SC Weiche Flensburg 08
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Zurück in der Erfolgsspur

  Spielinfo

SC Weiche Flensburg 08 – Hannoverscher SC 4:1 (1:0)

Der SC Weiche Flensburg 08 ist zurück in der Erfolgsspur. Nach den schmerzhaften Niederlagen im Pokal-Halbfinale in Todesfelde (0:1) und im Liga-Spitzenspiel in Wolfsburg (0:3) kam unsere Mannschaft am 19. Spieltag der Regionalliga Nord zu einem 4:1-Heimsieg gegen den Hannoverschen SC von 1893. Damit knüpfte Weiche an die vorherigen Heimsiege gegen Lüneburg (5:1) und den FC St. Pauli II (4:1) in der Liga sowie gegen Heide (5:0) im Pokal zumindest vom Ergebnis her nahtlos an. Die Partie am Sonnabendnachmittag vor 678 Zuschauern im verregneten Manfred-Werner-Stadion war für den favorisierten Gastgeber gegen das Tabellenschlusslicht alles andere als eine einfache Aufgabe. Der von rund zehn mitunter lautstarken Fans unterstützte Aufsteiger stellte sich wie schon beim Hinspiel, das unsere Mannschaft sehr mühevoll mit 1:0 hatte gewinnen können, als unbequemer Kontrahent vor, der sich erst in Unterzahl und nach 1:3-Rückstand geschlagen gab. Am Ende wurde es der siebente Heimsieg in Folge.

 

Trainer Daniel Jurgeleit änderte eine Woche nach der 0:3-Niederlage von Wolfsburg die Startelf zweimal. Der zuvor „gelb“-gesperrte Jovan Vidovic kehrte in die Anfangsformation zurück. Dafür musste Florian Meyer wieder auf die Bank weichen. Außerdem begann Marvin Ibekwe in der Spitze positionsgetreu für Casper Olesen, der ebenfalls auf der Bank Platz nehmen musste. Die Abwehr vor Torhüter Florian Kirschke formierte sich im 4-3-3-System mit Ilidio Pastor Santos (rechts), Jovan Vidovic, Angelos Argyris (beide zentral) und Christian Jürgensen. Wie zuletzt spielten Torge Paetow, Dominic Hartmann und Jonas Walter im Mittelfeld. Den Angriff bildeten Fabian Graudenz (rechts), Tim Wulff (zentral) und Marvin Ibekwe (links). Nach gut einer Stunde wurde positionsgetreu Jonas Andersen für Fabian Graudenz eingewechselt. Danach kam Finn Wirlmann für Ilidio Pastor Santos, wobei dafür Torge Paetow in die Abwehrkette wechselte. Schließlich ersetzte Julian Stöhr gut zehn Minuten vor Schluss Dominic Hartmann. Ersatztorhüter Raphael Straub, Ture Blaue, Florian Meyer, Tayfun Can und Casper Olesen komplettierten den 19er Kader des Spieltages. Nicht im Aufgebot standen die weiterhin noch nicht einsatzfähigen Nedim Hasanbegovic, Kevin Schulz, Gökay Isitan und Kevin Njie, die sich allesamt immerhin schon im Aufbautraining befinden, sowie Patrick Thomsen.

 

Wer einen von Beginn an dominant auftretenden Gastgeber erwartet hatte, musste sich wundern. Kaum 30 Sekunden waren vergangen, als der HSC mit einer Direktabnahme von Batbay, die Weiche-Torhüter Florian Kirschke sicher pflückte, zum ersten Abschluss kam (1.). Unsere Mannschaft fand hingegen nur schwer ins Spiel und hatte ihre erste flüssige Angriffsaktion über Dominic Hartmann und Marvin Ibekwe. Auf rechts kam der Ball zu Tim Wulff, dessen Flanke Fabian Graudenz auf halblinks direkt nahm. Der Volleyschuss verfehlte jedoch deutlich das Ziel (13.). Die Gäste blieben aufmüpfig und unbekümmert. Ein Freistoß von der Mittellinie erreichte in der Spitze Kiene, der die Kugel aber nicht richtig traf, sodass die gute Möglichkeit verpuffte (24.). Auf der Gegenseite landete ein Kopfball von Tim Wulff nach Freistoßeingabe von Fabian Graudenz in den Armen des abtauchenden Torhüters Wenzl (31.). Das war die zweite wenigstens halbwegs nennenswerte Angriffsaktion der Gastgeber, die sich auf dem vom Dauernieselregen aufgeweichten Geläuf enorm schwer mit dem sich nicht versteckenden Gegner taten. Den besseren Fußball boten in jener Phase jedenfalls die Niedersachsen, die mit einem tückischen Aufsetzer von Darwish an SC-Schlussmann Florian Kirschke scheiterten (32.). Schließlich ging unsere Mannschaft – zu jenem Zeitpunkt durchaus überraschend – doch in Führung. Bei einem Angriff über halbrechts rannten sich Marvin Ibekwe und sein Gegenspieler Vilches-Bermudez in Höhe des Strafraumes über den Haufen, der ballführende Tim Wulff hatte dadurch freie Bahn und schloss sicher ab (37.). Zu jenem Zeitpunkt hatte allerdings Schiedsrichter Pötter auf beiden Seiten schon für Aufsehen gesorgt. In einer zwar umkämpften, aber sicherlich nicht unfairen Partie hatte er zunächst Foulspiele von Torge Paetow (24.) und Ilidio Pastor Santos (28.) auf Flensburger sowie Lambach (an Jürgensen, 30.) auf Hannoveraner Seite jeweils mit „Gelb“ geahndet. Nun bekamen auch noch Tim Wulff hier (44.) und Darwish da (39.) den gelben Karton jeweils wegen Meckerns gezeigt.

