SC Weiche Flensburg 08
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Lebhaftes Unentschieden zum Jahresausklang

  Spielinfo

SC Weiche Flensburg 08 – 1. FC Phönix Lübeck 2:2 (1:2)

Der SC Weiche Flensburg 08 hat sein letztes Spiel des Jahres 2021 nicht gewinnen können. Am Freitagabend trennte sich unsere Mannschaft im heimischen Manfred-Werner-Stadion vom 1. FC Phönix Lübeck 2:2-unentschieden. Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt sahen 601 Zuschauer eine lebhafte und unterhaltsame Partie, in der die Platzherren zumindest nach dem Seitenwechsel die dominante Elf waren, letztlich aber zu viele Chancen ungenutzt ließen. Für Phönix war es im vierten Pflichtspielduell seit dem Regionalliga-Aufstieg der erste Teilerfolg gegen Weiche, während sich unsere Mannschaft nach den jüngsten beiden Heimspielen ohne Sieg mit nunmehr 33 Punkten noch immer nicht endgültig für die ab März 2022 anstehende Meisterrunde qualifizieren konnte. Phönix-Trainer Daniel Safadi zeigte sich indes mit dem aus seiner Sicht „gerechten Ergebnis“ hochzufrieden. Unser Verantwortlicher Thomas Seeliger hingegen hatte ein klares Chancenplus bei Weiche registriert und sah daher als Grund für das Remis: „Wir haben zu wenig Tore geschossen – das muss man klar sagen.“

 

Gegenüber der Startelf vom Heimspiel gegen den Hamburger SV II (0:1) knapp eine Woche zuvor änderte Trainer Thomas Seeliger seine Anfangsformation dreimal. Für Malte Petersen, der gegen die U 21 des Rautenclubs verletzt ausgewechselt werden musste, den erkrankt fehlenden Kevin Njie und Christopher Kramer spielten Kevin Schulz, Noel Kurzbach und Jonah Gieseler von Beginn an. Erst spät gab es zwei Wechsel, indem Christopher Kramer und Jonas Walter ins Spiel kamen. Zum 19er Kader gehörten außerdem Casper Mols (Tor), Nahne Paulsen, Bjarne Schleemann, Brian Jungjohann, Nils Jungehülsing sowie erstmals in dieser Saison nach langer Verletzungspause Finn Wirlmann, der zuletzt beim Landespokalfinale gegen Phönix Lübeck (2:1 n. V.) Ende Juni am Ball war. Neben den zuvor schon verletzt fehlenden Nico Empen und Florian Meyer (beide im Aufbautraining), dem verletzten Malte Petersen (Muskelzerrung) und dem erkrankten Kevin Njie standen auch Florian Kirschke und Johannes Siregar nicht im Aufgebot des Spieltags.

 

Anders als in vielen vorherigen Spielen hatte unsere Mannschaft einen guten Start in die Partie, die von Beginn an von beiden Kontrahenten recht offen geführt wurde. Auf Flensburger Seite machte Marcel Cornils nach schöner Ablage von Jonah Gieseler den Auftakt, doch der 14-m-Flachschuss unseres Linksaußen verfehlte links das Ziel (5.). Dann verpasste Kevin Schulz eine Eingabe von Marcel Cornils von links nur um Haaresbreite (12.). Dazwischen hatte sich Phönix mit einem 18-m-Schuss von Fabian Graudenz angemeldet, wobei Raphael Straub waagerecht in der Luft lag und die Kugel sicher fing (9.). Eigentlich zu leicht ging unsere Mannschaft in Führung. Einen Einwurf von Torge Paetow von der rechten Eckfahne verlängerte Patrick Thomsen, Patrick Herrmann stand kurz dahinter goldrichtig, nickte die Kugel ins lange Eck ein (14.). Allerdings hielt der Vorsprung nur fünf Minuten. Die Gäste eroberten am rechten Flensburger Strafraumeck den Ball, Arnold Budimbu legte die Kugel zu Haris Hyseni, der sich schnell um Patrick Thomsen drehte und das Runde aus zehn Metern flach ins lange Eck zum 1:1-Ausgleich unterbrachte (19.).

