SC Weiche Flensburg 08
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Vier SC-Tore beim nächsten überzeugenden Heimsieg

  Spielinfo

SC Weiche Flensburg 08 – FC St. Pauli II 4:1 (3:1)

 

Der SC Weiche Flensburg 08 bleibt in Torlaune. Am vorletzten Hinrundenspieltag der Regionalliga Nord bezwang unsere Mannschaft am Sonnabendnachmittag die mit einigen Zweitliga-Profis verstärkte U 23 des FC St. Pauli überzeugend mit 4:1-Toren. Vor 814 Zuschauern legte Weiche bei typischem und sehr windigem Herbstwetter im Manfred-Werner-Stadion eine bärenstarke erste Halbzeit hin, die sich als Grundlage für das dritte aufeinanderfolgende Torfestival nach dem 5:1 gegen Lüneburg in der Liga und dem 5:0 gegen Heide im Pokal erwies. Vier verschiedene SC-Torschützen stehen für eine erneut schwer ausrechenbare Flensburger Offensive. Unsere Mannschaft blieb damit im sechsten Liga-Spiel in Folge – bei nur einem Remis – ungeschlagen, konnte nach zuletzt vier Unentschieden in den Duellen mit dem Nachwuchs des beliebten Hamburger Kiezklubs diesen nicht nur erstmals unter dem Namen des SC Weiche Flensburg 08 bezwingen, sondern im 15. Aufeinandertreffen mit dem FC St. Pauli II den bislang höchsten Sieg feiern. Unsere Mannschaft hat nach nunmehr 15 Ligaspielen der aktuellen Saison bereits mehr Punkte (32) eingefahren als sowohl in der Hinrunde (29) als auch der Rückrunde (30) der vergangenen Spielzeit. Die Gäste bleiben hingegen zwar fairste Mannschaft der Liga, aber auch im Abstiegskampf stecken und gegen Weiche weiterhin sieglos.

 

Wie zuletzt änderte Trainer Daniel Jurgeleit die Anfangsformation nur moderat. Den Ausfall von Finn Wirlmann, der sich gegen Heide eine Fußverletzung zugezogen hatte, kompensierte er durch Jonas Walter, der nach seiner langen Verletzungspause zu seinem Saisondebüt kam. Gegenüber dem Pokalspiel vor einer Woche gegen Heide (5:0) ersetzte außerdem Fabian Graudenz, der gegen seine Ex-Mannschaft in die Startelf rutschte, Jonas Andersen. In einem 4-3-3-System bildeten Kevin Njie (rechts), Jovan Vidovic, Angelos Argyris (beide zentral) und Ilidio Pastor Santos die Abwehr vor Torhüter Florian Kirschke. Das defensive Mittelfeld wurde von Jonas Walter bearbeitet. Davor spielten Torge Paetow und Dominic Hartmann. Fabian Graudenz (rechts), Tim Wulff (zentral) und Casper Olesen (links) agierten im Angriff. Eingewechselt wurden Jonas Andersen, Patrick Thomsen und Marvin Ibkewe. Ersatztorhüter Ingmar Struck, Ture Blaue, Julian Stöhr, Florian Meyer und Tayfun Can komplettierten den 19er Kader des Spieltages. Nicht im Aufgebot standen die langzeitverletzten Nedim Hasanbegovic und Kevin Schulz, die schon zuletzt angeschlagen fehlenden Christian Jürgensen (Leiste) und Gökay Isitan (Knie), der nun auch verletzte Finn Wirlmann sowie Raphael Straub.

