SC Weiche Flensburg 08
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Punktgewinn an der Weser

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7. Spieltag: Mittwoch, 28. August 2019
SV Werder Bremen II – SC Weiche Flensburg 08 1:1 (0:0)

Der SC Weiche Flensburg 08 kam am siebenten Spieltag der Regionalliga Nord bei der U 23 des SV Werder Bremen zu einem 1:1-Unentschieden. Die Partie am Mittwochabend auf dem Platz 11 des Geländes neben dem Weserstadion war überschattet von ständigem Gewittergrollen im Hintergrund, vielen Regengüssen und der bangen Frage, ob die Partie über 90 Minuten zu Ende geführt werden könne. Beiden Mannschaften fehlte inmitten der „englischen Woche“ letztlich die Überzeugung in der Offensive, um das Spiel vor 263 Zuschauern, darunter etwa 20 Flensburgern und – mal wieder – René Guder, gewinnen zu können. Während Weiche im vierten Gastspiel der laufenden Saison den zehnten Auswärtspunkt einsacken konnte und in fremden Stadien ungeschlagen blieb, behielt der Werder-Nachwuchs seinen Nimbus, nun auch im neunten Duell mit den Flensburgern bei jetzt sechs Remis und 16:8 Toren aus Bremer Sicht noch nicht verloren zu haben. Seit dem Abstieg der Werder-Zweiten aus der Dritten Liga war es nun im dritten Aufeinandertreffen das dritte 1:1-Remis zwischen beiden Kontrahenten, die sich auch fast auf den Tag genau vor einem Jahr an gleicher Stelle nach ähnlichem Spielverlauf mit diesem Resultat getrennt hatten.

Fünf Tage nach dem 2:0-Sieg über die U 21 des Hamburger SV nahm Trainer Daniel Jurgeleit in der Startelf keinerlei Veränderungen vor. Die Viererkette vor Torhüter Florian Kirschke im 4-5-1-System bildeten weiterhin Kevin Njie (rechts), Jovan Vidovic, Angelos Argyris (beide zentral) und Christian Jürgensen (links). Wie zuletzt spielten Torge Paetow, Dominic Hartmann und Kevin Schulz im zentralen Mittelfeld. Ilidio Pastor Santos (rechts) und Casper Olesen (links) agierten auf den Außenbahnen. Tim Wulff begann wieder als einzige echte Sturmspitze. Auch die Einwechselspieler blieben unverändert, obgleich sie in anderer Reihenfolge die Bühne betraten. Zur Pause kam Finn Wirlmann für den leicht angeschlagenen Jovan Vidovic (Rückenblockade) mit der Folge, dass Weiche auf eine Dreierkette mit Kevin Njie, Angelos Argyris und Torge Paetow umstellte. Dann ersetzte Gökay Isitan die Sturmspitze Tim Wulff. Schließlich kam noch Jonas Andersen für Kevin Schulz, der zehn Minuten vor Schluss nach einem Wadenkrampf das Zeichen gab, dass es bei ihm nicht mehr weiterginge. Ersatztorhüter Raphael Straub, Ture Blaue, Patrick Thomsen, Julian Stöhr und Tayfun Can komplettierten das 19er Aufgebot. Nicht im Kader waren neben den langzeitverletzten Nedim Hasanbegovic und Jonas Walter (beide Knie) sowie dem Rekonvaleszenten Marvin Ibekwe (noch mit Trainingsrückstand) auch Fabian Graudenz (Rücken) und Florian Meyer, der aktuell ebenfalls über Knieprobleme klagt.

Die Partie begann am Ende eines heißen, schwülwarmen Tages in Bremen mit Temperaturen deutlich jenseits der 30 Grad wegen eines unwetterartigen Gewitters, das rund 70 Minuten vor dem angesetzten Spielbeginn einsetzte, mit knapp 20 Minuten Verspätung. Allerdings schien diese Verzögerung auch beide Seiten eher zu hemmen. Spielfluss kam kaum zustande. Werder hatte insgesamt vor der Pause mehr vom Spiel und mehr offensive Aktionen. SC-Torhüter Florian Kirschke parierte aber einen ersten Versuch von Philipp von halblinks (4.) und nahm einen Ball auf, als Badjie mal zu einer Möglichkeit gekommen war (15.). Zu jener Zeit war der leider nicht-sportliche Höhepunkt der ersten 45 Minuten schon vorbei. Werder-Trainer Konrad Fünfstück hatte von Schiedsrichter Marco Scharf die Rote Karte gezeigt bekommen (11.), nachdem offenbar der Arzt der Gastgeber lautstark wegen des nahen Gewitters eine Spielunterbrechung gefordert hatte („Das ist ja lebensgefährlich, was Du hier machst.“). Tatsächlich gab es fortlaufend das Grollen von Donnern im Hintergrund, aber eine reale Gefahr für die Spieler bestand nach Ansicht des Unparteiischen nicht. Dass die Gastgeber in Folge dessen sowohl die Ordnungskräfte als auch die Balljungen abzogen und ernsthaft erwogen, als Veranstalter das Spiel aus Sicherheitsgründen abzubrechen, beschäftigte zumindest einen Großteil der Besucher auf der überdachten Tribüne, unter die auch alle Stehplatzkarteninhaber gebeten wurden. Der mit Kunstfasern verstärkte Naturrasen – ein Hybridrasen – sei für Blitzeinschläge besonders anfällig, hieß es von Werder-Seite.

