SC Weiche Flensburg 08
//
www.weiche-liga.de

Neuigkeiten

Immer auf dem neusten Stand

Jahresauftakt mit erster Rückrundenniederlage

  Spielinfo

BSV Schwarz-Weiß Rehden – SC Weiche Flensburg 08 1:0 (0:0)

Der SC Weiche Flensburg 08 hat in seinen Bemühungen, die Spitzengruppe der vierten Liga unter Druck zu setzen, einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Zum Auftakt in das Regionalliga-Frühjahr mit den ausstehenden zwölf Spieltagen unterlag der amtierende Meister beim BSV Schwarz-Weiß Rehden nicht unverdient mit 0:1. Die 250 Zuschauer, darunter etwa fünfzehn, die es mit den Flensburgern hielten, sahen in den Rehdener Waldsportstätten ein relativ ausgeglichenes Spiel, in dem sich die fleißigere und aggressivere Mannschaft mit dem goldenen Treffer belohnen konnte. Der Abstiegskandidat investierte bei sonnig-kühlem vorfrühlingshaftem Wetter mehr in die Partie und brachte so unserer Mannschaft am sechsten Rückrundenspieltag die erste Niederlage bei.

 

Im Vergleich zur Startelf des vorangegangenen Regionalligaspiels am 8. Dezember des Vorjahres gegen Egestorf/Langreder (4:0) änderte Trainer Daniel Jurgeleit die Anfangsformation gleich fünfmal. Im Abwehrzentrum erhielt der wieder genesene Jonas Walter den Vorzug vor Patrick Thomsen. Für die beiden Flügelspieler Ilidio Pastor Santos und Florian Meyer, die nicht im Kader waren, begannen der Ex-Rehdener Kevin Njie und Saisondebütant Jannik Drews. Außerdem mussten Jannick Ostermann und Gökay Isitan auf die Bank. Sie wurden von den beiden Angreifern Kevin Schulz und Nico Empen ersetzt. So verteidigte die Dreierkette vor Torhüter Florian Kirschke mit Torge Paetow (rechts), Jonas Walter (zentral) und Christan Jürgensen (links). Im Mittelfeld erhielten Kevin Njie (rechte Bahn), Nedim Hasanbegovic, Dominic Hartmann (beide zentral) und Jannik Drews (linke Bahn) das Vertrauen. Marvin Ibekwe (rechts), Kevin Schulz und Nico Empen (links) agierten im Angriff. Nach dem Rückstand reagierte Trainer Daniel Jurgeleit mit einem Dreifach-Tausch. Neben Joël Keller, der für Jannik Drews die linke Bahn bespielte, kamen mit Tim Wulff und Gökay Isitan zwei weitere Stürmer, für die Marvin Ibekwe und Nico Empen Platz machen mussten. Auf der Bank blieben neben Ersatztorhüter Raphael Straub auch Leon Pascal Kroiß, Patrick Thomsen und Jannick Ostermann. Außer dem verletzten Finn Wirlmann (nach Schulter-OP) fehlten Hendrik Ostermann, Jannis Pläschke, Ilidio Pastor Santos, Florian Meyer und Gary Noël im Spieltagskader.

 

Beim BSV Rehden liefen mit Shamsu Mansaray und Quentin Fouley zwei der vier Winterneuzugänge von Beginn an auf. Mit Tomislav Ivicic wurde später ein dritter Debütant eingewechselt.

 

Die Partie war kaum angepfiffen, da wurde sie schon wieder für rund viereinhalb Minuten unterbrochen, weil Schiedsrichter Konrad Oldhafer unglücklich von einem Schuss von Dominic Hartmann aus Nahdistanz getroffen wurde und kurzzeitig mächtig angeschlagen wirkte (2.). Gleich nach Wiederanpfiff hatte Weiche den ersten Torabschluss zu verzeichnen, als Christian Jürgensen auf links die Kugel verzog (7.). Auf der Gegenseite setzte mit Jakob Lewald ebenfalls eine Abwehrkante den artistischen Abschluss zu hoch an (7.). Im steten Wechsel genierten nachfolgend beide Mannschaften Möglichkeiten, wobei die Hochkaräter zunächst ausblieben. Rehden wirkte im Strafraum zu unentschlossen (19.), das energische Dribbling von Jannik Drews wurde erst kurz vor dem Sechzehner gestoppt (24.). Nach guter Vorarbeit von Shamsu Mansaray über rechts wurde Addy Waku Menga noch geblockt (28.), und Vergleichbares passierte Nico Empen im Rehdener Strafraum nach einem schönen Pass von Dominic Hartmann (31.). Die Partie – auf durchschnittlichem Niveau – hatte bis dahin keinen „Punktsieger“.

