SC Weiche Flensburg 08
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Arbeitssieg gegen Schlusslicht

  Spielinfo

SC Weiche Flensburg 08 – VfL Oldenburg 1:0 (0:0)

Am 8. Spieltag der Regionalliga Nord tat sich der SC Weiche Flensburg 08 schwer. Gegen den VfL Oldenburg reichte es im Manfred-Werner-Stadion aber zu einem 1:0-Sieg. Die 760 Zuschauer sahen zum Abschluss der für die Flensburger bereits dritten „englischen Woche“ bei bestem spätsommerlichem Wetter eine eher mäßige Partie, in der das Liga-Schlusslicht gegen den amtierenden Meister gut mithalten konnte. Letztlich setzten sich beim allerersten Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten die Serien jedoch fort: Unsere Mannschaft blieb auch im vierten Heimspiel der laufenden Saison sowie im fünften Pflichtspiel in Folge ungeschlagen, der VfL hingegen nach vier Versuchen weiterhin auswärts tor- und punktlos.

Nur drei Tage nach dem 1:1-Remis beim SV Werder Bremen II beließ es Trainer Daniel Jurgeleit bei drei Änderungen in der Startaufstellung. Der in Bremen geschonte Florian Meyer kehrte für den verletzten Joël Keller in die Anfangsformation zurück. Außerdem rotierten Marvin Ibekwe und Tim Wulff für Nedim Hasanbegovic und Gökay Isitan in die erste Elf. Vor Torhüter Florian Kirschke verteidigte so die Dreierkette mit Kevin Njie (rechts), Patrick Thomsen (zentral) und Torge Paetow (links). Im zentralen Mittelfeld spielten defensiv Jonas Walter, etwas offensiver Dominic Hartmann und hinter den Spitzen Florian Meyer. Die Außenbahnen wurden durch Marvin Ibekwe (rechts) und Ilidio Pastor Santos (links) besetzt. Beide tauschten bereits Mitte der ersten Halbzeit dann die Seiten. In der Doppelspitze agierten Nico Empen und Tim Wulff. Eingewechselt wurden Nedim Hasanbegovic bereits zur Halbzeit für den angeschlagenen Florian Meyer sowie Gökay Isitan und Hendrik Ostermann, die Tim Wulff und Nico Empen ersetzten. Ersatztorhüter Raphael Straub, Brian Jungjohann, Kevin Schulz und Gary Noël blieben diesmal auf der Bank. Verletzt, wegen Trainingsrückstands oder aus anderen Gründen fehlten Christian Jürgensen (Leistenprellung), Finn Wirlmann (Syndesmoseband), Jannis Pläschke (Außenband), Joël Keller (Rücken), Benjamin Safo-Mensah, Jannick Ostermann und Jannik Drews.

Die Vorzeichen waren eigentlich klar gesetzt: hier der Meister, der seine gute Heimbilanz ausbauen wollte, da das Schlusslicht, das gerade auswärts mit seiner bisherigen Bilanz seine Ligatauglichkeit erst nachweisen musste. Doch die Partie zeigte bereits in der Anfangsphase, dass entscheidend nicht irgendwelche Statistiken sind. Ein Leistungsunterschied war zu Beginn jedenfalls nicht auszumachen. Die ersten Chancen gehörten sogar den Gästen. Den 20-m-Schuss von Azong parierte SC-Torhüter Florian Kirschke sicher (3.). Dann flankte Blömer erst von links im Anschluss an einen Eckstoß von rechts, und im Zentrum verpassten Zohrabian am ersten sowie Azong am zweiten Pfosten nur knapp (6.). Die Eingabe von der anderen Seite, erneut von Blömer, verpasste wiederum Azong nur haarscharf (8.). Weiche wirkte sorglos und sogar etwas desorientiert. Mit einem Lattentreffer von Tim Wulff nach schnell ausgeführtem Freistoß von Florian Meyer – allerdings aus Abseitsposition – meldete sich auch unsere Mannschaft im Spiel an (11.). Sie kam auch gleich im Anschluss zu einer guten Chance, als Kevin Njie mit einem Dribbling Tempo ins Geschehen brachte, Dominic Hartmann erfolgreich blockte und Nico Empen so in eine gute Schussposition auf halbrechts kam. Doch der Abschluss zischte am zweiten Pfosten vorbei (12.). Eine Flanke von Tim Wulff von links setzte dann Marvin Ibekwe per Direktabnahme neben den Kasten (20.).

