SC Weiche Flensburg 08
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POKALSIEG !!!!!!

  Spielinfo

1. FC Phönix Lübeck – SC Weiche Flensburg 08 1:2 (1:1, 0:1) n. V.

Der SC Weiche Flensburg 08 hat zum zweiten Mal nach 2018 den SHFV-Lotto-Landespokalwettbewerb gewonnen. Im Finale der kurios verlaufenen Saison 2020/21 setzte sich unsere Mannschaft auf neutralem Platz gegen den 1. FC Phönix Lübeck am Sonntagnachmittag nach Verlängerung denkbar knapp und etwas glücklich mit 2:1-Toren durch. Nach 90 umkämpften Minuten hatte es 1:1-unentschieden gestanden. Die Partie im quasi „ausverkauften“ Uwe-Seeler-Fußball-Park des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV) in Bad Malente glich einem Boxkampf mit Überlänge, bei dem die beiden Kontrahenten einfach nicht K. O. gehen wollten und mit zunehmender Zeit doch nur noch über den Platz taumelten. Vor offiziell 250 Zuschauern – beide Vereine hatten jeweils 100 Tickets für ihre Fans erhalten – hatte unsere Mannschaft bei sonnigem Wetter und Temperaturen von deutlich über 20 Grad das glücklichere Ende für sich. Weiche konnte damit bei der sechsten Teilnahme am Landespokalendspiel zum zweiten Mal den Platz als Sieger verlassen und sich so für den DFB-Pokalwettbewerb der Saison 2021/22 qualifizieren, während Phönix auf den zweiten Triumph nach 1976 weiter warten muss. Unser Trainer Thomas Seeliger fand ehrliche Worte für den traurigen Verlierer: „Das war eine ganz enge Kiste. Das Spiel hätte in alle Richtungen gehen können.“ Harald Uhr, Weiches Geschäftsführer für Finanzen, lobte indes den „Wahnsinnswillen“ unserer Mannschaft und sah in dem Pokalsieg letztlich auch den verdienten Lohn für eine überragende Saison mit 12 Siegen aus 13 Pflichtspielen.

 

Trainer Thomas Seeliger entschied sich zum dritten Mal in Folge für die gleiche Anfangsformation. So liefen Kevin Njie, Kapitän Torge Paetow, Patrick Thomsen und Ilidio Pastor Santos als Viererkette vor Torhüter Florian Kirschke auf. Wie gehabt nahmen Finn Wirlmann, Kevin Schulz und Dominic Hartmann drei Plätze im Mittelfeld ein, wobei sich bei eigenem Ballbesitz Finn Wirlmann zwischen Torge Paetow und Patrick Thomsen schob, sodass sich eine Dreierkette formierte und sich Kevin Njie und Ilidio Pastor Santos auf den Außen weit nach vorn orientieren konnten. Den Angriff bildeten erneut Nico Empen (rechts), Christopher Kramer (zentral) und Casper Olesen (links). Eingewechselt wurden – bedingt durch nachlassende Kräfte und beginnende Schmerzen – erst Malte Petersen und Noel Kurzbach für Finn Wirlmann und Christopher Kramer, dann Jonas Walter für Dominic Hartmann sowie schließlich Martin Pitter und Jonah Gieseler für Kevin Schulz und Nico Empen. Aufgrund der fünf Wechsel blieben aus dem 18er Spieltagskader lediglich Ersatztorhüter Jonas Wolz, der weiterhin den verletzten Raphael Straub vertrat, und Florian Meyer auf der Bank. Neben dem verletzten Bjarne Schleemann musste auch Marcel Cornils passen, der noch vom Spiel bei Kilia Kiel angeschlagen war. Für ihn war der spätere „Matchwinner“ Martin Pitter in den Spieltagskader gerutscht. Außerdem schafften es Johannes Siregar, Mathias Andersen und Jacob Andersen nicht in den Kader für diese Partie.

 

Unsere Mannschaft hatte den deutlich besseren Start. Schon nach 28 Sekunden prüfte Christopher Kramer mit sehenswertem Kopfball auf Flanke von Kevin Njie den Lübecker Schlussmann Kevin Tittel, der die Kugel mit den Fingerspitzen über die Latte lenken konnte (1.). Dann verzog Finn Wirlmann vom Strafraum flach nach mustergültigem Rückpass von Casper Olesen (5.). Und die dritte Offensivaktion saß dann schon. Ein Eckball von der linken Seite, getreten von Casper Olesen, bereitete Torhüter Kevin Tittel Probleme, seine Abwehr verwertete Christopher Kramer gedankenschnell und artistisch aus der Drehung zum 0:1 (11.). Die Lübecker reklamierten bei dieser Szene, doch Schiedsrichterin Susann Kunkel (Eichede), die ihre Abschiedsvorstellung gab, konnte auch nach Rücksprache mit ihrem Assistenten an der Linie keinen Regelverstoß feststellen. Unsere Mannschaft hatte gleich noch eine Möglichkeit, als Nico Empen am zweiten Pfosten zum Kopfball kam, nachdem erneut Kevin Njie nach kurz ausgeführtem Eckstoß geflankt hatte. Kevin Tittel war aber sicher zur Stelle (17.).

