SC Weiche Flensburg 08
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Mit Leistungssteigerung zum Remis

  Spielinfo

Im zweiten Heimspiel der Regionalliga Nord musste sich der SC Weiche Flensburg 08 am Sonnabendnachmittag gegen die U 23 von Hannover 96 trotz einer deutlichen Leistungssteigerung gegenüber dem Auftritt am Mittwoch in Egestorf (0:1) mit einem 1:1-Remis zufrieden geben. Bei frühherbstlichem Wetter mit einem Wechsel von Regen und Sonnenschein sahen 821 Zuschauer im Manfred-Werner-Stadion eine sehr ordentliche Partie mit einer spannenden Schlussphase, in der für beide Kontrahenten der Sieg möglich war. Für den Meister war es zum Abschluss der zweiten „englischen Woche“ das fünfte Regionalligaspiel in nur fünfzehn Tagen und zugleich das achte Duell gegen Hannovers „Zweite“ ohne Niederlage in Folge. Wie schwer es gegen die Niedersachsen ist, zeigte sich bereits in der meisterlichen Vorjahressaison, als beide Aufeinandertreffen torlos endeten.

Nach der 0:1-Niederlage vom Mittwoch in Egestorf änderte Trainer Daniel Jurgeleit die Anfangself fünfmal. Anstelle von Jonas Walter, Jannick Ostermann, Ilidio Pastor Santos, Tim Wulff (alle auf der Bank) und Gary Noël (verletzt) liefen Patrick Thomsen, Hendrik Ostermann, Nedim Hasanbegovic, Florian Meyer und Gökay Isitan in der Startformation auf. Vor Torhüter Florian Kirschke agierten Torge Paetow, Patrick Thomsen und Hendrik Ostermann in der Dreierkette, vor der Kapitän Christian Jürgensen abräumen sollte. Etwas offensiver bildeten Dominic Hartmann und Nedim Hasanbegovic die Zentrale im Mittelfeld. Auf den Außenbahnen spielten Kevin Njie (rechts) und Florian Meyer (links). Als Doppelspitze im Angriff kamen Nico Empen und Gökay Isitan zum Einsatz. Eingewechselt wurden mit Ilidio Pastor Santos und Tim Wulff lediglich zwei Spieler. Auf der Bank blieben Ersatztorhüter Raphael Straub, Jonas Walter, der angeschlagene Finn Wirlmann (Syndesmoseband), Jannick Ostermann und Kevin Schulz. Neben dem gesperrten Joël Keller (der mit der zweiten Partie nun seine Sperre abgesessen hat) fehlten die verletzten Jannis Pläschke (Außenband), Gary Noël (Knieprellung) und Benjamin Safo-Mensah sowie Marvin Ibekwe und Jannik Drews (spielte eine Viertelstunde bei der 2:3-Niederlage unserer Oberliga-Mannschaft in Kropp) im 18er Kader.

Von Beginn an sah man – wie erwartet – eine spielerisch gut ausgebildete Gast-Mannschaft. Es kam nicht überraschend, dass es selbst eine etablierte, erfahrene Regionalliga-Elf wie unsere schwer haben würde, sich entscheidende Vorteile erarbeiten zu können. Dennoch lag die erste Chance auf Seiten der Fördestädter, als Dominic Hartmann auf links Gökay Isitan einsetzte, dessen Abschluss aus spitzem Winkel 96-Torhüter Sündermann zum Eckstoß am langem Pfosten vorbeilenkte (4.). Es blieb allerdings für lange Zeit der einzige Höhepunkt im Angriffsspiel des SC, sieht man vielleicht einmal von einem weiten Pass von Patrick Thomsen auf die halblinke Angriffsseite ab, als Sündermann zögerte und dadurch Florian Meyer die Stiefelspitze vor dem Schlussmann an das Runde bekam, jedoch nicht an diesem vorbeigehen konnte (22.). Die Angriffe auf der Gegenseite wirkten etwas durchdachter, aber auch ihnen fehlte die große Gefährlichkeit. Der anfangs auffällige Marusenko jagte einen Schuss aus der Distanz über den Kasten von Florian Kirschke (11.), dann bekam Bech, an der Grenze zum Abseits stehend, einen schönen Flugball in die Spitze nicht richtig unter Kontrolle. Weiches Torhüter Florian Kirschke klärte auf Kosten eines Eckstoßes (16.). Die beiden besten Gelegenheiten der Niedersachsen vor der Pause kamen über die rechte Seite jeweils durch Schnelligkeitsvorteile der Gäste zustande. Gueye verpasste im Zentrum nur knapp, als Stefandl flach und scharf nach innen spielte (39.), und nach dem Lauf von Gueye klärte Njie im Zentrum hart, aber fair gegen Bech (45.+1).

