SC Weiche Flensburg 08
//
www.weiche-liga.de

Neuigkeiten

Immer auf dem neusten Stand

Sønderjysk Elitesport – SC Weiche Flensburg 08 1:2 (0:1)

  Spielinfo

Der SC Weiche Flensburg 08 ist in bemerkenswerter Frühform. Im zweiten Testspiel in Vorbereitung auf die neue Regionalliga-Saison kam unsere Mannschaft nur wenige Stunden nach dem 9:0-Sieg in Lindewitt beim dänischen Erstligisten Sønderjysk Elitesport am Sonnabendnachmittag zu einem überraschenden 2:1-Sieg. Vor 543 Zuschauern im 10.000 Besucher fassenden Sydbank Park in Haderslev zeichneten sich die Gäste durch eine gnadenlose Effizienz aus: Zwei der drei Flensburger Abschlüsse waren drin. Während die Schützlinge von Trainer Daniel Jurgeleit mit diesem Erfolgserlebnis gerade einmal ihre erste Trainingswoche der Saisonvorbereitung abschlossen, war es bei windig-frischem Wetter für die Dänen bereits der letzte Test vor dem Auftakt in der Superliga am darauffolgenden Wochenende und damit die Generalprobe. Bei Spielern, Verantwortlichen und Fans der Fördestädter erzeugte der rundum gelungene Ausflug nach Süd-Dänemark noch mehr Lust auf guten Fußball. Allein schon die Rahmenbedingungen für dieses Testspiel sorgten für glänzende Augen bei unseren Spielern.

 

Neben dem angeschlagenen Nedim Hasanbegovic musste unser Trainer Daniel Jurgeleit auch auf den vom Test gegen die SG Nordau (9:0) am Vortage leicht angeschlagenen Torge Paetow und den familiär verhinderten Fabian Graudenz verzichten. Dafür stand der Testspieler Ardit Murati gegen seinen aktuellen Verein Sønderjysk Elitesport erneut in der Startelf. Auch für Ture Blaue, der bis zur Sommerpause noch für den Superligisten spielte, war es eine rasche Rückkehr an den Ort seines vorherigen Wirkens. So kamen diesmal insgesamt 20 Spieler zum Einsatz. In der Startelf standen mit Julian Stöhr und Angelos Argyris zwei Neuzugänge. Der Grieche sowie Kapitän Christian Jürgensen spielten die 90 Minuten durch.

 

Die ersten 20 Minuten gehörten eindeutig den Dänen, die in jener Phase auf etwa 80 Prozent Ballbesitz kamen und sich auch Torchancen erspielten, obgleich die ganz großen Szenen eine Ausnahme waren. Den ersten Abschluss von Simonsen von halbrechts parierte SC-Schlussmann Florian Kirschke sicher (4.). Dann war es der auffällige Lieder, der nach einem Gewühl im Flensburger Strafraum zum Schuss kam, den Kasten jedoch links ebenso verfehlte (7.) wie wenig später Jonsson per Seitfallzieher (13.). Immer wieder konnten die Dänen im Wechsel von gepflegtem Kurzpassspiel und genauen langen Pässen in die Tiefe Lücken im Weiche-Defensivverbund aufreißen. Den langen Ball von Gartenmann verwertete Lieder per Kopf, doch Florian Kirschke war erneut zur Stelle (15.) wie auch nach einem Zuckerpass von Ahlbeck in die Tiefe auf Lieder (16.).

 

Danach aber bekam Weiche langsam Zugriff auf die Partie und mehr Ballbesitz. Schnell sollte sich der Gewinn an Passsicherheit auszahlen. Marvin Ibekwe war auf links gestartet, legte den Ball in die Mitte zu Jonas Walter, der die Kugel aus 19 Metern stramm mit rechts in den oberen rechten Torwinkel setzte – was für ein sehenswerter Treffer (22.)! Es war der erste Flensburger Abschluss überhaupt, und der deutsche Torhüter der Dänen, Sebastian Mielitz (ehemals Werder Bremen), streckte sich vergebens.

 

Die Gastgeber wurden nach dem Gegentor wieder stärker, kamen so zu Möglichkeiten. Rojas zielte aus gut 20 Metern nur knapp über den Kasten (27.), den Kopfball von Luijckx nach einem Eckstoß holte Jonas Walter von der Linie (30.). Nach Vorarbeit von Marfelt verfehlte Hassan das Gehäuse (32.), und beim gefährlich direkt auf das Tor gezogenen Eckstoß von Rojas war Florian Kirschke zur Stelle (37.). Unsere Mannschaft kam indes lediglich ein weiteres Mal zum Abschluss, doch nach langem Ball von Angelos Argyris zielte Marvin Ibekwe, auf halbrechts, leicht abgedrängt, rechts am Kasten vorbei (33.).

 

Die Wechselorgie zur Halbzeit blieb diesmal aus. Während der Gastgeber, der offenbar nicht seine komplette allererste Elf aufbot, die beiden Spielmacher Ahlbek und Lieder vom Platz nahm, tauschte Weiche zunächst auch nur dreimal. Am grundsätzlichen Geschehen änderte sich wenig. Die Dänen hatten zumeist den Ball, unsere Mannschaft verteidigte konzentriert. Nachdem Amankwaa nur knapp über den Kasten geschossen hatte (51.), war es allerdings passiert. Simonsen konnte über rechts den Ball flach gefährlich vor das Tor bringen, Amankwaa war im Zentrum ein dankbarer Abnehmer – das 1:1 (53.).

