SC Weiche Flensburg 08
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Knappe Niederlage auf Fünen

  Spielinfo

Middelfart BK – SC Weiche Flensburg 08 2:1 (2:1)

 

Der SC Weiche Flensburg 08 musste in seinem zweiten Testspiel in Vorbereitung auf die Restrunde in der Regionalliga die erste Niederlage hinnehmen. Auf der dänischen Insel Fünen unterlag unsere Mannschaft beim dortigen Drittligisten Middelfart BK am frühen Sonnabendnachmittag mit 1:2-Toren. Die Gastgeber drehten bei windigen Verhältnissen auf einem Kunstrasen ihrer Trainingsanlage kurz vor der Pause die hart umkämpfte Partie und behaupteten die knappe Führung über die gesamte zweite Halbzeit.

 

Kurzfristig musste Trainer Daniel Jurgeleit auf Torhüter Florian Kirschke verzichten, der beim Aufwärmen umgeknickt war. Mit Ausnahme der zuschauenden Florian Meyer (im Reha-Training) und Nedim Hasanbegovic (zog sich im Training erneut eine Knieverletzung zu) konnte ansonsten das komplette Aufgebot Wettkampfpraxis sammeln, wobei der zuletzt ebenfalls angeschlagene Fabian Graudenz nur einen 10minütigen Kurzeinsatz hatte. Torhüter Raphael Straub stand als einziger die vollen 90 Minuten auf dem Platz. Dem kam Dominic Hartmann mit einem 80-minütigen Auftritt am nächsten. Nico Empen, Rückkehrer aus Rödinghausen, lief nach der Pause erstmals wieder für den SC auf.

 

Unsere Mannschaft bestimmte mit dem Wind im Rücken zunächst das Geschehen. Sie wirkte spielerisch überlegen und in ihren Aktionen durchdachter als die Gastgeber, die anfänglich auch etwas zurückhaltend und mit vielen langen Bällen agierten. Den ersten schönen Angriff legten die Flensburger auf den bestens bespielbaren, zudem trockenen Kunstrasen hin, als der starke Kevin Njie, von Finn Wirlmann über rechts geschickt, die Eingabe brachte und zunächst Marvin Ibekwe die Kugel verfehlte. Den zweiten Ball aus 18 Metern setzte Julian Stöhr flach rechts am Kasten vorbei (8.). Und schon bei der nächsten sehenswerten Aktion klingelte es. Dominic Hartmann stiefelte von der Mittellinie los, tanzte zwei Gegenspieler aus, bekam durch die kreuzenden Mitspieler, die ihre Verteidiger mitzogen, plötzlich freie Fahrt und behielt dann – allein vor Torhüter Casper Radza – die Nerven. Er versenkte die Kugel flach zum 0:1 (11.).

 

Und weiter spielten vor allem die Fördestädter, die nach 26 Minuten den ersten Eckstoß – von Gökay Isitan von links getreten – buchten. Danach aber kamen die Dänen besser ins Spiel. Frederik Högh setzte den ersten Warnschuss von halblinks über den Kasten (30.). Wenig später war Kristian Weber zu überrascht, dass er relativ unbedrängt aus nur 15 Metern abschließen konnte. SC-Torhüter Raphael Straub war abgetaucht, parierte den Flachschuss ohne Probleme (32.). Dennoch: Der dänische Drittligist war nun auf den Geschmack gekommen. Über rechts und Außenverteidiger Niclas Nymand ging es nach vorn, Spielmacher Mads Aasgaard drang in den Strafraum ein, scheiterte mit seinem Schuss an der starken Parade von Raphael Straub, doch Frederik Högh war zur Stelle, nickte den Abpraller aus zwei Metern zum 1:1-Ausgleich ein (35.). Und die Szene sollte sich beinahe wiederholen: Wieder wurde die Aktion über die rechte Seite eingeleitet, erneut ging es im Strafraum dann über Mads Aasgaard und Frederik Högh gefährlich zu, Weiche konnte nicht klären, Kapitän Casper Johansen nahm die Kugel kurzentschlossen direkt und jagte sie aus zwölf Metern unhaltbar zur 2:1-Führung der Gastgeber in die Maschen (40.).

 

Die letzten beiden Möglichkeiten vor der Pause gehörten dann Weiche. Erst wuchtete Kevin Schulz eine Flanke von Marvin Ibekwe von der rechten Seite per Kopf über den Kasten (44.). Dann parierte Torhüter Casper Radza den 18-m-Schuss von Marvin Ibekwe von der rechten Strafraumkante (45.).