Die zweite Halbzeit wurde unterhaltsamer und spannender. Gleich am Beginn hatte der SC die bis dahin beste Gelegenheit. Kevin Njie setzte sich im Kopfballduell an der Mittellinie durch und schickte dadurch Gökay Isitan, der dann am Strafraum wieder zu Kevin Njie auf rechts passte, und im Sturmzentrum behauptete sich Nico Empen stark, doch Torhüter Sündermann parierte aus Nahdistanz prächtig (48.). Den folgenden Lupfer von Gökay Isitan von der Strafraumgrenze pflückte dann Sündermann mühelos (48.). Danach kamen die Hannoveraner wieder besser ins Spiel. Nachdem Gueye einen Kopfball über die Latte gesetzt hatte (52.), war Florian Kirschke bei einem tückischen Aufsetzer von Riegel zur Stelle, lenkte die Kugel um den Pfosten (54.). Der folgende Eckstoß passierte den Flensburger Torraum, am zweiten Pfosten stand Bech, der die Kugel zum 0:1 einköpfte (55.).

Jetzt drohte dem Meister die zweite Niederlage in Folge. Und die Gefahr wurde real, weil erst Stefandl mit mächtig viel Anlauf und Gewalt die Kugel über das Weiche-Tor setzte (56.). Dann musste SC-Torhüter Florian Kirschke mit starker Fußabwehr gegen Bech (61.) und mit Parade gegen Gueye (74.) zweimal retten. Zudem ließ Bech nach Pass von Stefandl eine exzellente Chance aus, zielte über den Kasten (63.). Unsere Mannschaft blieb somit im Spiel und kam auch zu Gelegenheiten. Eine weitgezogene Flanke von Florian Meyer von der rechten Außenbahn mit links fand Christian Jürgensen am zweiten Pfosten, aber der Winkel war zu spitz, die Kugel ging vorbei (57.). Dann wurde der stärker werdende Gökay Isitan auf dem Weg zum gegnerischen Tor nach Vorarbeit von Nico Empen im letzten Moment mit langem Bein gestoppt (61.). Als Gökay Isitan im Strafraum stark auf Christian Jürgensen ablegte, schien der Ausgleich fällig, doch die Kugel verfehlte das Ziel (67.). Schließlich parierte 96-Torhüter Sündermann den Kopfball von Nedim Hasanbegovic nach Eckstoß von Gökay Isitan stark (68.). Noch einmal hatte unser Kapitän den Ausgleich auf dem Fuß, aber Christian Jürgensen war nach dem Zusammenspiel des gerade eingewechselten Ilidio Pastor Santos mit Nico Empen auf der rechten Außenbahn zu überrascht, als die Kugel im Zentrum vor seinen Füßen lag (72.). Den inzwischen verdienten Ausgleich erzielte dann Gökay Isitan, der den Ball aus zehn Metern, halbrechts zwar nicht optimal traf, doch unter dem Körper von Sündermann hindurch zum 1:1 ins Netz brachte (77.).

In der Schlussphase drängte unsere Mannschaft mit mehr Mut und mit Tim Wulff als weiteren Stürmer auf den Siegtreffer, während die Hannoveraner ihre Kontermöglichkeiten nicht mehr ausspielten. Die größte Chance zum „Dreier“ hatte so Nico Empen, doch der sehr fleißige Stürmer zögerte im Abschluss auf halbrechts, zwölf Meter vor dem Kasten, einen Tick zu lange, sodass Ritzka mit riskantem Einsatz die Kugel ins Toraus spitzeln konnte (87.). Dadurch blieb es beim am Ende durchaus leistungsgerechten 1:1-Remis.

