SC Weiche Flensburg 08
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Ärgerliche Heimniederlage im Spitzenspiel

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Am 10. Spieltag der Regionalliga Nord hat der SC Weiche Flensburg 08 nach langer Zeit wieder einmal eine Spitzenpartie des Liga-Alltags verloren. Gegen den Tabellenführer VfL Wolfsburg II unterlag unsere Mannschaft im heimischen Manfred-Werner-Stadion durch einen Gegentreffer in der Schlussminute unglücklich und ärgerlich mit 2:3. Die leider nur 1.021 Zuschauer sahen bei bestem Fußballwetter eine abwechslungsreiche, spannende und zumindest phasenweise gutklassige Partie. Unsere Elf musste nicht nur die erste Saisonheimniederlage, sondern nach fünf Liga-Spielen in Folge erstmals wieder eine Schlappe hinnehmen. Die Gäste hingegen verteidigten ihre Spitzenposition und haben nach zehn Meisterschaftsspielen bereits beeindruckende 32 Treffer erzielt.

Nach dem 2:0-Auswärtssieg in Kiel vom vergangenen Sonntag änderte Trainer Daniel Jurgeleit die Startelf zweimal. Kevin Schulz nahm positionsgetreu den Platz von Nico Empen in der Spitze ein, und Florian Meyer kam für Jonas Walter, was einige Umstellungen zur Folge hatte. Vor Torhüter Florian Kirschke verteidigte die Dreierkette mit Kevin Njie (rechts), Patrick Thomsen (zentral) und Torge Paetow (links). In der Mittelfeldzentrale begannen Nedim Hasanbegovic und Christian Jürgensen (defensiv) sowie Dominic Hartmann hinter der Doppelspitze, die aus Marvin Ibekwe und Kevin Schulz bestand. Auf den Außenpositionen agierten Ilidio Pastor Santos (rechts) und Florian Meyer (links). Mit der frühen verletzungsbedingten Auswechslung von Christian Jürgensen kam Joël Keller in die Partie (20.), der im Tausch mit Dominic Hartmann eher die etwas offensivere Position im zentralen Mittelfeld übernahm. Als zur zweiten Halbzeit auch Torge Paetow verletzungsbedingt passen musste, stellte Trainer Daniel Jurgeleit die Kette um. Während der eingewechselte Hendrik Ostermann in das defensive Mittelfeld ging, übernahm nun Joël Keller die Rolle als Abwehrchef, der rechts von Patrick Thomsen und links von Kevin Njie unterstützt wurde. Ersatztorhüter Ole Rathmann, Jonas Walter, Tim Wulff und Nico Empen blieben diesmal auf der Bank. Im Spieltagskader fehlten Raphael Straub, Brian Jungjohann und Jannick Ostermann, die alle nahezu zeitgleich beim 3:2-Sieg unserer Oberliga-Mannschaft in Eutin über 90 Minuten zum Einsatz kamen, Jannik Drews (gelb-rot-gesperrt nach Einsatz in der Oberliga-Mannschaft), Gary Noël (nach später Rückkehr von seiner Länderspielreise), Finn Wirlmann (Syndesmoseband), Jannis Pläschke (Außenband) und Benjamin Safo-Mensah.

Unsere Mannschaft knüpfte zunächst nahtlos an den sehr guten Auftritt vom Auswärtsspiel in Kiel an. Sie beherrschte den Gegner überraschend deutlich, wenn auch die klaren Torchancen eher Seltenheitswert hatten. Nach schwungvollem Beginn köpfte Kapitän Christian Jürgensen eine Flanke von Florian Meyer von der linken Seite über den Kasten (9.). Einen Angriff der Extraklasse zelebrierten dann Patrick Thomsen, Marvin Ibekwe und Ilidio Pastor Santos: Der Abwehrmann hatte in die Tiefe gepasst, der Angreifer die Kugel direkt in den Lauf des Brasilianers prallen lassen, der Tempo aufnahm und von halbrechts abzog. Gästetorhüter Menzel lenkte die Kugel um den Pfosten (11.). Immer wieder zeigte unsere Mannschaft ein gekonntes Direktspiel aus der eigenen Hälfte heraus, zum Teil unter Bedrängnis. Eigentlich waren derartige Ballstafetten eher von den technisch so beschlagenen Akteuren des Tabellenführers zu erwarten gewesen. Der meldete sich auch urplötzlich zu Wort: Nach einem Fehler in der Weiche-Defensive kam Torjäger Hanslik in Position, schloss sofort aus der Drehung per Aufsetzer ab; abgefälscht zischte die Kugel rechts vorbei (15.). Doch diese Aktion stellte lange Zeit eine Ausnahme dar. Das Spiel machten die Fördestädter. Und die gingen dann auch völlig verdient in Führung. Nedim Hasanbegovic, der nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Christian Jürgensen die Kapitänsbinde übernommen hatte (20.), setzte mit einem Diagonalball von halbrechts Marvin Ibekwe am Strafraum ein, der den Platz zu einem trockenen Abschluss nutzte (28.).