Fußball wurde dennoch gespielt. Dabei hatten die Hanseaten – wie schon erwähnt – mehr vom Geschehen, jedoch ohne besonders druckvoll zu agieren. Badjie setzte einen Schuss vom linken Strafraumeck ebenso vorbei (27.) wie zweimal Kapitän Schumacher: erst per flachem Dropkick von halblinks (31.), dann einen Freistoß flach aus fast 30 Metern (35.). Die Grün-Weißen reklamierten zudem einen Strafstoß, als Jovan Vidovic an der linken Strafraumgrenze ins Duell mit Philipp musste (37.), ehe der eifrige, jedoch oft überhastet wirkende Philipp die beste Werder-Chance vor der Pause ausließ, als er nach einem Rückpass von links in guter Position den Kasten nicht traf (38.). Und Weiche? Unsere Mannschaft wirkte offensiv nicht willens genug. Bei einem Seitfallzieher von Tim Wulff nach einem weiten Einwurf von Torge Paetow war Torhüter Plogmann ohne große Probleme zur Stelle (24.). Und bei der schönsten Kombination mit Diagonalpass von Jovan Vidovic auf Christian Jürgensen, Kopfballverlängerung auf Casper Olesen sowie nachfolgendem Doppelpass wieder mit unserem Kapitän setzte der Däne den Abschluss vom linken Strafraumeck deutlich zu hoch an (36.). So ging es torlos in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie kurzzeitig Fahrt auf. Erst prüfte Angelos Argyris seinen eigenen Torhüter Florian Kirschke, als er in eine Flanke von rechts grätschte (47.). Dann war unser Schlussmann auch schon geschlagen. Einen Flachpass in die Tiefe konnte sich Pudic auf links erlaufen, er passte fast von der Grundlinie zurück auf Philipp, der diesmal die Nerven behielt und Florian Kirschke mit hartem Abschluss aus neun Metern in die halbrechte Ecke bezwang (48.).

Unsere Mannschaft war gefordert und hatte gleich ihre bis dahin beste Chance. Torge Paetow hatte satt aus der zweiten Reihe geschossen, Torhüter Plogmann zur Seite abgewehrt, Kevin Schulz bediente von rechts den gerade eingewechselten Finn Wirlmann im Zentrum, der die Kugel am Fünfmeterraum am Tor rechts vorbei setzte (50.). Nachdem Torhüter Plogmann dann einen Kopfball des nach der Pause deutlich offensiver agierenden Christian Jürgensen pariert hatte (55.), fiel doch der Ausgleich. Tim Wulff hatte einen Ball von rechts noch einmal scharf gemacht und nach innen geflankt, Casper Olesen war zur Stelle, köpfte die Kugel aus fünf Metern zum 1:1-Ausgleich in die linke Ecke (58.) – sein Premierentreffer für den SC Weiche!

Nach dem Ausgleich bekam unsere Mannschaft das Spiel zunehmend in den Griff, wenn auch auf die jungen Bremer immer geachtet werden musste. Deren beste Chance der letzten halben Stunde vergab Ihorst, der einen flachen Pass auf rechts in die Tiefe aufnehmen konnte und schon an Torhüter Florian Kirschke vorbei schien, beim Schuss aus spitzem Winkel aber noch zum Eckstoß geblockt wurde (60.). Ansonsten kamen nun nur die Fördestädter zu nennenswerten Abschlüssen. Einen weiten Ball von der Mittellinie von Angelos Argyris köpfte Christian Jürgensen im Rückwärtslaufen am Tor rechts vorbei (65.). Der Schuss von Casper Olesen wurde noch geblockt, sodass Torhüter Plogmann parieren konnte (67.). Die beste Gelegenheit versiebte dann Ilidio Pastor Santos, der nach Ablage von Dominic Hartmann eine sehr gute Schussposition hatte, den Ball aber deutlich über den Kasten setzte (73.). Schließlich parierte Werder-Schlussmann Plogmann den Kopfball von Kevin Schulz nach Flanke von Angelos Argyris (77.). Im Strafraum verpassten zudem mehrere Flensburger (83.), ehe der eingewechselte Gökay Isitan in der Schlussminute den Ball im Fallen aus 17 Metern von halbrechts links am Pfosten vorbeisetzte (90.). So blieb es nach ganzen 15 Sekunden Nachspielzeit beim am Ende leistungsgerechten 1:1-Unentschieden.

