SC Weiche Flensburg 08
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Nullnummer im Verfolgerduell

  Spielinfo

FC Eintracht Norderstedt – SC Weiche Flensburg 08 0:0

 

Am 25. Spieltag der Regionalliga Nord kam der SC Weiche Flensburg 08 am Sonntagnachmittag beim FC Eintracht Norderstedt zu einem torlosen Remis. Mit dem Punkt im Verfolgerduell beim Tabellensechsten untermauerte unsere Mannschaft den dritten Platz im Klassement. Die 510 Zuschauer im Edmund-Plambeck-Stadion – darunter etwa 50, die es mit den Flensburgern hielten – sahen bei guten äußeren Bedingungen eine Partie, die insgesamt arm an Höhepunkten war. Unsere Mannschaft, die ohnehin schon nicht in personell bester Formation auflaufen konnte, musste die verletzungsbedingten Auswechslungen – zu Beginn beider Halbzeiten – von Fabian Graudenz und Kapitän Christian Jürgensen verkraften. Doch auch so verteidigte sie gleich drei kleine Serien: Erstens hat Weiche zuletzt gegen Norderstedt am 16. August 2015 verloren; es folgten fünf knappe Siege (mit 8:2 Toren) und nunmehr vier Unentschieden. Zweitens blieb unsere Mannschaft nach zuletzt zwei 1:0-Heimsiegen gegen Norderstedt im dritten Aufeinandertreffen mit der Eintracht hintereinander ohne Gegentreffer. Und kaum bemerkt wird drittens, dass unsere Mannschaft in der Liga nun schon seit fünf Spielen ungeschlagen ist.

 

Zum Abschluss der um zwei Tage etwas verlängerten „englischen“ Auftaktwoche war Trainer Daniel Jurgeleit durch die verletzungsbedingten Ausfälle von Kevin Njie (Muskelverletzung im Oberschenkel) und Nico Empen (Außenbandriss im Sprunggelenk) aus dem Spiel gegen Heide (2:1) gezwungen, seine Startelf auf zwei Positionen zu verändern. Außerdem nahm der Trainer zwei weitere Wechsel vor, indem er die Angreifer Casper Olesen und Tim Wulff aus Belastungsgründen schonen wollte. Wie schon im Spiel gegen Heide übernahm Ilidio Pastor Santos den Platz von Kevin Njie. Außerdem kehrten der zuvor „Gelb“-gesperrte Torge Paetow und der etatmäßige Kapitän Christian Jürgensen in die Anfangsformation zurück. Vierter Neuer war Tayfun Can, der gegen seinen Ex-Verein sein Startelfdebüt geben durfte. Einziger „echter“ Angreifer in einem 4-2-3-1-System war Fabian Graudenz, der von Tayfun Can, Torge Paetow und Dominic Hartmann im eher offensiven Mittelfeld unterstützt werden sollte. Angelos Argyris und Christian Jürgensen übernahmen die defensive Rolle im somit kompakteren Mittelfeld. Die Viererkette vor Torhüter Florian Kirschke bildeten Ilidio Pastor Santos (rechts), Patrick Thomsen, Jovan Vidovic (beide zentral) und Julian Stöhr. Schon nach einer Viertelstunde sah sich Trainer Daniel Jurgeleit zum ersten Wechsel gezwungen. Für den mit Muskelverletzung ausscheidenden Fabian Graudenz kam Casper Olesen. Als Tim Wulff zu Beginn der zweiten Halbzeit den arg lädierten Christian Jürgensen ersetzen musste, gingen Casper Olesen und Dominic Hartmann nominell jeweils eine Position zurück. In der Schlussphase kam dann noch Kevin Schulz zu seinem Comeback. Für ihn verließ Tayfun Can den Platz. Im 19er-Kader des Spieltages standen zudem Ersatztorhüter Raphael Straub, Ture Blaue (der am Vortage beim 6:3-Heimsieg unserer Oberliga-Mannschaft gegen den VfB Lübeck II über 90 Minuten Spielpraxis sammeln konnte), Finn Wirlmann und Marvin Ibekwe sowie nach längerer Verletzungspause erstmals in der laufenden Saison Nedim Hasanbegovic. Neben den zuletzt in der Reha befindlichen Jonas Walter, Florian Meyer und Gökay Isitan gesellten sich nun auch Kevin Njie und Nico Empen zu den nicht einsatzfähigen Spielern.