 

Bei der ersten hochkarätigen Chance hatte Weiche aber gleich großes Glück. Einen Diagonalball von Kevin Kalinowski von links verlängerte der auf Rechtsaußen postierte Quentin Fouley direkt ins Zentrum, wo Addy Waku Menga die Kugel an den linken Pfosten bugsierte. Von dort sprang der Ball dann in die Arme von Torhüter Florian Kirschke (33.). Auf eine Möglichkeit solchen Kalibers musste man auf Flensburger Seite lange warten. Allerdings hatten die Gäste drei gute Szenen in kurzer Folge, bei denen jedoch die Letztkonsequenz im Abschluss fehlte. Erst köpfte Christian Jürgensen einen von Dominic Hartmann nach innen gebrachten Freistoß von der rechten Seite deutlich über den Kasten (41.), dann lief es mal flüssig über Kevin Schulz von halbrechts über Nico Empen zu Marvin Ibekwe auf halblinks, doch dessen flacher Abschluss aus 13 Metern bereitete Torhüter Rico Sygo ebenso wenig Mühe (42.) wie der Schuss von Nico Empen, der einen Steilpass von Kevin Schulz direkt nahm (43.). Diesen Bemühungen konterten die in Azurblau angetretenen Schwarz-Weißen allerdings mit drei gefährlicheren Abschlüssen noch vor der Pause. Den Flachschuss von Addy Waku Menga von der Strafraumgrenze parierte Florian Kirschke sicher (45.). Der Nachschuss von Kevin Kalinowski im Anschluss an einen Eckstoß bereitete dem SC-Torhüter einige Mühe (45.+3), und prächtig reagierte der Flensburger Schlussmann als Addy Waku Menga nach einer Flanke von Shamsu Mansaray aus Nahdistanz zum Abschluss kam (45.+5) – der zweite Hochkaräter der Gastgeber vor der Pause.

 

Die zweite Halbzeit hielt zunächst kaum Höhepunkte bereit. Das Niveau der Partie sank, wobei die Gastgeber in den ersten 20 Minuten keinerlei Offensivaktionen zu verzeichnen hatten. So blieb es – jeweils nach weiten Einwürfen von Torge Paetow – bei zwei Möglichkeiten von Marvin Ibekwe, dessen Kopfball der sonst kaum geprüfte Rico Sygo über die Latte lenkte (48.), ehe der Ex-Hildesheimer die beste Weiche-Chance versiebte. Aus Nahdistanz setzte er die Kugel über den Querbalken (55.).

 

Fahrt nahm die Partie erst später auf. Nach langem Lauf durch das Mittelfeld zielte Yannis Becker am Kasten vorbei (65.), dann bereitete Quentin Fouley die dritte hochkarätige Chance der Gastgeber vor. Seinen Schuss vom linken Strafraumeck verpassten am langen Pfosten sowohl Santiago Aloi als auch der gerade eingewechselte Tomislav Ivicic (69.). Beim Kopfball von Quentin Fouli tauchte Florian Kirschke rechtzeitig ab, parierte sicher (73.). Doch die Warnungen verhallten, sodass es beim nächsten Angriff im Flensburger Kasten einschlug: Nach feinem Doppelpass auf halblinks mit Yannis Becker stand Addy Waku Menga plötzlich blank, versenkte die Kugel sicher ins lange rechte Eck zur Rehdener Führung (74.). Kurz zuvor hatte Marvin Ibekwe auf der Gegenseite im Zentrum eine Eingabe von Nico Empen von links verpasst (70.).

 

Nach dem Rückstand war Weiche gefordert. Trainer Daniel Jurgeleit reagierte, brachte mit einem Dreifachwechsel neues Offensivpersonal (79.). Bei zwei Aktionen im Rehdener Strafraum witterten die Gäste einen Strafstoßpfiff, doch der gute Unparteiische sah in dem aus Nahdistanz mit der Hand geblockten Schuss von Nedim Hasanbegovic nach Flanke aus dem linken Halbfeld von Joël Keller keine strafbare Aktion (84.), und er bewertete das Duell zwischen Tim Wulff und Jakob Lewald als Foulspiel des Flensburger Stürmers (88.).

 

Die Rehdener spielten den Vorsprung auch über die vierminütige Nachspielzeit und hätten vielleicht sogar den zweiten Treffer setzen können. Tomislav Ivicic fehlte – frei vor Florian Kirschke – die Orientierung (83.). Und Quentin Fouley prüfte mit sattem Schuss noch einmal den besten Flensburger, aber Florian Kirschke war mit den Fäusten rechtzeitig im bedrohten Eck (90.+4). So blieb es beim letztlich durchaus verdienten 1:0-Sieg der Gastgeber.