 

Es folgte eine Phase, in der sich Weiche Möglichkeiten beinahe im Drei-Minuten-Takt erspielte, wenngleich die hochkarätigen darunter fehlten. Erst köpfte Jonah Gieseler über den Querbalken (22.), dann ballerte Dominic Hartmann aus acht Metern von halblinks auf den Körper von Torhüter Kevin Tittel (25.), ehe wieder Jonah Gieseler, diesmal per Fuß von halbrechts, verzog (27.). Auch Noel Kurzbach traf per Kopf die Hütte nicht, nachdem sich Ilidio Pastor Santos über links stark gegen Murat Rasgele behauptet und sehenswert geflankt hatte (29.). Schließlich ging eine kraftvolle Direktabnahme von Dominic Hartmann aus 20 Metern über das Tor (31.). Weiche schien das Geschehen im Griff zu haben, und der erneute Flensburger Führungstreffer sollte eigentlich nur eine Frage der Zeit sein. Doch plötzlich waren die Gäste da. Erst forderten sie einen Strafstoß (37.). Gleich im Anschluss verlängerte Haris Hyseni einen Einwurf in die Zentrale, wo Fabian Graudenz die Kugel technisch perfekt verarbeitete und sie nach sauberer Ballannahme aus zwölf Metern ins obere linke Toreck zum 1:2 versenkte (38.). Bei beiden Lübecker Treffern sah man die individuelle Klasse von Vorbereitern und Torschützen.

 

Kurzzeitig geriet unsere Elf damit außer Tritt, und die Hansestädter hätten sogar Treffer Nummer drei folgen lassen können. Rechtsverteidiger Kenny Korup versuchte es nach einem Solo erst selbst (39.), flankte dann auf den Kopf von Kubilay Büyükdemir (41.). Beide Male war SC-Torhüter Raphael Straub zur Stelle. Auf der Gegenseite parierte Schlussmann Kevin Tittel ebenfalls noch zweimal; erst den Kopfball von Jonah Gieseler nach Eckstoß von Marcel Cornils (42.), dann den Kopfball von Torge Paetow, nachdem Dominic Hartmann einen Freistoß nach innen gebracht hatte (45.). So ging es mit einem 1:2-Rückstand der Platzherren in die Pause.

 

Hatten die Hansestädter vor dem Seitenwechsel noch selbst immer wieder Angriffe kreiert und dadurch zu einem beinahe offenen Schlagabtausch beigetragen, so wurden sie im zweiten Spielabschnitt weitgehend in die eigene Hälfte gedrängt. Den Gästen gelang es nun nicht mehr, mögliche Umschaltsituationen zu nutzen, weil oft dazu notwendige frühzeitige Seitenverlagerungen nicht zustande kamen. So musste Weiche zwar immer wieder hellwach sein, um mögliche Konter zu unterbinden, das schaffte unsere Elf aber bestens, sodass sich Torchancen – mit Ausnahme einer guten Schussgelegenheit für Kubilay Büyükdemir, dem der Ball aber über den Schlappen sprang, sodass er deutlich verzog (66.) – nur noch vor dem Kasten der Adlerträger ergaben. Bei einem von Dominic Hartmann getretenen Freistoß versuchte es Torge Paetow mit der Hacke, doch Kevin Tittel im Phönix-Tor zeigte sich auf der Höhe (51.). Der Lübecker Schlussmann war nach einem Eckstoß von Dominic Hartmann aber zum zweiten Mal geschlagen. Nach der Kopfballverlängerung von Torben Rehfeldt bugsierten Patrick Herrmann und der später offiziell zum Torschützen erklärte Patrick Thomsen vereint die Kugel aus nächster Nähe zum 2:2-Ausgleich in die Maschen (61.).

 

Gut 20 Minuten vor Schluss hätte Weiche dann in Führung gehen müssen. Nach Ablage von Jonah Gieseler im Mittelfeld hatte Marcel Cornils so richtig Fahrt aufgenommen. Er riss mit seinem Antritt die gesamte Phönix-Abwehr auf, passte nach rechts, wo Noel Kurzbach und Dominic Hartmann frei vor Kevin Tittel auftauchten; Letzterer legte die Kugel dann aus Nahdistanz am kurzen Eck vorbei (70.). Und wenig später sollte es die nächste einhundertprozentige Chance geben. Jetzt gelang Weiche vorzüglich das Umschaltspiel mit Ein-Kontakt-Fußball vom eigenen Strafraum aus. Dominic Hartmann passte auf Kevin Schulz, der auf den gerade eingewechselten Christopher Kramer spielte, nach dessen Traumpass Marcel Cornils allein auf den Lübecker Torhüter zulaufen konnte. Unser Linksaußen wählte mit einem Lupfer die schwierigere Variante und verfehlte damit den Kasten knapp (73.). Und Marcel Cornils hatte eine weitere gute Gelegenheit. Nach einem Strafraumgewühl kam er aus zehn Metern von halblinks zum Abschluss, Kevin Tittel war unten und parierte (82.). Auch die letzten beiden Chancen versiebte Weiche. Christopher Kramer zielte aus vollem Lauf von halblinks am kurzen Eck vorbei (84.), und als in einer unübersichtlichen Situation Sekunden vor dem Abpfiff schon alles jubelte, lagen zwar Flensburger Akteure im Netz, die Kugel begrub aber Kevin Tittel unter sich (90.+4). So blieb es letztlich bei einem aus Phönix-Sicht glücklichen Remis, das die fünf mitgereisten Lübecker Fans mit viel Beifall für ihre Mannschaft honorierten, weil Weiche die guten Chancen nicht nutzen konnte.

