SC Weiche Flensburg 08
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Seriöser und spielfreudiger Auftritt in Siebenbäumen

  Spielinfo

SV Grün-Weiß Siebenbäumen – SC Weiche Flensburg 08 0:8 (0:6)

Der SC Weiche Flensburg 08 hat das spielfreie Wochenende in der gerade beginnenden Regionalliga Nord genutzt und zum Auftakt einer englischen Woche mit drei Auswärtspartien nach einem souveränen Auftritt als letzte Mannschaft das Viertelfinale des SHFV-Lotto-<wbr />Landespokalwettbewerbs erreicht. Der Titelverteidiger nahm die erste Hürde im Achtelfinale beim SV Grün-Weiß Siebenbäumen am weitgehend sonnigen Sonntagnachmittag ohne Probleme und zeigte sich lange Zeit sehr spielfreudig. Vor 115 zahlenden Zuschauern, darunter etwa 25 Flensburger Anhänger, war der gastgebende Kreispokalsieger Herzogtum Lauenburg in der „Siebenbäumen-Arena“ chancenlos. Grün-Weiß-Trainer Manuel Plähn sprach von einer „absoluten Lehrstunde“, die seine Mannschaft bekommen habe, während sich unser Trainer Thomas Seeliger freute, dass die Partie früh entschieden war: „Wir haben gleich gezeigt, dass für Siebenbäumen heute nichts zu holen ist.“

 

Unsere Mannschaft wird im – noch nicht terminierten – Viertelfinale beim Oldenburger SV antreten. Der Oberligist (5. Liga) hatte sich in seinem Achtelfinale vor knapp einer Woche beim FC Reher/Puls mit 10:0 behauptet. Zuvor geht aber die „englische Woche“ mit den ersten beiden Liga-Spielen – bei Altona 93 am Mittwoch und bei Holstein Kiel II am Sonntag – weiter.

 

Acht Tage nach dem DFB-Pokal-Spiel gegen Holstein Kiel (2:4 n. V.) und drei Tage vor dem Liga-Auftakt bei Altona 93 nahm Trainer Thomas Seeliger vier Änderungen in der Startelf vor. Für den etatmäßigen Kapitän Torge Paetow, Kevin Njie, Torben Rehfeldt und Noel Kurzbach liefen Malte Petersen, Florian Meyer, Jonas Walter und Jonah Gieseler von Beginn an auf. Zur Pause blieben Florian Meyer mit Achillessehnenbeschwerden und Jonas Walter mit Anzeichen einer Verletzung im rechten Oberschenkel vorsichtshalber in der Kabine. Physiotherapeut Johannes Outzen gab aber schon leichte Entwarnung. Der für Jonas Walter eingewechselte Brian Jungjohann ging im Tausch mit Malte Petersen in die Innenverteidigung und konnte sein Pflichtspieldebüt im Dress unserer Regionalliga-Mannschaft feiern. Im Kader fehlten die langzeitverletzten Raphael Straub, Bjane Schleemann, Finn Wirlmann, Ilidio Pastor Santos und Nico Empen sowie Nahne Paulsen. Nils Jungehülsing rückte kurzfristig für Johannes Siregar in den Kader nach, blieb jedoch am Ende wie Casper Mols und – zur Schonung – Torge Paetow auf der Bank. Als Spielführer führte stattdessen Dominic Hartmann unsere Equipe auf den Rasen.

 

Die Partie begann mit einer Schrecksekunde für den Regionalligisten. Maurice Fiedler zog nach 50 Sekunden aus gut 30 Metern mal ab und hätte damit beinahe den weit vor seinem Kasten weilenden SC-Torhüter Florian Kirschke überrascht. Der Schuss verfehlte das Tor (1.). Danach übernahm aber Weiche das Kommando. Die Flensburger näherten sich dem Tor des Landesligisten an. Eine Flanke von Jonah Gieseler von der rechten Seite köpfte Kevin Schulz zu drucklos, sodass Torhüter Yilmaz Caglar sicher zupacken konnte (9.). Der Schlussmann der Grün-Weißen musste schon eine tolle Fußparade herausholen, um den folgenden Kopfball von Christopher Kramer zu entschärfen, nachdem Dominic Hartmann einen Eckstoß von rechts kurz auf Marcel Cornils gespielt und danach die Flanke auf den zweiten Pfosten gebracht hatte (10.). Und nochmals war der Torwart des Sechstligisten zur Stelle, nachdem Jonas Walter mit weitem Flugball Florian Meyer auf links eingesetzt, dieser nach innen gepasst und Jonah Gieseler die Kugel direkt genommen hatte (12.). Beim nächsten Angriff klingelte es aber. Marcel Cornils hatte den sehr aktiven Florian Meyer geschickt, der über links den Ball an den Fünfmeterraum brachte, wo Jonathan Mildner die Kugel vor Christopher Kramer zum 0:1 ins eigene Tor beförderte (13.).

