SC Weiche Flensburg 08
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Vejle BK – SC Weiche Flensburg 08 1:1 (0:1)

  Spielinfo

Remis bei dänischem Traditionsklub

Der SC Weiche Flensburg 08 hat beim zweiten Dänemark-Gastspiel im Rahmen der Vorbereitung auf die neue Regionalliga-Saison am Sonnabendnachmittag beim dänischen Erstliga-Absteiger Vejle BK ein 1:1-Remis erreicht. Er hat damit in der vierten Partie in der neuen Saison erstmals nicht gewonnen, aber jede Menge Erfahrungen mitnehmen können. Eine Woche nach dem überraschenden 2:1-Sieg beim Erstligisten Sønderjysk Elitesport absolvierte unsere Mannschaft vor 500 Zuschauern bei bestem Fußballwetter – über 20 Grad und Sonnenschein – im Vejle Stadion erneut ein Testspiel auf lange Zeit sehr hohem Niveau in einer schmucken, für deutsche Verhältnisse Drittliga-tauglichen Arena. Gegen den Vejle Boldklub – gerade in die zweithöchste Liga abgestiegener Traditionsklub mit Vergangenheit als Landesmeister (zuletzt 1984), Pokalsieger (zuletzt 1981) und zudem europäisch einst in verschiedenen Cup-Wettbewerben unterwegs (zuletzt 1998/99) – entwickelte sich eine insgesamt zumeist ausgeglichene Partie, bei der Weiche über weite Strecken auf Augenhöhe war. Wie bei unserer Mannschaft geht es auch für Vejle BK in knapp zwei Wochen mit dem Ligaspielbetrieb los.
Mit Ausnahme der angeschlagen fehlenden Nedim Hasanbegovic, Finn Wirlmann und nach Trainingsverletzung nun auch Kevin Njie hatte unser Trainer Daniel Jurgeleit das komplette Aufgebot zur Verfügung, darunter den zuletzt zweimal – im Test in Haderslev (2:1) und im Pokal in Lägerdorf (2:0) – fehlenden Torge Paetow. So waren die sechs Neuzugänge Ture Blaue, Tayfun Can, Jonas Andersen (alle in der Startelf), Angelos Argyris, Fabian Graudenz und Julian Stöhr sowie der dänische Testspieler Ardit Murati erneut dabei. Außerdem durften Bjarne Schleemann und Martin Pitter aus unserer Oberligamannschaft Erfahrungen sammeln. Für Jonas Andersen war es ein ganz besonderes Spiel, ist er doch von Vejle BK an Weiche lediglich ausgeliehen. Insgesamt kamen bei Weiche somit 22 Spieler zum Einsatz.
Anders als vor einer Woche in Haderslev konnte unsere Mannschaft das Geschehen von Beginn an ausgeglichen gestalten. Tayfun Can hatte sogar die erste Möglichkeit, wobei sein 15-m-Schuss von halblinks Torhüter Hagelskjär keine Probleme bereitete (7.). Vor dem anderen Tor hatte Jensen, der auf rechts lang geschickt wurde und seinen Abschluss dann am langen Pfosten vorbeisetzte, eine exzellente Chance (8.). Der anfangs sehr aktive Jensen scheiterte danach mit seinem Ball – halb Flanke, halb Schuss – an Torhüter Raphael Straub (13.) und holte auch den ersten Eckstoß für die Dänen heraus (16.). Den ersten Treffer erzielte aber ein Däne im Trikot der Deutschen auf der Gegenseite. Tim Wulff hatte im harten Zweikampf an der Mittellinie den Ball erobert, Torge Paetow dann auf Jonas Andersen gepasst, und der Däne im Weiche-Dress lief mit dem Ball die linke Seite entlang, behauptete das Leder, tauchte an der Grundlinie auf und hielt dann aus spitzem Winkel einfach drauf, Torhüter Hagelskjär war zwar noch dran, konnte den Einschlag im langen Eck jedoch nicht verhindern (23.). Was für eine Einzelaktion des Neu-Flensburger Dänen gegen seine bisherigen Mitspieler!
Nach dem Treffer zog sich unsere Mannschaft relativ weit zurück, ohne jedoch permanentem Angriffsdruck ausgesetzt zu sein. Dennoch gehörten die restlichen Möglichkeiten bis zur Halbzeit den Heimischen. Mølgaard setzte einen satten Distanzschuss nur knapp oben rechts vorbei (30.). Dann flankte Gryn, und Mittelstürmer Finnbogason, sonst weitgehend abgemeldet, hatte im Zentrum zu viel Platz, setzte den Kopfball an den linken Innenpfosten, von wo die Kugel in die Arme von SC-Torhüter Raphael Straub flog (34.). Dann ging ein abgefälschter 16-m-Schuss von Ramadani nur knapp über die Latte (39.).
