SC Weiche Flensburg 08
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Mit Leistungssteigerung zum Punktgewinn

  Spielinfo

Der SC Weiche Flensburg 08 und die U 23 des SV Werder Bremen trennten sich am 24. Spieltag im Verfolgerduell der Regionalliga Nord 1:1-unentschieden. Die immerhin 922 Zuschauer im Manfred-Werner-Stadion sahen im ersten Heimspiel des Jahres zwar kein spektakuläres, so doch ein sehr gutes Viertligaspiel, bei dem der amtierende Meister die spielerischen Vorteile der Gäste mit viel Einsatz wettmachte und sich gegenüber der Leistung aus der Vorwoche deutlich steigerte. Insgesamt war die Partie bei trockenem Wetter und frischen Temperaturen Werbung für den Regionalliga-Fußball, zu dem auch der Auftritt des Bundesliga-Profis Fin Bartels (154 Erstligaspiele, 28 Tore) beitrug. Der Routinier im Werder-Angriff feierte nach über einjähriger Verletzungspause sein Comeback, erzielte den Bremer Treffer und war letztlich der von Fans und Medien meist beachteste Akteur. Sein Tor sorgte dafür, dass unsere Mannschaft auch im achten Duell zwischen beiden Vertretungen seit dem Regionalliga-Aufstieg von Weiche 2012 ohne Sieg blieb. So endete die Partie letztlich nicht nur wie im Hinspiel an der Weser 1:1-remis, sondern auch wie beim letzten Gastspiel der Werder-Zweiten am 26. Oktober 2014. Im Übrigen liefen sieben Spieler aus der damaligen Anfangsformation auch viereinhalb Jahre später erneut im Flensburger Dress von Beginn an auf – rekordverdächtig!

 

Gegenüber dem Auftritt vor einer Woche in Rehden (0:1) schickte Trainer Daniel Jurgeleit eine auf drei Positionen veränderte Startelf auf das Feld. Für die beiden Außen Kevin Njie und Jannik Drews begannen Ilidio Pastor Santos und Florian Meyer auf den Flügeln. Stürmer Nico Empen musste für den defensiveren Patrick Thomsen weichen. Unverändert blieb die Abwehr. So verteidigte die Dreierkette vor Torhüter Florian Kirschke mit Torge Paetow (rechts), Jonas Walter (zentral) und Christian Jürgensen (links). Das Mittelfeld wurde von Ilidio Pastor Santos (rechte Bahn), Patrick Thomsen, Dominic Hartmann, Nedim Hasanbegovic (alle zentral) sowie Florian Meyer (linke Bahn) besetzt. Für den Angriff erhielten Marvin Ibekwe und Kevin Schulz das Vertrauen. Nach dem 0:1 wurden mit Gökay Isitan und Tim Wulff zunächst zwei Offensivspieler eingewechselt, ehe mit Nico Empen ein weiterer Angreifer kam und das Risiko deutlich erhöht wurde. Neben Ersatztorhüter Raphael Straub blieben auch Leon Pascal Kroiß, Kevin Njie und Jannick Ostermann ohne Einsatz. Nicht im Spieltagskader waren der langzeitverletzte Finn Wirlmann sowie Hendrik Ostermann und Joël Keller (beide zur gleichen Zeit 90 Minuten in unserer Oberligamannschaft beim 2:2 beim VfB Lübeck II im Einsatz), Jannis Pläschke, Jannik Drews und Gary Noël.

 

Bei den Gästen wurde mit großer Spannung das Pflichtspiel-Comeback des Bundesliga-Profis Fin Bartels erwartet. Dafür musste der Werder-Nachwuchs allerdings auch auf seinen besten Torjäger Jonah Osabutey (bislang neun Saisontreffer) gelb-gesperrt verzichten. Dennoch legten die Grün-Weißen in dominanter Weise los. Sie spielten einen guten Ball und kamen zu den ersten Möglichkeiten. Der eher defensive Beste prüfte mit einem kraftvollen Aufsetzer SC Torhüter Florian Kirschke, der den satten 20-m-Schuss noch um den Pfosten lenkte (7.). Nur wenig später schickte Bitter mit einem Lupfer Dietz in die Tiefe, der auf halbrechts das Tor aber verfehlte (11.). Unsere Mannschaft hingegen kam über den Kampf ins Spiel und konnte allmählich die spielerische Überlegenheit der Gäste ausgleichen. Nach einem weiten Einwurf von Torge Paetow von der linken Seite und Kopfballverlängerung von Patrick Thomsen verpasste Marvin Ibekwe, sodass Werder-Torhüter Plogmann die Kugel aufnehmen konnte (13.). In aussichtsreicher Position im Zentrum kam Nedim Hasanbegovic nach einer Flanke von rechts mit dem Kopf nicht mehr richtig an den Ball (21.), und nochmals war es unser Bosnier, dessen Schuss allerdings geblockt wurde, nachdem Torhüter Plogmann mit dem weiten Einwurf von Torge Paetow seine Probleme hatte (27.). Der Partie fehlten vielleicht die ganz heißen Strafraumszenen, aber was beide Mannschaften boten, war guter, unterhaltsamer Regionalligafußball. Den Werderanern gelang dabei noch eine Musterkombination über Barry und Groß, doch der Abschluss von Beste wurde im letzten Moment noch zum Eckstoß geblockt (39.). So ging es torlos in die Pause.

