SC Weiche Flensburg 08
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Energieleistung gegen drohende Niederlage

  Spielinfo

SC Weiche Flensburg 08 – FC St. Pauli II 3:3 (1:2)

Im vorletzten Heimspiel des Jahres 2018 konnte der SC Weiche Flensburg 08 die lange Zeit drohende zweite Saisonniederlage vor eigenem Publikum noch abwenden. Gegen die U 23 des FC St. Pauli kam der amtierende Meister durch zwei Treffer in den Schlussminuten zu einem 3:3-Unentschieden. Die immerhin 721 Zuschauer im nasskalten Manfred-Werner-Stadion sahen an einem typisch grauen November-Nachmittag eine äußerst unterhaltsame und auch gutklassige erste Halbzeit sowie eine spannende Schlussphase, in der die Fördestädter den ersten Sieg des FC St. Pauli II im 14. Aufeinandertreffen abwenden konnten. So bleibt Weiche gegen die U 23 der Braun-Weißen bei sechs Flensburger Siegen und jetzt acht Remis (18:11 Toren) weiter ungeschlagen. Zuletzt hatte es dreimal in Folge zwischen beiden Kontrahenten ein 1:1-Unentschieden gegeben.

 

Gegenüber dem Spiel bei Lupo Martini Wolfsburg (2:2) schickte Trainer Daniel Jurgeleit eine auf nur zwei Positionen veränderte Startelf auf das Feld. Für Hendrik Ostermann und Tim Wulff begannen Kapitän Christian Jürgensen und Dominic Hartmann. In der Dreierkette vor Torhüter Florian Kirschke übernahm Christian Jürgensen neben Torge Paetow (rechts) und Finn Wirlmann (zentral) die Position hinten links. Das zentrale Mittelfeld mit Nedim Hasanbegovic und Jannick Ostermann wurde von Dominic Hartmann komplettiert. Dafür rutschte Gökay Isitan in die Spitze neben Nico Empen. Die Außenpositionen blieben mit Ilidio Pastor Santos (rechts) und Florian Meyer (links) erneut unverändert. Zunächst wurden positionsgetreu Jannis Pläschke für Ilidio Pastor Santos und Gary Noël für Gökay Isitan eingewechselt. Für den zuletzt oft verletzten Jannis Pläschke war es der erste Einsatz seit längerem. In der Schlussphase kam dann Marvin Ibekwe für Jannick Ostermann, wobei der Ex-Hildesheimer als dritter Stürmer in die Spitze ging. Neben Ersatztorhüter Raphael Straub blieben Kevin Njie, Patrick Thomsen und Tim Wulff auf der Bank. Im 18er Aufgebot des Spieltages fehlten die verletzten Jonas Walter (Muskelfaserriss in der Wade), Kevin Schulz (Innenbandriss) und Jannik Drews, der erkrankte Joël Keller sowie Hendrik Ostermann.

 

Das Spiel begann ohne großes Abtasten; sofort war Feuer in der Partie. Gleich zu Beginn setzte sich Nico Empen über rechts gegen Otte durch, legte zurück auf Dominic Hartmann, der zum links – allerdings knapp im Abseits – stehenden Gökay Isitan passte (2.). Da stand die Gästeabwehr das erste Mal vor Problemen. Bezwungen wurde sie durch Nedim Hasanbegovic, der freistehend mit dem Hinterkopf die Flanke von Torge Paetow von links ins obere Tordreieck verlängerte, nachdem dieser von Florian Meyer eingesetzt worden war (9.). Und Weiche blieb zunächst gut im Spiel. Dominic Hartmann setzte einen Flachschuss aus 18 Metern rechts am Pfosten vorbei (11.). Nachdem Jannick Ostermann auf links Gökay Isitan eingesetzt hatte und dieser flankte, schien das 2:0 fällig, doch der Kopfballaufsetzer des in der Anfangsphase enorm auffälligen Nico Empen zischte knapp am Kasten vorbei (15.). Der Ex-St.-Paulianer behauptete sich dann nochmals stark gegen Otte, lupfte auf Sturmpartner Gökay Isitan, aber der Ex-Lübecker scheiterte am herausgeeilten Hamburger Torhüter Heim (31.). Die beste Chance gab es jedoch im Doppelpack: Gökay Isitan war erfolgreich durch das Mittelfeld marschiert, hatte Dominic Hartmann eingesetzt, der an Heim scheiterte, bevor der Schlussmann des Kiezklubs auch den unmittelbar folgenden Schlenzer von Gökay Isitan von der linken Seite mit den Fingerspitzen noch um den Pfosten bog (37.). So blieb es bis dahin bei der knappen 1:0-Führung der Gastgeber, was auch daran lag, dass die Braun-Weißen ihre Chancen ebenso versiebten. Besonders über C. J. Conteh auf der linken Seite ging bei den Gästen einige Male die Post blitzschnell ab. Er scheiterte zunächst am Fünfmeterraum an SC-Torhüter Florian Kirschke, wobei die Hamburger ein erstes Mal heftig einen Strafstoß reklamierten (14.), was sich kurz darauf wiederholte, als C. J. Conteh wieder über links in den Strafraum eindrang und S. Conteh im Zentrum geblockt wurde (18.). Dann parierte Florian Kirschke einen Kopfball von Schneider nach einem Eckstoß klasse (26.). Beim Treffer von Schneider, technisch ansprechend mit einem Schuss aus der Drehung ins lange Eck veredelt, war zuvor bereits der Abseitspfiff ertönt (32.). Einen direkt getretenen Freistoß setzte Bektic links an der Mauer, aber ebenso am Kasten vorbei (34.). Und schließlich scheiterte Lee mit seinem Flachschuss am erneut großartig parierenden Florian Kirschke (38.). Angesichts der Chancendichte in diesem zumindest phasenweise gutklassigen Viertliga-Spiel war es beinahe grotesk, dass bis dahin nur ein Treffer gefallen war.