Wie schon in Haderslev konnte die Qualität der zweiten Halbzeit mit jener sehr hohen der ersten nicht mehr mithalten. Zahlreiche Auswechslungen und damit verbundene Umstellungen auf beiden Seiten förderten nicht unbedingt den Spielfluss. Dennoch blieb es ein Test auf ausgesprochen gutem Niveau. Unsere Mannschaft hatte ihre besten Offensivszenen über Fabian Graudenz, der mit einem halbhohen Schuss auf das rechte lange Eck an der starken Parade von Hagelskjär scheiterte, der den Ball geradeso um den Pfosten lenkte (56.). Der Ex-Cottbusser setzte über links zudem Dominic Hartmann ein, dessen Schuss Hagelskjär ebenfalls parierte (75.). Zu jenem Zeitpunkt war allerdings der Ausgleich inzwischen gefallen. Erst hatte unsere Mannschaft mit vereinten Kräften noch Schussmöglichkeiten von Vejle geblockt (58.). Doch nach einem langen Ball vom eigenen Strafraum von Kapitän Schoop tauchte der zur Pause eingewechselte Nilsson plötzlich frei vor Torhüter Florian Kirschke auf. Er behielt die Nerven und vollendete zum 1:1 (61.). Und beinahe hätten die Dänen binnen fünf Minuten das Spiel komplett gedreht. Als Rechtsverteidiger Davidsen, Nationalspieler der Färöer, ins Zentrum flankte, nahm Finnbogason den Ball sehenswert direkt und verfehlte nur knapp das Ziel (65.).
In der Schlussphase war die Partie zwar offen, die qualitativ besseren Möglichkeiten besaßen aber die Dänen. Nach einem Doppelpass mit Schoop knallte Mucolli die Kugel aus Nahdistanz, halbrechts, über den Kasten (83.). Dann schickte Greve über links Amundsen, dessen Flanke Nilsson im Zentrum nur knapp verfehlte (85.). Gleich darauf scheiterte Nilsson aus der Drehung an SC-Torhüter Florian Kirschke (85.), der damit das insgesamt verdiente 1:1-Remis festhielt.
Aus unserer Mannschaft der ersten Halbzeit fielen die beiden Zugänge Ture Blaue und Jonas Andersen besonders positiv auf. Auch beispielsweise Kevin Schulz und Ilidio Pastor Santos konnten überzeugen. Im weiteren Spielverlauf stellten dann die erfahrenen Jonas Walter und Angelos Argyris Leitfiguren dar, an denen sich die nun zum Teil jungen Spieler orientieren konnten. Beim Kontrahenten fielen anfangs der offensivstarke Lucas Jensen auf der rechten Bahn, dann Sergiy Gryn hinter den Spitzen auf. Insgesamt erwiesen sich bei Vejle BK der Innenverteidiger Nicolas Dantas und Kapitän Jacob Schoob im defensiven Mittelfeld als Führungsspieler.
Am kommenden Dienstag,16. Juli 2019, wird unsere Mannschaft ab 19 Uhr erstmals in der neuen Saison auf eigenem Platz antreten. Kontrahent wird mit Zweitbundesligist FC St. Pauli erneut ein Hochkaräter sein, der bereits vor einem Jahr zum Test vorbeikam und am 7. Juli 2018 mit 6:1 (3:1) siegte. Sicherlich werden die Schützlinge von Trainer Daniel Jurgeleit bestrebt sein, gegen den auch in Flensburg sehr beliebten Kiezklub diesmal ein deutlich besseres Ergebnis zu erreichen.
Weiche: Straub (46. Kirschke) – Blaue (73. Schleemann), Thomsen (73. Pitter), Jürgensen (Kap./61. Hartmann) – Paetow (43. Walter), K. Schulz (53. Graudenz) – Pastor Santos (58. Isitan), Can (46. Argyris), F. Meyer (64. Stöhr) – Wulff (53. Ibekwe), Andersen (53. Murati).
Tore: 0:1 Andersen (23.), 1:1 Nilsson (61.).
Schiedsrichter: Niels Heer (Dänemark), pfiff Zweikämpfe selten ab, ließ großzügig viel durchgehen und hatte die Partie dennoch bestens im Griff.
Zuschauer: 500, darunter etwa 40 Flensburger, bei freiem Eintritt, im Vejle Stadion, Vejle (Dänemark).
Stimmen zum Spiel:
Unser Kapitän Christian Jürgensen sprach von den beiden Testspielen gegen dänische Erst- und Zweitligisten unter besten Bedingungen von einer „Super-Geschichte für uns“. „Solche Spiele sind wertvoll, man kann aus den Spielen richtig etwas mitnehmen“, auch um die Neuzugänge zu integrieren, für die es angesichts des seit Jahren bewährten Weiche-Spielsystems mitunter nicht einfach sei, speziell wenn man z. B. vom alten Verein eine Viererkette gewöhnt sei. Da könne man zwar an der Taktiktafel viel machen, aber letztlich muss es sich im Spiel zeigen. Unser Abwehrspieler war angetan angesichts der Bedingungen mit einem dichten, sattgrünen Rasen: „Man sieht da, dass wir auch gut kicken können“, befand er, um hinzuzufügen: „Wir haben im Moment eine gute Dynamik in der Truppe.“ Die Partie in Haderslev sei vielleicht noch etwas zu früh gekommen. Demgegenüber sei die Mannschaft inzwischen schon weiter. Zum Spiel in Vejle meinte unsere Nummer Vier: „Die erste halbe Stunde war von uns richtig gut. Das Ergebnis ist verdient.“ Beim Gegentor hätten Florian Kirschke und er sich gegenseitig aufeinander verlassen.
Im Pokal-Viertelfinale gegen Heide
Nun steht der Gegner im Viertelfinale des Landespokalwettbewerbes fest, der Termin hingegen noch nicht endgültig. Unsere Mannschaft wird auf den Liga-Konkurrenten Heider SV treffen und dabei Heimrecht genießen. Der Regionalliga-Aufsteiger setzte sich am Sonnabend (13.07.) nach Verlängerung mit 5:2 (2:1, 2:2) beim MTSV Hohenwestedt durch.

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Verstanden!