Unsere Mannschaft war inzwischen besser in der Partie, konnte die Gäste dennoch nicht so dominieren, wie man es sich erhofft hätte. Als Florian Meyer aus der Zentrale Dominic Hartmann tief schickte, jagte der Ex-Hildesheimer, der sofort abschloss, die Kugel ebenfalls neben das Tor (29.). Die Gäste, die inzwischen sich eher zurückgezogen hatten, setzten noch einmal ein Achtungszeichen, als Blömer von Linksaußen nach innen schwenkte und eine gute Schussposition hatte. Florian Kirschke griff beim straffen Schuss von der Strafraumkante über und lenkte den Ball mit sehenswerter Parade über die Latte (30.).

Die Qualität des Spiels blieb auf mäßigem Niveau. Insbesondere fehlte es beim SC an Bewegung und Tempo. Immerhin bekam der Gastgeber noch die große Chance zur Pausenführung, doch nach Foul vom rechten Innenverteidiger Schmidt an dem dribbelnden Ibekwe (39.) tauchte Torhüter Oetjen nach rechts unten ab und holte den von Dominic Hartmann getretenen Strafstoß aus dem bedrohten Eck (40.). So ging es torlos in die Kabinen.

In den ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit nahm die Partie an Klasse und Dynamik deutlich zu. Mit Ausnahme eines von SC-Torhüter Florian Kirschke zum Eckstoß abgewehrten satten Schusses von Azong nach Freistoß von Isailovic (51.) lagen die Möglichkeiten nun einseitig auf Flensburger Seite. Als die Kugel nach einem Freistoß Patrick Thomsen vor die Füße fiel, schloss er überhastet ab; der Ball ging weit neben das VfL-Tor (50.). Dann flankte Nico Empen von rechts, und Marvin Ibekwe nahm das Streitobjekt am zweiten Pfosten direkt, verfehlte aber erneut das Tor (53.). Und der Neuzugang hatte in der Folge gleich doppelt Pech, als sein Kopfball nach Eckstoß von Jonas Walter zunächst geblockt wurde, er den Nachschuss dann verzog (55.). Und dann war es endlich so weit: Einen Freistoß von Jonas Walter von der rechten Seite verlängerte Nico Empen mit dem Kopf zum 1:0 in den hinteren oberen Torwinkel (58.). Nur wenig später brachte Dominic Hartmann eine Flanke von rechts an den Elfmeterpunkt, wo Tim Wulff in Rücklage akrobatisch die Kugel per Kopf nicht mehr ausreichend drücken konnte (61.).

Danach nahm die Partie eine zwanzigminütige Auszeit. Höhepunkte gab es erst in den letzten zehn Minuten, als die Gäste aufmachten und sich um den Ausgleich bemühten. Sie kamen auch zu einer großen Möglichkeit, um doch einen Punkt aus Flensburg zu entführen, als Azong auf halbrechts durch den Strafraum stiefeln konnte. Aus spitzem Winkel fand der Ball allerdings nicht den Weg ins Tor (85.). Auf der Gegenseite gab es eine Dreifachchance: Erst fand eine Eingabe des eingewechselten Gökay Isitan im Fünfmeterraum keinen Abnehmer, dann parierte Torhüter Oetjen den satten Schuss von Gökay Isitan aus Nahdistanz, und schließlich flog ein Kopfball von Nedim Hasanbegovic, hart bedrängt, über den Kasten (80.). Als dann Schmidt mit einem ungenauen Rückpass seinen Torhüter Oetjen in Bedrängnis brachte, konnte der Schlussmann die Kugel gerade noch vor der Linie holen (89.). Und weil auch Gökay Isitan nach weitem Abschlag von Florian Kirschke den Ball am Gehäuse der Niedersachsen vorbeisetzte, blieb es beim knappen 1:0-Sieg der Heimischen.

Aus unserer Mannschaft ragte Torhüter Florian Kirschke mit fehlerfreier und souveräner Leistung heraus. Positiv seien auch Florian Meyer mit guten Ideen in der ersten Halbzeit sowie Torschütze Nico Empen mit viel Laufarbeit hervorgehoben. Insgesamt aber wirkte unsere Mannschaft nicht frisch und konzentriert genug, um dieses Spiel souverän zu gestalten. Besonders auffällig bei den Gästen waren die Offensivkräfte Blömer und Azong, wobei gerade Letzterer für Gefährlichkeit sorgte. Die besten Oldenburger waren indes Innenverteidiger Schmidt und der defensive Abräumer Isailovic.

