SC Weiche Flensburg 08
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Weiche wie einst im Mai

  Spielinfo

Am fünften Spieltag der Regionalliga Nord hat der SC Weiche Flensburg 08 bei seinem dritten Auftritt in fremden Stadien seinen dritten Auswärtssieg eingefahren. Beim VfB Oldenburg gelang aufgrund einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit vor 1.359 Zuschauern ein letztlich verdienter 2:1-Sieg. Die etwa 25 Anhänger, die es wie Ex-Stürmer René Guder (jetzt SV Meppen) mit den Flensburgern hielten, fühlten sich an den vorherigen Auftritt im Stadion am Marschweg erinnert, als vor drei Monaten, am 19. Mai, nach einem 0:2-Pausenrückstand noch ein 4:3-Sieg gelungen war. Auch diesmal hatte unsere Mannschaft nach dem Seitenwechsel einiges gutzumachen. Bei wenig sommerlichem, anfangs noch etwas feuchtem Wetter hielten letztlich aber beide Serien. Im achten Gastspiel beim niedersächsischen Ex-Zweitligisten blieb Weiche bei nunmehr vier Siegen ungeschlagen, und in der laufenden Saison gab der SC auswärts noch keinen Punkt ab, wenngleich er den ersten Gegentreffer hinnehmen musste. Für Angelos Argyris war es die gelungene Rückkehr an die Stätte seines letztjährigen Wirkens.

 

Trainer Daniel Jurgeleit änderte die Anfangsformation gegenüber dem Spiel gegen Rehden (0:2) gleich viermal. Sowohl beide Außenbahnspieler als auch die Doppelspitze wurden getauscht, sodass für Ilidio Pastor Santos, Florian Meyer, Casper Olesen und Fabian Graudenz diesmal Kevin Njie, Julian Stöhr, Jonas Andersen und Tim Wulff von Beginn an aufliefen. In einem 3-5-2-System agierten Jovan Vidovic (rechts), Angelos Argyris (zentral) und Christian Jürgensen (links) in der Abwehrkette vor Torhüter Florian Kirschke. Das zentrale Mittelfeld besetzten wie zuletzt Torge Paetow, Patrick Thomsen und Dominic Hartmann. Auf den Außenbahnen begannen Kevin Njie (rechts) und Julian Stöhr (links). Die neue Doppelsturmspitze bildeten Jonas Andersen und Tim Wulff. Schon unmittelbar vor der Pause stellte der Trainer um, indem er Casper Olesen für Kevin Njie brachte. Zur zweiten Halbzeit wurde die rechte Seite mit Ilidio Pastor Santos, der für Julian Stöhr ins Spiel kam, neu besetzt. Zudem wurde in der Schlussphase Kevin Schulz eingewechselt. Ersatztorhüter Ingmar Struck, Ture Blaue, Florian Meyer, Tayfun Can und Fabian Graudenz komplettierten das 19er Spieltagsaufgebot. Wie zuletzt fehlten weiterhin die verletzten Nedim Hasanbegovic, Jonas Walter (beide Knie) und Marvin Ibekwe (Hüftbeuger). Außerdem waren Finn Wirlmann, der am Vortage beim 6:0-Heimsieg unserer Oberliga-Mannschaft gegen Preußen Reinfeld zum Einsatz gekommen war, Ersatztorhüter Raphael Straub und Gökay Isitan diesmal nicht im Kader.

 

Beide Mannschaften begannen äußerst verhalten, wobei Weiche mehr Ballbesitz hatte. Die erste Torannäherung kam durch eine Flanke von Temin von der linken Seite zustande, die SC-Torhüter Florian Kirschke jedoch wegfaustete (13.). Wenig später klingelte es aber schon. Steinwender lief unbehelligt von halbrechts durch das zentrale Mittelfeld, schüttelte noch zwei Flensburger ab und traf dann trocken zum 1:0 flach ins linke Eck (14.) – der erste Auswärtsgegentreffer in dieser Saison. Das erste zarte Angriffszeichen auf Seiten der Gäste setzte Jovan Vidovic per Kopf nach Einwurf von Torge Paetow. Die Kugel ging jedoch ins Seitenaus (16.). Nochmals einen Hauch von Torchance gab es, als Christian Jürgensen den Ball auf Jonas Andersen am Strafraum löffelte, dessen Verlängerung aber Tim Wulff nicht verarbeiten konnte (19.). Insgesamt wirkte das Flensburger Spiel zu fehlerbehaftet und ungenau.

