SC Weiche Flensburg 08
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Mit vier Toren zur Tabellenführung

  Spielinfo

FC St. Pauli II – SC Weiche Flensburg 08 0:4 (0:1)

 

Auch das zweite Auswärtsspiel in Folge konnte der SC Weiche Flensburg 08 für sich entscheiden. Am 3. Spieltag der Nord-Gruppe der Regionalliga besiegte unsere Mannschaft zum Auftakt der ersten „englischen Woche“ die U 23 des FC St. Pauli mit 4:0 (1:0). Damit gelang ihr am Sonntagnachmittag im Edmund-Plambeck-Stadion von Norderstedt – leider Corona-bedingt unter Ausschluss der Öffentlichkeit, jedoch in Anwesenheit unserer Ex-Spieler Fabian Graudenz und Gökay Isitan – bei allerbestem Fußballwetter der Sprung an die Tabellenspitze. Nach der Partie gratulierte der Trainer der Gastgeber, Joachim Philipkowski, seinem Gegenüber Thomas Seeliger mit etwas Flachserei: „Das war mein Geburtstagsgeschenk.“ Unser Übungsleiter sprach hingegen von der fußballerisch besten Leistung der bisherigen drei Partien seiner Jungs. Im 16. Spiel zwischen beiden Mannschaften bei acht Remis war es der achte und bislang zudem deutlichste Flensburger Sieg.

 

Trainer Thomas Seeliger nahm gegenüber der Startelf von der Partie in Heide (1:0) drei Änderungen vor. Für Julian Stöhr, Martin Paustian Pitter, der sich im Abschlusstraining verletzt hatte, und Marcel Cornils liefen Kevin Njie, Kevin Schulz und der Ex-St.-Paulianer Nico Empen von Beginn an auf. So bildeten Kevin Njie, Torge Paetow, Patrick Thomsen und Ilidio Pastor Santos die Viererkette vor Torhüter Florian Kirschke. Die Vierer-Mittelfeld-Reihe vor Finn Wirlmann komplettierten Nico Empen und Kevin Schulz zu Dominic Hartmann und Casper Olesen, während als einzige Spitze Jonah Gieseler begann. Eingewechselt wurden in der zweiten Halbzeit nacheinander erst Marcel Cornils und dann die drei Debütanten Christopher Kramer, Noel Kurzbach und Bjarne Schleemann, die somit zu ihrem ersten Weiche-Regionalliga-Einsatz kamen. Im 19er-Aufgebot des Spieltages standen außerdem Ersatztorhüter Raphael Straub, Ture Blaue, Julian Stöhr und Florian Meyer. Hingegen waren diesmal die bei der U 23 zum Oberliga-Auftakt eingesetzten Johannes Siregar, Mathias Andersen – beide waren Torschützen beim 2:0-Sieg gegen Inter Türkspor Kiel – und Tayfun Can, die leicht angeschlagenen Martin Paustian Pitter und Jonas Walter sowie Malte Petersen und Jacob Andersen nicht im Spieltagskader.

 

Unsere Mannschaft begann dominant und war in der Anfangsviertelstunde die bessere, weil auch aktivere Elf. Die erste gute Szene ging auf ihr Konto, als Ilidio Pastor Santos sich links schön durchsetzte und flach nach innen passte. Casper Olesen kam aus 13 Metern zum Abschluss, doch Torhüter Jesper Heim parierte den Flachschuss, wenngleich mit Mühe (5.). Mehr sprang allerdings nicht heraus, und so langsam wurde der Nachwuchs des Zweitligisten frecher. Bei der Flanke von Max Brandt von der rechten Seite war Florian Kirschke zur Stelle, nachdem ein Diagonalball auf Pingdwinde Beleme erstmals für etwas Unruhe in der Flensburger Defensive gesorgt hatte (19.). Die jungen Hamburger kamen immer besser ins Spiel. Einen direkt von Cemal Sezer getretenen Freistoß aus gut 25 Metern, zentrale Position, parierte Florian Kirschke ohne große Mühe (23.); bei einem zweiten von halblinks, knapp 18 Metern Torentfernung, hatte der Schlussmann des SC schon deutlich mehr Probleme (40.). Unsere Mannschaft geriet zwar nicht ins Schlingern – dazu waren die Angriffe der Elbestädter nicht zielstrebig genug –, aber der eigene Ballbesitz hielt oft nicht lange an. „Mehr Fußball spielen“, forderte daher auch Trainer Thomas Seeliger laut hörbar von seinen Mannen (35.). Dabei hätten schon zwei Aktionen zur Führung genügen können. Erst hatte Casper Olesen einen Querpass abgefangen und über Nico Empen den Konter eingeleitet, doch Dominic Hartmann zögerte zu lange, dribbelte und wurde geblockt (33.). Dann unterlief Besfort Kolgeci ein kapitaler Fehler, aber auch Casper Olesen zögerte im Dribbling zu lange, lief schließlich von halblinks nach halbrechts quer durch das Angriffsdrittel, ohne zum Abschluss zu kommen (38.). Die dritte derartige Aktion saß allerdings. Wieder war es ein schnelles Umkehrspiel unserer Mannschaft, Kevin Schulz legte vor dem Strafraum quer in den Lauf des links postierten Nico Empen, der die Kugel direkt nahm und sie gegen die Laufrichtung des Torhüters zum 0:1 ins lange Eck schlenzte (42.).