 

Dem sehr guten Flensburger Beginn hatten die Hansestädter zunächst lediglich einen Abschluss von Kenny Korup entgegenzusetzen, der aber SC-Torhüter Florian Kirschke vor keinerlei Probleme stellte (10.). Doch allmählich legte Phönix den übergroßen Respekt ab, wurde gleichwertig und kam auch noch zu zwei Möglichkeiten. Zunächst war es Ex-Weiche-Spieler Fabian Graudenz bei seinem ersten Startelfeinsatz für seinen neuen Verein. Sein Schuss wurde von Patrick Thomsen zum Eckstoß abgefälscht, wobei der Ball nur knapp am Pfosten vorbeizischte (18.). Deutlicher verzog Conor-Jonathan Gnerlich, der nach einem Abwehrfehler in guter Position zum Abschluss kam, doch die Kugel rutschte dem „Adlerträger“ über den Spann (27.). Das war es auch schon an notierenswerten Aktionen der ersten Halbzeit, in der Phönix nach etwa 20 Minuten zunehmend das Zepter übernahm, aber kaum torgefährlich werden konnte.

 

In dieser Art ging es zunächst auch nach Wiederanpfiff weiter. Phönix hatte viel Ballbesitz und versuchte, das Flensburger Tor zu bestürmen, während Weiche abwartend agierte und nach vorn lange Zeit nicht gefährlich wurde. So wurde es ein Abnutzungskampf, wobei Phönix zwischenzeitlich über die größeren Kraftreserven zu verfügen schien. Die erste Möglichkeit nach der Pause hatte dennoch Weiche, als den Eckstoß von Casper Olesen von der linken Seite Torge Paetow am zweiten Pfosten auf das Tor köpfen konnte, doch die Hansestädter klärten vor der Linie (64.). Nachdem dann auf der Gegenseite Dominik Wüst aus guter Position die Kugel am Kasten vorbeigesetzt hatte (66.), bekam unsere Mannschaft plötzlich nochmal Offensivdrang. Erst Kevin Schulz per Kopf nach Eckstoß von Nico Empen (72.), dann zweimal Nico Empen selbst (76., 77.) verfehlten jedoch das Lübecker Gehäuse und damit eine mögliche Vorentscheidung. Auch bei einem weiten Einwurf von Torge Paetow, der durch die Abwehr der Hansestädter durchrutschte, lag das zweite Flensburger Tor in der Luft (79.). Damit aber kein falscher Eindruck entsteht: Das Spiel machte Phönix mit viel Ballbesitz und einem dauerhaften Anrennen, während Weiche zunehmend körperlich angeschlagen schien. Bei der besten Lübecker Gelegenheit – einem direkt getretenen Eckstoß vom eingewechselten Maurice Maletzki von der linken Seite – rettete Jonas Walter geradeso auf der Linie (82.). So schien sich unsere Mannschaft irgendwie durchmogeln zu können. Aber dann passierte es doch noch: Nach einem Eckstoß und viel Gemenge im Flensburger Strafraum traf der eingewechselte Corvin Bock flach ins Eck zum verdienten 1:1-Ausgleich (88.). Und als Maurice Maletzki per Kopf auf das kurze Eck zielte und Florian Kirschke sicher zupackte (90.+5), war die Verlängerung perfekt.

 

In der ersten Halbzeit der Verlängerung hatte Lübeck die besseren Möglichkeiten. Abdullah Abou Rashed traf per direktem Freistoß die Oberlatte (96.), dann setzte er die Kugel nach Einzelaktion über den Kasten (101.), und schließlich rutschte Haris Hyseni an einen Querpass am Fünfmeterraum knapp am Ball vorbei (103.) – Dusel für Weiche! Dafür bekam unsere Mannschaft in der zweiten Hälfte der Verlängerung das Spiel wieder besser unter Kontrolle. Torge Paetow traf per Kopf nach einem Eckstoß das Außennetz (109.). Und dann kam sie, die Minute für wahre Fußballheldengeschichten: Einen weiten Einwurf von Torge Paetow verlängerte der eingewechselte Jonah Gieseler in Richtung des zweiten Pfostens, worauf der ebenfalls eingewechselte Martin Pitter spekulierte. Unser Däne, der nur durch die Verletzung von Marcel Cornils in den Kader gerutscht war und der Weiche aus beruflichen Gründen in drei Tagen offiziell verlassen wird, bekam den Ball an den Kopf, woraufhin die Kugel an den Pfosten und von dort ins Tor trudelte (114.).

 

Phönix gab nicht auf, doch als Kenny Korup nach einer Flanke den Ball weit über das Tor drosch (120.), war das Pulver der Lübecker verschossen. Die fast dreiminütige Nachspielzeit brachte Torhüter Florian Kirschke dann beinahe allein über die Runden.

