SC Weiche Flensburg 08
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Tor-Gala im Verfolgerduell

  Spielinfo

SC Weiche Flensburg 08 – Lüneburger SK Hansa 5:1 (3:0)

 

Mit einem eindrucksvollen 5:1-Heimsieg gegen den Lüneburger SK Hansa hat der SC Weiche Flensburg 08 seine Ambitionen auf einen Spitzenplatz in der Regionalliga Nord unterstrichen. Im Verfolgerduell des 14. Spieltages sahen 715 Zuschauer am Sonnabendnachmittag im Manfred-Werner-Stadion eine abwechslungsreiche Partie mit einem am Ende unerwartet deutlichen Spielausgang. Die Überraschungsmannschaft der laufenden Saison aus der Salzstadt geriet aufgrund der gnadenlosen Effizienz unserer Mannschaft vor der Pause auf die Verliererstraße. Zwar verdienten sich die Gäste mit einem couragierten Auftritt nach dem Seitenwechsel und großer Moral viel Respekt. Sie mussten sich letztlich aber zum sechsten Mal in Folge in den Duellen mit den Förderstädtern beugen. Bei misslichem Herbstwetter mit immer wieder auftauchendem Regen konnte Weiche zugleich den fünften Heim-Dreier nacheinander und den mit Abstand höchsten Sieg der laufenden Spielzeit feiern.

 

Eine knappe Woche nach dem 1:1-Remis in Altona rotierte wieder Finn Wirlmann in die Startelf, für die der angeschlagene etatmäßige Kapitän Christian Jürgensen nicht zur Verfügung stand. Trainer Daniel Jurgeleit wechselte auf ein 3-4-3-System, bei dem Kevin Njie, Jovan Vidovic und Angelos Argyris die Abwehr vor Torhüter Florian Kirschke bildeten. Als klassischer „Sechser“ fungierte Finn Wirlmann. Im Mittelfeld agierten zudem Torge Paetow und Dominic Hartmann, die zentral spielten und mehrheitlich nach links drängten, wo Ilidio Pastor Santos die Außenbahn bearbeitete. Fabian Graudenz, der meistens nicht in vorderster Front auftauchte, sowie Tim Wulff und Casper Olesen begannen im Angriff. Im Verlauf der zweiten Halbzeit wurden Florian Meyer für Fabian Graudenz, Jonas Andersen für den „Gelb-Rot“-gefährdeten Tim Wulff sowie Julian Stöhr für Casper Olesen eingewechselt. Zum Spieltagskader zählten neben Ersatztorhüter Raphael Straub auch Ture Blaue, Patrick Thomsen, Tayfun Can und Marvin Ibekwe. Dagegen standen die langzeitverletzten Jonas Walter, der erste Spielpraxis in der Oberliga-Mannschaft hätte sammeln sollen (die Partie bei der Husumer SV fiel aus), Nedim Hasanbegovic und Kevin Schulz ebenso nicht im 19er Kader wie die beiden angeschlagenen Christian Jürgensen (Leiste) und Gökay Isitan (Knie).

 