 

Mit zunehmender Spielzeit wurde die Partie aufgrund vieler Spielerwechsel auf beiden Seiten allerdings zerfahrener, sie verlor an dem eine Stunde lang hohen Niveau. So blieb nur noch eine Szene notierenswert: Andersen hatte an der Mittellinie einen Ball behauptet und auf Patrick Thomsen zurückgespielt, der mit einem feinen Pass in die Tiefe Gökay Isitan schickte. Einen Moment wirkte die Abwehr der Hausherren unsortiert, Gökay Isitan lief von halblinks allein auf Torhüter Mielitz zu, vollendete dann mit schönem Abschluss halbhoch ins lange Eck zur erneuten Flensburger Führung (68.). Diese geriet anschließend kaum noch ernsthaft in Gefahr, weil die Dänen zu verspielt wirkten, ihre Schüsse in der Regel zu hoch ansetzten und unsere Mannschaft immer wieder ein Abwehrbein dazwischen bekam. Nach dreieinhalb Minuten Nachspielzeit war dann der Auswärtssieg unter Dach und Fach.

 

Während bei den Dänen aus der ersten Halbzeit vor allem Ahlbek und Lieder mit feinen Pässen brillieren konnten, insgesamt zudem noch Abwehrspieler Luijckx und Rojas im Mittelfeld herausstachen, konnten auf Flensburger Seite vor allem Jonas Walter mit starkem Spiel im Mittelfeld sowie Christian Jürgensen und zunehmend auch Angelos Argyris als Abwehrrecken überzeugen.

 

In der kommenden Partie geht es schon richtig um etwas, nämlich das Erreichen des Viertelfinales im Landespokalwettbewerb. Dazu muss unsere Mannschaft am Mittwoch, 10. Juli 2019, ab 19 Uhr beim Oberliga-Absteiger TSV Lägerdorf antreten. Die Gastgeber aus dem Kreis Steinburg werden alles daran setzen, es dem Favoriten so schwer wie möglich zu machen, die nächste Runde zu erreichen.

 

Weiche: Kirschke (46. Straub) – Thomsen (81. Blaue), Argyris, Jürgensen (Kap.), Stöhr (59. F. Meyer) – Njie (81. Wulff), Walter (59. Walter), Wirlmann (46. Wirlmann), Hartmann (71. Can) – Murati (46. Andersen), Ibekwe (59. Isitan).

 

Tore: 0:1 Walter (22.), 1:1 Amankwaa (53.), 1:2 Isitan (68.).

 

Schiedsrichter: aus Dänemark, ließ viel laufen und zeigte einzig einem Dänen nach Foul an Pastor Santos „Gelb“ (79.).

 

Zuschauer: 543, darunter etwa 20 Flensburger, bei freiem Eintritt, im Sydbank Park, Haderslev (Dänemark).

 

 

Stimmen zum Spiel:

 

Unser Trainer Daniel Jurgeleit zeigte sich sehr zufrieden, wollte aber auch keine Euphorie aufkommen lassen. „Es war ein guter Platz mit saftigem Grün“, blieb er sachlich, um dann ernsthafter anzuschließen: „Wir haben schon gegen andere Mannschaften bewiesen, dass wir eine gute Ordnung haben können.“ Der Gegner habe ein anderes Tempo vorlegen können, weil das Testspiel für seine Mannschaft halt etwas früh in der Phase der Vorbereitung kam, aber man müsse es halt so nehmen, wie es kommt. „So haben wir etwas gebraucht, uns aber in die Partie reingespielt und es gut gemacht.“ Angesprochen auf die hohe Effizienz im Abschluss meinte er: „Du musst in solchen Spielen auch effektiv sein. Jonas hatte gerufen, und dass er gut schießen kann, wissen wir ja. Den Ausgleich haben wir dann nach der Pause zu früh bekommen.“ Abschließend meinte der Cheftrainer: „Du musst halt gucken, dass du gut verteidigst, und da haben alle mitgemacht.“

 

Kapitän Christian Jürgensen betonte immer wieder, dass das Spiel richtig Spaß gemacht habe. Man habe anfangs gesehen, dass die Dänen schon weiter in der Vorbereitung sind, aber die Mannschaft habe es gut gemacht und ordentlich geackert. „Es war eine richtig gute frühe Standortbestimmung“, so unser Abwehrrecke weiter.

 

Torschütze Jonas Walter befand, dass es für ein Testspiel in der ersten Trainingswoche sehr gut war. „In der ersten Viertelstunde hätten sie allerdings auch eins, zwei machen können“, so unser Dauerläufer weiter, der ebenso hervorhob, dass die Dänen physisch bereits weiter waren. „Wir standen aber gut.“ Und mit ironischem Seitenblick auf den tollen Rasen meinte er: „Wir müssen nur hoffen, dass es viel regnet. Dann wird unser Platz auch so gut.“

 

Der dänische Trainer Glen Riddersholm meinte, dass Flensburg sehr defensiv gestanden habe und so es an seiner Mannschaft lag, das Spiel zu gestalten. Man habe Chancen gehabt, hätte sie aber auch nutzen müssen.

 

Der deutsche Torhüter von Sønderjysk Elitesport, Sebastian Mielitz, meinte: „Flensburg hat das gut gemacht. Sie haben kompakt gestanden. In der Regionalliga werden sie nicht immer so abwartend spielen können. Da wird es dann auch auf andere Tugenden ankommen. Aber hier haben sie es gut gemacht.“

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Mehr erfahren
Verstanden!