SC Weiche Flensburg 08
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Optimale Punktzahl nach Zittersieg

  Spielinfo

Heider SV – SC Weiche Flensburg 08 0:1 (0:0)

Sechs Punkte nach zwei Spieltagen – besser geht es nicht! Eine Woche nach dem 3:1-Auftaktsieg gegen den FC Eintracht Norderstedt setzte sich der SC Weiche Flensburg 08 am 2. Spieltag der neue Regionalliga-Saison auch beim ersten Auswärtsauftritt beim Heider SV mit 1:0 durch. Am Sonnabendnachmittag sahen 500 Zuschauer im ausverkauften HSV-Stadion an der Meldorfer Straße eine spannende, wenngleich nicht gutklassige Partie mit einem schwer erkämpften und letztlich zudem erzitterten Sieg unserer Mannschaft. Bei windig frühherbstlichem Wetter sorgte nicht nur der zwischenzeitliche Regen in der zweiten Halbzeit bei den Flensburger Verantwortlichen – Gäste-Fans waren nicht zugelassen – für einige Schauer-Einlagen. Unser Trainer Thomas Seeliger erkannte nach der Partie an: „Es war ein sehr intensives Spiel, das in beide Richtungen gehen kann.“ Doppeltes Pech für die Gastgeber, die einem Punktgewinn sehr nahe waren: Aufgrund der Corona-Auflagen war die Besucherkapazität bei 400 verkauften Dauerkarten schnell erreicht. Zu diesem Landesduell hätte man 2.000 Tickets absetzen können, hieß es von Seiten der Dithmarscher, die dann auch noch verkraften mussten, dass ausgerechnet „ihr“ Jonah Gieseler das Flensburger Siegtor erzielte.

 

Nach dem gelungenen Auftakt gegen Norderstedt änderte Trainer Thomas Seeliger die Startelf zweimal. Für den angeschlagenen Jonas Walter begann im defensiven Mittelfeld Finn Wirlmann. Julian Stöhr ersetzte außerdem Rechtsverteidiger Kevin Njie, wechselte allerdings mit Ilidio Pastor Santos die Seiten. So formierte sich vor Torhüter Florian Kirschke die Viererkette mit Ilidio Pastor Santos, Torge Paetow, Patrick Thomsen und Julian Stöhr. Die Mittelfeldreihe im 4-1-4-1 besetzten wie gegen Norderstedt Marcel Cornils, Dominic Hartmann, Martin Paustian Pitter und Casper Olesen. Als einzige Spitze begann Jonah Gieseler. Bereits zur Pause kamen Jacob Andersen (rechts) als Pflichtspieldebütant und Nico Empen (links) für die beiden Außenbahnen. Sie lösten Finn Wirlmann und Marcel Cornils ab, wobei Casper Olesen in die Zentrale und Martin Paustin Pitter auf die „Sechs“ gingen. Später wurden Kevin Schulz und Kevin Njie für Casper Olesen und Ilidio Pastor Santos eingewechselt. Im 19er-Kader des Spieltages standen des Weiteren Ersatztorhüter Raphael Straub, Bjarne Schleemann, Malte Petersen und Noel Kurzbach. Nicht in das Tagesaufgebot schafften es neben den leicht angeschlagenen Jonas Walter, Johannes Siregar und Christopher Kramer auch Ture Blaue, Florian Meyer, Mathias Andersen und Tayfun Can.

 

Nach Ehrung mehrerer ausgeschiedener Spieler – darunter auch Jonah Gieseler –, die der Heider SV vor dem Anpfiff vornahm, begann die Partie spektakulär, als Dominic Hartmann vom Anstoßkreis mit Windunterstützung Torhüter Tom Pachulski prüfte. Der HSV-Torhüter konnte die Kugel nach fünf Sekunden Spielzeit im Zurücklaufen gerade noch zum Eckstoß lenken (1.). Nur wenig später setzte Finn Wirlmann einen zweiten Ball von der Strafraumkante knapp vorbei (3.). Doch dieser verheißungsvolle Auftakt verpuffte alsbald. Die am Beginn noch deutlich zu sehende Überlegenheit der Flensburger verflüchtigte sich immer mehr. Heide arbeitete sich in die Partie und setzte einen Paukenschlag, als Alexander Vojtenko aus Nahdistanz den Pfosten traf, nachdem der Ex-Fördestädter Jan Ole Butzek (kam vor der Saison vom TSB Flensburg) – einzige Spitze im 4-1-4-1 von Trainer Sönke Beiroth – nach einem Diagonalball und Stellungsfehler in der Weiche-Abwehr auf halblinks viel Platz hatte, nach innen schwenken konnte, mit dem Abschluss jedoch zu lange gezögert hatte (21.).