Unsere Mannschaft hatte anfangs Pech, als der Unparteiische Schlüwe kurz nach Anpfiff das Foul von El-Ahmar an Tim Wulff an der linken Strafraumkante übersah (1.). In der Folge entwickelte sich zunächst ein wenig spektakuläres Spiel, bei dem sich beide Mannschaften auf dem nach tagelangem Dauerregen erstaunlich gut bespielbarem Rasen um konstruktive Aktionen mühten. Weiche buchte drei Torschüsse, die Torhüter Springer parierte. Erst war Ilidio Pastor Santos von der linken Strafraumkante der Absender (4.), dann war es Finn Wirlmann aus gut 20 Metern (9.). Schließlich nahm Dominic Hartmann nach abgewehrtem Eckstoß des anfangs sehr auffälligen Casper Olesen die Kugel aus 17 Metern sehenswert direkt (23.). Auf der Gegenseite war es einmal Kunze, der nach weitem Diagonalball auf rechts das Streitobjekt gut mitnehmen und scharf nach innen geben konnte, jedoch keinen Abnehmer fand (20.). Weiche ging in Führung, als unsere Spieler immer wieder einen Tick vor den Hanseaten an das Streitobjekt kamen: Ilidio Pastor Santos gewann das Kopfballduell nach LSK-Einwurf, den Ball von Finn Wirlmann in die Spitze hielt Tim Wulff, der auf Ilidio Pastor Santos zurücklegte. Vom Brasilianer kam der Ball lang zu Casper Olesen, der per Kopf auf Fabian Graudenz verlängerte, der wiederum die Kugel mit der Fußspitze in den Lauf von Tim Wulff hob, dessen Ball von Dominic Hartmann, unter Bedrängnis eines Lüneburgers, über die Linie bugsiert wurde (25.).

 

Und Weiche konnte etwas später nachlegen. Ausgangspunkt war ein weiter Einwurf von Torge Paetow von der linken Seite, den Finn Wirlmann per Kopf richtig scharf machte. Zwar verpasste Tim Wulff in zentraler Position am Fünfmeterraum, aber hinter ihm stand Angelos Argyris, der die Kugel aus der Drehung zum 2:0 ins Netz schoss (37.). Nachdem Sekunden später Dominic Hartmann nach Ballgewinn von Fabian Graudenz aus gut 25 Metern das Tor des staunend den Schuss hinterhersehenden LSK-Schlussmannes Springer nur knapp verfehlt hatte (38.), stand es auch schon 3:0. Diesmal hatte Fabian Graudenz von halbrechts auf Casper Olesen auf halblinks an den Strafraum gepasst, der schickte den von rechts kommenden Dominic Hartmann noch weiter links in die Tiefe, und unsere Nummer 37 zirkelte das Leder am Fünfmetereck am herauseilenden Springer vorbei in den oberen kurzen Torwinkel (39.). War das wirklich unsere Mannschaft, die zuvor in den 13 Liga-Spielen gerade einmal drei Vorpausentreffer erzielt hatte und die nun so gnadenlos effektiv die Gäste-Elf bestrafte?

 

In der zweiten Halbzeit setzte sich das Geschehen zunächst so fort. Die erste Torchance hatte Tim Wulff, dessen Kopfball nach Einwurf von Torge Paetow über den Kasten ging (51.). Danach aber wurden die Gäste munterer. Kutschke kam nach Vorarbeit von Gerlach zum ersten Torschuss der Hanseaten, den SC-Torhüter Florian Kirschke jedoch sicher parierte (53.). Die Schwarz-Weißen wehrten sich jetzt. Vier Gelbe Karten – für Jovan Vidovic (59.) auf Flensburger sowie für Wolk (46.), Deters (49.) und Pägelow (60.) auf Lüneburger Seite – in der Viertelstunde nach Wiederanpfiff waren Ausdruck des Aufbegehrens der Salzstädter. Und die Niedersachsen bekamen durch ihren ersten Treffer weiteren Auftrieb. Düzel selbst hatte an der Mittellinie den Ball unter Kontrolle gebracht und Kutschke eingesetzt, der auf Rechtsaußen Kunze bediente. Bei dessen halbhoher Eingabe sah die SC-Defensive überhaupt nicht gut aus, Düzel nutzte die kollektiven Fehler zum 1:3 (61.).

 

Nun gewannen die Niedersachsen eine Zeitlang fast alle Zweikämpfe und die zweiten Bälle. Unsere Mannschaft lief weitgehend hinterher und suchte nach der eigenen Souveränität und Stabilität. Immerhin kamen die Schwarz-Weißen nur zu einer nennenswerten Chance, um den Anschlusstreffer zu erzielen, doch beim Zuspiel von Pauer auf Deters in die Tiefe zeigte sich SC-Torhüter Florian Kirschke hellwach, sodass er dem LSK-Torjäger den Ball vom Fuß nehmen konnte (77.). Kurz zuvor hatte Weiche auf der Gegenseite eine ähnliche Chance. Nach Pass von Finn Wirlmann tauchte Torge Paetow auf halblinks vor dem Lüneburger Schlussmann Springer auf, doch der Torwächter war rechtzeitig zur Stelle (75.).