Nach der starken ersten halben Stunde und dem Führungstreffer zog sich der Gastgeber etwas zurück. Die zuvor eher enttäuschenden Gäste kamen nun ins Spiel. Als Itter bei einem schnellen Gegenzug über rechts eingesetzt wurde, klärte Torge Paetow noch über die Torauslinie (36.). Den folgenden Eckstoß von Rizzi köpfte der bullige Innenverteidiger Ziegele von der rechten Seite über den Weiche-Kasten (36.). Und ein zweites Mal nutzte Hanslik den wenigen Raum zum sofortigen Abschluss, diesmal vom rechten Strafraumeck. SC-Torhüter Florian Kirschke parierte sicher (39.). Aber was sich hier schon andeutete, wurde schließlich mit dem Pausenpfiff zur Realität: Die Gäste kamen zum Ausgleich. Dabei hatten Patrick Thomsen und Florian Meyer den ballführenden Tachie schon zur Eckfahne abgedrängt, doch die VfL-Sturmspitze holte einen Freistoß auf Rechtsaußen heraus. Den brachte Rizzi an den Fünfmeterraum, wo er nicht entscheidend geklärt werden konnte, May war zur Stelle, versenkte die Kugel aus sieben Metern zum 1:1-Pausenstand (45.).

Mit der verletzungsbedingten Auswechslung von Torge Paetow stellte Trainer Daniel Jurgeleit die Abwehr um. Joël Keller übernahm in der Defensive das Kommando. Die erste Chance nach dem Seitenwechsel ging dennoch auf das Konto der Gäste, als Hanslik aus Nahdistanz am stark parierenden Florian Kirschke scheiterte (55.). Es folgten zwei gute Aktionen unserer Mannschaft über rechts. Erst verzog Ilidio Pastor Santos nach Vorarbeit von Dominic Hartmann aus spitzem Winkel (56.). Dann prüfte der Brasilianer aus ähnlicher Position nach Vorarbeit von Marvin Ibekwe den Gästetorhüter Menzel mit dem Außenrist (59.). Die kalte Dusche in die Flensburger Offensivbemühungen folgte prompt. Nach einem Fehler im rechten Halbfeld war Tachie bei seiner letzten Aktion vor seiner unmittelbar folgenden Auswechslung plötzlich frei, und der Stürmer ließ mit straffem Abschluss Florian Kirschke im Weiche-Kasten keine Chance (60.). Doch langes Lamentieren war nicht angesagt. VfL-Torhüter Menzel spielte die Kugel dem am rechten Strafraumeck lauernden Marvin Ibekwe direkt in die Beine, der SC-Stürmer behielt den Überblick, lief ein paar Schritte, um dann den Ball zurück auf Sturmpartner Kevin Schulz zu passen, der ihn zum 2:2 ins Netz versenkte (63.).

Die Partie war nun völlig offen, wobei unsere Mannschaft auf den Siegtreffer drängen wollte, die eigenen Aktionen allerdings immer weniger durchdacht wirkten. So kam Weiche nur noch zu einer Torgelegenheit, als Dominic Hartmann im Mittelfeld den Ball erkämpfte und Marvin Ibekwe auf rechts einsetzte, aber der Winkel war zu spitz, die Kugel verfehlte das gegnerische Gehäuse deutlich (72.). Bei den Gästen wirkten die Angriffe nun klarer. Patrick Thomsen klärte zunächst noch bei einem Angriff über rechts im eigenen Strafraum in höchster Not (71.). Dann duellierten sich Patrick Thomsen und Hanslik am rechten Strafraumeck, wobei der Referee Scharf auf „Schwalbe“ des Wolfsburger Angreifers entschied und ihn mit „Gelb“ bedachte (76.). Zuvor waren schon der VfLer Klamt nach Foul an Kevin Schulz (70.) und Florian Meyer nach Foul an Itter (71.) verwarnt worden. Nachfolgend erwischte es erst auch Patrick Thomsen bei einem Gerangel mit Torhüter Menzel (79.) und schließlich den Wolfsburger May nach einem Foul an Florian Meyer (88.). Härte und Hektik nahmen zu – wie auch die Unordnung im Spiel des SC. Bei einem Gegenzug zielte Möker nach Vorarbeit von May noch am Tor vorbei (83.), dann hatte Saglam reichlich Platz, verfehlte allerdings ebenso den Kasten (89.). Aber als für einen Freistoß alle langen Flensburger nach vorn gestürmt waren, der Ball jedoch im gegnerischen Strafraum verloren ging, konnten die Wolfsburger in Überzahl einen Gegenangriff fahren, Franke hatte zentral reichlich Platz, passte auf links zu Saglam, bekam im Zentrum die Kugel zurück und versenkte den Ball zum von den Gästen vielumjubelten Siegtreffer (90.).