 

Doch das änderte sich noch vor dem Seitenwechsel. Wieder hatte Weiche die rechte Abwehrseite nicht zu, Ilidio Pastor Santos fällte diesmal C. J. Conteh im Strafraum (38.), vom Punkt traf Koglin zum verdienten Ausgleich (39.). Auf der Gegenseite hatte sich Nico Empen erneut gegen Otte durchgesetzt, den Kontakt von Schoppenhauer, mit dem der Weiche-Stürmer aus der Bahn geworfen wurde, wertete Schiedsrichter Daniel jedoch nicht als strafstoßwürdig (42.). Stattdessen hieß es plötzlich 1:2, und die Ernüchterung im Stadion war allenthalben spürbar. Bektic hatte sich gut im Mittelfeld behauptet und auf S. Conteh auf rechts durchgesteckt, dessen Pass in die Mitte Schneider nur noch ins Tor zu drücken brauchte – ein Spielzug wie aus dem Fußballlehrbuch zur Hamburger Pausenführung (45.).

 

Die zweite Halbzeit konnte mit den ereignisreichen ersten 45 Spielminuten zunächst nicht mithalten. Höhepunkte blieben erst einmal aus, wobei St. Paulis Nachwuchs das Geschehen kontrollierte, viel Ballbesitz hatte, aber auch selbst nicht mehr so zielstrebig nach vorn agierte. So dauerte es einige Zeit, ehe Weiche durch den gerade eingewechselten Gary Noël nach Vorarbeit von Nedim Hasanbegovic und Jannick Ostermann über halblinks – Torhüter Heim war zur Stelle (67.) – und durch Nedim Hasanbegovic, dessen flacher Nachschuss links das Tor verfehlte (68.), zu zwei halbwegs nennenswerten Möglichkeiten kam. Dann versäumten die Gäste den dritten Treffer, als sich S. Conteh über links durchsetzen konnte und nach innen passte, wo Schneider am Fünfmeterraum an Torhüter Florian Kirschke scheiterte (72.). Doch die vermeintliche Entscheidung sollte nur wenig später fallen. Torge Paetow hatte S. Conteh im Laufduell auf halbrechts touchiert, der Unparteiische nach Blickkontakt zum Assistenten an der Linie und mit Verzögerung auf den Punkt gezeigt, obgleich die Spuren auf dem tiefen Rasen zu belegen schienen, dass es den Kontakt außerhalb des Strafraumes gegeben hatte (76.). Die Flensburger Proteste, bei denen sich Kapitän Christian Jürgensen auch noch „Gelb“ abholte, nachdem zuvor schon Finn Wirlmann wegen eines Fouls an Schneider verwarnt worden war (53.), nützten nichts, Koglin verwandelte den Strafstoß sicher zum 1:3 (78.).

 

Kaum einer hätte zu jenem Zeitpunkt für möglich gehalten, dass Weiche dennoch punkten würde. Der clevere Schneider holte sich nach Foul an Nedim Hasanbegovic noch „Gelb“ ab (86.). Plötzlich hatte Christian Jürgensen den Ball halblinks im Strafraum vor die Füße bekommen und ins lange Eck zum 2:3-Anschluss versenkt (86.). Nun tobte das Manfred-Werner-Stadion, zumal der ehemalige Kiezkicker Nico Empen nach einer Flanke von Christian Jürgensen von links am zweiten Pfosten zur Stelle war und zum vielumjubelten Ausgleich traf (89.). In der knapp fünfminütigen Nachspielzeit, in der sich Gäste-Torwart Heim wegen Zeitspiels „Gelb“ abholte (90.+2), schnupperte Weiche sogar am Sieg, doch eine Eingabe verfehlte Freund und Feind, auch der Grätschschritt von Nico Empen kam zu spät (90.+3). So blieb es nach einer abwechslungsreichen Partie am Ende beim 3:3-Remis.