Die auffälligsten Bremer waren Innenverteidiger Fionouke, der sich mit Tim Wulff viele harte Duelle lieferte, und Stürmer Philipp. Das Spiel ankurbeln konnte Rieckmann als defensive Schaltstation am besten. Bei unserer Mannschaft ging Kapitän Christian Jürgensen, obgleich nach einem Zweikampf früh lädiert, mit großem Einsatz voran. Gute Noten konnten sich zudem Casper Olesen, Ilidio Pastor Santos und Dominic Hartmann verdienen.

Zum Abschluss dieser „englischen Woche“ empfängt unsere Mannschaft am Sonnabend, 31.08.2019, ab 13.30 Uhr den FC Eintracht Norderstedt. Die Rand-Hamburger waren glänzend in die Saison gestartet, besiegten zunächst vor 1.495 Zuschauern daheim Altona 93 mit 5:2, dann auch den Heider SV mit 6:1, ehe sie auswärts beim Lüneburger SK Hansa zu einem 1:1-Remis kamen. Danach aber verlor man in der Schlussphase im eigenen Stadion das Derby „beim“ FC St. Pauli II mit 2:4 und das Heimspiel gegen Holstein Kiel II mit 2:3, ehe die 0:4-Niederlage beim Meister VfL Wolfsburg II die Eintracht endgültig wieder auf den Boden der Tatsachen zurückführte. Zwar spricht auch die Bilanz der bisherigen Aufeinandertreffen eindeutig für Weiche, hat unsere Mannschaft schließlich daheim noch kein einziges Duell gegen die Eintracht und insgesamt nur eines der zwölf Spiele – am 16. August 2016 mit 1:2 im Edmund-Plambeck-Stadion, als Thomas Seeliger „EN“ trainierte – verloren, doch das Beispiel des mit 0:2 vergeigten Heimspiels gegen Rehden vor einigen Wochen sollte Mahnung genug sein. Volle Konzentration ist auch gegen den Ex-Verein von Tayfun Can gefragt.

Weiche: Kirschke – Njie, Vidovic (46. Wirlmann), Argyris, Jürgensen (Kap.) – Pastor Santos, Paetow (V), Hartmann, K. Schulz (80. Andersen), Olesen – Wulff (72. Isitan).

Tore: 1:0 Philipp (48.), 1:1 Olesen (58.).

Zuschauer: 263, darunter etwa 20 Flensburger, unter Flutlicht am „Platz 11“ am Weserstadion, Bremen-Peterswerder.

Schiedsrichter: Marco Scharf (TSV Altenwalde/Cuxhaven), behielt angesichts der Wetterunruhen in der Nachbarschaft die Nerven und hatte die Partie mit je einer Gelben Karte (Philipp nach Foul an Paetow, 42./Paetow wegen Haltens von Mensah Quarshie, 84.) im Griff.

Die Trainerstimme:
Unser Trainer Daniel Jurgeleit zeigte sich zufrieden, allerdings keinesfalls überschwänglich. „Aufgrund der ersten Halbzeit, als wir nicht den richtigen Zugriff hatten, war es nach dem Rückstand in der zweiten Halbzeit eine gute Leistung“, so unser Verantwortlicher, der dann der vergebenen Chance zum Siegtor ein wenig nachtrauerte, als Ilidio Pastor Santos „nach guter Ballstafette unter den schweren Bedingungen“ das Tor nicht traf. Bis zum Schluss habe man versucht, den Siegtreffer zu erzielen. „Am Ende muss man, so wie das Spiel läuft, zufrieden sein. Die Umstellung zur Pause, das Gegentor direkt nach der Halbzeit – das muss man erst einmal verkraften. Wir sind auswärts weiterhin ungeschlagen und haben nun ein schönes Heimspiel vor der Brust“, so unser Trainer abschließend.

Die Stimme eines Abwehrroutiniers:
Unser leicht angeschlagen zur Pause ausgewechselter Abwehrrecke Jovan Vidovic blieb gegenüber dem NDR ähnlich sachlich: „Wir hatten die Chance in der zweiten Halbzeit, haben aber erst einmal nach einem Rückstand einen Punkt mitgenommen. Wenn Du nun am Wochenende zuhause gewinnst, ist alles in Ordnung.“

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