SC Weiche Flensburg 08
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  Spielinfo

Inter Türkspor Kiel – SC Weiche Flensburg 08 2:9 (1:4)

 

Das erste Testspiel in Vorbereitung auf die Restrunde in der Regionalliga Nord gewann der SC Weiche Flensburg 08 am Sonnabendnachmittag beim Oberligisten Inter Türkspor Kiel klar mit 9:2 (4:1) Toren. Die Kontrahenten boten auf dem Kunstrasen des Hans-Mohr-Sportplatzes in Kiel-Gaarden den rund 50 frierenden Zuschauern, darunter etwa 20 Flensburgern, ein munteres und unterhaltsames Spielchen mit zahlreichen Abschlüssen, bei dem es aufgrund der vielen Chancen noch torreicher hätte zugehen können. Bei nasskaltem Wetter zeigte sich unsere Mannschaft spiel- und torfreudig, in der Defensive allerdings auch zuweilen etwas zu sorglos.

 

Einen Tag nach seiner besiegelten Rückkehr vom SV Rödinghausen fehlte Nico Empen. Außerdem wurden Fabian Graudenz (nach leichter Trainingsverletzung), Florian Meyer und Jonas Walter noch geschont. Trainer Daniel Jurgeleit setzte ansonsten den kompletten Regionalliga-Kader ein und gab 20 Akteuren mindestens eine Halbzeit Spielpraxis. Nur Linksverteidiger Julian Stöhr und Offensivkraft Tayfun Can absolvierten die vollen 90 Minuten. Besonders durfte sich Nedim Hasanbegovic freuen, der nach achtmonatiger Verletzungspause seine erste Partie bestreiten konnte.

 

Unsere Mannschaft brauchte im Spiel keine lange Anlaufzeit, weil sie auf dem Kunstrasen sofort mit ordentlichem Tempo begann. Die ersten beiden Abschlüsse des überlegen auftretenden Favoriten lagen noch zu hoch: Sowohl der Distanzschuss von Tayfun Can (7.) als auch jener von Torge Paetow (10.) gingen über den Kasten. Dann traf Caspar Olesen aus Mittelstürmerposition und Nahdistanz zur Führung, nachdem Ilidio Pastor Santos den Ball von Rechtsaußen nach innen gegeben und sich der Däne im Zentrum durchgetankt hatte (12.). Zwar lupfte Casper Olesen wenig später die Kugel nach einem schönen Pass von Gökay Isitan am Kasten vorbei (16.), doch kurz darauf machte er es besser. Er tanzte Torhüter Hüsnü Özdemir aus und schob zum 0:2 ein (18.). Weiche schien Spaß am Spiel zu haben. Immer wieder wurde schnell umgeschalten und Bälle schön auf die Außen oder in die Tiefe gepasst. Als erneut Gökay Isitan geschickt auf Tayfun Can durchsteckte, war der Kieler Schlussmann aufmerksam zur Stelle (21.).

 

Der Oberliga-Vierzehnte, bis dahin offensiv gar nicht in Erscheinung getreten, konnte gleich seine erste Chance zum überraschenden Anschlusstreffer nutzen. Mikail Akgün dribbelte sich auf der linken Angriffsseite durch und schloss aus spitzem Winkel ab – der Ball schlug im hinteren oberen Dreieck zum 1:2 ein (22.). Unsere Mannschaft ließ sich davon aber nicht beeindrucken. Nach einem Treffer von Casper Olesen, der wegen einer Abseitsstellung nicht gegeben wurde (26.), erhöhte wieder der Däne nach einer Balleroberung von Patrick Thomsen auf 1:3 (29.). Weitere gute Möglichkeiten von Gökay Isitan nach Vorarbeit von Julian Stöhr (31.), Jovan Vidovic mit abgefälschtem Schuss von der Strafraumkante (32.), Torge Paetow erneut nach Vorarbeit von Julian Stöhr (Pfostentreffer, 41.) und nochmals Gökay Isitan nach Vorarbeit von Patrick Thomsen (45.) blieben ungenutzt, sodass es lediglich mit einem 1:4 in die Pause ging. Wieder schaltete Weiche schnell um, Gökay Isitan drückte die Vorarbeit von Casper Olesen, der nach drei eigenen Treffern nun über halblinks als Vorbereiter agierte, über die Linie (37.). Auf der Gegenseite hatten die Kieler über Christoph Schimming noch eine gute Aktion. Der Außenverteidiger jagte seinen Schuss von halblinks knapp über den Kasten von Raphael Straub (36.).

 

In der zweiten Halbzeit schien das Spiel unserer Mannschaft, die zur Pause neunmal getauscht hatte, etwas ins Stocken zu geraten. Zwar brachte Tim Wulff die Vorarbeit von Tayfun Can, der von Dominic Hartmann über links eingesetzt wurde, mit einem Spreizschritt aus zwei Metern zum fünften Gästetreffer unter (49.), aber die Zahl der Chancen und schönen Kombinationen nahm doch etwas ab. Sauber herausgespielt wurde das Tor zum 1:6-Zwischenstand. Wieder war Dominic Hartmann der Einfädler, der auf halblinks den schnellen Marvin Ibekwe vom Strafraumeck in die Tiefe schickte, der folgende Querpass setzte die komplette Abwehr matt, Tim Wulff konnte locker einschieben (63.). Es brannte erneut lichterloh im Kieler Strafraum, als Kevin Schulz über rechts Marvin Ibekwe schickte, dessen Rückpass Dominic Hartmann von der Strafraumgrenze aber vorbeisetzte (66.).