 

Beim BSV fielen im Mittelfeld vor allem Neuzugang Shamsu Mansaray – trotz Auswechslung (66.) – und der im Verlaufe der Partie stärker werdende Jannis Becker auf. Mit Addy Waku Menga erzielte der gefährlichste Stürmer auf dem Platz den einzigen Treffer des Nachmittags. Auf Flensburger Seite konnten sich neben Torhüter Florian Kirschke der Innenverteidiger Jonas Walter und Abräumer Nedim Hasanbegovic noch die besten Noten verdienen.

 

Fast drei Monate nach dem bislang letzten Heimauftritt geht es am kommenden Sonnabend, 2. März 2019, ab 13.30 Uhr auch im Manfred-Werner-Stadion wieder um Viertliga-Punkte. Unsere Mannschaft empfängt dann mit dem SV Werder Bremen II den vielleicht spielstärksten Kontrahenten der Regionalliga. Die Bremer U 21 hat als Tabellendritter zwar auch schon einen deutlichen Rückstand auf Tabellenführer VfL Wolfsburg II, aber den Zweiten VfB Lübeck durchaus noch im Blick. Das gutklassige Hinspiel endete 1:1-unentschieden, was damals unserer Mannschaft vielleicht etwas schmeichelte. Der Drittliga-Absteiger spielte einen sehr schnellen Ball und ließ einige hochkarätige Möglichkeiten aus. Nachdem US-Nationalspieler Joshua Sargent, inzwischen auch Bundesliga-erprobt, die Bremer in Führung gebracht hatte (27.), traf der gerade eingewechselte Marvin Ibekwe nach Vorarbeit von Torge Paetow und Nico Empen zum Ausgleich (67.). Die Partie im August 2018 stand beim Gastgeber unter besonderer Beobachtung, war doch kurz zuvor der SC Weiche den Werder-Profis im DFB-Pokalwettbewerb zugelost worden. So tummelte sich die Prominenz der Grün-Weißen auf der mit 650 Zuschauern gut besuchten Tribüne des berühmten Platzes 11 am Weserstadion. Nun darf man, sicherlich mit weniger Bremer Medienpräsenz, auf das Rückspiel gespannt sein.

 

Weiche: Kirschke – Paetow, Walter, Jürgensen (Kap.) – Njie, Hasanbegovic, Hartmann, Drews (79. Keller) – Ibekwe (79. Isitan), K. Schulz, Empen (79. Wulff).

 

Tor: 1:0 Menga (74.).

 

Zuschauer: 250, darunter etwa 15 Flensburger, in den Waldsportstätten, Rehden.

 

Schiedsrichter: Konrad Oldhafer (SC Poppenbüttel/Hamburg), leitete nach dem frühen Volltreffer, den er kassierte (2.), sehr ordentlich und kam ohne Verwarnung über die Runden.

 

 

Die Trainerstimmen:

 

Unser Trainer Daniel Jurgeleit gratulierte dem Gastgeber zu drei wichtigen Punkten, um dann zu analysieren: „Wir haben in der ersten Halbzeit sehr ‚bescheiden’ gespielt, und Rehden hätte da schon führen können. Wir waren nicht so präsent, wie es sein müsste, wenn man bei einer Mannschaft spielt, die dringend die Punkte braucht: zu weit vom Mann weg, zu ungenau, zu viele technische Fehler. Das wurde dann in der zweiten Halbzeit besser.“ Dennoch habe man ein Tor zugelassen, weil man nicht richtig den Zweikampf angenommen habe, sodass sich Menga gegen drei Spieler behaupten konnte. Alles in allem, so Daniel Jurgeleit, sei es „eine verdiente Niederlage“.

 

Der Trainer des BSV Rehden, Benedetto Muzzicato, zeigte sich sehr zufrieden. „Wir haben nicht nur kämpferisch überzeugt“, meinte er. Man habe gesehen, was Selbstvertrauen ausmache, nun auch in einem Spiel gegen eine Spitzenmannschaft der Regionalliga. Aber das sei nur ein Schritt. „Nächste Woche wird es gegen Oldenburg ähnlich schwer, aber wir freuen uns darauf.“ Kein Spieler könne meinen, jetzt zurückstecken zu können. In einer Woche könne viel passieren, und jeder Spieler würde auf einen Einsatz hoffen. „Wir wollten heute offensiver spielen; das muss der Weg für die kommenden Wochen sein“, schloss der Rehdener Trainer.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Mehr erfahren
Verstanden!