Für unsere Mannschaft geht es am Sonntag, 9. September 2018, ab 15 Uhr mit dem Gastauftritt beim Aufsteiger Holstein Kiel II weiter. Der Zweitliga-Nachwuchs ist erstmals in der Regionalliga dabei, hat sich allerdings – zum Teil mit Unterstützung aus dem Profikader – in der vierthöchsten Spielklasse bestens akklimatisiert und sorgt derzeit für viel Aufsehen. Die Jung-Störche haben bislang alle drei Heimspiele – auf drei verschiedenen Plätzen – gewonnen. Die U 23 der KSV trägt ihre Partien vor eigenem Publikum jetzt – nachdem sie zunächst in Schilksee (4:1 gegen Wolfsburg II!), dann im Stadion (3:2 gegen den HSV II) spielte – im Citti-Fußball-Park (2:1 gegen Lüneburg), dem Nachwuchsleistungszentrum in Kiel-Projensdorf, aus, wo Weiche zuletzt am 11. Juli im Testspiel gegen die Zweitliga-Mannschaft von Holstein mit 2:3 verlor. Dort unterlag der SC auch an einem kalten Mittwochabend des Nikolaustages im Vorjahr in einem freundschaftlichen Vergleich gegen die Kieler U 23 mit 1:2. Den Gäste-Treffer hatte der inzwischen nach Lotte gewechselte Junior Ebot-Etchi besorgt. Zwei andere Duelle im Rahmen der Vorbereitung hatte unsere Mannschaft in der Saison 2017/18 allerdings gewonnen: mit 3:0 in Glücksburg am 2. Juli 2017 (Tore: Nico Empen, Fabian Arndt, Tayfun Can) und mit 4:1 bei eisigen Temperaturen im dänischen Agerskov (Tore: Christian Jürgensen, René Guder, Jannis Pläschke, Tim Wulff) am 11. Februar 2018. In jenem Spiel hatte der damalige Neuzugang Kulikas den Kieler Führungstreffer erzielt. Inzwischen hat der wuchtige Mittelstürmer auch schon fünfmal in der Regionalliga getroffen.

Weiche: Kirschke – Njie, Thomsen, Paetow – Walter (Kap.) – Ibekwe, Hartmann, Pastor Santos – F. Meyer (46. Hasanbegovic) – Empen (87. H. Ostermann), Wulff (69. Isitan).

Tor: 1:0 Empen (58.).

Zuschauer: 760 im Manfred-Werner-Stadion, Flensburg-Weiche.

Schiedsrichter: Max Rosenthal (VfL Bad Schwartau), hatte mit der fairen Partie (ohne Verwarnungen) keinerlei Probleme und lag auch beim Strafstoßpfiff richtig.

 

Die Trainerstimmen:

Der VfL-Trainer Dario Fossi gratulierte den Gastgebern zum Sieg und meinte: „An Tagen wie diesen, wo der amtierende Meister uns die Chance gibt, hier mitzuspielen, müssen wir Punkte mitnehmen.“ Der Italiener sprach von einem guten Matchplan, den man gehabt habe, und man habe zudem Gelegenheiten gehabt, von denen man „auch mal einen machen kann“. „Wir wissen, wo Flensburg vor wenigen Monaten stand, nämlich kurz vor der Dritten Liga, und wo wir selbst herkommen – aus der fünften Liga“, so der Trainer. Daher sei es bemerkenswert, dass man lediglich nach einem Standard ein Gegentor kassiert habe. So könne er seiner Mannschaft ein großes Lob attestieren. Aber ein Tor habe man dennoch nicht gemacht und den Punkt eben auch nicht mitgenommen.

Unser Trainer Daniel Jurgeleit zeigte sich zufrieden. Es sei wunderbar, man habe drei Punkte geholt, die enorm wichtig seien. In der genaueren Analyse bemängelte er speziell die Darbietung in der ersten Halbzeit. Da habe die Frische in Körper und auch Kopf gefehlt. Man habe zu sehr in die Breite gespielt und kaum Möglichkeiten gehabt. Und wenn man dann einen Elfmeter bekommt, muss man den nutzen. Es sei auf dem Platz viel zu leise gewesen, und die Mannschaft habe total verhalten agiert. So konnte Oldenburg ein ordentliches Spiel hinlegen. Nun habe die Mannschaft zwei Tage frei, um sich zu erholen, bevor es gegen Holstein Kiel II weitergehen wird.

Gefragt nach der Auswechslung bereits zur Halbzeit erklärte der Trainer, dass Florian Meyer leicht angeschlagen gewesen sei. Er habe muskuläre Probleme gehabt und hatte aus ähnlichen Gründen auch schon in Bremen pausiert.

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