 

In der Folge verwickelten die konzentriert agierenden Dithmarscher die Fördestädter immer wieder in Zweikämpfe. Ungenauigkeiten im Passspiel und fehlende Wirkungen von den Außenpositionen erschwerten es, sich Chancen zu erarbeiten. Nicht nur einmal reklamierte Trainer Thomas Seeliger lautstark, das Spiel in die Breite zu ziehen, um dann über die Außen zu kommen. Doch hinter die nicht einmal besonders tief stehende HSV-Abwehr kam Weiche nicht. So blieb es bei einer – wenngleich sehr guten – Chance für die Gäste, als nach einer Kopfballverlängerung von Jonah Gieseler die Kugel Martin Paustian Pitter am zweiten Pfosten vor die Füße fiel, doch der junge Däne war zu überrascht, der Ball verfehlte knapp das Ziel (37.). So ging es torlos in die Halbzeitpause.

 

Thomas Seeliger bestückte zu den zweiten 45 Minuten beide Außenbahnen neu – und schien damit Erfolg zu haben. Über Nico Empen und Jonah Gieseler landete das Streitobjekt beim gerade eingewechselten Liga-Debütanten Jacob Andersen, der sich quirlig im Strafraum behaupten konnte. Von halblinks konnte er zwar Torhüter Tom Pachulski überwinden, doch der Ball wurde noch von der Linie gekratzt (47.). Es folgte allerdings die beste Phase der Gastgeber. Jan Wansiedler setzte Alexander Vojtenko über rechts ein. Die flache Eingabe fischte sich SC-Torhüter Florian Kirschke, wobei auch die Fahne an der Linie wegen einer Abseitsstellung hochgegangen war (55.). Aber es schien eine Art Weckruf der Schwarzhosen zu sein. Wenig später prüfte Alexander Vojtenko aus der Distanz Florian Kirschke (59.), dann setzte Marvin Ehlert einen Kopfball nach Flanke von Steffen Neelsen knapp zu hoch an – eine richtig gute Chance des „kleinen HSV“ zur Führung (60.).

 

Unsere Mannschaft kam in der Folge wieder besser in die Partie. Es ging mal richtig zügig über Casper Olesen, der mit dem Abschluss zu lange zögerte, und Jonah Gieseler, dessen Schuss geblockt wurde, ehe Dominic Hartmann den Abpraller in die zweite Etage setzte (61.). Und – inzwischen mitten im Regenschauer – gleich noch einmal hatte Dominic Hartmann nach Ablage von Jacob Andersen eine gute Schussmöglichkeit, doch Torhüter Tom Pachulski parierte sicher (63.). Zum Führungstreffer benötigte unsere Mannschaft allerdings die Hilfe von Hinrich Schröder, der bei einem langen Ball von Julian Stöhr in die Spitze wegrutschte. Ausgerechnet der „verlorene Sohn des Heider SV“, Jonah Gieseler, hatte dadurch plötzlich freie Fahrt, traf von halblinks in die rechte Ecke zum 0:1 (71.). Der Torschütze später: „Über ein Tor freut man sich immer – auch wenn es gegen Heide war.“

 

Die Gastgeber verloren in der Schlussphase jegliche Scheu, wurden immer mutiger, öffneten allerdings dafür ihre Abwehr. So hatte Nico Empen gleich drei gute Gelegenheiten zur Entscheidung. Erst prüfte er nach weitem Einwurf von Torge Paetow mit einem Flachschuss aus der Drehung den HSV-Torhüter, der blitzartig abgetaucht war (81.), schließlich parierte Tom Pachulski auch den Kopfball nach einer genauen Rechtsflanke von Kevin Schulz (83.). Nico Empen wurde dann von Jacob Andersen noch aus der eigenen Hälfte geschickt, konnte den Pass aber nicht gut verarbeiten (85.). Dieses leichtfertige Nichtnutzen der Möglichkeiten hätte sich beinahe noch gerächt. Bei einer tückischen Flanke von rechts zeigte sich SC-Torhüter Florian Kirschke auf dem Posten, lenkte die Kugel noch über die Latte (82.). Und unser Schlussmann rettete in der Nachspielzeit den hauchdünnen Vorsprung endgültig, als er erst den Kopfball von Mika Kieselbach aus dem oberen Tordreieck fischte und dann blitzartig wieder unten war, als Marvin Meißner den Abpraller am rechten Pfosten versenken wollte – was für eine Doppelchance der Gastgeber (90.+1)! So konnten die Flensburger am Ende tief durchatmen und den knappen Sieg bejubeln.

