SC Weiche Flensburg 08
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Schwer erkämpfter Auswärtssieg in Hannover

  Spielinfo

Hannoverscher Sport-Club von 1893 – SC Weiche Flensburg 08 0:1 (0:1)

 

Am zweiten Spieltag der Regionalliga Nord kam der SC Weiche Flensburg 08 am Mittwochabend beim Aufsteiger Hannoverscher SC von 1893 zu einem schwer erkämpften 1:0-Auswärtssieg. Vor 818 Zuschauern im VW Podbi-Sportpark an der Constantinstraße hatte unsere Mannschaft ordentlich zu arbeiten, um den engagiert auftretenden Neuling bei dessen Regionalliga-Heimspielpremiere in die Schranken zu verweisen. Bei bestem sonnig-abendlichem Fußballwetter hielt der Gastgeber ordentlich dagegen, während es unsere Mannschaft versäumte, bei guten Chancen und einigen Überzahlsituationen in der zweiten Halbzeit frühzeitig den Sack zuzubinden. So musste bis zum Abpfiff um den Sieg gezittert werden, ehe rund 25 zum Teil lautstarke Gäste-Anhänger, darunter auch fünf Fans des 1. FC Germania Egestorf/Langreder, den ersten Sieg in der neuen Saison bejubeln durften. Nach Stress geplagter mehr als sechsstündiger Hinfahrt – die Mannschaft trat erst gut 70 Minuten vor Anpfiff am Spielort ein – ging es mit dem ersten Dreier im neuen schmucken Mannschaftsbus zurück an die Förde.

 

Trainer Daniel Jurgeleit schickte eine gegenüber dem Auftaktspiel gegen den VfL Wolfsburg II (1:2) unveränderte Startelf auf den kurz geschorenen dichten Rasen. So begann Weiche erneut in einem 3-4-3-System mit Torhüter Florian Kirschke und einer Abwehrkette, die von Kevin Njie (rechts), Angelos Argyris (zentral) und Christian Jürgensen (links) gebildet wurde. Auf den Außenbahnen agierten Ilidio Pastor Santos (rechts) und Julian Stöhr (links), während Torge Paetow und Dominic Hartmann im zentralen Mittelfeld begannen. Das Angriffstrio bestand – wie gehabt – aus Fabian Graudenz, Gökay Isitan und Jonas Andersen. Patrick Thomsen, Kevin Schulz und Tim Wulff wurden im Verlauf der zweiten Halbzeit für die drei beginnenden Stürmer eingewechselt. Im Spieltagskader waren zudem Raphael Straub als Ersatztorhüter, Ture Blaue, Finn Wirlmann, Florian Meyer und Tayfun Can. Hingegen fehlten weiterhin Nedim Hasanbegovic (Reha-Training), Jonas Walter (Knieverletzung) und Casper Olesen (noch nicht spielberechtigt), während Marvin Ibekwe (Verletzung am Hüftbeuger) die Ausfallliste komplettierte.

 

Der Gastgeber begann sehr elanvoll und hatte schon in der zweiten Minute eine richtig gute Chance, als nach einem Abwehrfehler auf der linken Flensburger Seite Wiederhold auf A. Kasumovic passte, der allein auf SC-Torhüter Florian Kirschke zulaufen konnte. Der Flensburger Schlussmann blieb nervenstark lange stehen und parierte, ehe Angelos Argyris den Abpraller zum Eckstoß klären konnte (2.). Und weiterhin hatte sich Weiche defensiv noch nicht sortiert, sodass Kapitän Bikmaz im Zentrum nach einer Flanke vom linken Flügelspieler Deppe völlig blank stand, aber davon selbst überrascht wurde, sodass er den Ball verstolperte (9.). Deppe hatte nochmals eine starke Aktion über den linken Flügel. Florian Kirschke konnte hier erneut parieren, ehe der Ball aus der Gefahrenzone geschlagen wurde (19.).

