SC Weiche Flensburg 08
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Mit großem Willen zum glücklichen, aber verdienten Sieg

  Spielinfo

SC Weiche Flensburg 08 – Holstein Kiel II 2:1 (1:1)

Der SC Weiche Flensburg 08 hat am 26. Spieltag der Regionalliga Nord seine gute Form bestätigen können. In einem sehr ansehnlichen Landesderby bezwang der amtierende Meister die spielstarke U 23 von Holstein Kiel durch einen Treffer in letzter Minute glücklich, in der Summe aber verdient mit 2:1-Toren. Unsere Mannschaft kletterte damit eine Woche vor dem Auftritt beim Tabellenführer und designierten Meister VfL Wolfsburg II auf Platz drei des Klassements. Im verregneten Manfred-Werner-Stadion sahen 868 Zuschauer eine höchst unterhaltsame erste und eine etwas langatmigere zweite Halbzeit, die eine spannende Schlussphase mit dem besseren Ende für unsere Mannschaft bereithielt. Weiche konnte damit nach dem 2:0-Hinspielsieg den Aufsteiger aus der Landeshauptstadt auch im Rückspiel bezwingen.

 

Gegenüber der Startelf vom 4:0-Sieg in Oldenburg in der Vorwoche gab es lediglich eine Änderung. Für den kurzfristig erkrankt fehlenden etatmäßigen Kapitän Christian Jürgensen lief Leon Pascal Kroiß auf. Für den Rückkehrer war es der erste Regionalligaeinsatz für Weiche seit dem 13. Mai 2017 (0:2 in Lübeck, damals noch als ETSV) und der erste für den SC überhaupt. Mit dieser einen Änderung waren allerdings einige Umstellungen verbunden. Vor Torhüter Raphael Straub, der zum zweiten Mal in Folge den Kasten hütete, bildeten Leon Pascal Kroiß (rechts), Patrick Thomsen (zentral) und Jonas Walter (links) die Abwehrkette. Im Mittelfeld agierten Gökay Isitan (rechte Bahn), Dominic Hartmann, Torge Paetow, Jannick Ostermann (alle zentral) sowie Kevin Njie (linke Bahn). Tim Wulff und Nico Empen begannen wie zuletzt im Angriff. Für Leon Pascal Kroiß wurde nach gut einer Stunde Ilidio Pastor Santos eingewechselt, der im Tausch mit Kevin Njie auf die linke Bahn ging. Dann kam für die Schlussphase Kevin Schulz für Tim Wulff, ehe in der Nachspielzeit noch Nedim Hasanbegovic für Nico Empen den Platz betrat. Auf der Bank blieben Torhüter Florian Kirschke, Jannik Drews sowie die gesundheitlich leicht angeschlagenen Florian Meyer und Marvin Ibekwe. Nicht im Spieltagskader waren neben dem langzeitverletzten Finn Wirlmann und dem erkrankten Christian Jürgensen auch Hendrik Ostermann, Jannis Pläschke, Joël Keller und Gary Noël.

 

Die Gäste legten gut los und zeigten Unstimmigkeiten in der umformierten Flensburger Hintermannschaft auf. Nachdem SC-Torhüter Raphael Straub eine Eingabe von links nur kurz abgewehrt hatte, wurde der Abschluss von Mohr in höchster Not von Torge Paetow geblockt (3.). Unsere Mannschaft fand sich aber schnell und hatte ihrerseits einige gute Szenen. Einen Heber von Torge Paetow in den Strafraum köpfte Tim Wulff knapp über den Kasten (5.). Nico Empen setzte einen direkten Freistoß ebenfalls zu hoch an (6.), und nach Pass von Jonas Walter zwang Nico Empen den Kieler Schlussmann Weiner zur ersten Parade (12.). Die jungen Störche standen dem jedoch in nichts nach, sodass sich eine höchstunterhaltsame Partie entwickelte. Bei einem direkt auf das Tor gezogenen Freistoß von der linken Strafraumkante von Evina war Raphael Straub mit den Fäusten im bedrohten Eck (16.). Nach einem Eckstoß von links köpfte Mohr per Aufsetzer links vorbei (20.). Den ersten Hochkaräter ließ dann Kiels Torjäger Kulikas liegen, als Alt auf rechts unbehelligt im Weiche-Strafraum auftauchen konnte und der Mittelstürmer die Kugel aus sechs Metern über den Kasten jagte (22.). Auf der anderen Seite scheiterte Dominic Hartmann nach Steckpass von Kevin Njie in die Spitze am herauseilenden Torhüter Weiner (24.), ehe im unmittelbaren Gegenzug die Holstein-Führung fiel. Den Abschlag des KSV-Schlussmanns erlief sich im verwaisten Zentrum Evina, der seine Verfolger abschüttelte und vor Raphael Straub abgeklärt blieb: 0:1 (25.). Gleich darauf hatte Alt nach schnell ausgeführtem Freistoß von Siedschlag auf rechts erneut viel Platz, doch Raphael Straub parierte (26.).