 

Die Partie nahm nur äußerst langsam Fahrt auf, was daran lag, dass sich beide Mannschaften nicht locken lassen wollten und zuvorderst aus einer sicheren Ordnung heraus operierten. So lagen die ersten, allerdings noch wenig gefährlichen Torabschlüsse auf Flensburger Seite. Beim von Fabian Graudenz von rechts getretenen Freistoß hatte Lars Huxsohl im Eintracht-Tor erhebliche Probleme, zumal Jovan Vidovic vor ihm aufgetaucht war. Den zweiten Ball setzte Dominic Hartmann dann über den Kasten (10.) wie auch Christian Jürgensen etwas später (19.), nachdem es kurz zuvor den ersten Eckstoß – ebenfalls für Weiche – gegeben hatte (18.). Zu jener Zeit war unsere Mannschaft schon arg angeschlagen, war doch erst Fabian Graudenz nach vielversprechenden Aktionen zu Beginn mit einer Muskelverletzung vom Platz gegangen (14.), dann der gerade erst wiedergenesene Christian Jürgensen im Luftkampf mit Evans Nyarko auf die Schulter gefallen. Dass es bei seinen Aufstehversuchen und wenig später bei seiner Rückkehr auf den gut bespielbaren Platz jeweils Beifall von der Haupttribüne gab, soll hier positiv erwähnt werden. Dennoch: Unser Kapitän, der in der Folgezeit noch einige Schmerzen in anderen Körpergegenden ertragen musste, stand beinahe sinnbildlich für unsere Elf, die sich etwas lädiert über den Platz bewegte und bei den Schussversuchen das gegnerische Tor zuweilen deutlich verfehlte. Jedenfalls setzten auch Torge Paetow nach Ablage von Casper Olesen (21.) und Angelos Argyris (34.) die Kugel am Norderstedter Kasten vorbei. Während „EN“-Torhüter Lars Huxsohl die lang und länger werdende Flanke von Julian Stöhr mit etwas Mühe noch pflückte (31.), sprang er bei der tückischen Freistoß-Flanke von Casper Olesen am Streitobjekt vorbei, Christian Jürgensen war allerdings zu überrascht, um den Fauxpas nutzen zu können (45.).

 

Von Norderstedt war lange Zeit gar nichts zu sehen, was auch daran lag, dass unsere Mannschaft taktisch diszipliniert mit kompaktem Mittelfeld agierte und sich ebenfalls nicht locken ließ. Zuallererst jedoch lag es an der Eintracht selbst, die offensiv sehr verhalten agierte. Bei einer flachen Eingabe von Rico Bork von der linken Seite war SC-Torhüter Florian Kirschke sicher zur Stelle (21.). Es war die erste Torannäherung der Gastgeber. Dann trafen Evans Nyarko (26.) und nach schönem Pass in die Tiefe von Rico Bork auf halblinks Johann von Knebel (37.) den Flensburger Kasten nicht. Nils Brüning sorgte auf Rechtsaußen einmal für Unruhe, doch an seine scharfe Eingabe kam Nathaniel Amamoo nicht heran (36.). Und den direkt und flach von Philipp Koch auf den kurzen Pfosten getretenen Freistoß fischte sich Weiche-Schlussmann Florian Kirschke sicher (41.). So ging es ohne die ganz großen Aufreger und ohne Tore in die Pause. Damit kein falscher Eindruck entsteht: Torchancen waren auch deshalb rar gesät, weil beide Mannschaften viele Abspielfehler produzierten und zuweilen unkonzentriert wirkten.

