SC Weiche Flensburg 08
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Lehrreiche Testspielniederlage gegen dänischen Zweitligisten

  Spielinfo

Kolding IF Fodbold – SC Weiche Flensburg 08 2:0 (0:0)

 

Im ersten der beiden geplanten Testspiele des vergangenen Wochenendes musste der SC Weiche Flensburg 08 am Sonnabendnachmittag beim dänischen Zweitligisten Kolding IF Fodbold eine 0:2-Niederlage hinnehmen. Die für den Sonntag geplante Partie beim PSV Union Neumünster musste indes rund drei Stunden vor Spielbeginn witterungsbedingt abgesagt werden. Das angekündigte Sturmtief „Sabine“ ließ eine Austragung der Begegnung mit dem aktuellen Oberliga-Zehnten nicht zu.

 

So blieb aus dem geplanten Doppeltest nur die Partie in Kolding. Dort setzten sich die lange Zeit überlegen auftretenden Dänen bei guten äußeren Bedingungen auf dem Kunstrasen im Koldinger Stadtteil Bramdrupdam aufgrund einer starken ersten halben Stunde verdientermaßen durch. Der traditionelle Flensburger Vorbereitungsgegner trumpfte mit hohem Tempo auf und zeigte sich so spielstark wie in keinem der vergangenen Aufeinandertreffen, wie unser Trainer Daniel Jurgeleit und sein diesmal nur zuschauender etatmäßiger Kapitän Christian Jürgensen nach der Partie unisono einschätzten. Zuletzt hatte Weiche zweimal gegen Kolding verloren (1:2 im Juli 2019, 1:3 im Januar 2019), davor zweimal Remis gespielt (3:3 im Juli 2017, 4:4 im Januar 2017) und im Juli 2016 mit 1:0 gewonnen. Trainer Daniel Jurgeleit zeigte sich trotz der Niederlage nicht unzufrieden: „Es war ein sehr hohes Wettkampftempo, hohes Pressing des Gegners, sodass wir im Ballbesitz immer Druck hatten. Wir haben es nicht geschafft, länger das 0:0 zu halten. Und wir hätten auch gern noch ein Tor gemacht.“ Wie sein Kapitän Christian Jürgensen („ein super lehrreicher Test“) sprach er davon, dass man aus dem Spiel viel lernen und mitnehmen könne.

 

Neben den zuletzt bereits fehlenden Nedim Hasanbegovic und Florian Meyer sowie dem in der Vorwoche beim Warmmachen in Middelfart umgeknickten Torhüter Florian Kirschke standen verletzungsbedingt auch Angelos Argyris und Gökay Isitan nicht zur Verfügung. Ebenso verzichteten aus Vorsichtsgründen Christian Jürgensen und Jonas Walter vor Ort auf einen Einsatz. Trainer Daniel Jurgeleit setzte alle weiteren 17 Akteure aus dem Regionalliga-Kader ein, wobei die erste Elf über mehr als eine Stunde auf dem Platz blieb. Als Ersatztorhüter stand erstmals Jonas Wolz aus der A-Junioren-Mannschaft zur Verfügung; er blieb jedoch 90 Minuten auf der Bank.

 

Der dänische Aufsteiger in die Erste Division, aktuell Vierter der zweithöchsten Spielklasse, hatte vor der Pause deutlich mehr vom Geschehen und hätte bis zum Halbzeitpfiff schon führen müssen. Vor allem der pfeilschnelle Denis Fazlagic hatte Chance auf Chance. Er ging zunächst auf der linken Seite auf und davon, um dann aus fünf Metern aus sehr spitzem Winkel den Kasten zu verfehlen (3.). Wenig später lupfte er nach einem Fehlpass im Flensburger Spielaufbau die Kugel am Kasten vorbei, als er aus zentraler Position zum Abschluss kam (10.). SC-Torhüter Raphael Straub parierte mit Fußabwehr prächtig, als erneut Fazlagic schneller als die Flensburger Defensive war und aus zehn Metern von halblinks schießen konnte (12.). Nach einem schnell über rechts ausgeführten Freistoß köpfte die anfangs omnipräsente dänische Nummer 24 am Kasten rechts vorbei (14.), und schließlich brachte er die Kugel aus Nahdistanz wieder nicht im Flensburger Tor unter (20.). Bis dahin wirkten die Dänen gedanklich und physisch oft schneller. Nachdem Ilidio Pastor Santos danach im letzten Moment einen Dänen noch am Abschluss hindern konnte (27.), stabilisierte sich die Flensburger Defensive zunehmend. Nach vorn ging freilich wenig. Der als zentraler Stürmer auflaufende Marvin Ibekwe wollte einmal von der Mittellinie im Solo davonziehen, scheiterte aber am starken Innenverteidiger Mathias Högsholt (37.), und als der erneut aufmerksame Kapitän der Dänen den von Dominic Hartmann getretenen Freistoß zu seinem Torhüter Frederik Ibsen zurückköpfte, hatte auch der Schlussmann mal einen Ballkontakt (43.).