 

Unsere Mannschaft schaltete nicht zurück. Vielmehr schien sie weitere Lust am Spielen bekommen zu haben. Schnelle Ballgewinne und immer wieder zügige Zirkulationen sorgten dafür, dass Weiche zwangsläufig zu Chancen kam. Zunächst parierte noch Torhüter Yilmaz Caglar den Schuss von Jonah Gieseler aus Nahdistanz (14.). Und der Schlussmann schwang sich mit weiteren Paraden zum besten Spieler der Grün-Weißen auf. So konnte er den Abschluss von Dominic Hartmann nach einem schnellen Konter über Jonah Gieseler und Kevin Schulz entschärfen (23.), und er war ebenfalls zur Stelle, als es über Marcel Cornils auf links schnell ging und Kevin Schulz am Fünfmeterraum die Kugel nicht mehr anders platzieren konnte (28.). Und der Torhüter entschärfte kurz vor der Pause einen Kopfball von Christopher Kramer (44.). Zu jenem Zeitpunkt war die Partie allerdings schon längst entschieden. Zum 0:2 hatte Christopher Kramer per Kopf nach mustergültiger Flanke von Jonah Gieseler von rechts getroffen (17.). Die gleiche Konstellation mit Vorarbeit Jonah Gieseler und Abschluss Christopher Kramer – nur diesmal flach – gab es beim 0:3 (18.). Vor dem vierten Treffer eroberte Patrick Thomsen an der Mittellinie gegen Maurice Fiedler den Ball, passte dann zu Marcel Cornils, der wiederum nach kurzem Solo mit sattem Abschluss ins Netz traf (21.). Zum fünften Tor, wieder von Christopher Kramer, leistete Patrick Herrmann mit einer Flanke die Vorarbeit (35.). Und beim sechsten Treffer luchste Christopher Kramer dem tändelnden Innenverteidiger Lasse Schönwald die Kugel ab, legte dann vor dem Torhüter nur quer auf links zum mitgelaufenen Kevin Schulz, der locker einschob (39.). Zwei weitere Gelegenheiten aus der ersten Halbzeit seien erwähnt: Patrick Thomsen schickte Florian Meyer in die Tiefe, den Rückpass nahm Dominic Hartmann direkt, verfehlte jedoch den Kasten (20.). Und Christopher Kramer verpasste nur knapp eine Flanke und damit seinen vierten Treffer (38.). Die zweite Offensivaktion der sichtlich bemühten Gastgeber soll nicht verschwiegen werden. Veysi Kurt kam aus gut 16 Metern am linken Strafraumeck zum Schuss, den Florian Kirschke sicher parierte (40.).

 

Nach dieser Demonstration des Regionalligisten nahm Weiche zur Halbzeit drei Wechsel vor. Die Gastgeber, die vor der Pause zwar selten den Ball hatten, aber ungeachtet dessen ein relativ offenes Spiel angeboten hatten, verschanzten sich nun stärker in ihre Hälfte. So konnte Siebenbäumen die Spiellaune der Flensburger etwas einengen. Trotzdem kam unsere Mannschaft zu Chancen. Der eingewechselte Noel Kurzbach hatte schon nach 22 Sekunden eine gute Möglichkeit, zielte allerdings am kurzen Pfosten vorbei (46.). Wenig später brachte er wieder Tempo über rechts, verfehlte jedoch nach einem Schwenk den gegnerischen Kasten erneut (57.). Dann setzte auch Marcel Cornils den Ball aus 12 Metern flach vorbei (58.). Unsere Nummer „10“ traf wenig später dennoch, als sich Malte Petersen über rechts behauptete. Am zweiten Pfosten setzte Marcel Cornils die Kugel aus zwei Metern zum 0:7 unter die Latte (61.), bevor er wenig später nach Zuspiel von Dominic Hartmann am Grün-Weiß-Schlussmann scheiterte (62.). Kevin Schulz traf aus Nahdistanz auf halbrechts den Pfosten (62.), Dominic Hartmann setzte die Kugel nach scharfem Antritt aus 15 Metern knapp vorbei (71.). Dann war es nochmals Kevin Schulz, der eine gute Möglichkeit ausließ und am langen Pfosten den Abschluss vorbeisetzte, nachdem zuvor Marcel Cornils die Kugel am linken Strafraumeck erobert hatte (80.). Den Schlusspunkt setzte dann der Kapitän Dominic Hartmann. Auch hier war zunächst Kevin Schulz am gegnerischen Torhüter gescheitert, doch Dominic Hartmann setzte nach und lupfte die Kugel technisch gekonnt am Wächter der Siebenbäumener vorbei zum 0:8-Endstand ins Netz (87.). Es war der Schlusspunkt einer sehr fairen, jedoch einseitigen Partie und für unseren Spielführer der Lohn, nachdem ihm bei mehreren verheißungsvollen Situationen das Glück zu fehlen schien.