Beim SC Weiche 08 konnten sich Ilidio Pastor Santos mit vielen guten Aktionen auf der rechten Außenbahn und Marvin Ibekwe in der Spitze die besten Noten verdienen. Auch beispielsweise Patrick Thomsen oder Dominic Hartmann boten insgesamt überzeugende Leistungen, wenn auch unsere Mannschaft in den letzten 20 Minuten keine klaren Aktionen mehr generieren konnte. Auf Seiten der Wolfsburger fielen im Mittelfeld vor allem Rizzi und Möker auf. Hanslik zeigte sich als sehr entschlussfreudiger Angreifer, der nicht zögert und auch den kleinsten Raum zum Abschluss nutzen kann.

Am kommenden Spieltag wird unsere Mannschaft zum bereits vierten Mal in diesem Kalenderjahr im Edmund-Plambeck-Stadion von Norderstedt gastieren. Dort trifft der SC Weiche am Sonntag, 23. September 2018, ab 14.00 Uhr auf den FC Eintracht Norderstedt. Die Elf des Ex-DDR-Nationaltorhüters Dirk Heyne steht im Tabellenmittelfeld, hat aber nur zwei ihrer bislang fünf Heimbegegnungen gewinnen können. Gegen Lüneburg setzte es zuletzt vor eigenem Publikum am 9. September eine 1:2-Niederlage. Erfolgreichster Torschütze der laufenden Saison ist Felix Drinkuth mit fünf Treffern. Im ersten Aufeinandertreffen in diesem Jahr hatte unsere Mannschaft an gleicher Stelle am 24. März nach einem 0:1-Pausenrückstand durch das Ausgleichstor von René Guder (65.) noch ein 1:1-Remis erreicht – das Standardergebnis, denn auch die beiden anderen Partien in Norderstedt, die Weiche dort 2018 gegen den FC St. Pauli II bestritt, endeten mit jenem Resultat.

Weiche: Kirschke – Njie, Thomsen (V), Paetow (46. H. Ostermann) – Hasanbegovic, Jürgensen (Kap./20. Keller) – Pastor Santos, Hartmann, F. Meyer (V) – Ibekwe, K. Schulz (84. Isitan).

Tore: 1:0 Ibekwe (28.), 1:1 May (45.), 1:2 Tachie (60.), 2:2 K. Schulz (63.), 2:3 Franke (90.).

Zuschauer: 1.021 im Manfred-Werner-Stadion, Flensburg-Weiche.

Schiedsrichter: Marco Scharf (TSV Altenwalde/Cuxhaven), nach guter erster Halbzeit bekam er viel zu tun (Verwarnungen 2:3) und wirkte dann nicht mehr durchgängig souverän.

Die Trainerstimmen:
Der Wolfsburger Trainer Rüdiger Ziehl sah ein „sehr sehr umkämpftes Spiel“ der neben dem VfB Lübeck beiden besten Mannschaften der Liga. Man habe die erste halbe Stunde komplett verpennt und sich den Schneid abkaufen lassen, sodass man nicht wie ein Spitzenreiter aufgetreten sei. Die Mannschaft habe aber eine sehr gute Reaktion gezeigt und in der zweiten Halbzeit daran angeknüpft. Man sei zweikampfstark aufgetreten. Die Mannschaft habe an sich geglaubt und aufgrund der Leistungssteigerung sei es dann ein verdienter Sieg gewesen.

Unser Trainer Daniel Jurgeleit beglückwünschte die Gäste zu deren Sieg. Er analysierte: „Die Niederlage passt uns nun gar nicht in den Kram. In der ersten Halbzeit haben wir es ordentlich gemacht. Das Spiel kippte meiner Meinung nach mit dem Tor zum 1:1-Ausgleich mit dem Pausenpfiff, dem ein unnötiger Freistoß vorausging. Damit konnte der Gegner gestärkt und mit einem psychologischen Vorteil in die Kabine gehen.“ Dann passierte der Fehler zum 1:2, aber die Mannschaft hat wieder eine gute Reaktion gezeigt. Ob es am Ende ein verdienter Sieg für die Gäste war, stellte der Trainer ebenso in Zweifel wie er zu den besten Mannschaften der Liga unbedingt auch Werder Bremen II zählen wollte. „Dass wir in der letzten Minute ohne Absicherung sind, darf nicht passieren“, ärgerte sich der Trainer, der anmerkte, dass drei kassierte Tore für seine Mannschaft ungewöhnlich und einfach zu viel seien. So war es sehr ärgerlich, denn mit einem 2:2-Unentschieden wäre er zufrieden gewesen. „Man hat ja gesehen, wie Wolfsburg sich am Schluss gefreut hat“, so Daniel Jurgeleit.

Zu den beiden früh ausgewechselten Spielern merkte unser Trainer an, dass Christian Jürgensen für die Präsenz im Mittelfeld wichtig gewesen sei. Er habe ein Zwicken im Oberschenkel verspürt. Torge Paetow war schon angeschlagen ins Spiel gegangen und musste dann wegen Schmerzen in der Kabine bleiben.

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