 

Die besten Akteure bei Phönix Lübeck waren lange Zeit Conor-Jonathan Gnerlich auf der linken Seite und Fabian Graudenz, der im Mittelfeld dem Spiel der Marzipanstädter Struktur gab. Später zeichneten sich auch Kusi Kwame als kampfstarker „Sechser“ und der eingewechselte Maurice Maletzki auf der linken Bahn aus. Auf Flensburger Seite war Ilidio Pastor Santos der beste Spieler. Außerdem konnten sich wie gehabt unsere „Abwehrtürme“ Torge Paetow und Patrick Thomsen sowie Torschütze Christopher Kramer positiv hervortun.

 

Nach diesem Finale geht es für unsere Mannschaft in eine kurze Sommerpause, ehe Mitte Juli die Vorbereitungen für die kommende DFB-Pokal- und Regionalliga-Saison 2020/21 aufgenommen werden. Schon am kommenden Sonntag (04.07.2021, 18.30 Uhr) werden die Flensburger Augen auf die in Dortmund stattfindende und in der ARD übertragene Auslosung der ersten Runde der DFB-Pokal-Saison 2021/22 gerichtet sein, wenn zum zweiten Mal im Topf auch ein Los mit dem SC Weiche Flensburg 08 zu finden sein wird.

 

Weiche: Kirschke – Njie, Paetow (Kap./V), Thomsen (V), Pastor Santos – Wirlmann (V/69. Petersen), Hartmann (79. Walter), K. Schulz (83. Pitter/V) – Empen (83. Gieseler), Kramer (69. Kurzbach), Olesen.

 

Tore: 0:1 Kramer (11.), 1:1 Bock (88.), 1:2 Pitter (114.).

 

Zuschauer: 250, darunter 100 Flensburger, im ausverkauften Uwe-Seeler-Fußball-Park, Bad Malente.

 

Schiedsrichterin: Susann Kunkel (SV Eichede), hatte mit dem umkämpften, insgesamt aber fairen Spiel ordentlich zu tun und verlängerte die Partie bei den vier gespielten Halbzeiten um insgesamt rund zwölf Minuten.

 

 

Trainerstimmen zum Spiel:

 

Der Trainer des 1. FC Phönix Lübeck, Daniel Safadi, gratulierte Trainer und Mannschaft des SC Weiche zum Pokalsieg. „Sie haben das ganz ordentlich gemacht“, meinte der Verantwortliche, um dann zu seiner Elf zu kommen. „Wir waren die ersten 15 Minuten zu nervös und wurden dann mutiger“, so der Trainer, der auf seine Mannschaft stolz sein wollte. Man habe nach der Anfangsphase keine weitere herausgespielte Torchance von Weiche zugelassen, so Daniel Safadi.

 

Unser Trainer Thomas Seeliger gab die Glückwünsche an seinen Trainerkollegen zunächst zurück. „Es war heute eine ganz enge Kiste. Es war zu erwarten, dass es eine enge Kiste werden wird. Ich muss aber meinen Jungs ein großes Kompliment machen.“ Und weiter: „Wir wollten zur zweiten Halbzeit etwas tiefer stehen und den Gegner mehr kommen lassen“, meinte der Trainer, der dann auch zugab: „Das Spiel hätte in alle Richtungen gehen können.“ Seinen Jungs zollte er erneut großen Respekt, wie sie nach so langer Pause diese drei Spiele bewältigt haben. „Jetzt hoffen wir auf ein gutes Los im DFB-Pokal“, meinte Thomas Seeliger, wobei er sich selbst die Frage stellte, was denn ein gutes Los sei. „Wir freuen uns“, meinte er erleichtert und blickte nochmals in Richtung des unterlegenen Kontrahenten: „Phönix, wir sehen uns wieder. Alles Gute Euch“, gab er dem Endspielgegner mit.

 

 

Weitere Stimmen aus dem Flensburger Lager:

 

Liga-Finanz-Geschäftsführer Harald Uhr war überglücklich: „Die Mannschaft hat einen Wahnsinnswillen. Wir haben 12 von 13 Spielen in dieser Saison gewonnen. Das ist der verdiente Lohn.“

 

Co-Trainer Klaus-Peter „KaPe“ Nemet sah es später mal wieder recht gelassen: „Wir wollten es spannend machen. Wenn Du den Pokal gewinnst, hast Du letztlich alles richtig gemacht.“

 

Der beste Flensburger, Ilidio Pastor Santos, meinte: „Wir haben gut gekämpft am Ende. Das Spiel war schwer, aber die Mentalität war sehr gut.“

 

Siegtorschütze Martin Paustian Pitter konnte sein Glück kaum fassen: „Das war perfekt. Ich konnte mir keinen besseren Abschluss wünschen. Jonah verlängert mit dem Kopf, ich stelle meinen Körper rein, bekomme den Ball gegen den Kopf, treffe dann den Pfosten und dann geht der Ball rein.“

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