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18 Tore, 11 Vorlagen – so schlugen sich die Regionalligaabgänge in Liga 3

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Wir haben für euch ein paar Informationen zusammengestellt. Dieses Mal geht es um Spieler die aus der Regionalliga den Sprung in die 3. Liga geschafft haben.

Mit dem 1:1 zwischen Hoffenheim und Mainz hat sich nach den Regionalligen auch die letzte der drei Deutschen Profiligen in die Winterpause verabschiedet. Damit beginnt nun die große Zeit der Rückblicke. Heute beginnen wir deshalb eine dreiteilige Serie, in der wir uns mit den „Aufsteigern“ beschäftigen, die die Regionalliga Nord im vergangenen Sommer verlassen haben. Den Auftakt bilden die Profis, die bei Drittligisten untergekommen sind (darunter auch zwei alte Bekannte).  In den kommenden Wochen arbeiten wir uns dann über die 2.Liga bis ganz nach oben hoch, wo unter anderem der Ex- Egestorfer Hendrik Weydandt für Aufsehen sorgt. Viel Spaß beim Lesen!

Im April war Philipp Kühn noch der gefeierte Held bei Drochtersens Überraschungscoup im Landespokal-Halbfinale. Drei gehaltene Elfmeter beim 7:6 n.E. gegen den Drittligisten aus Osnabrück ebneten Drochtersen den Weg in den DFB-Pokal und ermöglichten Kühn den Sprung zum damaligen Gegner. Nach einer starken Regionalligasaison mit nur 28 Gegentoren in 30 Spielen thront Kühn deshalb nun mit dem VfL Osnabrück an der Tabellenspitze der dritten Liga. Selbst zum Einsatz kam er allerdings erst zweimal, beim Halleschen FC (1:1) und bei der bitteren Heimniederlage gegen den KSC (0:1). Im Landespokal hingegen ist er die Nummer 1 und hielt gegen den VfL Oldenburg (2:0) und in Rehden (5:0) die Null.

Beim direkten Verfolger aus Karlsruhe sind gleich zwei letztjährige Regionalligaakteure untergekommen. Kyoung-Rok Choi erzielte im vergangenen Jahr in 14 Spielen vier Treffer für die U23 des FC St. Pauli. In der laufenden Hinrunde hat der Koreaner erst vier Spiele verpasst und immerhin zwei Tore vorbereitet. Auch Justin Möbius wählte mit der Empfehlung von fünf Torbeteiligungen in 23 Spielen für den VfL Wolfsburg II den Weg zum KSC. Er wurde allerdings durch einen Muskelfaserriss und Gürtelrose mehrfach zurückgeworfen und kommt deshalb nur auf zwei Einsätze. Bei seinem Startelfdebüt sorgte er mit dem Treffer zum 1:3 gegen Lotte immerhin für Ergebniskosmetik.

Auch Maurice Litka (ehemals FC St. Pauli II) hat beim Tabellendritten aus Uerdingen immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Trotz Bänderriss, Kapselriss im Sprunggelenk und Beckenschiefstand stehen immerhin neun Einsätze zu Buche. Beim Auswärtssieg in Cottbus sorgte Litka nach seiner Einwechslung mit einer Vorlage und einem Traumtor zum 2:0 im Alleingang für die drei Punkte.

Beim offensivstarken Tabellensechsten aus Wiesbaden sind mit Kofi Kyereh und René Guder gleich zwei der besten Torschützen der vergangenen Saison zu finden. Kyereh erzielte zehn seiner elf Saisontore für den TSV Havelse in der vergangenen Rückrunde und setzt diesen beeindruckenden Trend nun auch in Liga drei fort. Nach seinem Dreierpack beim KSC (5:2) am 12. Spieltag setzte er sich mit neun Treffern sogar an die Spitze der Torjägerliste. Darauf folgte allerdings eine Negativserie von sechs Spielen ohne Tor, die erst im letzten Spiel vor Weihnachten wieder beendet werden konnte. Gemeinsam mit dem letztjährigen Torschützenkönig Manuel Schäffler bildet Kyereh damit eines der gefährlichsten Sturmduos der Liga. Für René Guder stellte das 2:1 gegen Aalen einen versöhnlichen Abschluss der Hinrunde dar; erstmals seit dem achten Spieltag lief er wieder von Beginn an auf. Insgesamt kommt der Ex-Flensburger auf zehn Einsätze und zwei Vorlagen. Beim 6:0 im Landespokal gegen Hessen Kassel erzielte er außerdem seinen ersten Pflichtspieltreffer für den ehemaligen Zweitligisten.