 

Nach dem Seitenwechsel übernahm dann unsere Mannschaft mehr und mehr das Kommando auf dem Platz, freilich ohne sich die ganz großen Tormöglichkeiten zu erspielen. Tayfun Can verfehlte nach Vorarbeit von Julian Stöhr ebenso den Kasten (59.) wie Julian Stöhr selbst bei einem zweiten Ball (69.) oder Casper Olesen nach einem Querspiel des eingewechselten Tim Wulff (70.). Den besten Flensburger Angriff inszenierte dann Tayfun Can über die rechte Seite. Dessen Rückpass nahm Dominic Hartmann von der Strafraumgrenze direkt. Mit dem Flachschuss hatte Torhüter Lars Huxsohl Probleme, doch Tim Wulff kam einen Tick zu spät (73.). Insgesamt aber dominierte Weiche nun die Partie, tauchte jetzt immer wieder im Strafraum auf, so auch als Torge Paetow über rechts Dampf machte (81.). Ein Flensburger Treffer wäre wohl angesichts dessen, dass nun Weiche deutlich mehr als der Gastgeber in das Spiel investierte, nicht unverdient gewesen. Allerdings musste unsere Mannschaft in der Rückwärtsbewegung immer wieder aufpassen. Schon am Beginn der zweiten 45 Minuten hatte Johann von Knebel aus spitzem Winkel Florian Kirschke geprüft (52.). Später hämmerte der Norderstedter eine Direktabnahme deutlich am Kasten vorbei (74.). Immerhin: Die Eintracht hatte in der Schlussphase noch zwei richtig gute Möglichkeiten, bei denen Florian Kirschke eingreifen musste. Erst war der Weiche-Schlussmann bei einem von Philipp Koch in den Rückraum getretenen Eckstoß von links zur Stelle, als es Rico Bork aus 18 Metern direkt versuchte und die Kugel abgefälscht wurde (79.), dann parierte unsere Nummer Eins bei seiner besten Tat den tückischen Schuss von Evans Nyarko (89.). Weil kurz zuvor Nils Brüning auf der linken Seite den riesigen Platz, den ihm die Flensburger Defensive bot, nicht nutzen konnte (85.), blieb es letztlich beim torlosen und insgesamt unspektakulären Remis.

 

Der Gastgeber hatte in Evans Nyarko im offensiven und Philipp Koch im defensiven Mittelfeld seine auffälligsten Akteure. Bei unserer Mannschaft verdienten sich die Innenverteidiger Patrick Thomsen und Jovan Vidovic sowie Casper Olesen als Feldspieler die besten Noten. Zudem hinterließ Torhüter Florian Kirschke einen sicheren Eindruck.

 

Wieder sind es nur fünf Tage, bis es in der Liga für unsere Mannschaft weitergehen wird. Am Freitagabend, 13. März 2020, kommt es ab 19.30 Uhr unter Flutlicht im Manfred-Werner-Stadion zu einem absoluten Topspiel. Mit dem VfB Lübeck gastiert nicht nur der Landesrivale und Vorjahresvizemeister an der Bredstedter Straße, gegen den Weiche in der Liga zuletzt dreimal nicht gewinnen konnte (0:0 im vergangenen Heimspiel am 10. Mai 2019, 1:3 und 0:2 an der Lohmühle) sowie das Landespokalfinale 2019 verlor (0:1). Und der VfB verfügt nicht nur über die größte Fan-Anhängerschaft, die sich garantiert auch an der Förde entsprechend lautstark präsentieren wird. Er ist zugleich die Mannschaft der Stunde, die zuletzt in der Regionalliga acht „Dreier“ in Folge feierte und durch den 2:1-Auswärtssieg vor kurzem beim VfL Wolfsburg II die Tabellenführung übernahm. So sind die Grün-Weißen – einst sogar Zweitligist, u. a. in zwei Spielzeiten, in denen Daniel Jurgeleit für den VfB auf Torjagd ging (1995-1997) – inzwischen der Top-Favorit auf die Meisterschaft und damit den Drittliga-Aufstieg. Mit Ahmet Metin Arslan (16 Saisontore) und Patrick Hobsch (13) verfügen die Marzipanstädter über das gefährlichste Sturmduo der Liga. Aber der VfB ist generell in allen Mannschaftsteilen exzellent besetzt, hat bereits 64 Treffer erzielt und in 25 Spielen nur 24 Gegentore kassiert. Allerdings: Bangemachen gilt nicht! Unsere Mannschaft muss sich vor den Grün-Weißen, die im vergangenen Jahr ihr 100. Vereinsjubiläum feiern konnten, nicht verstecken. Drei der vier Niederlagen kassierte der VfB auswärts. In Drochtersen und Rehden hieß es 0:1, in Havelse 1:3. Da konnten die jeweiligen Gastgeber den Favoriten niederringen. Und warum sollte das nicht auch Weiche gelingen? Nebenbei: Für Gökay Isitan, Dominic Hartmann, Kevin Schulz und Nedim Hasanbegovic wird es ein Wiedersehen mit dem Ex-Verein werden.