 

Weiche war zu Beginn der zweiten 45 Minuten die deutlich bessere Mannschaft. Nun wurde früher attackiert, schneller der Ball erobert und den Hamburgern nicht so viel Platz gelassen. Jonah Gieseler unter Bedrängnis von der Strafraumkante (48.) und Dominic Hartmann (51.) verfehlten noch das Tor. Dann aber passte es. Das Attackieren von Jonah Gieseler führte zu einem unkontrollierten Schlag der Hausherren, den Dominic Hartmann aufnehmen konnte. Sein Querspiel auf den halblinks am Strafraum postierten Casper Olesen verwertete unser Däne mit einem Abschluss zum 0:2 ins lange Eck (54.). Zwar musste Weiche-Torhüter Florian Kirschke mit einer spektakulären Glanztat bei der Chance von Pingdwinde Beleme aus Nahdistanz den Anschlusstreffer verhindern (64.), doch wenig später war die Partie entschieden. Wieder zahlte sich das frühe Attackieren – diesmal vom gerade eingewechselten Marcel Cornils im Duett mit Nico Empen aus. Weil sich Torhüter Jesper Heim und Innenverteidiger Moritz Frahm nicht einig waren, hatte Nico Empen plötzlich freie Fahrt und ein leeres Tor vor sich, in das er das Streitobjekt zum 0:3 schubste (68.).

 

In den letzten 20 Minuten tat sich nicht mehr viel. Die Platzherren gaben nicht auf und hatten zu guter Letzt noch zwei Möglichkeiten zur Resultatsverbesserung. Erst schickte Mert Kuyucu die einzige echte Spitze der Gastgeber, Cemal Sezer, lang in den Strafraum, doch wieder war ein rettendes Abwehrbein des überragenden Patrick Thomsen dazwischen (89.). Dann setzte Cemal Sezer den Kopfballaufsetzer nach Flanke von Mert Kuyucu am Weiche-Kasten links vorbei (90.+2). Wie eine zusätzliche Strafe für die jungen St.-Paulianer wirkte da die letzte Aktion von drei eingewechselten Flensburgern: Christopher Kramer hatte einen Ball abgefangen und in den Lauf von Marcel Cornils geköpft, dem nach einer nicht idealen Ballmitnahme nichts anderes übrig blieb, als die Kugel von der Torauslinie an den Fünfmeterraum zurückzupassen. Dort kam Noel Kurzbach herangerauscht, der das Runde im Ping-Pong mit Schlussmann Jesper Heim im kurzen Eck zum 0:4-Endstand unterbrachte (90.+3).

 

Beim FC St. Pauli II waren der rechte Innenverteidiger Moritz Frahm und Max Brandt im Mittelfeld die besten Akteure. Auffällig agierten auch die einzige Spitze Cemal Sezer und der erst nach einer Stunde eingewechselte dribbelstarke Aurel Loubongo-M’Boungou. Aus unserer sehr geschlossen auftretenden Mannschaft ragte Patrick Thomsen mit allerbesten Zweikampfwerten heraus. Während wie zuletzt schon Torhüter Florian Kirschke und Torge Paetow ohnehin überzeugen konnten, zeigten sich zudem Kevin Njie und Nico Empen stark formverbessert.