Anton Donkor kam im vergangenen Jahr zwar nur auf sechs Einsätze in der Regionalliga für Wolfsburg II, wagte aber trotz der geringen Spielpraxis den Sprung zu Hansa Rostock. Beim Achten der dritten Liga kommt der 21-jährige auf jeweils einen Treffer und eine Vorlage in seinen nur 135 Einsatzminuten. Zu den Kantersiegen im Landespokal (14:0, 14:0, 7:0) trug er immerhin vier Treffer bei.

Die Sportfreunde Lotte haben sich nach dem frühen Trainerwechsel zwar sportlich erholt und die Abstiegsränge verlassen, die Situation für die zahlreichen Neuzugänge hat sich damit aber kaum verbessert. Junior Ebot-Etchi, der in der vergangenen Saison in 31 Pflichtspielen seinen Beitrag zum Flensburger Double leistete, kam noch keine Minute zum Einsatz. Der Ex-Havelser Noah Plume, der 2017/18 als zentraler Mittelfeldspieler mit fünf Treffern auf sich aufmerksam machte, durfte in der Liga ebenfalls erst einmal ran. Auch die Einsatzzahlen anderer Neuzugänge wie Noah Awassi (2), Toni Stelzer (0), Dennis Rosin (2), Kevin Pytlik (0) und Danny Breitfelder (0) werfen Fragen in Bezug auf die Transferpolitik der Niedersachsen auf.

Deniz Undav hat den Sprung nach oben deutlich erfolgreicher gemeistert. In der vergangenen Saison erzielte er für Zwangsabsteiger Braunschweig II in nur 18 Einsätzen neun Treffer und bereitete vier weitere vor. Beim verrückten 3:5 der Braunschweiger im Manfred-Werner-Stadion traf er doppelt. Auch bei seinem neuen Verein, dem SV Meppen, fügt er sich bestens ein und ist mit seinen vier Ligatreffern hinter dem ehemaligen Zweitligatorschützenkönig Nick Proschwitz Zweiter in der internen Torjägerliste. Auch beim 4:1 gegen Jeddeloh im Landespokal war der 22-jährige erfolgreich.

Während Meppen sich mit dem 2:0 gegen Lotte noch auf den letzten Nicht-Abstiegsplatz hocharbeiten konnte, sieht die Lage in Aalen und Braunschweig noch deutlich bedrohlicher aus. Der Ex-Wolfsburger Marian Sarr hat sich in den letzten Wochen vor der Winterpause seinen Platz in der Innenverteidigung der Aalener zurückerkämpft, die seit nunmehr 10 Spielen auf einen Sieg warten. Braunschweig, die bereits acht Punkte vom rettenden Ufer entfernt sind, hat indes den Vertrag mit Ahmet Canbaz in gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst. Das Talent erzielte im vergangenen Jahr 12 Tore in 24 Spielen für die zweite Mannschaft der Braunschweiger, blieb jedoch in seinen fünf Drittligaeinsätzen wirkungslos und wurde zwischenzeitlich aus disziplinarischen Gründen sogar in die Oberligamannschaft versetzt. Nun hat sich Werder Bremen die Dienste des türkischen U21-Nationalspielers gesichert, der also zum Rückrundenauftakt wieder ins Manfred-Werner-Stadion zurückkehren wird.

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