 

Erst allmählich ordnete sich Weiche besser, kam zu ersten Abschlüssen. Den Schuss von Gökay Isitan parierte HSC-Torhüter Algermissen problemlos (14.). Nach dem bis dahin besten Flensburger Angriff über Jonas Andersen und Fabian Graudenz setzte Gökay Isitan den Schuss von halbrechts in die zweite Etage (21.). So langsam zeigte das Signal von Trainer Daniel Jurgeleit Wirkung, der frühzeitig Patrick Thomsen, Kevin Schulz und Florian Meyer von der Bank zum Warmmachen geschickt hatte (24.). Nach Vorarbeit von Fabian Graudenz schoss Gökay Isitan mit links am linken Pfosten vorbei (33.). Nachdem auf der Gegenseite Deppe erneut von der linken Seite Ballett gemacht hatte, aber aus spitzem Winkel rechts den Kasten verfehlte (36.), schlug es Sekunden später im HSC-Kasten ein. Dominic Hartmann lief mit Ball am Fuß durch das zentrale offensive Mittelfeld, zog immer mehr Gegenspieler auf sich, passte dann nach halblinks zu Jonas Andersen heraus, der spielte quer auf halbrechts, wodurch die gesamte Abwehr des Neulings mattgesetzt war, und Gökay Isitan musste die Kugel nur noch zum 0:1 ins leer Tor schubsen (36.).

 

Die letzten beiden nennenswerten Aktionen der ersten Halbzeit gingen auf das Konto von Ilidio Pastor Santos. Dessen Flachschuss von rechts parierte Algermissen ohne Probleme (38.). Kurz darauf zielte unser Brasilianer am langen Pfosten vorbei (44.). So ging es mit einer 1:0-Führung der Fördestädter in die Pause.

 

Mit Anpfiff der zweiten Halbzeit hatten die Hannoveraner erneut den besseren Beginn, doch Lambach scheiterte nach einer guten Kombination mit seinem Abschluss aus bester, halbrechter Position am stark haltenden Florian Kirschke im SC-Tor (47.). Danach erspielte sich aber fast nur noch der Gast Torchancen: Nach Vorarbeit von Fabian Graudenz und Flanke von Ilidio Pastor Santos köpfte Gökay Isitan über den Kasten (52.). Den Flachschuss von Dominic Hartmann nach Lauf durch das Mittelfeld parierte HSC-Torhüter Algermissen (55.). Nachdem Jonas Andersen an der rechten Eckfahne trickreich Ilidio Pastor Santos eingesetzt hatte, tanzte unser Brasilianer durch die rechte Strafraumhälfte, schoss allerdings – allein vor dem HSC-Torhüter – links vorbei (58.). Bei einem schnellen Gegenangriff legte Ilidio Pastor Santos für Angelos Argyris auf, doch dessen Abschluss von der linken Strafraumkante wurde noch zum Eckstoß abgefälscht (61.). Dann setzte Fabian Graudenz einen zweiten Ball vorbei (66.). Und schließlich prüfte Torge Paetow satt mit links die Stabilität des linken Torpfostens; nachfolgend brachte Kevin Schulz die Flanke auf Jonas Andersen, der über den Kasten köpfte (71.). Einen langen Ball von Julian Stöhr setzte Christian Jürgensen akrobatisch auf das Tordach (76.). Und Dominic Hartmann verfehlte mit seinem Distanzschuss das Ziel (78.). Auch Tim Wulff traf aus spitzem Winkel von rechts das Tor nach einem Freistoß von Dominic Hartmann nicht (90.+1). So blieb die Partie bis zum Schluss spannend, und der Gastgeber durfte auch in der mehr als vierminütigen Nachspielzeit auf den Ausgleich hoffen. Nennenswert gefährlich wurde es allerdings kaum, weil die Flensburger Defensive nun sehr gut stand und vor allem Christian Jürgensen und Angelos Argyris zahlreiche an den Strafraum getretene hohe Bälle entschärften. Einzig ein Schuss von Kapitän Bikmaz blieb zu notieren, doch der verfehlte das Ziel (77.). So blieb es letztlich beim knappen, aber verdienten 1:0-Auswärtserfolg des SC Weiche.

 

Beim HSC fielen in einer starken Anfangsphase vor allem der linke Flügelspieler Deppe und sein Pendant auf rechts, Wiederhold, positiv auf. Beide sorgten in der ersten Halbzeit für viele Gefahrenmomente, mussten nach dem Seitenwechsel allerdings passen und wurden ausgewechselt. Über 90 Minuten blieb daher Kiene bester Hannoveraner. Aus unserer Mannschaft verdienten sich neben Torhüter Florian Kirschke die sich enorm steigernden und fast jedes Kopfballduell gewinnenden Christian Jürgensen und Angelos Argyris sowie Ilidio Pastor Santos die besten Noten.