 

Die herausragenden Akteure bei den Lübeckern waren Torhüter Kevin Tittel, der vor der Pause starke Fabian Graudenz im zentralen Mittelfeld und der schwer zu haltende Sturmtank Haris Hyseni. Auffällig viele Ballkontakte hatte zudem Kubilay Büyükdemir. Bei unserer Mannschaft konnten sich Patrick Herrmann, Patrick Thomsen und Torge Paetow die besten Noten verdienen. Alle Drei trieben das Weiche-Spiel immer wieder an und vernachlässigten dabei nicht ihre Defensivarbeit.

 

Für den SC Weiche geht es erst im neuen Jahr weiter. Anzunehmen ist, dass vor der Partie des 21. Spieltages, an dem unsere Mannschaft am 11. Februar bei der SV Drochtersen/Assel zu Gast sein wird, noch mindestens eines der beiden Nachholspiele anstehen wird. Offen und aktuell noch nicht abschließend terminiert sind die Partien gegen den FC Teutonia 05 Ottensen (H) und beim Heider SV.

 

Weiche: Straub – Herrmann, Rehfeldt, Thomsen (V), Pastor Santos – K. Schulz (81. Walter), Paetow (Kap.), Hartmann – Kurzbach (71. Kramer), Gieseler, Cornils (V). Trainer: Seeliger.

 

1. FC Phönix Lübeck: Tittel – Korup, Kwame (Kap.), Ibraimo, Gnerlich – Büyükdemir, Graudenz, Vinberg (V) – Rasgele (83. Acer), Hyseni, Budimbu (83. Bouali). Trainer: Safadi.

 

Tore: 1:0 Herrmann (14.), 1:1 Hyseni (19.), 1:2 Graudenz (38.), 2:2 Thomsen (61.).

 

Zuschauer: 601 unter Flutlicht im Manfred-Werner-Stadion, Flensburg-Weiche.

 

Schiedsrichter: Kevin Rosin (SV Lieth), ließ lange Zeit die Karten komplett stecken, ehe er noch dreimal „Gelb“ verteilte: Thomsen nach Foul an Vinberg, 51., und Cornils wegen Meckerns, 79., für Weiche sowie Vinberg nach Foul an Paetow, 90.+4, für Phönix.

 

 

Die Trainerstimmen:

 

Der Trainer unseres Gastes, Daniel Safadi, zeigte sich sehr zufrieden und meinte eingangs: „Es war ein spannendes Spiel mit gerechtem Ergebnis.“ Er würde keinen kennen, der seiner Mannschaft nach der Niederlage aus dem Hinspiel dieses zugetraut hätte. So verteilte er ein Kompliment an seine Mannschaft, die gut verteidigt und mutig nach vorn agiert habe. „Wir sind am Ende tatsächlich zufrieden“, schloss er.

 

Unser Trainer Thomas Seeliger meinte zunächst: „Wir hätten natürlich sehr gern die drei Punkte mitgenommen.“ Seinem Trainerkollegen wollte er in einem aber widersprechen: „Wir haben schon in der ersten Halbzeit gute Angriffe gefahren. In der zweiten Halbzeit hatten wir dann lange nicht mehr so viele Torchancen, sodass wir ein klares Chancenplus hatten. Sicherlich mussten wir auch auf die Kontersituationen aufpassen, haben das dann aber gut gemacht.“ Dass am Ende zwei Punkte liegen blieben, hatte vor allem einen Grund, so unser Cheftrainer abschließend: „Wir haben zu wenig Tore geschossen – das muss man klar sagen.“

 

 

Auf der Pressekonferenz ergriff abschließend auch unser Geschäftsführer Sport, Christian Jürgensen, das Wort. „In erster Linie sind wir heute enttäuscht, dass wir nicht gewonnen haben. Die Chancen waren da. Vielleicht fehlte uns heute das Spielglück.“ Unser Ex-Kapitän stellte angesichts des hohen Hinspielsieges u. a. heraus, es würde sich immer wieder zeigen: „Jedes Spiel muss in dieser Liga erst gespielt werden.“ Am Ende aber muss man gar nicht auf die andere gucken, sondern: „wir müssen auf uns schauen.“ Die Gelegenheit kurz vor Weihnachten im Anschluss an das letzte Spiel wollte unser Geschäftsführer aber vor allem nutzen, um allen Fans, Förderern und vor allem den vielen Ehrenamtlern bei Weiche zu danken. „Wir bauen auf Euch und freuen uns, wenn es im Januar wieder losgeht, dass alle weiter dabei sein werden.“ So schloss er mit guten Wünschen für die anstehenden Festtage: „Bleibt alle gesund!“

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