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Ehemalige Spieler der Regionalliga. Heute 1. und 2. Liga

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Jatta und Carstens schaffen den Durchbruch – Regionalligatalente in Liga 2

Willkommen zum zweiten Teil unserer kleinen Artikelserie! Heute beschäftigen wir uns mit den immerhin zwölf Spielern, die durch einen Wechsel im Sommer oder durch starke Leistungen für die Zweitvertretungen der Profiteams den Sprung in die zweite Liga geschafft haben.

Die größte Fraktion der Neu-Zweitligisten kommt von der Zweitvertretung des HSV. Mohamed Gouaida zum Beispiel wechselte nach einer starken Regionalligasaison mit jeweils neun Toren und Vorlagen im Sommer zum SV Sandhausen. Der Tunesier, der in seiner Premierensaison (2014/15) beim HSV immerhin elf Einsätze in der ersten Liga zu verzeichnen hatte, entschied sich wegen immer geringerer Einsatzzeiten bei den Profis für diesen Wechsel. Doch auch beim Tabellensechzehnten der zweiten Liga kommt er bisher nur auf drei Einsätze. Noch einen Einsatz weniger hat Young-Jae Seo vorzuweisen, der den HSV im Sommer in Richtung Duisburg verlassen hat. Der Koreaner feierte erst am letzten Hinrundenspieltag gegen seinen Ex-Verein sein Ligadebüt. Trotz der 1:2-Niederlage spielte der Linksverteidiger durchaus solide und wurde eine Woche später mit seinem zweiten Startelfeinsatz belohnt, der im Krisenduell gegen Dresden allerdings enttäuschend verlief (1:3).  Auch den Talenten, die beim HSV geblieben sind, fällt es schwer, in der Liga Fuß zu fassen. Der 23-jährige Matti Steinmann beispielsweise hatte sich über seine starken Leistungen im Aufstiegsrennen in der vergangenen Saison bereits für einige Erstligaeinsätze empfehlen können, findet sich aber seit seiner frühzeitigen Auswechslung beim 0:5 gegen Regensburg wieder in der Regionalligamannschaft wieder. Auch Jonas David hat durch die Verpflichtung von Leo Lacroix keinen Platz mehr in der ersten Mannschaft und muss sich nun zwei Ligen weiter unten beweisen. Josha Vagnomann hingegen scheint auch in der Rückrunde gute Aussichten auf Einsatzzeiten bei den Profis zu haben. Durch seine überzeugende Leistung im Regionalligaduell mit der Kieler Zweitvertretung (2:0) erkämpfte er sich Jokereinsätze in den letzten beiden Zweitligapartien vor der Winterpause. Auch Manuel Wintzheimer konnte sich über seine starken Leistungen in der Regionalliga für die Profimannschaft empfehlen und durfte bei der Derby-Niederlage gegen Kiel sein Zweitligadebüt feiern. Das einzige HSV-Talent, das bisher den Durchbruch bei den Profis geschafft hat, ist allerdings der 20-jährige Bakery Jatta. Bereits im letzten Jahr kam er auf zehn Kurzeinsätze in der Bundesliga, konnte aber nur in der Regionalliga (10 Spiele, 8 Tore) wirklich überzeugen. Durch sein Jokertor gegen Aue (3:1) sicherte er den Hamburgern drei wichtige Punkte im Aufstiegskampf und kam in den folgenden fünf Spielen jeweils von Beginn an zum Zug.

Auch bei der U23 des FC St. Pauli haben einige Spieler den Sprung geschafft. Ersin Zehir konnte bereits in der letzten Saison bei zwei Kurzeinsätzen Zweitligaluft schnuppern, nach einem starken Auftakt in die neue Regionalligasaison inklusive Elfmetertreffer im Heimspiel gegen Weiche beruft Marcus Kauczinski ihn nun aber Woche für Woche zum Profiteam. Mittlerweile stehen zehn Jokereinsätze in der Zweitligavita des Ex-Lübeckers. Noch einen Schritt weiter ist Innenverteidiger Florian Carstens, der immerhin schon dreimal in der Startelf stand und beim 2:0 gegen Fürth sogar seinen ersten Treffer in Liga 2 erzielte. Jan-Marc Schneider dürfte allerdings alles andere als zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf sein. Nachdem er im letzten Jahr noch fünfzehnmal für die erste Mannschaft auflief und sogar zweimal erfolgreich war, stehen nun erst zwei Einwechslungen zu Buche. Auch in der Regionalliga kommt er nicht an seine überragende Torquote aus der vergangenen Saison heran (10 Spiele, 9 Treffer).