 

Schon am Sonntag, 4. August 2019, geht es ab 14 Uhr mit dem Auswärtsspiel beim TSV Havelse weiter. Eigentlich hätte unsere Mannschaft gleich in Hannover bleiben können, befindet sich doch das Wilhelm-Langrehr-Stadion in Garbsen gerade einmal rund 13 km von der Heimspielstätte des HSC entfernt. Die jüngsten Spiele beim TSV hat unsere Mannschaft in angenehmer Erinnerung: Am 16. Mai 2018 holte sie nach dem 1:1 dort die Meisterschaft, in der vergangenen Saison gelang am 7. Oktober 2018 ein äußerst glücklicher 2:1-Auswärtssieg, und auch davor erreichte Weiche im Garbsener Stadtteil einen Sieg (2:1 am 2. April 2017) und ein Unentschieden (1:1 am 20. März 2016). Der Ex-Zweitligist fügte allerdings den Fördestädtern im jüngsten Aufeinandertreffen am 13. April 2019 im Rückspiel der vergangenen Saison eine 1:2-Heimniederlage zu. Havelse gilt als eine spielstarke Mannschaft, die seit 2010 in der Regionalliga Nord vertreten ist und damit aktuell in ihre zehnte Viertliga-Saison in Folge geht.

 

Weiche: Kirschke – Njie, Argyris, Jürgensen (Kap.) – Pastor Santos, Paetow, Hartmann, Stöhr – Graudenz (68. K. Schulz/V), Isitan (V/60. Thomsen), Andersen (75. Wulff).

 

Tor: 0:1 Isitan (36.).

 

Zuschauer: 818, darunter rund 25, die es mit den Flensburgern hielten (einschl. fünf Fans vom 1. FC Germania Egestorf/Langreder), im VW Podbi-Sportpark an der Constantinstraße, Hannover-List.

 

Schiedsrichter: Julian Lüddecke (SF Ahlum/Wolfenbüttel), hatte bei zahlreichen körperbetonten Duellen reichlich zu tun, leitete aber sehr gut und zog sechsmal „Gelb“ (Vilches-Bermudez nach Foul an Pastor Santos, 28.; Tayar nach Foul an Wulff, 81.; Öney nach Foul an Wulff, 82.; Kiene nach Foul an Pastor Santos, 90./Isitan nach Foul an Kiene, 34.; K. Schulz nach taktischem Foul, 90.+5); korrigierte seinen Pfiff, nachdem Argyris den Ball mit dem Knie zu Kirschke zurückgespielt und der Assistent an der Linie ein Vergehen darin gesehen hatte, dass der Flensburger Torhüter den Ball mit der Hand aufgenommen hatte (12.).

 

 

Die Trainerstimmen:

 

Unser Trainer Daniel Jurgeleit konnte sich kurzfassen: „Im Grunde war es ein Arbeitssieg. Wir haben uns sehr schwer getan, aber wir haben zu Null gespielt und drei Punkte geholt. Der HSC hat das sehr engagiert gemacht. Wir mussten bis zur letzten Sekunde aufpassen, haben aber die Führung mit Leidenschaft verteidigt.“ Er wünschte dem HSC für den weiteren Saisonverlauf viel Glück.

 

Der HSC-Trainer Martin Polomka zeigte sich trotz der Niederlage sehr stolz. Man müsse die ganze Situation berücksichtigen. Heute ging es gegen eine erfahrene Regionalligamannschaft, die oben mitspielen wolle. „Dafür haben wir ein richtig geiles Spiel gemacht und uns nicht hinten reingestellt, sondern mit zwei Spitzen und zwei offensiven Mittelfeldspielern agiert.“ Man habe das Spiel selbst verloren, weil es für Weiche noch schwerer geworden wäre, wenn seine Mannschaft nicht in Rückstand geraten oder sogar selbst in Führung gegangen wäre. Dann hätte man sich noch mehr hineinsteigern können. So wurde das Spiel in der zweiten Halbzeit ein Abnutzungskampf. Optimistisch schloss er: „Wenn wir gegen einen solchen Gegner ein solches Spiel machen, habe ich keine Sorge, dass wir den Klassenerhalt nicht schaffen werden.“

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