 

Der jüngste 6:0-Heimsieg der U 23 des FC St. Pauli im Kellerduell gegen den Hannoverschen SC, bei dem mehrere Spieler des Profi-Kaders der Braun-Weißen mitgewirkt hatten, zeigte Wirkung. Unsere Mannschaft war damit ausreichend gewarnt und zugleich ein wenig ungewiss, was für ein Kontrahent da auf sie warten würde. Und tatsächlich trat dann der Gegner mit einem nominell hochkarätigen Kader an. Dennoch presste unsere Mannschaft gerade am Beginn früh. Nach dem ersten Abschluss von Dominic Hartmann (3.) und jenem von Fabian Graudenz (5.) war Angelos Argyris, der einen zweiten Ball nach einem Eckstoß aus 12 Metern ebenso wie seine Vorgänger über die Latte setzte (7.), dem Führungstreffer schon recht nahe. Dann aber sorgten die Gäste für zwei Achtungszeichen. Erst scheiterte der baumlange Mittelstürmer Veerman, der einen Ball von Lee direkt nahm, an der Flugparade von Florian Kirschke, der mit Fußabwehr auch beim Nachschuss von Meißner zur Stelle war (10.). Dann schoss Veerman nach einer Eingabe von links die Kugel mit links relativ unbedrängt am Tor vorbei (11.). Die Partie blieb hochinteressant und unterhaltsam. Einen Pass des Hamburger Torhüters Schmidt, der wohl Ziereis in zentraler Position hätte erreichen sollen, fing der wache Fabian Graudenz ab, der seine Chance dann mit sicherem Abschluss aus 17 Metern zum 1:0 nutzte (12.).

 

Nach diesem intensiven Start blieb die Partie rasant. Einen langen Pass von Senger aus der eigenen Hamburger Hälfte konnte sich Viet auf halbrechts erlaufen, doch der Abschluss verfehlte das Ziel am langen Pfosten deutlich (17.). Auf der Gegenseite rutschte Fabian Graudenz im Strafraum in aussichtsreicher Position weg (21.), dann prüfte Casper Olesen nach kurzem Dribbling von halblinks nach innen mit seinem Abschluss den Hamburger Torhüter Schmidt, der die Kugel prallen lassen musste (22.). Nur Sekunden später stand es dennoch 2:0. Den folgenden weiten Einwurf von Torge Paetow verpassten im Zentrum alle, dahinter stand Angelos Argyris, der das aufsetzende Kunststoffleder aus Nahdistanz per Dropkick in die Maschen versenkte (22.).

 

Weiche hatte das Spiel im Griff. In typischer Manier erkämpfte sich Torge Paetow auf links einen Ball, mit dem Schuss scheiterte Dominic Hartmann aus spitzem Winkel am Gäste-Schlussmann Schmidt (25.). Dann gelang Jonas Walter gut 25 Meter vor dem Tor die Balleroberung. Fabian Graudenz dribbelte von rechts und überließ die Kugel Casper Olesen, der von links kam und aus 17 Metern zum 3:0 traf (38.). Kurz vor der Pause dämpfte allerdings der erste Gästetreffer die Stimmung, als Bednarczyk die Kopfballverlängerung von Veermann veredelte, indem er frei vor SC-Torhüter Florian Kirschke auftauchte und diesen überwand (44.). Mit dem Halbzeitpfiff prüfte Casper Olesen auf der Gegenseite noch einmal Schmidt nach einem Eckstoß mit einem Schuss von halblinks aus 13 Metern (45.+1). So ging es mit einer 3:1-Führung der Fördestädter in die Pause.

 

Zu den zweiten 45 Minuten nahmen die Braun-Weißen gleich zwei Wechsel vor. Mit Münzner und Stark, die Meißner und Viet ersetzten, kam deutlich mehr Zug in die Aktionen der Gäste, bei denen sich Benatelli zunehmend zum Spielmacher aufschwang. Unsere Mannschaft stand nun eher abwartend in ihrer Hälfte und bekam auch zweite Bälle nicht mehr so oft in ihren Besitz. Die Elf des Kiezklubs kam jedoch trotz optischer Überlegenheit kaum zu Torchancen. Veerman köpfte eine Flanke von der rechten Seite über den Kasten (50.), mit vereinten Kräften entschärfte Weiche eine gute Möglichkeit im Flensburger Strafraum, nachdem sich Stark auf links durchgesetzt hatte (55.). Auf der Gegenseite prüfte Casper Olesen mit einem direkt getretenen Freistoß vom linken Strafraumeck Torhüter Schmidt, der die Kugel über die Latte lenkte (53.). Die Entscheidung fiel, als Ilidio Pastor Santos an der linken Außenlinie ein Fehlabspiel der Gäste provozierte. Von Dominic Hartmann kam die Kugel in die Spitze zu Fabian Graudenz, der sich auf der linken Seite behauptete und nach einem Haken den Ball mit links exzellent auf die rechte Seite brachte, wo Torge Paetow auftauchte. Der Nordfriese nahm das aufsetzende Streitobjekt mit und blieb im Abschluss cool, vollendete vor dem grätschend zu spät kommenden Kuyucu in die lange Ecke zum 4:1 (67.).