 

Weiche: Kirschke – Pastor Santos, Thomsen, Vidovic, Stöhr – Argyris (V), Jürgensen (Kap./50. Wulff) – Can (V/83. K. Schulz), Paetow, Hartmann – Graudenz (14. Olesen).

 

Tore: keine.

 

Zuschauer: 510, darunter ca. 50 Flensburger, im Edmund-Plambeck-Stadion, Norderstedt.

 

Schiedsrichter: Daniel Fleddermann (VfL Weiße Elf Nordhorn), ersetzte kurzfristig den erst angesetzten André Schönheit (TSV Gellersen/Lüneburg), wohltuend sachlich, bekam die Partie auch durch mahnend-klare Ansagen an die Spieler – bei jeweils zwei Gelben Karten (Bork, Foul an Hartmann, 43.; Brown, Foul an Jürgensen, 46./Argyris, Unsportlichkeit, 33.; Can, taktisches Foul an Nyarko, 35.) – sehr gut in den Griff.

 

 

Die Trainerstimmen:

 

Unser Trainer Daniel Jurgeleit „hätte gern drei Punkte mitgenommen“, wie er sagte. Es habe auch durchaus danach ausgesehen, denn seine Mannschaft habe die zweite Halbzeit bestimmt und ihre Möglichkeiten gehabt. „In der ersten Halbzeit standen wir gut“, meinte er, nur habe es einige leichte Abspielfehler und viele Unkonzentriertheiten gegeben. Dennoch habe man auch in der ersten Halbzeit seine Möglichkeiten gehabt. So müsse man mit dem Punkt und der Null klarkommen. „Es war ein ordentliches Spiel, und wir sind gut aufgetreten“, meinte der Trainer, der darauf verwies, dass die Wolfsburger U 23 vor zwei Wochen an gleicher Stelle mächtig ins Schlingern gekommen war. „Aus meiner Sicht ist es ein glücklicher Punkt für Norderstedt“, so Daniel Jurgeleit.

 

Der Trainer des FC Eintracht Norderstedt, Jens Martens, wollte da unserem Verantwortlichen nur in einem Punkt Recht geben, in einem zweiten jedoch widersprechen. Er würde es nicht so sehen, dass der Punkt für Norderstedt glücklich sei. Die erste Halbzeit sei an seine Mannschaft gegangen, die zweite an Weiche. „Wir haben hier gegen den Tabellendritten einen Punkt geholt. Das geht für uns in Ordnung“, so der Eintracht-Trainer weiter. Man sei nicht durchschlagskräftig genug gewesen, habe aber extrem gut vor allem die vielen Kopfballsituationen verteidigt. Da müsse er seiner Mannschaft aufgrund der Abwehrleistung ein Kompliment machen.

 

 

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