 

Bei den Gastgebern konnte Torhüter Yilmaz Caglar überzeugen. Auch fielen Kapitän Christian Ruser und Sören Todt sowie anfangs Maurice Fiedler im offensiven Mittelfeld auf. Aus unserer Mannschaft konnten sich die drei zur Pause ausgewechselten Florian Meyer, Jonas Walter und Dreifach-Torschütze Christopher Kramer, der an fast allen gefährlichen Aktionen irgendwie beteiligt war, durchaus empfehlen. Fehlerfrei agierte einmal mehr Patrick Thomsen, und für Spielfreude und Ideen waren vor allem Dominic Hartmann und Marcel Cornils zuständig.

 

Die „englische Woche“ geht für Weiche mit der ersten Liga-Partie am zweiten Spieltag der Regionalliga weiter. Am Mittwochabend, 18. August 2021, ist unsere Mannschaft ab 19 Uhr in der traditionsreichen Adolf-Jäger-Kampfbahn an der Griegstraße beim Altonaer FC 93 zu Gast. Den letzten Auftritt dort hatte Weiche am 6. Oktober 2019, als die Partie 1:1-unentschieden endete. Eine besondere Begegnung wird es vermutlich für den neuen Kapitän des Hamburger Kultvereins, trug doch Benjamin Safo-Mensah zwischen 2015 und 2018 in 28 Pflichtspielen das Flensburger Trikot.

 

Weiche: Kirschke – Herrmann (60. Rehfeldt), Petersen, Thomsen, F. Meyer (46. Nije) – Walter (46. Jungjohann), K. Schulz, Hartmann – Gieseler, Kramer (46. Kurzbach), Cornils.

 

Tore: 0:1 Mildner (13., Eigentor), 0:2 Kramer (17.), 0:3 Kramer (18.), 0:4 Cornils (21.), 0:5 Kramer (35.), 0:6 K. Schulz (39.), 0:7 Cornils (61.), 0:8 Hartmann (87.).

 

Zuschauer: 115, darunter etwa 25 Flensburger, in der „Siebenbäumen-Arena“, Siebenbäumen, Auf der Hufe.

 

Schiedsrichter: Florian Lisiak (SV Friedrichsort), hatte mit der fairen Partie keinerlei Mühe und kam folglich ohne Karten aus.

 

 

Trainerstimmen:

 

Der Trainer des SV Grün-Weiß Siebenbäumen, Manuel Plähn, meinte nach den 90 Minuten desillusioniert: „Es war eine absolute Lehrstunde, die wir bekommen haben. Wir spielten zu körperlos und hatten zu viel Respekt. So kriegst Du eine Packung.“

 

Unser Trainer Thomas Seeliger freute sich: „Wir haben in der ersten Halbzeit wirklich souverän gespielt und gleich gezeigt, dass für die Gastgeber hier nichts zu holen ist. So war es früh entschieden. Pokalspiele sind Pokalspiele, man weiß, wie die sich sonst entwickeln können.“ Der Fußballlehrer zeigte Verständnis dafür, dass es so wie in den ersten 45 Minuten nicht weiterging. „Nachher ist klar: Du wechselst durch, lässt etwas nach.“ Aber wichtig war ohnehin: „Wir sind eine Runde weiter – das zählt.“ Und letztlich: „Die Jungs haben es gut gemacht“, so unser Trainer.

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