 

Die besten Noten auf Flensburger Seite konnten sich Nedim Hasanbegovic als Dauerläufer, Zweikämpfer und Torschütze sowie der Ex-St.-Paulianer Nico Empen als bissiger Stürmer verdienen. Zudem wirkte Christian Jürgensen als Antreiber, Vorbereiter und Torschütze wesentlich daran mit, dass Weiche nicht als Verlierer vom Platz ging. Auch Torhüter Florian Kirschke konnte sich auszeichnen. Bei den Gästen waren lange Zeit Lee hinter den Spitzen sowie die schnellen S. Conteh über rechts und vor allem C. J. Conteh über links die auffälligsten Akteure. Sie wurden durch den Zentrumsspieler Schneider in der Spitze bestens zu einem torgefährlichen Trio ergänzt.

 

Zum letzten Auswärtsspiel des Jahres reist unsere Mannschaft am kommenden Sonntag, 2. Dezember 2018, nach Hannover. Dort trifft sie ab 13 Uhr im neuen Nachwuchsleistungszentrum „96 – Das Stadion“ auf die U 23 des Bundesligisten Hannover 96. Nach gutem Start – u. a. einem 1:1-Remis bei uns in Flensburg – haben die Niedersachsen zuletzt nicht besonders überzeugen können und den Anschluss zum Verfolgerfeld von Spitzenreiter Wolfsburg II verloren. Im heimischen Stadion hat der Nachwuchs der 96er in dieser Spielzeit bereits drei Niederlagen hinnehmen müssen. Auffällig ist zudem, dass man als einzige Mannschaft schon drei Rote Karten kassiert hat. Nachdem es in der Vorsaison zwei torlose Remis zwischen beiden Kontrahenten gegeben hat, ließe sich ein Unentschieden auch diesmal tippen, zumal fünf der jüngsten sechs Duelle remis endeten. In Hannover gab es zuletzt zwei Unentschieden, davor am 12. September 2015 einen 2:1-Sieg von Weiche, den Torge Paetow (13.) und Tim Wulff (32.) – damals noch im Beekestadion des Stadtteils Ricklingen – herausgeschossen hatten.

 

Weiche: Kirschke – Paetow, Wirlmann (V), Jürgensen (Kap./V) – Pastor Santos (64. Pläschke), J. Ostermann (82. Ibekwe), Hasanbegovic (V), Hartmann (V), F. Meyer – Empen, Isitan (64. Noël).

 

Tore: 1:0 Hasanbegovic (9.), 1:1 Koglin (39., Strafstoß), 1:2 C. J. Conteh (45.), 1:3 Koglin (78., Strafstoß), 2:3 Jürgensen (86.), 3:3 Empen (89.).

 

Zuschauer: 721 im Manfred-Werner-Stadion, Flensburg-Weiche.

 

Schiedsrichter: Timo Daniel (SV Rot-Weiß Damme), ließ anfangs viele unsaubere Kopfballduelle durchgehen, wurde dann konsequenter, war sicherlich kein Heimschiedsrichter.

Die Trainerstimmen:

Der Trainer des FC St. Pauli II, Joachim Philipkowski, hatte ein intensives Spiel gesehen, bei dem seine Mannschaft durch den Kopfballgegentreffer zunächst böse erwischt wurde. Ab der 20. Minute sei man besser im Spiel gewesen. Zur Pause habe man verdient geführt, danach das Spiel kontrolliert und wenig zugelassen. Leider habe sich seine Mannschaft den 3:1-Vorsprung noch nehmen lassen, denn man habe den Sieg verdient gehabt. Das käme daher, dass man dann in der Schlussphase eben doch nicht mehr so vernünftig in die Zweikämpfe gegangen sei, was ein Gegner wie Weiche bestrafen würde. Hier müssten seine Jungs lernen. Angesichts des Spielverlaufs könne er mit dem Ergebnis eigentlich nicht leben.

Unser Trainer Daniel Jurgeleit wollte dem Gästetrainer zumindest zum Teil widersprechen. Nach dem Spielverlauf sei er zwar mit dem Unentschieden sehr zufrieden, aber dass der Gegner verdient in Führung gegangen sei, wollte er nicht unwidersprochen akzeptieren. „Wir haben die Chance zum 2:0“, hielt unser Übungsleiter dagegen. So kam es anders und seine Mannschaft musste erneut einen Gegentreffer in der 45. Minute wegstecken. Das habe seine Mannschaft aber gut getan, zumal der Elfmeter zum 1:3 keiner war. Dann zurückzukommen, sei unheimlich schwer. So sei man für das erneute Wegstecken belohnt worden. So wie das Spiel lief, sei er aber mit dem Ergebnis letztlich sehr zufrieden.

 

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