 

Die stets bemühten Gastgeber hatten sich zuvor mit einem direkten Freistoß, den Arian Jasari über den Kasten jagte (56.), zu Wort gemeldet. Und sie kamen jetzt zu ihrem zweiten Treffer. Über rechts konnte sich der zur Pause eingewechselte Kastriot Alija durchsetzen und aus spitzem Winkel abziehen. SC-Torhüter Florian Kirschke konnte den Ball nicht festhalten, Mittelstürmer Erdogan Cumur staubte aus zwei Metern zum 2:6-Zwischenstand ab (72.).

 

Doch Weiche gelang erneut schnell die Korrektur. Nach einem Foul von Tino Kern an Julian Stöhr halblinks im Strafraum verwandelte Marvin Ibekwe den fälligen Strafstoß sicher zum 2:7 (74.). Die letzten beiden Treffer blieben jedoch Tim Wulff vorbehalten, der damit insgesamt einen Viererpack schnürte. Erst nahm er technisch anspruchsvoll eine Flanke von Marvin Ibekwe, der zuvor von Kevin Njie eingesetzt worden war, von der rechten Seite im Strafraum auf halblinks mit der Brust herunter, um die Kugel dann gefühlvoll in den oberen Knick am zweiten Pfosten zu versenken (75.). Dann hatte er wenig Mühe, nach der Balleroberung von Dominic Hartmann im gegnerischen Strafraum das Streitobjekt ins leere Tor zu schubsen (84.). Weitere Möglichkeiten gab es reichlich, so von Dominic Hartmann (81.), Tayfun Can (81.) – beide Male war der Torhüter der Heimelf bei Schüssen auf der Hut –, Tim Wulff per Kopf (82.), Kevin Njie (83.) und Finn Wirlmann ebenfalls per Kopf nach Flanke von Tayfun Can (90.+1), die ihre Abschlüsse allesamt zu hoch ansetzten. Diese Chancen blieben ungenutzt, sodass es in einer an Höhepunkten und Torgelegenheiten reichhaltigen Partie nicht zum zehnten Flensburger Treffer reichte.

 

Aus unserer Mannschaft konnten sich die als klassische Mittelstürmer agierenden Casper Olesen (drei Treffer, eine Torvorlage) in der ersten und Tim Wulff (vier Treffer) in der zweiten Halbzeit viel Selbstvertrauen holen. Besonders auszeichnen konnten sich zudem beispielsweise Gökay Isitan (erste Halbzeit) und Kevin Njie (zweite Halbzeit). Ein Gewinner des Spiels war fraglos auch Nedim Hasanbegovic, der mit vielen Balleroberungen, großer Laufarbeit und seiner Aggressivität zeigte, dass er wieder auf dem Weg zu alter Stärke sein könnte. Bei den Gastgebern, die sich auf den Abstiegskampf in der Oberliga vorbereiten, hinterließen Linksverteidiger Christoph Schimming, Tino Kern aus dem defensiven Mittelfeld und – vor der Pause – Makail Akgün als Linksaußen den besten Eindruck.

 

Der nächste Test steht am kommenden Sonnabend, 1. Februar 2020, ab 13 Uhr an. Dann gastiert unsere Mannschaft beim dänischen Drittligisten Middelfart BK. Der Klub aus der 15.000 Einwohner zählenden und rund 115 km von Flensburg entfernten Gemeinde auf der Insel Fünen steht in der Gruppe 2 der Zweiten Division aktuell auf Platz 2.

 

Weiche in der 1. Halbzeit: Straub – Pastor Santos, Vidovic, Jürgensen (Kap.), Stöhr – Thomsen, Hasanbegovic, Paetow – Can, Olesen, Isitan.

 

Weiche in der 2. Halbzeit: Kirschke – Njie, Blaue, Argyris, Stöhr – K. Schulz, Hartmann (Kap.), Wirlmann – Ibekwe, Wulff, Can.

 

Tore: 0:1 Olesen (12.), 0:2 Olesen (18.), 1:2 Akgün (22.), 1:3 Olesen (29.), 1:4 Isitan (37.), 1:5 Wulff (49.), 1:6 Wulff (63.), 2:6 Cumur (72.), 2:7 Ibekwe (74., Strafstoß), 2:8 Wulff (75.), 2:9 Wulff (84.).

 

Schiedsrichter: Jannik Schneider (TSV Eintracht Eggebek), hatte in einem leicht zu leitenden Spiel alles im Griff.

 

Zuschauer: 53, darunter etwa 20 Flensburger, auf dem Hans-Mohr-Sportplatz (Kunstrasen), Kiel-Gaarden.

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