 

In der Schlussphase brachte unsere Mannschaft den Sieg sicher nach Hause. Zwar konnte der Nachwuchs des FC St. Pauli seine individuelle Klasse hier und da nach wie vor andeuten, aber in Gefahr geriet der Sieg der Fördestädter nicht mehr, zumal man zunehmend den Eindruck erhielt, als würden die Gäste maximal noch Ergebniskosmetik erreichen. Einen möglichen Strafstoß, als Benatelli im Flensburger Strafraum auf Angelos Argyris „aufbockte“, gab es nicht (71.). Und als Stark nach Vorarbeit von Veermann in eine gute Schussposition kam, konnte SC-Schlussmann Florian Kirschke den Flachschuss aus 13 Metern, halblinks, sicher parieren (89.). Nachdem Marvin Ibekwe den Abschlag von Florian Kirschke mit dem Kopf verlängert hatte (90.), verzog Dominic Hartmann auf der Gegenseite aus 16 Metern, sodass die Partie mit dem 4:1 endete.

 

Aus unserer Mannschaft konnten sich Torge Paetow mit einer überragenden Partie sowohl defensiv als auch offensiv und Fabian Graudenz, der seinen ersten Punktspieltreffer für Weiche erzielte, zwei weitere Tore vorbereitete und nur schwer vom Ball zu trennen war, die besten Noten verdienen. Aus einer insgesamt starken Mannschaft ist genauso Saisondebütant Jonas Walter hervorzuheben, der nach monatelanger Pause sofort da und vor allem in der ersten Halbzeit sehr präsent war, ehe bei ihm die Kräfte etwas nachließen. Zudem bestätigten Spieler wie Angelos Argyris, Dominic Hartmann und Casper Olesen ihre sehr guten Leistungen aus den vergangenen Wochen. Beim FC St. Pauli II fielen Benatelli im zentralen Mittelfeld mit nach dem Seitenwechsel erkennbar werdenden Spielmacherqualitäten, Zehir mit gleichfalls vorhandener individueller Klasse sowie der eingewechselte Linksaußen Stark auf. Die nicht allzu häufigen Aktionen von Mittelstürmer Veerman bedeuteten ebenfalls immer wieder Gefahr.

 

Bevor unsere Mannschaft am kommenden Sonntag, 3. November 2019, in der Regionalliga am letzten Hinrundenspieltag zur KSV Holstein II in die Landeshauptstadt reisen muss, steht am Reformationsfeiertag zunächst noch das Landespokalhalbfinale auf dem Programm. Dazu gastiert Weiche am Donnerstag, 31. Oktober 2019, ab 13.30 Uhr beim SV Todesfelde. In der Oberliga mischt „Tofe“ mal wieder – wie in den vergangenen Jahren – oben mit. Nach fast absolvierter Hinrunde hat man erst zweimal verloren und daheim nach sechs Spielen sogar eine makellose Bilanz. Auch bei den Torjägern scheint es fast wie immer: Morten Liebert, der zentrale Angreifer, steht bereits bei acht Saisontoren. Im SHFV-LOTTO-Landespokalwettbewerb musste Todesfelde bislang zweimal auswärts antreten, jeweils im Juli vor dem eigentlichen Saisonstart. Beim Verbandsligisten ASV Dersau kam man erst nach Elfmeterschießen (5:3) weiter, im Viertelfinale gab es einen 5:1-Sieg beim Landesligisten TSV Nordmark Satrup. Die Paarung Todesfelde gegen Weiche gab es zuletzt im Halbfinale vor genau zwei Jahren. Damals gewann unsere Mannschaft auf dem Weg zum Pokalsieg (im Finale 3:0 gegen Husum) am 31. Oktober 2017 im Joda-Sportpark der Gemeinde nahe Bad Segeberg vor 600 Zuschauern mit 4:0. Keine Frage – im Jahre 2019 wird der Gastgeber alles daran setzen, um selbst das Endspiel zu erreichen.