 

Die Entscheidung in der Partie fiel spät. Der eingewechselte Florian Meyer fädelte sie bei seinem erst zweiten Saisoneinsatz ein. Dominic Hartmann spielte die Kugel in den Raum zu Casper Olesen auf halblinks, der aus acht Metern an Torhüter Springer noch scheiterte. Den Nachschuss setzte Dominic Hartmann dann aus zwölf Metern flach ins lange Eck (82.). Und aus ähnlicher Position war es Casper Olesen, der ebenfalls ins lange Eck zum 5:1 traf, allerdings von der Strafraumgrenze, nachdem zuvor Torge Paetow, Jonas Andersen und Kevin Njie mit ihren Schussversuchen geblockt worden waren (87.).

 

„Spieler des Spiels“ war fraglos Dominic Hartmann, allein schon, weil er als Mittelfeldakteur drei Treffer erzielen konnte. Auch sonst zeigte sich unsere Nummer 37 sehr dynamisch mit exzellenter Schusstechnik. Außerdem konnten sich auf Flensburger Seite Kevin Njie, Angelos Argyris und Torge Paetow gute Noten verdienen. Bei den Lüneburgern fielen Pägelow und Stech aus der Defensive sowie der quirlige Düzel in der Spitze besonders auf.

 

Für unsere Mannschaft geht es am kommenden Sonnabend, 19. Oktober 2019, 14 Uhr, mit dem Viertelfinalspiel im Landespokalwettbewerb gegen den Heider SV weiter. Mit der Partie im Manfred-Werner-Stadion wird die Runde der letzten Acht komplettiert und der noch fehlende Teilnehmer am Halbfinale ermittelt, das am 31. Oktober 2019 gespielt werden soll. Das ursprünglich am kommenden Sonnabend in Heide vorgesehene Regionalliga-Duell zwischen beiden Mannschaften wird hingegen erst einen knappen Monat später, am 20. November 2019 (19 Uhr), an der Bredstedter Straße unter Flutlicht angepfiffen werden, sodass Weiche zum Rückspiel am 2. Mai 2020 nach Heide reisen muss. Im Pokalspiel geht es darum, in 90 oder 120 Minuten oder nach Elfmeterschießen den Halbfinalkontrahenten des Oberligisten SV Todesfelde zu ermitteln. Der Heider SV – gern kurz: HSV – zählt zu den traditionsreichsten Vereinen Schleswig-Holsteins, sodass er in früheren Jahren schon einige Duelle mit Weiche ausgetragen hat. Das jüngste Aufeinandertreffen in einem Pflichtwettbewerb gewann Weiche im Stadion an der Meldorfer Straße von Heide vor 402 Besuchern knapp mit 1:0. Dominic Hartmann köpfte an jenem 21. Juli 2018 kurz vor dem Pausenpfiff eine Flanke von Nico Empen zum Siegtreffer ein (45.). Auch damals war es eine Paarung des Landespokalviertelfinales. Nun darf unsere Mannschaft erstmals seit über drei Jahren – zuletzt am 20. August 2016 gegen den damaligen Drittligisten Holstein Kiel (0:2) und sieht man vom 2018er Finale „auf neutralem Platz“ in Flensburg-Weiche einmal ab – ein Pokalspiel vor eigenem Anhang bestreiten. Der Kontrahent, der Viertliga-Aufsteiger aus Heide, hat schon mehrmals nachgewiesen, dass man – entgegen mancher Befürchtungen – in der Liga mithalten kann. Auswärts gelangen beim Lüneburger SK Hansa (1:1) und in Jeddeloh II (4:4) Teilerfolge. Torjäger Jan Wansiedler traf bereits fünfmal. Im Achtelfinalspiel beim Landesligisten MTSV Hohenwestedt war allerdings Jonah Gieseler der „Mann des Tages“. Nach dem 2:2-Remis nach 90 Minuten, zu dem der 22-Jährige schon das 0:2 beigetragen hatte (20.), erzielte der Angreifer alle drei Treffer in der Verlängerung (92., 112., 117.) zum 5:2-Sieg des Heider SV.