 

Oldenburg versuchte, Ruhe in das ohnehin nicht allzu schnelle Spiel zu bringen, um dann überfallartig im Mittelfeld das Tempo anzuziehen. Das gelang den Gastgebern ganz gut. Volkmer lief durch das Mittelfeld, passte nach links zu Temin, der seinen Abschluss aber links am Kasten deutlich verzog (26.). Beide waren noch einmal Initiatoren einer Oldenburger Gelegenheit. Doch nach der Flanke von Volkmer auf die linke Seite fand Temin mit seinem Kopfball im Zentrum keinen Abnehmer (28.). Schließlich hatte Makangu über rechts eine richtig gute Möglichkeit, doch Florian Kirschke parierte den Schuss aus spitzem Winkel (34.). Auf der Gegenseite fand Weiche einfach keine Mittel. Zwar wurde die Kugel oft hoch in die gegnerische Hälfte gespielt, um die Stärken von Tim Wulff im Luftkampf zu nutzen, aber selten fanden die Aktionen dann eine sinnvolle Fortsetzung. Den ersten Torschuss verbuchte Julian Stöhr, dessen Ball von halblinks Torhüter Kisiel aber vor keine Probleme stellte (38.). Mehr Zug zum Tor brachte dann der gerade eingewechselte Casper Olesen, der aus 22 Metern abzog; abgefälscht flog die Kugel über das Gebälk (45.+1).

 

Die zweite Halbzeit begann gleich mit einem Paukenschlag. Manche Zuschauer hatten nach dem Pausen-Snack noch gar nicht ihren Platz eingenommen, da stand es nach nicht einmal 50 Sekunden bereits 1:1. Dominic Hartmann hatte Dampf gemacht und die Kugel in den VfB-Strafraum gebracht. Schließlich lag der Ball über Umwegen bei Torge Paetow, der sich um einen Gegenspieler schlängelte und das Streitobjekt aus Nahdistanz im Liegen über die Torlinie bugsierte (46.).

 

Danach sah man eine bessere Flensburger Mannschaft. Nach Vorarbeit von Casper Olesen und Christian Jürgensen köpfte Tim Wulff über den Kasten (56.). Wenig später war es Jovan Vidovic, dessen Kopfball nach Flanke von Casper Olesen das Tor jedoch deutlich verfehlte (62.). Die Oldenburger hielten dagegen und kamen ebenfalls zu Möglichkeiten. Ein langer Ball brachte Jovan Vidovic im Rückwärtslaufen in Schwierigkeiten, Temin köpfte aber von halbrechts am Tor vorbei (64.). Die einzige „echte“ VfB-Spitze Makangu kam dann gleich zu einer Doppelchance. Nach einer Flanke von links parierte SC-Torhüter Florian Kirschke prächtig, nach der folgenden Flanke von rechts zielte Makangu am Kasten vorbei (68.). Schließlich hatte der eingewechselte Erdogan aus zentraler Position eine exzellente Schussmöglichkeit, doch Florian Kirschke war erneut zur Stelle, brachte die Kugel im Nachfassen unter Kontrolle (71.).

 

Die Partie war offen und ging nun in ihre entscheidende Phase. Nachdem ein möglicher an Christian Jürgensen verwirkter Foulstrafstoß nicht gepfiffen worden war (67.), hieß es plötzlich dennoch 1:2 für die Gäste. Diesmal hatte Casper Olesen im Strafraum Torge Paetow eingesetzt, der auf den besser postierten Kevin Schulz passte, und dieser wiederum blieb beim Abschluss aus Nahdistanz eiskalt, bugsierte die Kugel ins Netz (79.).

 

Die Partie war gedreht, nun war der Gastgeber gefordert. Er warf auch alles nach vorn, doch außer einem Steckpass vom eingewechselten Jankovic, den Steinwender nicht erreichte (84.), ließ Weiche nichts mehr anbrennen. Hingegen prüfte auf der Gegenseite Torge Paetow mit einem Flachschuss noch einmal den VfB-Torhüter Kisiel (89.). Nach zwei Minuten Nachspielzeit war dann der dritte Auswärtssieg unter Dach und Fach gebracht.

 

Bei den Oldenburgern waren lange Zeit der dynamische Steinwender und der linke Außenbahnspieler Temin die auffälligsten Akteure. Zudem ragten Volkmer aus der Defensive und die Sturmspitze Makangu heraus. Bester Flensburger war der „Spieler des Spiels“ Torge Paetow, der einen Treffer erzielte und den anderen vorbereitete. Außerdem konnten sich bei unserer Mannschaft vor allem Kapitän Christian Jürgensen mit großer Laufarbeit auf der linken Seite, Angelos Argyris mit resoluter Abwehrarbeit und Tim Wulff mit enormer Zweikampfstärke besonders auszeichnen.