 

Im zweiten Abschnitt fehlten zunächst die Höhepunkte, ehe ein weiter Ball und Doppelpass von Bartels mit Barry dafür sorgte, dass der Werder-Profi Bartels sein Comeback versüßen konnte. Plötzlich frei vor Florian Kirschke auftauchend, versenkte er mit seiner letzten Aktion vor seiner ohnehin geplanten Auswechslung (Young für Bartels, 60.) die Kugel sicher zum 0:1 (59.). Ausgerechnet der Kumpel unseres Kapitäns Christian Jürgensen aus vergangenen gemeinsamen Kieler Zeiten, mag sich da mancher gedacht haben.

 

Weiche verstärkte sofort die Angriffsbemühungen und hatte zwei gute Möglichkeiten. Nach Vorarbeit von Kevin Schulz scheiterte Christian Jürgensen aus Nahdistanz an Torhüter Plogmann (62.). Kurz darauf setzte Florian Meyer einen Freistoß von halblinks auf den Querbalken (66.). Unsere Mannschaft blieb am Drücker und hatte Pech, dass Schiedsrichter Yilmaz das rüde Einsteigen von Torhüter Plogmann am rechten Strafraumeck gegen Christian Jürgensen ungeahndet ließ (70.). Dann setzte der eingewechselte Tim Wulff einen Schuss von halbrechts aus gut 20 Metern links am Pfosten vorbei (72.). Angesichts dieses couragierten Auftritts unserer Mannschaft war der Ausgleichstreffer inzwischen längst verdient, wenngleich der Bremer Abwehrspieler Rieckmann kräftig mithalf, als er den Lupfer von Kevin Schulz in die Spitze nicht bereinigte. Gökay Isitan, ebenfalls eingewechselt, stand frei vor Plogmann und behielt kühlen Kopf: 1:1 (82.).

 

Die Partie blieb heiß umkämpft. Kevin Schulz erhielt nach heftiger Grätsche an der Mittellinie gegen Dietz völlig zu Recht „Gelb“ (84.), obgleich Schiedsrichter Yilmaz insgesamt zunehmend Probleme bekam, Zweikampfsituationen richtig zu bewerten. Unsere Mannschaft behielt den Vorwärtsgang bei und schien einem zweiten Treffer näher zu sein als die nach dem Seitenwechsel angriffsschwachen Gäste, die jedoch den letzten nennenswerten Abschluss verzeichnen konnten. Beste hatte nach erfolgreicher Flinte aber offenbar nicht mehr genug Kraft, sodass SC-Torhüter Florian Kirschke den 16-m-Schuss sicher parieren konnte (87.).

 

Die Nachspielzeit musste dann der Gastgeber in Unterzahl über die Bühne bringen. Nachdem sich Ilidio Pastor Santos an der Seitenlinie mit dem Werder-Kapitän Groß eine Privatfehde geleistet hatte, die jeweils mit „Gelb“ geahndet wurde, musste unser Brasilianer nach einem Foul an den eingewechselten Ex-Braunschweiger Canbaz mit „Gelb-Rot“ vom Platz (88.). Doch bei Weiche hatten sich längst alle Spieler dermaßen in die Partie hineingesteigert, dass es ohne Zittereinlagen beim letztlich hochverdienten 1:1-Remis blieb.