 

In der zweiten Halbzeit schien Weiche schneller auf die Siegesstraße einzubiegen. Nachdem Marvin Ibekwe im Strafraum nach Vorarbeit von Torge Paetow und Tim Wulff gescheitert war (50.), köpfte Kapitän Christian Jürgensen einen von Jonas Walter von der rechten Seite getretenen Eckstoß relativ unbedrängt aus drei Metern zum 2:0 in die Maschen (51.). Sollte es jetzt einfacher werden? Die Hannoveraner schlugen zurück, als Darwish auf links flanken konnte. Den folgenden Kopfball konnte Torhüter Florian Kirschke an die Torlatte lenken, doch im Nachsetzen war Kiene im Spielergetümmel zur Stelle, drückte die Kugel zum Anschlusstreffer über die Linie (53.).

 

Die Begegnung wurde noch umkämpfter, und wieder rückte der Unparteiische in den Mittelpunkt. Erst bekam Bikmaz nach Foul an Tim Wulff „Gelb“ (57.), dann sah die Bank der Hannoveraner wegen allzu heftigen Reklamierens den gelben Karton (58.). Schließlich musste der spielerisch auffällige, jedoch bereits verwarnte Darwish nach einem Foul an Torge Paetow mit „Gelb-Rot“ vom Platz (60.). Kurz zuvor hatte Jovan Vidovic eine Unsicherheit der Flensburger Defensive in höchster Not ausgebügelt und dadurch einen Überzahlangriff verhindert (57.).

 

In Unterzahl versuchte der Neuling weiterhin, mutig nach vorn zu agieren, doch es fehlte nun jemand, der das Spiel des HSC ordnete. Nachdem Trainer Daniel Jurgeleit Finn Wirlmann gebracht und Torge Paetow nach hinten beordert hatte (68.), verpuffte die latente Gefahr, die vor allem vom Linksaußen Öney ausging. Jetzt spielte unsere Mannschaft die Partie clever zu Ende. Zunächst vergab noch Marvin Ibekwe eine aussichtsreiche Schussmöglichkeit, als er einen weiten Pass von Jonas Walter auf halbrechts gut mitnahm, den Abschluss jedoch deutlich rechts vorbeisetzte (69.). Dann aber besorgte Dominic Hartmann die Entscheidung. Torge Paetow war über rechts marschiert, hatte Marvin Ibekwe eingesetzt, der wiederum zu Dominic Hartmann passte. Und unsere Nummer 37 schlenzte die Kugel aus 15 Metern zum 3:1 ins linke obere Eck (73.). Auch der Treffer zum 4:1-Endstand wurde über rechts und Torge Paetow eingeleitet. Die Flanke von Jonas Andersen nahm Marvin Ibekwe im Zentrum direkt. Der Ball schlug nach dem Seitfallzieher aus acht Metern im HSC-Kasten ein (81.).

 

Bester Spieler auf dem Platz und herausragend speziell in den letzten 20 Minuten war Torge Paetow. Außerdem konnten sich bei unserer Mannschaft die Routiniers Christian Jürgensen, Tim Wulff und Jovan Vidovic gute Noten verdienen. Erfreulich war zudem die Bilanz von Marvin Ibekwe. Seinen Startelfeinsatz versüßte er sich mit einem Treffer, einer Torvorarbeit und einer weiteren Torbeteiligung, als er vor der Führung den Weg für Tim Wulff freimachte. Beim HSC fielen im Mittelfeld vor allem Bikmaz und der dann mit „Gelb-Rot“ vom Platz gestellte Darwish auf. Beide konnten dem Spiel der Gäste Struktur und Ordnung geben. Defensiv konnte Kleinert gefallen. Auffällig agierte auch Öney, der auf der linken Seite lange Zeit für Unruhe sorgen konnte.