 

Weiche: Kirschke – Njie, Vidovic (V), Argyris, Pastor Santos – Walter (64. Thomsen) – Paetow (Kap.), Hartmann – Graudenz (85. Ibekwe), Wulff (61. Andersen), Olesen.

 

Tore: 1:0 Graudenz (12.), 2:0 Argyris (22.), 3:0 Olesen (38.), 3:1 Bednarczyk (44.), 4:1 Paetow (67.).

 

Zuschauer: 814 im Manfred-Werner-Stadion, Flensburg-Weiche.

 

Schiedsrichter: Rene-Alexander Rose (TSG Bad Harzburg/Wolfenbüttel), eine wohltuend unaufgeregte Spielleitung, bei der er jeweils einmal wegen Haltens (Vidovic gegen Münzner, 56./Stark gegen Graudenz, 74.) sowie ein weiteres Mal für die Gäste (Senger nach Foul an Andersen mit weitreichender Vorteilsauslegung, 67.) „Gelb“ zeigte.

 

 

Die Trainerstimmen:

 

Der Trainer des FC St. Pauli II, Joachim Philipkowski, leitete damit ein, dass die Niederlage hochverdient sei. So mache man Fehler wie beim 0:1, und auch beim Standard zum 0:2 habe man nicht gut ausgesehen. Mit zwei Ausnahmen habe man hingegen in der ersten Halbzeit nach vorn nicht stattgefunden, sodass es zur Pause eine hochverdiente Führung für Flensburg gewesen sei. In der zweiten Halbzeit habe man viel Ballbesitz gehabt, jedoch nicht zielstrebig agiert. Man sei offensiv zu harmlos gewesen, wobei man heute auch gegen die beste Abwehr der Liga gespielt habe. Nun müsse man sich schnell auf das kommende Spiel konzentrieren, denn schon am Dienstag steht das Derby gegen die U 21 des HSV an. Er wünschte abschließend Weiche alles Gute und hoffte, dass es bis zum Schluss der Saison spannend bleiben möge.

 

Unser Trainer Daniel Jurgeleit nahm zunächst die Glückwünsche an, um hinzuzufügen: „Wir haben heute ein sehr ordentliches Spiel gemacht.“ Man würde nie wissen, wer bei einer U-23-Mannschaft alles dabei ist. Doch man habe es fußballerisch gut gemacht und eine ganz hervorragende erste Halbzeit gespielt, deren Wermutstropfen der Anschlusstreffer gewesen sei. In der zweiten Halbzeit habe man eine kurze Phase von 15 oder 20 Minuten gehabt, in denen man nicht ganz so befreit aufgespielt habe. Die Wechsel hätten geklappt und ihre erhoffte Wirkung erzielt, sodass Weiche wieder die Kontrolle habe übernehmen und das 4:1 erzielen können. Daher sei er sehr zufrieden. Angesprochen auf den vielleicht etwas überraschenden Startelfeinsatz von Jonas Walter meinte unser Trainer, dass er ein hervorragender Fußballer mit hoher Qualität sei. Es sei klar gewesen, dass er sein erstes Spiel nach so langer Pause nicht durchstehen kann, aber er habe ein richtig gutes Spiel gemacht. Ergänzend hob Daniel Jurgeleit auch Fabian Graudenz hervor. Er habe gegen seinen Ex-Verein „sein bestes Spiel für uns gemacht“.

 

 

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