Unsere Mannschaft hatte in Torhüter Florian Kirschke, der Weiche nach dem Rückstand mit einigen guten Paraden im Spiel hielt, und dem Torschützen Gökay Isitan ihre besten Akteure. Positiv seien auch Nedim Hasanbegovic und der fleißige Nico Empen hervorgehoben. Beim Gast aus der niedersächsischen Landeshauptstadt fielen vor allem Kapitän Tarnat und Marusenko als Verbindungsglieder von Defensive und Offensive sowie Bech und Stefandl im Angriff auf. Den baumlangen Gueye im Sturmzentrum hingegen hatte Weiche recht gut in den Griff bekommen.

Am kommenden Wochenende steht für Weiche erstmals der DFB-Pokalwettbewerb auf dem Programm. Im Manfred-Werner-Stadion gastiert dann am Sonntag, 19. August 2018, ab 15.30 Uhr der VfL Bochum. Die Westdeutschen sind ordentlich in die Liga gekommen, haben nach der unglücklichen 0:2-Niederlage gegen den 1. FC Köln nun mit 2:0 beim MSV Duisburg gewonnen. Der Zweitligist ist im Kampf von David gegen Goliath klarer Favorit. Doch die Elf von Trainer Daniel Jurgeleit wird sicherlich nicht schon vorher die weiße Fahne hissen, sondern die Bochumer fordern wollen, zumal Pokalspiele bekanntlich ihre eigenen Gesetze haben. In der Meisterschaft geht es für unsere Mannschaft am darauffolgenden Sonnabend, 25. August, ab 13.30 Uhr mit dem Heimauftritt gegen den BSV Schwarz-Weiß Rehden weiter.

Weiche: Kirschke – Paetow, Thomsen, H. Ostermann (67. Pastor Santos) – Jürgensen (Kap./V) – Njie, Hartmann, Hasanbegovic, F. Meyer (81. Wulff) – Empen, Isitan.

Tore: 0:1 Bech (55.), 1:1 Isitan (77.).

Zuschauer: 821 im Manfred-Werner-Stadion, Flensburg-Weiche.

Schiedsrichter: Fabian Porsch (Barsbütteler SV), hatte die Partie lange Zeit exzellent unter Kontrolle (auch bei der „Rudelbildung“, 29.), erst in der Schlussphase mit kleineren Schwächen; kam mit je einmal „Gelb“ für beide Kapitäne über die Runden (Jürgensen, 82./Tarnat, 79.). 

Die Trainerstimmen:
Der Trainer der U 23 von Hannover 96, Christoph Dabrowski, war von der Leistung seiner eigenen Elf sehr angetan. „Wir haben ein sehr gutes, präsentes Auswärtsspiel gemacht und waren die fußballerisch dominante Mannschaft“, meinte der Ex-Profi. Als sehr junge Vertretung habe man gegen einen körperlich enorm präsenten Gegner, der über viele Standards komme, sehr gut gegengehalten, richtig gut verteidigt und sei hochverdient in Führung gegangen. Dem SC Weiche wünschte der Gäste-Trainer, dass er seine Saisonziele erreichen möge, er könne auch die übrigen Partien gewinnen – außer das Rückspiel in Hannover.

Unser Trainer Daniel Jurgeleit zeigte sich mit dem Spiel zufrieden, aber nicht mit dem Ergebnis. Eine hochverdiente Führung der Gäste, wie sein Kollege meinte, habe er nicht gesehen, zumal die erste Chance nach der Pause seiner Elf gehörte. Auch habe er für das ständige Verweisen darauf, dass eine Mannschaft so jung sei, bei den U-23-Vertretungen der Bundesligisten kaum noch Verständnis. Das seien alles bestens ausgebildete Spieler mit einer großen Qualität, die unter Top-Bedingungen arbeiten können. Nach dem Rückstand durch einen Gegentreffer per Standard, wie ihn auch seine Mannschaft mal bekommen könne, wusste man, dass es schwierig werden würde. Aber die Mannschaft habe es besser gemacht als in Egestorf. Die Spieler waren mutig und überzeugt, dass man das Blatt wenden könne. So habe Nico Empen die Chance gehabt, um selbst in Führung zu gehen. Der Trainer abschließend: „Vielleicht brauchen wir noch die eine oder andere Woche.“

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