 

Beide Mannschaften verzichteten zur Pause auf Spielerwechsel. Kurz nach Wiederanpfiff war Frederik Ibsen dann das erste Mal gefordert, doch der Koldinger Torwächter war einen Schritt vor Casper Olesen am Ball (49.). Die Gastgeber, inzwischen nicht mehr so drangvoll agierend, kamen schließlich zur Führung. Simon Smidt wurde auf links freigespielt und passte den Ball vor der Torauslinie an das Fünfmetereck zurück, wo Christian Kudsk ihn direkt zum 1:0 hoch ins kurze Eck versenkte (58.). Nur wenig später konnte KIF nachlegen. Diesmal erliefen sich die Dänen über rechts im Flensburger Strafraum einen Ball, nach dem Rückpass ins Zentrum störte Dominic Hartmann von hinten den möglichen Schützen regelwidrig. Den fälligen Strafstoß verwandelte Denis Fazlagic sicher unten rechts zum 2:0 (66.).

 

Nach dem unmittelbar folgenden Sechsfach-Wechsel auf Flensburger Seite erzielte unsere Mannschaft gegen insgesamt etwas nachlässiger werdende und nun ebenfalls in den Wechselmodus übergehende Dänen nicht nur Ausgeglichenheit. Jetzt kam Weiche endlich zum ersten Eckstoß, getreten von Fabian Graudenz (74.), und zu Abschlüssen. Zielten Torge Paetow von halblinks am linken Pfosten (80.) und Kevin Schulz akrobatisch nach weitem Einwurf von Tayfun Can beinahe aus gleicher Position am rechten Pfosten vorbei (88.), so musste KIF-Torhüter Frederik Ibsen bei den Schüssen von Kevin Njie vom Strafraum von halbrechts (84.), Tayfun Can von halblinks (84.) und Fabian Graudenz (90.+1) immerhin zupacken. Zu einem Treffer reichte es freilich nicht, sodass es beim 2:0 für die Gastgeber blieb. In der umkämpften, aber fair geführten Partie hatte es viermal „Gelb“ gegeben: Mike Vestergard nach Foul an Ilidio Pastor Santos (41.) und Morten Ohlsen nach Foul an Torge Paetow (60.) auf dänischer sowie Dominic Hartmann nach Foul an Simon Smidt (54.) und Ture Blaue nach Foul an Martin Hedeager Jensen (79.) auf deutscher Seite.

 

Aus unserer Mannschaft konnten sich vor allem Kevin Njie, der diesmal als rechter Innenverteidiger aufgeboten wurde, und Patrick Thomsen, der später in die Innenverteidigung zurückging, sowie Jovan Vidovic auszeichnen. Lobend sei hervorgehoben, dass sich die eingewechselten Spieler in den knapp 25 verbliebenen Minuten sehr gut präsentierten. Bei den Dänen fiel anfangs extrem der pfeilschnelle Linksaußen Denis Fazlagic auf. Abwehrchef Mathias Högsholt ragte ebenfalls heraus. Christian Kudsk zeigte sich umtriebig im offensiven Bereich, die beiden Außenläufer Morten Ohlsen (rechts) und Simon Smidt (links) wirkten sehr robust.

 

Am kommenden Sonnabend steht der voraussichtlich bereits letzte Test vor dem Liga-Auftakt am 23. Februar 2020 (13 Uhr) beim Hamburger SV II an. Unsere Mannschaft empfängt an jenem 15. Februar 2020 den dänischen Erstdivisionär Vendsyssel FF, wobei Spielbeginn und -ort bislang nicht verbindlich festgelegt sind. Der noch junge Klub aus Hjørring in der Region Nordjylland steht aktuell in der Tabelle der zweithöchsten Liga auf Platz 5, unmittelbar hinter Kolding IF.

 

Weiche: Straub – Pastor Santos (67. Wirlmann), Njie, Vidovic, Stöhr (67. Blaue/V) – Thomsen, Hartmann (V/67. K. Schulz), Paetow (Kap.) – Empen (67. Graudenz), Ibekwe (67. Wulff), Olesen (67. Can).

 

Tore: 1:0 Kudsk (58.), 2:0 Fazlagic (66., Strafstoß).

 

Schiedsrichter: aus Dänemark, verteilte beiderseits je zweimal „Gelb“, leitete die Partie sehr gut.

 

Zuschauer: 124, davon rund 20 aus Flensburg, am Kunstrasen in Bramdrupdam in Kolding (Dänemark).

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