SC Weiche Flensburg 08
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6:2 gegen Neumünster - Tore satt in Horst

  Spielinfo

Im ersten Testspiel in Vorbereitung auf die neue Regionalliga-Saison kam der SC Weiche Flensburg 08 gegen den PSV Union Neumünster zu einem klaren 6:2 (2:1)-Erfolg. Vier Tage nach dem Trainingsstart kombinierte Weiche auf neutralem Platz in Horst (Holstein) bei zumeist strahlendem Sonnenschein schon teilweise recht flüssig. Allerdings überließ unsere Mannschaft dem Kontrahenten aus der Flens-Oberliga sowohl den ersten als auch den letzten Treffer des torreichen Samstagnachmittags. Sieht man einmal von den beiden Gegentoren ab, dürfte unser Trainer Daniel Jurgeleit mit dem Auftritt der Mannschaft insgesamt aber nicht unzufrieden gewesen sein.

Auf dem bestens vorbereiteten, vor dem Spiel noch gewässerten samtweichen Rasen des VfR Horst, einer ehemaligen Wirkungsstätte unseres verantwortlichen Übungsleiters, kamen auf Flensburger Seite alle vier Neuzugänge – Gökay Isitan, Gary Noël (Foto/beide VfB Lübeck), Kevin Njie (Rehden) sowie in der zweiten Halbzeit auch Marvin Ibekwe (Hildesheim) – und insgesamt 21 Spieler zum Einsatz. Mit dabei waren nach dem Seitenwechsel auch Ole Rathmann aus unserer Oberliga-Mannschaft, der für den noch angeschlagenen etatmäßigen Schlussmann Florian Kirschke nachrückte, sowie die zuletzt länger verletzten Jannis Pläschke und Torge Paetow, die noch wertvolle Einsatzzeit sammeln konnten und sicherlich zu den besonderen Gewinnern der Partie zählen dürften. Gegen den Dreizehnten der Oberliga spielte einzig Benjamin Safo-Mensah die 90 Minuten durch. Im Aufgebot des SC fehlten neben Stammtorhüter Florian Kirschke auch Dominic Hartmann und Ilidio Pastor Santos.


Unsere Mannschaft legte gut los und hätte bereits früh in Führung gehen können. Doch nach Flanke von Kevin Schulz parierte PSV-Torhüter Gabriel den Kopfballaufsetzer von Gary Noël (1.). Letzterer setzte gerade in der Anfangsphase seine Duftmarken, doch bei seinem sehenswerten Seitfallzieher zum vermeintlichen 1:0 hatte der Assistent an der Linie wegen einer Abseitsstellung die Fahne oben (5.). So fiel der erste Treffer überraschend auf der Gegenseite und auf eine aus Sicht der Fördestädter ärgerliche Art und Weise. Nach einem Fehlpass in der Mitte der gegnerischen Hälfte war die gesamte Flensburger Defensive offen wie ein Scheunentor, Barck passte durch das Zentrum mustergültig in die Tiefe, Falk nahm das Leder an der Mittellinie auf, ließ Torhüter Raphael Straub gut 30 Meter vor dem Kasten ins Leere laufen und hatte so freie Bahn (15.). Unsere Mannschaft antwortete aber rasch. Gökay Isitan legte am 16er kurz ab, sein Partner schon aus Lübecker Zeiten, Gary Noël, versenkte die Kugel trocken zum 1:1 (16.).


In der Folge generierte unsere Mannschaft wieder gefühlte 80 Prozent Ballbesitz, drängte den Kontrahenten weit in dessen Hälfte, aber die Präzision bei den finalen Eingaben und Pässen fehlte. Jonas Walter jagte die Kugel aus 25 Metern flach rechts vorbei (18.). Ein zweites Mal wurde ein Treffer, diesmal vom sichtlich verärgerten Nico Empen, wegen Abseits nicht anerkannt (28.). Der sich weit zurückfallende Oberligist agierte mit einer Fünfer-, zuweilen sogar Sechserkette und griff häufig erst weit in der eigenen Hälfte an, sodass sich der Raum, in dem sich die zehn PSV-Feldspieler bewegten, oft auf nur 15 bis 20 Metern Tiefe erstreckte. Unsere Mannschaft hatte damit Probleme, kam aber vor der Pause noch zum Führungstreffer. Jonas Walter hatte aus dem Mittelkreis den sehr aktiven Kevin Njie auf Rechtsaußen geschickt, dieser die Kugel nach innen auf Gary Noël gebracht, den Abpraller drückte Finn Wirlmann dann über die Linie (43.).