 

Weiche: Kirschke – Njie, Vidovic (V), Argyris – Wirlmann – Paetow (Kap.), Hartmann, Pastor Santos – Graudenz (69. F. Meyer), Wulff (V/76. Andersen), Olesen (V/88. Stöhr).

 

Tore: 1:0 Hartmann (25.), 2:0 Argyris (37.), 3:0 Hartmann (39.), 3:1 Düzel (61.), 4:1 Hartmann (82.), 5:1 Olesen (87.).

 

Zuschauer: 715 im Manfred-Werner-Stadion, Flensburg-Weiche.

 

Schiedsrichter: Marius Schlüwe (BSV Gleidingen/Laatzen), hatte in der nicht unfairen, aber umkämpften Partie ordentlich zu tun, gab siebenmal „Gelb“ (Wulff nach Foul an Pauer, 27.; Vidovic wegen Haltens von Düzel, 59.; Olesen nach Foul an Kunze, 70./El-Ahmar nach Foul an Pastor Santos, 45.; Wolk nach Foul an Paetow, 46.; Deters nach Foul an Hartmann, 49.; Pägelow nach Foul an Wirlmann, 60.) und erntete dennoch auf beiden Seiten auch Unzufriedenheit.

 

 

Die Trainerstimmen:

 

Der Teamchef des Lüneburger SK Hansa, Rainer Zobel, der auf der Pressekonferenz für Trainer Qendrim Xhafolli auftrat, setzte voran, dass Weiche verdient gewonnen habe. Daran gäbe es keinen Zweifel. Für ihn sei das Ergebnis zu hoch ausgefallen. Es habe zwei Knackpunkte gegeben: das Tor zum 2:0 und dass man nicht den 2:3-Anschlusstreffer erzielen konnte. Er äußere sich nur ungern zum Schiedsrichter, aber beim zweiten Treffer habe man selbst von weitem sehen können, dass sein Spieler heruntergezogen worden sei. So habe der Schiedsrichter einen gebrauchten Tag gehabt. „Das bricht dann die Moral“, so der Ex-Profi, „weil Du gar nicht weißt, warum Du zurückliegst.“ Rainer Zobel zum Abschluss: „Glückwunsch an Weiche!“

 

Unser Trainer Daniel Jurgeleit konnte an den Ausführungen der Lüneburger Seite anschließen. Er könne bestätigen: Das 3:0 zur Pause entsprach nicht dem Spielverlauf. Seine Mannschaft habe aber mehr Zug zum Tor gehabt, unabhängig davon, ob dem 2:0 ein Foul vorausgegangen war oder nicht. Im Laufe einer Saison gleiche sich so etwas ohnehin aus. „Heute sind die Dinger reingegangen“, meinte unser Trainer mit Blick auf das 1:1 in Altona in der Vorwoche. Seine Mannschaft habe eine ordentliche Bereitschaft gezeigt. Daniel Jurgeleit weiter: „Der Gegner hat noch einmal alles versucht, doch wir konnten nachlegen. So bin ich sehr zufrieden, dass wir gegen eine gute Mannschaft gewonnen haben.“ Abschließend verwies er darauf, dass es vorher nur einmal in dieser Saison gelungen sei, mal etwas deutlicher zuhause zu gewinnen, und zwar beim 2:0 gegen die U 21 des HSV.

 

 

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