SC Weiche Flensburg 08
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Verdientes Remis beim Spitzenreiter

  Spielinfo

Am 27. Spieltag der Regionalliga Nord kam der SC Weiche Flensburg 08 beim Spitzenreiter VfL Wolfsburg II zu einem verdienten 1:1-Remis. Der amtierende Meister sorgte dafür, dass sein möglicher Nachfolger nach der 0:1-Niederlage in der Vorwoche in Drochtersen erneut Punkte liegen lassen musste. Der Titelkampf könnte nun noch einmal etwas spannender werden, wobei ausgerechnet unser Landesrivale VfB Lübeck Nutznießer der Wolfsburger Patzer werden könnte. Bei zwar trockenem, aber auch frischem Frühlingswetter sahen 345 Zuschauer, darunter etwa 15 Flensburger, im AOK-Stadion der Autostadt unter Flutlicht (wohl dem, der solches hat!) eine Partie mit eher wenigen Strafraumszenen und dafür viel Farbe. Neben fünfmal "Gelb" für die Jungwölfe kassierten sie in der zwar umkämpften, aber dennoch fairen Partie noch einmal "Rot", weil Robin Ziegele an der Mittellinie mit gestrecktem Bein in Gökay Isitan rauschte (80.). Auf Flensburger Seite gab es zweimal "Gelb". Unsere Mannschaft war in der Schlussphase in Überzahl näher am Sieg, konnte den Heimnimbus der Niedersachsen, die auch ihr 14. Spiel auf eigenem Platz nicht verloren, jedoch nicht brechen, blieb allerdings immerhin schon zum dritten Mal in Folge im AOK-Stadion (2:2, 2:1, nun 1:1) und im vierten Regionalligaspiel hintereinander ungeschlagen.

Im Vergleich zur Vorwoche, als gegen Holstein Kiel II ein 2:1-Sieg gelang, tauschte Trainer Daniel Jurgeleit in der Anfangsformation das Personal dreimal. Florian Kirschke stand nach zwei Spielen Pause für Raphael Straub wieder im Tor. Außerdem liefen Nedim Hasanbegovic und Ilidio Pastor Santos für Leon Pascal Kroiß und Tim Wulff von Beginn an auf. Die Abwehrkette vor Torhüter Florian Kirschke bildeten Patrick Thomsen (rechts), Jonas Walter (zentral) und Kevin Njie (links), wobei es Patrick Thomsen dann mit dem etwas bulligeren Kramer und Kevin Njie mit dem wendigeren Hanslik zu tun bekam. Auf den Außenbahnen spielten Torge Paetow (rechts) und Ilidio Pastor Santos (links). In der Mittelfeldzentrale erhielten Nedim Hasanbegovic, Jannick Ostermann und Dominic Hartmann das Vertrauen. Neben Nico Empen rückte Gökay Isitan in den Angriff. Eingewechselt wurden Marvin Ibekwe, der dann im Tausch mit Torge Paetow auf die rechte Bahn ging, Florian Meyer und Tim Wulff. Außerdem waren Torhüter Raphael Straub, Leon Pascal Kroiß, Jannik Drews sowie Kevin Schulz im Spieltagskader. Neben dem langzeitverletzten Finn Wirlmann und den noch immer erkrankt fehlenden Christian Jürgensen und Hendrik Ostermann waren auch der leicht angeschlagene Ex-Wolfsburger Jannis Pläschke sowie Joël Keller und Gary Noël nicht im Aufgebot.

Auf Wolfsburger Seite fehlte nicht nur der angeschlagene Kapitän Klamt. Länderspielabstellungen sorgten dafür, dass mit Davide Itter, Gian-Luca Itter (beide deutsche U 20), Murat Saglam (türkische U 21) und Omar Marmoush (ägyptische Olympiaauswahl) weiteres Personal nicht verfügbar war.