 

Die Partie blieb unterhaltsam und abwechslungsreich. Nach einer Kopfballablage von Tim Wulff hatte Jannick Ostermann den schnellen Ausgleich auf dem Fuß, aber der Kieler Schlussmann Weiner parierte aus Nahdistanz sensationell (29.). Dann versuchte es Nico Empen. Nach seinem Dribbling fehlte ihm allerdings etwas die Kraft; der Abschluss bereitete Weiner wenig Schwierigkeiten (31.). Auf der Gegenseite rauschte ein Distanzschuss von Linksverteidiger Sicker nur haarscharf am Kasten von Raphael Straub vorbei (39.). Doch statt des möglichen zweiten Treffers der Landeshauptstädter, die zudem unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff noch ein Abseitstor erzielten (45.), hieß es zur Pause 1:1-unentschieden. Nachdem Tim Wulff einen Einwurf von Torge Paetow auf Nico Empen verlängert hatte, behauptete sich dieser im Strafraum stark gegen zwei Abwehrspieler, seinen Ball von halblinks drückte Dominic Hartmann im Zentrum zum Ausgleich über die Linie (43.).

 

Mit Beginn der zweiten Halbzeit konnte sich der Gastgeber Vorteile erspielen. Er drückte stärker auf die Führung, kam aber kaum zu echten Chancen. Als Gökay Isitan nach scharfem Antritt Dominic Hartmann einsetzte, wurde der Ex-Hildesheimer im Strafraum weggecheckt – in vertretbarem Rahmen nach Ansicht des guten Unparteiischen Fleddermann (54.). Nico Empen jagte einen Freistoß von halblinks mit rechts gefährlich als Aufsetzer knapp neben den Kasten (56.), wie auch Gökay Isitan einen zweiten Ball vom Strafraum von halbrechts über das Torgebälk schoss (62.). Von den Jungstörchen kam nun im Spiel nach vorn nicht mehr viel, aber es gelang ihnen gut, Druck aus dem Flensburger Spiel zu nehmen, sodass Weiche erst in der Schlussphase wieder zu Chancen kam. Aber zu merken war halt, dass unsere Mannschaft – allen voran Nico Empen – den Sieg auf dem immer rutschiger werdenden Geläuf unbedingt wollte. Seinen Abschluss vom rechten Strafraumeck parierte Holsteins Schlussmann Weiner zum Eckstoß (82.). Dann hatten die Flensburger Zuschauer den Torschrei bereits auf den Lippen, als sich erneut Nico Empen auf halbrechts behauptete und den Ball scharf nach innen brachte, doch ein Kieler Abwehrbein war vor den am zweiten Pfosten heraneilenden Ilidio Pastor Santos zur Stelle (88.). So schien alles auf ein Remis hinauszulaufen, ehe Gökay Isitan einen Freistoß von halbrechts auf die linke Seite im Strafraum schlug, der Ball auf halbrechts bei Nico Empen landete, der die Kugel im Strafraum auf engstem Raum behauptete, sie auf den Kasten zog, und der eingewechselte Kevin Schulz bugsierte den Ball aus Nahdistanz zum vielumjubelten 2:1-Siegtreffer über die Linie (90.).

 

Bei den Gästen zählten die beiden Profis Bisseck, vom 1. FC Köln geliehener Innenverteidiger, und Evina, von Bayern München geliehener linker Stürmer, zu den auffälligsten Akteuren. Auch Siedschlag zeigte eine gute Partie. Aus unserer Mannschaft konnte sich Nico Empen als bester Spieler auf dem Platz mit unbändigem Willen besonders auszeichnen. Sehr präsent zeigte sich Torge Paetow im defensiven Mittelfeld. Eine gute Note verdienten sich zudem Gökay Isitan mit starker zweiter Halbzeit und Dominic Hartmann.