 

Im nächsten Ligaspiel am kommenden Sonnabend, 23. November 2019, hat unsere Mannschaft erneut Heimrecht. Gast im Manfred-Werner-Stadion wird ab 13.30 Uhr der TSV Havelse sein. Mit dem Ex-Zweitligisten verbinden sich sehr angenehme Erinnerungen, gelang doch durch das 1:1-Remis im Garbsener Wilhelm-Langrehr-Stadion am 16. Mai 2018 der größte Erfolg in der (jüngeren) Flensburger Fußballgeschichte: die Meisterschaft in der Regionalliga Nord. Die Männer um den bereits neunfachen Saisontorschützen Yannik Jaeschke haben zuletzt Derby-Siege bei der 96-Zweiten (3:2) und beim HSC (2:1) feiern können. Diese positiven Ergebnisse tragen – neben dem 3:1-Heimerfolg nach 0:1-Rückstand gegen den VfB Lübeck vom 20. Oktober – wesentlich dazu bei, dass die Elf von Trainer Jan Zimmermann tabellarisch beruhigt eher nach oben schauen kann. Die Bilanz gegen Havelse ist trotz des 2:0-Auswärtssieges aus der Hinrunde, bei dem die Treffer von Patrick Thomsen (85.) und Tim Wulff (90.) für die späte Entscheidung sorgten, komplett ausgeglichen. In den bisherigen 15 Duellen gab es bei 20:20 Toren jeweils fünf Siege, Remis und Niederlagen. In der vergangenen Saison siegten die Garbsener an der Förde am 13. April 2019 mit 2:1. Es war der siebente Gastauftritt des TSV Havelse im Manfred-Werner-Stadion und der zweite Gäste-Sieg. Hoffen wir, dass unserer Mannschaft nun der dritte Heimsieg gegen Havelse gelingen wird.

 

Weiche: Kirschke – Pastor Santos (V/68. Wirlmann), Vidovic, Argyris, Jürgensen (Kap.) – Paetow (V), Hartmann (81. Stöhr), Walter – Graudenz (62. Andersen), Wulff (V), Ibekwe.

 

Tore: 1:0 Wulff (37.), 2:0 Jürgensen (51.), 2:1 Kiene (53.), 3:1 Hartmann (73.), 4:1 Ibekwe (81.).

 

Besonderes Vorkommnis: Darwish (HSC) sah in der 60. Minute nach einem Foul an Paetow die gelb-rote Karte; zuvor war er wegen Meckerns verwarnt worden (39.).

 

Zuschauer: 678 im Manfred-Werner-Stadion, Flensburg-Weiche.

 

Schiedsrichter: Florian Pötter (FC Voran Ohe/Hamburg-Aumühle), hatte es bei den rutschigen Bodenverhältnissen in der Zweikampfbewertung nicht einfach, gab achtmal „Gelb“ (3:5 aus Weiche-Sicht), einmal „Gelb-Rot“ für die Spieler und einmal „Gelb“ für die HSC-Bank (58.).

 

 

Die Trainerstimmen:

 

Der Trainer des HSC, Martin Polomka, richtete zunächst Glückwünsche an den Gastgeber, um dann voll des Lobes zu sagen: „Es hat hier sehr viel Spaß gemacht. Wir haben bei einer tollen Mannschaft ein sehr sehr gutes Auswärtsspiel gemacht.“ Man habe anhand der Effektivität gesehen, dass hier acht Jahre Regionalligaerfahrung gegen ein halbes Jahr Regionalliga gespielt hätten. Nach dem 0:2-Rückstand sei man mit sehr engagiertem Auftreten noch einmal herangekommen. Der Knackpunkt sei die gelb-rote Karte gewesen. Generell habe ihn die Art und Weise des Schiedsrichters gestört. Fußball sei ein Spiel der Emotionen, die hier unterdrückt werden sollten. Es sei ein „total faires Spiel von beiden Seiten“ gewesen, doch der Schiedsrichter versteckt sich hinter den gelben Karten. Das störe ihn. Abschließend fasste der Gäste-Verantwortliche nochmals und mit einem Augenzwinkern zur eigenen Tabellensituation zusammen: „Wir haben gegen eine tolle Mannschaft gespielt und kommen gerne im nächsten Jahr wieder hier her.“

 

Unser Trainer Daniel Jurgeleitbedankte sich für die Glückwünsche und gab Komplimente zurück: „Der HSC spielt einen ganz guten Ball. Das wussten wir.“ Bei Beobachtungen sei zu sehen gewesen, dass der HSC immer versuchen würde, Fußball zu spielen. Er sei mit dem Ergebnis zufrieden, nicht aber mit den ersten 20 Minuten, wo es nicht gelungen sei, das Spiel des Kontrahenten zu unterbinden. Mit dem 1:0 zur Halbzeit habe man ein gutes Ergebnis erreicht, doch es war zu wenig Bewegung im Spiel. Das wurde in der zweiten Halbzeit besser. Dabei kam das 2:0 seiner Mannschaft entgegen, aber man könne immer einen Gegentreffer bekommen. Die gelb-rote Karte war ein Vorteil, den die Mannschaft dann ausgenutzt habe.

 

 

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