Zwei weitere Talente, denen bald der Durchbruch im Profifußball gelingen könnte kommen aus Kiel. Noah Awuku, der in seinen 18 Regionalligaeinsätzen bereits an 9 Treffern beteiligt war sowie Mittelfeldspieler Philipp Sander wurden für ihre starken Hinrundenleistungen jeweils mit einer Einwechslung in den Topspielen gegen Köln und den HSV belohnt. 

Zwei Klassen übersprungen – (Ex-)Regionalligaspieler in der Bundesliga

Innerhalb von nur vier Jahren hat Hendrik Weydandt den Sprung von der sechsten Liga in die höchste Deutsche Spielklasse geschafft. Aber er ist nicht der einzige Bundesligaprofi, der in der vergangenen beziehungsweise der aktuellen Saison noch in der Regionalliga unterwegs war. Ein kurzer Überblick:

Der VfL Wolfsburg erlebt einen ungeahnten Höhenflug und auch Elvis Rexhbecaj hat daran seinen Anteil. Der 21-jährige fügt sich nahtlos in die Mannschaft ein und stand bereits deutschlandweit im Rampenlicht als Arjen Robben am 8. Spieltag nach Foul an Rexhbecaj vorzeitig zum Duschen geschickt wurde. Im letzten Jahr traf das Mittelfeldtalent in 24 Spielen neunmal für die U23 der Wolfsburger. Gian-Luca Itter konnte trotz vieler Verletzungen bereits in der vergangenen Saison Bundesligaerfahrungen sammeln und auch in dieser Hinrunde kam er bereits zweimal in der ersten Mannschaft zum Zug. Vorwiegend kommt der U-Nationalspieler aber in der Regionalliga zum Einsatz.

Auch bei Werder Bremen lassen sich gleich zwei aus der Regionalliga bekannte Gesichter wiederfinden. Luca Plogmann hielt in seinen bisher fünf Regionalligaspielen dreimal den Kasten sauber und stand nach der Verletzung von Jiri Pavlenka in Frankfurt schon am zweiten Spieltag plötzlich auf der ganz großen Bühne. Trotz des direkt auf seine Einwechslung folgenden Elfmetergegentores hinterließ das Torwarttalent einen soliden Eindruck. Mehr als solide präsentiert sich momentan der erst 18-jährige Amerikaner Joshua Sargent. Genau wie bei seinem Debüt in der Regionalliga traf Sargent auch im ersten Bundesligaspiel und sicherte Werder nach langer Negativserie den ersten Pflichtspielsieg seit dem 5:1 im Pokalspiel gegen Weiche. Auch im letzten Spiel vor der Winterpause traf der US-Amerikaner zum zwischenzeitlichen 2:2, das schlussendlich aber keine Punkte brachte. Dennoch sind die Trefferquoten in Bundesliga (3 Spiele, 2 Tore), Regionalliga (12,7) und auch im Nationalteam (6,2) durchaus ansehnlich.

Auch bei Hannover 96 sind gleich zwei (ehemalige) Regionalligaspieler untergekommen. Hendrik Weydandt sollte mit der Empfehlung von 15 Ligatreffern in Egestorf eigentlich die mit Aufstiegsambitionen angetretene U23 der Niedersachsen unterstützen, setzte sich aber durch seine starken Leistungen in der Vorbereitung in der Profimannschaft fest. Im Pokal unterstrich er mit zwei Jokertreffern gegen den KSC seine Qualitäten und erzielte zum Saisonauftakt das wichtige 1:0 gegen Werder. Auch gegen Schalke (1:3) war er nach Einwechslung erfolgreich und erzielte bei seinem Startelfdebüt am 14. Spieltag gegen Mainz erneut den Treffer zum 1:0. Neben Weydandt hat auch der erst 19-jährige Benjamin Hadzic den Sprung nach oben geschafft. Nach 15 Spielen und sieben Treffern für die U23 kam er in den Abstiegskrachern gegen Freiburg (1:1) und Düsseldorf (0:1) in den Schlussminuten zu Bundesligaehren.

Beim Tabellenletzten spielt mit Törles Knöll der erfolgreichste Torschütze der vergangenen Regionalligasaison. Nach zuletzt 21 Treffern für den HSV II stehen nach der aktuellen Hinserie allerdings nur je ein Tor und eine Vorlage zu Buche. Beide stammen aus seinem Kurzeinsatz im Heimspiel gegen Hannover (2:0), in denen er im Alleingang den ersten von bisher erst zwei Nürnberger Saisonsiegen sicherte. 

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