 

Am kommenden Sonnabend, 23. März 2019, gastiert unsere Mannschaft ab 13.00 Uhr im AOK-Stadion der Autostadt Wolfsburg. Das Spiel beim Tabellenführer VfL Wolfsburg II ist das Duell des Meisters von 2016 gegen den von 2018. Bei der Wolfsburger Meisterfeier vor fast drei Jahren – am 21. Mai 2016 – kassierte unsere Mannschaft mit 0:2 ihre letzte Niederlage bei den jungen Wölfen. Aus den folgenden beiden Partien im AOK-Stadion holte unsere Mannschaft stolze vier Punkte. Sie erreichte erst zum Saisonauftakt am 30. Juli 2016 ein 2:2-Remis und gewann in der Meistersaison am 5. November 2017 sogar mit 2:1. Das Hinspiel der aktuellen Serie am 15. September 2018 gewann allerdings die U 23 des VfL, und zwar durch einen lehrbuchreifen Konter in der letzten Minute mit 3:2. Die Wolfsburger, die mit dem 19fachen Saisontorschützen Daniel Hanslik auch den besten Torjäger der Liga in ihren Reihen haben, sind in ihren bislang 13 Heimspielen noch ungeschlagen, haben überhaupt erst zwei Niederlagen kassiert (1:4 am 5. August 2018 in Kiel und nun am Freitag 0:1 in Drochtersen) und hatten zwischenzeitlich 22 Spiele in Folge nicht mehr verloren. Nun dürfte ausgerechnet der VfB Lübeck unserer Mannschaft die Daumen drücken, dass ihr es gelingen möge, den Wolfsburger Heimnimbus zu brechen.

 

Weiche: Straub (V) – Kroiß (58. Pastor Santos), Thomsen (V), Walter (Kap.) – Isitan, Hartmann, J. Ostermann, Paetow, Njie – Wulff (84. K. Schulz), Empen (90.+2 Hasanbegovic).

 

Tore: 0:1 Evina (25.), 1:1 Hartmann (43.), 2:1 K. Schulz (90.).

 

Zuschauer: 868 im Manfred-Werner-Stadion, Flensburg-Weiche.

 

Schiedsrichter: Daniel Fleddermann (VfL Weiße Elf Nordhorn), mit guter Spielleitung, insbesondere guter Vorteilsauslegung; wirkte ruhig und hatte das umkämpfte Spiel sicher im Griff.

 

 

Die Trainerstimmen:

 

Der Trainer der U 23 von Holstein Kiel, Ole Werner, richtete zunächst Glückwünsche an den SC Weiche und dessen Trainer. „Es war bei den Witterungsbedingungen ein gutes Spiel“, so der Verantwortliche, der von einem ausgeglichenen 50-50-Spiel sprach. In der ersten Halbzeit sei seine Mannschaft tendenziell eher etwas besser gewesen, in der zweiten Halbzeit dann Weiche. „Wir machen aber nach der 1:0-Führung nicht das 2:0“, trauerte er der vergebenen Möglichkeit nach, aus Flensburg etwas mitzunehmen. „Wir waren in der zweiten Halbzeit etwas zu passiv, haben uns keine Chancen mehr herausspielen können und den einen Konter nicht genutzt.“ Es seien zwei gute Mannschaften heute gewesen. Er sei stolz auf die Leistung seiner Mannschaft, der er keinen Vorwurf machen könne. Seine Elf, die mit drei A-Juniorenspielern angetreten war, habe sich im Ergebnis leider nicht belohnt, was eine bittere Pille sei, zumal dies seiner Mannschaft zuletzt einige Male passiert sei.

 

Unser Trainer Daniel Jurgeleit sah ebenfalls ein „für die Bedingungen richtig gutes Regionalligaspiel“. „Wir gehen leider in Rückstand, sind aber gut wieder zurückgekommen“, so unser Verantwortlicher. Letztlich sei alles aufgegangen, auch die Wechsel, sodass das 2:1 verdient gewesen sei. Der Trainer weiter: „Es war ein Landesderby, da muss man eine hohe Bereitschaft zeigen. Ich bin sehr zufrieden, wie wir in den letzten drei Spielen auftraten und Punkte geholt haben.“

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