In der Partie schienen beide Mannschaften vor allem auf Fehler des Kontrahenten zu lauern. Der Respekt vor dem jeweiligen Gegner war offensichtlich groß. Unsere Mannschaft hatte sich mit einer "flachen" Fünfer-Mittelfeldreihe positioniert, mit der die Außenbahnen - wie auch das Zentrum - für die Gastgeber verstellt wurden. Die erste zarte Torannäherung gab es im Wolfsburger Strafraum, als Dominic Hartmann über links eindrang, Nico Empen im Zentrum aber etwas zu rustikal in einen Zweikampf ging (5.). Auch die erste Parade gab es vor dem Wölfe-Tor. Schlussmann Menzel parierte aber den Abschluss von Gökay Isitan aus spitzem Winkel, nachdem sich zuvor Jannick Ostermann durchgetankt hatte (24.). Unsere Mannschaft agierte taktisch sehr diszipliniert, stellte Passwege immer wieder geschickt zu und spielte auch durchaus gefällig nach vorn. Nachdem sich Torge Paetow auf rechts gegen Stach behauptet hatte, wurde schließlich Nedim Hasanbegovic im Strafraum von Franke ungeschickt von den Beinen geholt (27.). Den fälligen Strafstoß verwandelte Dominic Hartmann sicher unten rechts zum nicht unverdienten 0:1 (28.).

Die jungen Wölfe waren sichtlich gereizt und angefressen. Nachdem schon Stach für ein Foul an Torge Paetow "Gelb" gesehen hatte (22.), erwischte es nun erst Franke (29.), dann Rizzi (45.) jeweils wegen Meckerns. Beinahe wäre es zudem mit einem 0:2-Rückstand aus Sicht des Tabellenführers in die Pause gegangen, doch der satte Schuss von Gökay Isitan aus 18 Metern klatschte an den linken Pfosten, nachdem Nico Empen die Kugel in der Sturmspitze abgelegt hatte (37.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff meldete sich auch der Gastgeber erstmals offensiv zu Wort. Der Schuss von Hanslik aus 17 Metern verfehlte jedoch ebenso den Flensburger Kasten (41.) wie der Kopfball von Ziegele nach Eckstoß von Rizzi (43.). Unsere Mannschaft hatte sich in den letzten Minuten vor der Pause vielleicht etwas zu tief gestellt und so die erste kleinere Druckphase des Titelanwärters zugelassen. Dennoch hallten in der Schlussphase der ersten Halbzeit zufriedene Flensburger Fansprechchöre deutlich hörbar durch die schmucke grün-weiße Arena.

Wie gefährlich die Wolfsburger Mannschaft sein kann, zeigte sich gleich zu Beginn der zweiten 45 Minuten. Zwar bereitete der Flachschuss von Justvan unserem Torhüter Florian Kirschke noch keine Probleme (47.), aber nur wenig später hatte die Elf von Trainer Rüdiger Ziehl zum 1:1 ausgeglichen. Kramer, der mit Hanslik ebenso die Seite getauscht hatte wie deren Widersacher Patrick Thomsen und Kevin Njie, hatte sich auf halbrechts mit Patrick Thomsen duelliert, irgendwie aber doch abgeschlossen, der Ball wurde abgefälscht und landete über Umwege bei Stach, der im Zentrum am schnellsten reagierte (49.).

Doch in der Folge blieb unsere Mannschaft abgeklärt. Zwar hatte der Gastgeber phasenweise mehr Ballbesitz und Weiche ließ sich zurückdrängen, brachte zudem zwischenzeitlich kaum Entlastung zustande, aber der Meisterschaftsaspirant konnte sich keine echte Chancen erspielen. Weiche musste allerdings stets auf der Hut sein. So konnte Patrick Thomsen einen vielversprechenden Konter der Gastgeber gerade noch unterbinden (63.). Als Hanslik mal zum Abschluss kam, wurde dieser erfolgreich geblockt, sodass Torhüter Florian Kirschke aufnehmen konnte (72.). Außerdem blieb nur noch ein satter Schuss von Rizzi notierenswert, der aber den Kasten verfehlte (86.). Zu jener Zeit waren die Grün-Weißen nach der Roten Karte gegen den an der Mittellinie gegen Gökay Isitan hart einsteigenden Ziegele allerdings schon in Unterzahl (80.).