 

Beim Heider SV fielen vor allem nach dem Seitenwechsel Jan Wansiedler, der halbrechts seine Qualitäten einbringen konnte, und offensiv der überraschend früh (63.) ausgewechselte Alexander Vojtenko besonders auf. Gute Noten verdiente sich zudem Torhüter Tom Pachulski. Auf Flensburger Seite konnte vor allem das defensive Zentrum mit den erfahrenen Innenverteidigern Torge Paetow und Patrick Thomsen sowie dem jungen Martin Paustian Pitter überzeugen, wobei Letzterer mit enormem läuferischen Aufwand bis zum Schluss sehr gut nach hinten arbeitete. Den knappen Sieg indes hielt mit seiner Doppelparade in der Nachspielzeit der fehlerfreie Torhüter Florian Kirschke fest.

 

Zum zweiten Auswärtsspiel in Folge und zum Auftakt der ersten „englischen Woche“ reist unsere Mannschaft – leider erneut ohne Fans – am kommenden Sonntag, 20.09.2020, Anstoß um 14 Uhr, zum FC St. Pauli II, der seine Heimpartien im Norderstedter Edmund-Plambeck-Stadion derzeit unter Ausschluss der Öffentlichkeit austrägt. Den Auftakt auf dem Norderstedter Rasen konnte der Nachwuchs der Braun-Weißen gegen Heide mit 3:1 gewinnen. Aktuell ist die U 23 des Zweitligisten von Trainer Joachim Philipkowski eine enorm junge Mannschaft, die Corona-bedingt wohl nicht auf Akteure des Profi-Kaders hoffen kann. Im Vorjahr gewann Weiche die Partie zuhause mit 4:1. Zum Rückkampf kam es dann aufgrund des vorzeitigen Saisonabbruches nicht mehr. Insgesamt ist unsere Mannschaft in 15 Vergleichen mit den „Jungs in Braun“ bei acht Remis noch ungeschlagen. Im Edmund-Plambeck-Stadion gab es bei den jüngsten beiden Gastspielen jeweils ein 1:1-Remis.

 

Weiche: Kirschke – Pastor Santos (V/78. Njie), Paetow (Kap.), Thomsen, Stöhr – Wirlmann (V/46. Empen) – Cornils (46. J. Andersen), Hartmann, Pitter, Olesen (72. K. Schulz) – Gieseler.

 

Tor: 0:1 Gieseler (71.).

 

Zuschauer: 500 im ausverkauften Stadion an der Meldorfer Straße, Heide.

 

Schiedsrichterin: Franziska Wildfeuer (VfB Lübeck), mit sehr guter Spielleitung; gab je zweimal „Gelb“ (Schröder nach Foul an J. Andersen, 52.; Ehlert nach Halten von Stöhr, 62./Wirlmann nach Foul an Hahn, 23.; Pastor Santos nach Foul an Busch, 69.).

 

 

Die Trainerstimme:

 

Unser Trainer Thomas Seeliger fühlte sich bestätigt. „Ich habe kein anderes Spiel erwartet“, meinte er, um herauszustellen: „Es gibt in der Regionalliga kein einfaches Spiel. Du musst in jedem Spiel an die Grenzen gehen.“ Der Ex-Profi weiter: „Wir wollten über außen kommen“, was nicht gelungen sei. Der Gegner habe die Zweikämpfe gesucht. „Er hat hervorragend gefightet. Heide hat es auf seine Art und Weise richtig gut gemacht. Hier musst Du erst einmal gewinnen“, zeigte sich unser Trainer zugleich erleichtert, um noch ein „Mund abwischen“ hinzuzufügen. Auf einzelne Spieler wollte er wie gewöhnlich nicht eingehen, aber bei der Aufzählung Kirschke, Paetow, Thomsen, Pitter schloss er sich an: „Sie haben in der Tat ihren Job richtig gut gemacht.“

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