 

In dieser ersten „englischen Woche“ der Saison geht es für unsere Mannschaft mit dem Heimspiel gegen die SV Drochtersen/Assel am kommenden Mittwoch, 23. September 2020, weiter. Der Anpfiff der Flutlichtpartie wird um 19.30 Uhr ertönen. Gegen den Kontrahenten aus dem Landkreis Stade hat Weiche eine Serie von zuletzt sechs Siegen in Folge zu verteidigen. Die Spielvereinigung konnte aus dem Manfred-Werner-Stadion bei bislang vier Anläufen keinen Zähler mitnehmen, erzielte bei den Niederlagen – 0:4, 0:1, 0:1, 0:2 – noch nicht einmal einen Treffer. Allerdings zählt die SV D/A zu den Mitfavoriten, zumindest der Nord-Gruppe, wobei einige in der von Lars Uder betreuten erfahrenen Mannschaft sogar einen Titel- und damit Drittliga-Aufstiegsanwärter sehen. Mit den jüngsten beiden Siegen gegen Heide (3:0) und zuvor in Norderstedt (1:0) sind die Niedersachsen auch schon auf Platz 3 vorgesprungen, sodass uns ein echtes Spitzenspiel erwartet.

 

Weiche: Kirschke – Njie, Paetow (Kap.), Thomsen, Pastor Santos – Wirlmann (V/79. Schleemann) – Empen (74. Kurzbach), K. Schulz (68. Kramer), Hartmann, Olesen – Gieseler (V/66. Cornils).

 

Tore: 0:1 Empen (42.), 0:2 Olesen (54.), 0:3 Empen (68.), 0:4 Kurzbach (90.+3).

 

Zuschauer: 0 (unter Ausschluss der Öffentlichkeit) im Edmund-Plambeck-Stadion, Norderstedt.

 

Schiedsrichter: Marco Scharf (TSV Altenwalde/Cuxhaven), leitete die lange Zeit umkämpfte Partie sehr kommunikativ und lautstark; zeigte sechsmal „Gelb“ (Kuyucu wegen Haltens von Empen, 45.; Dursun wegen Unsportlichkeit, 49.; Heim wegen Meckerns, 51.; Kolgeci nach Foul an Kurzbach, 75./Gieseler nach Foul an Franzke, 39.; Wirlmann nachträglich wegen Foulspiels, 55.).

 

 

Die Trainerstimmen:

 

Unser Trainer Thomas Seeliger, der zuvor an seiner ehemaligen Wirkungsstätte auf eine falsche Schreibweise im Namensschild aufmerksam gemacht hatte (die Gastgeber: „Das war unser Praktikant.“), zeigte sich an seinem Geburtstag sichtlich zufrieden: „Es ist schön, wieder hier zu sein. Umso schöner ist es, zum Ehrentag zu gewinnen. Wir sind gut in die Partie reingekommen. Ab der 20. Minute haben wir dann den Faden verloren, aber eigentlich keine Torchance zugelassen.“ Zur zweiten Halbzeit meinte unser Trainer: „Wir wollten druckvoller agieren und haben da das Spiel im Griff gehabt.“ Allerdings hat Florian Kirschke einmal hervorragend pariert. Da hätte die Begegnung noch einmal kippen können, meinte der Ex-Profi. „Wir sind froh, gewonnen zu haben, und hoffen, dass der Lauf jetzt am Mittwoch gegen Drochtersen/Assel so weiter geht.“

 

Der Trainer der U 23 des FC St. Pauli, Joachim Philipkowski, sah ein Spiel seiner sehr jungen Mannschaft gegen eine sehr erfahrene. Das habe man anfangs gemerkt, als man zu viel Respekt gehabt habe. „Wie wir das Tor kriegen, ärgert mich. Wir verlieren unnötig den Ball, laufen in einen Konter, und dann ist das auch gut gemacht, speziell von Nico Empen.“ In der zweiten Halbzeit habe der Gegner mehr gedrängt. „Wir haben Fehler gemacht und den Gegner eingeladen. So war das Spiel dann schnell vorbei, auch wenn wir weitergespielt haben und zwei Chancen hatten.“ Gegen Flensburg – erinnerte sich der Trainer – habe man noch nie gewonnen. Jetzt müsse man die Jungs aufbauen. Der Kader sei dünn besetzt, so der erfahrene Übungsleiter weiter.

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