 

Die beste Note auf Flensburger Seite konnte sich Abwehrchef Jonas Walter verdienen, der gerade nach dem Rückstand im Verbund mit Torge Paetow dafür sorgte, dass Werder nicht den entscheidenden Konter setzen konnte. Aus einer sich gegenüber dem Spiel in Rehden deutlich steigernden und geschlossen auftretenden Mannschaft seien außerdem Kapitän Christian Jürgensen und Abräumer Nedim Hasanbegovic besonders hervorgehoben. Beim Gast konnte vor allem der zentrale Mittelfeldspieler Groß überzeugen. Auch Linksverteidiger Beste fiel neben dem Torschützen Bartels besonders auf.

 

Am kommenden 25. Spieltag der Regionalliga Nord muss unsere Mannschaft dann erstmals in der laufenden Saison nach Oldenburg. Aber nicht das große Stadion am Marschweg des Ortsrivalen VfB ist am Sonntag, 10. März, Anpfiff 14.00 Uhr, das Ziel, sondern das Hans-Prull-Stadion in der Alexanderstraße, wo der Aufsteiger VfL Oldenburg seine Heimspiele auf einem Kunstrasenplatz austrägt. Die Grün-Weißen stecken tief im Abstiegskampf und werden dementsprechend alles aus sich herausholen, um die Punkte im eigenen Stadion zu lassen. In der aktuellen Spielzeit hat der VfL daheim bei 18:16 Toren sogar eine ausgeglichene Bilanz mit je vier Siegen, Unentschieden und Niederlagen. Zum Auftakt in das Jahr 2019 gelang auf dem heimischen Kunstrasen ein 4:2-Sieg gegen Lüneburg, mit drei Treffern von Torjäger Conrad Azong, der insgesamt schon achtmal einnetzte. Die heikle Tabellensituation resultiert letztlich vor allem daraus, dass die Grün-Weißen auswärts alle zwölf Partien verloren haben. So unterlagen sie auch im Hinspiel am 1. September 2018 im Manfred-Werner-Stadion beim bislang einzigen Duell zwischen dem VfL und Weiche durch einen Treffer von Nico Empen (58.), waren aber bei der 0:1-Niederlage ganz nah an einem Auswärtspunktgewinn. Unsere Mannschaft ist also gewarnt.

 

Weiche: Kirschke – Paetow, Walter, Jürgensen (Kap.) – Pastor Santos (88. Gelb-Rote Karte), Hasanbegovic (67. Isitan), Hartmann, Thomsen, F. Meyer (80. Empen) – Ibekwe (67. Wulff), K. Schulz (V).

 

Tore: 0:1 Bartels (59.), 1:1 Isitan (82.).

 

Zuschauer: 922 im Manfred-Werner-Stadion, Flensburg-Weiche.

 

Schiedsrichter: Murat Yilmaz (FC Türkiye Wilhelmsburg/Hamburg), hatte nicht seinen besten Tag und verlor mit zunehmender Spielzeit seine sonst gewohnte Souveränität.

 

 

Die Trainerstimmen:

 

Der Trainer der U 23 des SV Werder Bremen, Sven Hübscher, sagte, dass er bis auf das Ergebnis sehr zufrieden sei. Man habe sich anders präsentiert als letzte Woche (1:1 daheim gegen Drochtersen), wohlwissend was einem in Flensburg und auf einem nicht perfekten Rasen erwarten kann. Seine Mannschaft sei gut ins Spiel gekommen und hätte anfangs dominiert. Für die zweite Halbzeit habe man sich vorgenommen, das Spiel zu kontrollieren. Letztlich sei es „schade für uns, weil wir uns anders präsentiert haben“.

 

Auf Nachfrage zu Erstliga-Profi Fin Bartels meinte der Bremer Trainer kurz und bündig: „60 Minuten gespielt, das Tor gemacht – alles richtig.“

 

Unser Trainer Daniel Jurgeleit zeigte sich auch mit dem Ergebnis zufrieden. Man könne mitunter gegen solche Mannschaften wie Werder besser aussehen als gegen Kontrahenten der unteren Tabellenhälfte. „Wir wollten gegen eine gute Mannschaft anders agieren und etwas tiefer stehen. Mit Ausnahme der Anfangsphase haben wir auch gut gestanden“, so der Trainer, der allerdings kritisierte, dass der Gegentreffer viel zu einfach gefallen sei. „Es ist gegen eine Bundesligamannschaft dann unheimlich schwer, einen Rückstand aufzuholen“, so der Trainer weiter, der hervorhob, dass zudem die Wechsel funktioniert hätten. „Die Mannschaft hat sich das erarbeitet, und das ist der richtige Weg“, schloss er seine Einschätzung optimistisch.

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