torge Paetow von der linken Seite, Kopfballverlängerung von Patrick Thomsen auf den zweiten Pfosten, wo Nico Empen das Streitobjekt wieder nach links brachte und Tim Wulff es aus zwei Metern über die Linie bugsierte, tatsächlich im Netz der Niedersachsen, doch der Assistent an der Linie wollte eine Abseitsstellung gesehen haben (45.).

 

In der Pause stellte unsere Mannschaft auf ein offensives 3-1-3-3-System um. René Guder rückte auf die linke Angriffsposition, Jonas Walter spielte den einzigen „Sechser“ und Christian Jürgensen machte hinter René Guder die linke Bahn zu. Der Erfolg der Änderungen ließ nicht lange auf sich warten. Bei einer ersten flüssigen Angriffsaktion über mehrere Stationen setzte Torge Paetow final René Guder auf links ein, der aus spitzem Winkel noch an Torhüter Kühn scheiterte (47.). Wenig später gingen die Flensburger mittlerweile verdient in Führung. Einen Freistoß von Jonas Walter von der Mittellinie köpfte Christian Jürgensen aus sieben Metern ein, weil der zögerliche „D/A“-Torhüter Kühn zu spät kam, dafür aber seinen Innenverteidiger Mau zu Boden rammte (51.).

 

Nun lagen die Vorteile bei den Gästen, die im Stile einer Spitzenmannschaft eine starke zweite Halbzeit hinlegten. Sie beschränkten sich nicht auf das Sichern des dünnen Vorsprungs, sondern strebten den zweiten Treffer und damit die Entscheidung an. René Guder, der nun einige starke Auftritte hatte, scheiterte noch nach Pass von Jonas Walter und einem langen Lauf auf halblinks am Torhüter der Niedersachsen (58.), Torge Paetow setzte einen Schuss aus der zweiten Reihe mit links zu hoch an (63.). Dann ging wieder über links die Post ab: Jonas Walter setzte Dominic Hartmann ein, der schickte René Guder, der die Kugel mit großer individueller Klasse zum 0:2 und zu seinem zehnten Saisontreffer ins lange Eck versenkte (75.).

 

„D/A“ wehrte sich. SC-Torhüter Florian Kirschke parierte einen Schuss von Neumann von halbrechts sicher (77.), dann versuchte sich der gerade eingewechselte Pini durchzutanken, wurde aber noch zum Eckstoß geblockt (78.). Schließlich setzte Grahle einen Kopfball nach Freistoß von Andrijanic an den rechten Pfosten (88.). Als sich Florian Kirschke auch einen letzten Kopfball packte (90.+1), war der alles in allem verdiente 2:0-Auswärtssieg unter Dach und Fach. Leider hatte wenig zuvor Rechtsverteidiger Torge Paetow nach einem mit „Gelb“ geahndeten Foulspiel von Gooßen (81.) verletzungsbedingt ausgewechselt werden müssen (85.).

 

Bei den Gastgebern fielen Kapitän Behrmann und lange Zeit Rechtsaußen Gooßen besonders auf. Vor der Pause war auch der später ausgewechselte Klee ein Aktivposten im Spiel von „D/A“. Auf Flensburger Seite zeigte Patrick Thomsen eine überragende, weil fehlerlose Defensivleistung. Außerdem konnten sich wieder einmal Torge Paetow, Christian Jürgensen, Hendrik Ostermann und aufgrund einer überragenden zweiten Halbzeit René Guder die besten Noten verdienen.

 

Schon am Dienstag (01.05.2018, 15.00 Uhr) geht es mit dem nächsten Auswärtsspiel weiter. Zur Nachholpartie reist unsere Mannschaft dann in das Stadion am Marschweg, wo der VfB Oldenburg direkt an der A 28 seine Begegnungen vor eigenem Publikum austrägt. Die Niedersachsen lagen vor zwei Jahren bis kurz vor Schluss sehr aussichtsreich im Titelrennen, haben aber dem treuen VfB-Anhang seitdem so manche Enttäuschung beschert. Aktuell steckt der Traditionsverein mitten im Abstiegskampf. Das Hinspiel dieser Saison hatte unsere Elf am 26. August 2017 in Flensburg dank des Treffers von Nedim Hasanbegovic (39.) vor 1.114 Zuschauern mit 1:0 gewonnen. Überhaupt ist die Bilanz gegen den Ex-Zweitligisten ausgesprochen positiv. Von den bisherigen elf Duellen konnte der VfB nur ein, unsere Mannschaft hingegen sechs Aufeinandertreffen gewinnen. In Oldenburg punktete Weiche bislang in allen fünf Partien. So gelang in der Vorsaison am 19.02.2017 nach Treffern von Fiete Sykora und Jonas Walter dort ein 2:1-Erfolg.

 

Weiche: Kirschke – Paetow (85. Pastor Santos), Thomsen, Walter – Jürgensen (Kap.), H. Ostermann – Kleihs, Hartmann, Guder – Wulff (79. K. Schulz), Empen (89. J. Ostermann).

 

Tore: 0:1 Jürgensen (51.), 0:2 Guder (75.).

 

Zuschauer: 555, darunter ca. 20 Flensburger Anhänger, im Kehdinger Stadion, Drochtersen.

 

Schiedsrichter: Jost Steenken (SV Vorwärts Nordhorn), hatte in der zum Teil hitzigen Atmosphäre ordentlich zu tun, lag dabei nicht immer richtig, ließ sich aber auch von aufgebrachten Zuschauern nicht beeinflussen.

 

 

Die Trainerstimmen:

 

Unser Trainer Daniel Jurgeleit meinte, er habe kein schönes Spiel gesehen, was aber auch nicht zu erwarten und nicht möglich gewesen sei. Der Gegner sei sehr gut organisiert und hätte ein gutes Abwehrverhalten. Daher sei es wichtig gewesen, heute die einfachen Dinge zu beherrschen. Sehr erfreulich sei, dass man wieder zu Null gespielt habe. „So haben wir aufgrund der zweiten Halbzeit verdient gewonnen“, befand der Trainer, der zudem auf den aberkannten Treffer vor der Pause verwies.

 

Der Trainer der SV Drochtersen/Assel, Enrico Maaßen, sprach Glückwünsche an Weiche Flensburg aus, konnte allerdings seine Enttäuschung nicht verbergen. Bis zum Gegentor sei man die aktivere, bessere und giftigere Mannschaft gewesen, die die große Chance gehabt habe, in Führung zu gehen. Nach dem Gegentreffer habe man versucht, das Spiel offensiver zu gestalten. So habe man insgesamt „sehr gut gespielt“.

 

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Mehr erfahren
Verstanden!