 

Weiter geht es bereits am kommenden Freitagabend, 23. August 2019, ab 18.15 Uhr, wenn unsere Mannschaft am 6. Spieltag die noch ungeschlagene U 21 des Hamburger SV an der Bredstedter Straße zu ihrem dritten Heimspiel empfangen wird. Spiele im Manfred-Werner-Stadion gegen die Talente des Hamburger Renommierklubs haben allerhöchsten Unterhaltungswert. Nach zwei heftigen Niederlagen in der Anfangszeit der Regionalliga-Ära – 0:5 und 2:6 in den Jahren 2012 und 2013 – hat Weiche zuletzt fünfmal in Folge die jungen Elbestädter geschlagen wieder auf die Heimreise geschickt: 2:1 (2014), 3:2 (2015), 5:3 (2017), 2:0 und 3:1 (jeweils 2018). In der Meistersaison waren 2.824 Fans am denkwürdigen 11. April 2018 dabei, und im Vorjahr drehten am 29. September 2018 Patrick Thomsen (48.), Kevin Schulz (80.) und Marvin Ibekwe (90., Strafstoß) den 0:1-Pausenrückstand noch zu einem 3:1-Sieg. Im Rückspiel siegten dann die Hamburger daheim mit 4:3. Das Offensivspektakel setzt die U 21 des HSV offenbar auch in der aktuellen Spielzeit unter dem neuen Trainer Hannes Drews fort. Die Heimspiele gewannen die Hamburger mit 5:0 gegen Heide und mit 6:1 gegen Holstein Kiel II, ehe nun ein 1:1-Remis gegen den Hannoverschen SC folgte. Auswärts gab es nach einer Aufholjagd ein bemerkenswertes 3:3-Remis beim Meister VfL Wolfsburg II, zu dem Torhüter Joshua Wehking den Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit beisteuerte. Der aus der eigenen U 19 hochgeholte finnische Stürmer Tobias Fagerström ist mit fünf Treffern trotz des Spiels Rückstand gegenüber der Konkurrenz – für das Derby beim FC St. Pauli II vom 2. Spieltag gibt es noch keinen Termin – Spitzenreiter der Torjägerliste.

 

Weiche: Kirschke – Vidovic, Argyris, Jürgensen (Kap.) – Njie (45. Olesen), Paetow (V), Thomsen, Hartmann, Stöhr (V/46. Pastor Santos) – Andersen (74. K. Schulz/V), Wulff.

 

Tore: 1:0 Steinwender (14.), 1:1 Paetow (46.), 1:2 K. Schulz (79.).

 

Zuschauer: 1.359, darunter etwa 25 Flensburger, im Stadion am Marschweg, Oldenburg.

 

Schiedsrichter: Jost Steenken (SV Vorwärts Nordhorn), gute Kommunikation mit den Spielern, von denen er fünf verwarnte (Rosin nach Rangelei mit Stöhr, 42.; Steinwender wegen Unsportlichkeit, 76./Stöhr nach Rangelei mit Rosin, 42.; Paetow nach Foul an Steinwender, 72.; K. Schulz nach Foul an Ndure, 80.).

 

 

Die Trainerstimmen:

 

Unser Trainer Daniel Jurgeleit bestätigte zunächst den Eindruck des Moderators, wonach die erste Halbzeit an Oldenburg, die zweite an Flensburg gegangen sei („Das haben Sie gut gesehen.“). Es gab zwei verschiedene Halbzeiten. Mit der ersten Halbzeit konnte unser Cheftrainer aufgrund der Unsicherheiten bei Ballbesitz nicht zufrieden sein. „Da hat man die Verunsicherung gespürt“, so Daniel Jurgeleit, der aber darauf hinwies, dass schon vor der Pause umgestellt wurde. „In der zweiten Halbzeit haben wir es wesentlich besser gemacht, sodass es insgesamt in Ordnung geht. Die erste Halbzeit war bescheiden, die zweite gut.“

 

Der VfB-Trainer Alexander Kiene richtete Glückwünsche an Weiche Flensburg aus, um dann anzufügen: „Jeder hat gesehen, dass wir es insbesondere in der ersten Halbzeit gut gemacht haben. Wir haben den Gegner zu Fehlern gezwungen und sind mit dem Tor von Pascal Steinwender belohnt worden. So lagen wir absolut verdient in Führung.“ Schon in der ersten Halbzeit habe man das zweite Tor machen müssen, so der Trainer weiter. Dann sei man kalt erwischt worden. Der Gegner habe seine Erfahrung und individuelle Qualität ausgenutzt. Danach habe man für etwa 15 Minuten den Zugriff verloren, jedoch wieder ins Spiel zurückgefunden. „Wir hatten selbst mehrfach die Chance, in Führung zu gehen“, meinte der Trainer weiter. „In einem so engen Spiel muss man das zweite Tor machen, aber die individuelle Qualität und Erfahrung des Gegners sorgte dann dafür, dass Weiche in Führung ging.“ Weiche habe die Erfahrung und Qualität ausgenutzt, sodass man über die Niederlage sehr, sehr unglücklich sei. Nun gelte es, sich auf den kommenden Donnerstag vorzubereiten, wenn es in der Liga gegen Rehden weitergehen wird.

 

 

Stimme des „Spielers des Spiels“:

 

Unser Kämpferherz Torge Paetow, der ein Tor selbst erzielte und das andere vorbereitete, zeigte sich unmittelbar nach Abpfiff sehr zufrieden: „Man hat uns in der ersten Halbzeit die Nervosität angemerkt. Wir haben aber in der zweiten Halbzeit alles rausgeholt und verdient gewonnen. Durch Kampf haben wir uns den Sieg erarbeitet.“

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