Eine Viertelstunde lang tat sich unsere Mannschaft auch im zweiten Abschnitt zunächst schwer, um sich Torchancen zu erspielen. Die beste ließ Jannik Drews ungenutzt, der am PSV-Schlussmann Gabriel scheiterte (59.). Dann beschwor Benjamin Safo-Mensah mit seinem Kopfball in Richtung des eigenen Tores, das er knapp verfehlte, noch einmal Gefahr auf der Gegenseite herauf (62.), ehe unsere Mannschaft so richtig auf Touren kam. Nach feinem Doppelpass mit Kevin Schulz setzte Gary Noël einen satten Schuss aus 18 Metern noch am Kasten vorbei (63.), ehe er per Kopf aus zwei Metern zur Stelle war, nachdem Christian Jürgensen von links auf den zweiten Pfosten geflankt und von dort Tim Wulff zu seinem Sturmpartner geköpft hatte (64.). Keine vier Minuten später brachte Jannik Drews von links die Eingabe, und Tim Wulff bugsierte das Leder aus Nahdistanz im zweiten Anlauf über die Linie (68.). Weitere nur vier Minuten später – bei zusätzlich einer Trinkpause – verlängerte Nedim Hasanbegovic einen Einwurf ins Zentrum, wo Tim Wulff die Kugel aus Nahdistanz mit dem Fuß direkt flach versenkte (70.). Und der lupenreine Hattrick von Tim Wulff war perfekt, als er die Flanke von Christian Jürgensen von der linken Seite relativ ungehindert einnickte (77.). Der Widerstand des Kontrahenten, der lange Zeit wirkungsvoll verteidigt hatte, war gebrochen. Bei nachlassender Kondition und Konzentration konnte der PSV sein taktisches Konzept, den Flensburgern insgesamt nur ca. 35 Meter Spielfeldtiefe anzubieten – man selbst erwartete die Angriffe von ca. 35 Meter bis 16 Meter vor dem eigenen Kasten –, nicht mehr durchziehen. Marvin Ibekwe, der die Kugel rechts am Tor vorbeispitzelte (78.), und Tim Wulff per Kopf (85.) ließen weitere Flensburger Möglichkeiten aus. So blieb es dem Außenseiter vorbehalten, den Schlusspunkt unter diese Partie zu setzen. Nachdem Ole Rathmann schon einen Flachschuss von Mercan entschärft hatte (73.), versenkte Blöcker die Kugel als Abpraller von der Strafraumgrenze unhaltbar zum 2:6-Endstand (89.).


Aus der Flensburger Mannschaft der ersten Halbzeit konnte sich Neuzugang Kevin Njie mit guten Läufen auf Rechtsaußen die beste Note verdienen. Mit dem Hattrick binnen knapp zehn Minuten muss Tim Wulff aus der Nachpausen-Elf positiv hervorgehoben werden. Über beide Halbzeiten dürfen zudem Gökay Isitan mit vielen Aktionen im Mittelfeld, Doppeltorschütze Gary Noël sowie der kopfballstarke Abwehrspieler Benjamin Safo-Mensah besonders lobend erwähnt werden. Beim Kontrahenten konnten sich der rechte Abwehrspieler Busch sowie die beiden Torschützen, Mittelfeldspieler Blöcker und die „verkappte“ Sturmspitze Falk, hervortun. Vor der Pause fiel beim PSV zudem Sachse als lautstarker Abwehrchef auf.


Für den SC Weiche geht es spätestens am kommenden Sonnabend (07.07.2018, 12 Uhr) mit dem Spiel gegen den Zweitligisten FC St. Pauli weiter. Ob vorher noch ein weiterer Test eingeschoben wird, entscheidet sich kurzfristig.


Weiche 1. Halbzeit: Straub – Safo-Mensah, Walter (Kap.), H. Ostermann – Wirlmann – Njie, Isitan, K. Schulz, F. Meyer – Empen, Noël.

Weiche 2. Halbzeit: Rathmann – Thomsen, Safo-Mensah, Jürgensen (Kap.) – Hasanbegovic – Ibekwe, Isitan (66. Pläschke), K. Schulz (78. Paetow), Drews – Wulff, Noël (66. J. Ostermann).

Tore: 1:0 Falk (15.), 1:1 Noël (16.), 1:2 Wirlmann (43.), 1:3 Noël (64.), 1:4 Wulff (68.), 1:5 Wulff (70.), 1:6 Wulff (77.), 2:6 Blöcker (89.).

Schiedsrichter: André Röpke (TSV Altenholz/Kiel), ohne Probleme, aber auch mit klaren Ansagen an die Akteure in einem sehr fairen Spiel (einmal Gelb für den PSV/Blöcker, 29.).

Zuschauer: 32, darunter acht Flensburger, in Horst (Holstein), Heisterender Chaussee.

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