Auf Flensburger Seite wurde in den zweiten 45 Minuten ebenfalls kein Offensivfeuerwerk abgebrannt. Eine Flanke von Ilidio Pastor Santos von der linken Seite verfehlte Jannick Ostermann am zweiten Pfosten nur knapp (56.), und nach dem vierten Eckstoß jagte Kevin Njie den "zweiten Ball" aus gut 25 Metern vorbei (73.). Am Ende bestätigte auch der 5:5-Eckenstand, dass sich keine Mannschaft gravierende Vorteile erspielen konnte. Unsere Elf hatte in Überzahl in den letzten zehn Minuten mehr vom Spiel und war dem Sieg etwas näher, aber es fehlte an Präsenz im Strafraum, sodass es beim leistungsgerechten 1:1-Remis blieb.

Die Wolfsburger hatten in Kapitän Rizzi und Stach ihre auffälligsten Akteure. Bei unserer Mannschaft konnten sich Jonas Walter, Torge Paetow und Gökay Isitan die besten Noten verdienen. Positiv sei zudem die gute Partie von Patrick Thomsen hervorgehoben.

Zum Auftakt des 28. Spieltags wird unsere Mannschaft den FC Eintracht Norderstedt empfangen. Die Partie im Manfred-Werner-Stadion wird am kommenden Freitag, 29. März 2019, bereits um 16.30 Uhr angepfiffen. Damit wird Tayfun Can nach seinem Wechsel im vergangenen Sommer zur Eintracht erstmals an die Bredstedter Straße zurückkehren. Die tief im Abstiegskampf steckenden Gäste werden sich in diesem Landesderby nach Kräften wehren, um mit Punkten die Heimreise auf der A 7 antreten zu können. Nach einem Doppelpack von Marvin Ibekwe (26., 50.) gelang es im Hinspiel der Mannschaft von Trainer Dirk Heyne, einen 0:2-Rückstand wettzumachen. Facklam (57.) und der inzwischen via Paderborn (2. Liga) nach Lotte (3. Liga) abgewanderte Drinkuth (86.) glichen noch zum 2:2-Endstand aus. Die Norderstedter haben in bislang fünf Regionalligaspielen bei Weiche noch nicht gewinnen, allerdings schon zweimal einen Zähler entführen können (1:1 am 20.09.2014 und am 13.04.2017). Beim bislang einzigen Norderstedter Sieg in insgesamt elf Aufeinandertreffen - einem 2:1 im Edmund-Plambeck-Stadion am 16.08.2015 - stand für die Eintracht unser heutiger Oberliga-Trainer Thomas Seeliger verantwortlich an der Linie.

Weiche: Kirschke - Thomsen, Walter (Kap.), Njie - Paetow (V), Hasanbegovic (68. Ibekwe), J. Ostermann, Hartmann, Pastor Santos (V) - Empen (90. Wulff), Isitan (85. F. Meyer).

Tore: 0:1 Hartmann (28., Strafstoß), 1:1 Stach (49.).

Zuschauer: 345, darunter etwa 15 Flensburger, im AOK-Stadion, Wolfsburg, Allerpark.

Rote Karte: Ziegele (Wolfsburg II, 80., rohes Spiel gegen Isitan).

Schiedsrichter: Florian Pötter (FC Voran Ohe/Aumühle), lag beim Strafstoß und bei den persönlichen Strafen (siebenmal "Gelb, davon fünfmal für Wolfsburg II, einmal "Rot") richtig; war fast immer auf Ballhöhe.

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