 

Während Middelfart BK zur zweiten Halbzeit viermal wechselte, schickte Trainer Daniel Jurgeleit eine mit Ausnahme von Torhüter Raphael Straub und Dominic Hartmann völlig neue Elf auf den Platz. Die ersten Akzente nach dem Seitenwechsel gingen aber auf das Konto der Gastgeber, die ihre Abschlüsse von links (Weber, 46.) und rechts (47.) jeweils von der Strafraumkante am Tor vorbeisetzten. Bei der ersten Flensburger Offensivaktion nach schnellem Angriff über links konnte Casper Olesen im Zentrum die Flanke von Tayfun Can nicht kontrolliert auf das Tor bringen; der Ball ging vorbei (50.). Insgesamt zeigte sich allerdings, dass sich die Gastgeber auf eine stabile Abwehr mit großer Robustheit und Zweikampfstärke verlassen konnten. Es ging ordentlich zur Sache; der Unparteiische musste in der Startviertelstunde nach Wiederanpfiff gleich viermal zu „Gelb“ greifen (Torge Paetow, 48., und Ture Blaue, 50., auf Flensburger Seite), um die zuweilen sehr erhitzten Gemüter abzukühlen und eine übergroße Härte zu vermeiden. Opfer wurde u. a. Ilidio Pastor Santos, dessen Cut an der Stirn zunächst mit Pflaster versorgt wurde (56.), ehe er später nach einer weiteren Karambolage (78.) mit einem Dieter-Hoeneß-Gedächtnis-<wbr />Turban auf den Platz zurückkehrte (82.).

 

Weiche fiel es – zumal gegen den Wind anrennend – bei allen Offensivbemühungen und dem sichtbaren Willen, nicht als Verlierer den Platz verlassen zu wollen, enorm schwer, sich Chancen zu erspielen. Als es mal über Dominic Hartmann, der mit Casper Olesen Doppelpass spielte, schnell durch das Mittelfeld ging, wurde Rückkehrer Nico Empen zum Eckstoß geblockt (62.). Die beste Nachpausenmöglichkeit hatte so Casper Olesen, der den schnell und kurz ausgeführten Freistoß von Dominic Hartmann von der rechten Seite direkt nahm, die Kugel aber ans rechte Außengebälk zimmerte (70.). Der Tabellenzweite der dritthöchsten dänischen Spielklasse konnte seine Räume nur selten zu schnellen Angriffen nutzen. Waren die Dänen, die in der zweiten Halbzeit einen zweiten Viererwechsel vornahmen (73.), dann doch mal durchgebrochen, scheiterten sie am aufmerksamen Raphael Straub (59., 74.). In der Schlussviertelstunde versuchten die Gäste zwar alles, und Trainer Daniel Jurgeleit trieb seine Mannschaft lautstark nach vorn, Chancen sprangen allerdings nicht mehr heraus. Nur einmal noch konnte Weiche hoffen, aber beim Foul des bulligen linken Innenverteidigers Peter Jul Nielsen am davonziehenden Nico Empen auf der rechten Strafraumlinie legte der Unparteiische den Tatort nach knapp außerhalb (90.+1); der folgende Freistoß fast von der Torauslinie verpuffte, sodass es beim 2:1-Sieg der robusten Dänen blieb.

 

Spielerisch stärkster Akteur der Gastgeber war Mads Aasgaard im zentralen Mittelfeld. Auch die beiden Torschützen Casper Johansen und vor allem Frederik Högh fielen mit ihrer Entschlossenheit positiv auf. In der Defensive ragte Nachpausen-Kapitän Niclas Vemmelund heraus. Aus unserer Mannschaft seien die beiden Dauerbrenner Raphael Straub und Dominic Hartmann lobend erwähnt. Positiv fielen zudem Kevin Njie – besonders in der ersten halben Stunde – sowie Ture Blaue und Tayfun Can aus der Elf der zweiten Halbzeit auf.

 

Das nächste Testspiel bestreitet der SC Weiche am kommenden Sonnabend, 8. Februar 2020, ab 14 Uhr beim nun schon „traditionellen“ Vorbereitungsgegner Kolding IF. Die als robust und schnörkellos bekannten Dänen aus der 60.000 Einwohner zählenden und rund 90 Autokilometer von Flensburg entfernten Gemeinde haben als Aufsteiger in die zweithöchste Spielklasse (1. Division) eine starke Herbstserie gespielt und stehen aktuell auf dem vierten Platz. Zur Saisoneröffnung im Manfred-Werner-Stadion im vergangenen Juli war der Zweitligist mit 2:1 gegen unsere Mannschaft siegreich. Der Test in Kolding wird der erste Teil eines Wochenendes mit zwei Partien sein. Keine 24 Stunden später, Anpfiff um 13.30 Uhr, steht am Sonntag dann die Begegnung beim Oberligisten PSV Neumünster auf dem Programm.

 

Weiche in der 1. Halbzeit: Straub – Njie, Vidovic, Argyris, Stöhr – K. Schulz, Hartmann (Kap.), Wirlmann – Ibekwe, Wulff, Isitan.

 

Weiche in der 2. Halbzeit: Straub – Pastor Santos, Blaue (V), Jürgensen (Kap.), Walter – Thomsen, Hartmann (80. Graudenz), Paetow (V) – Empen, Olesen, Can.

 

Tore: 0:1 Hartmann (11.), 1:1 Högh (35.), 2:1 Johansen (40.).

 

Schiedsrichter: aus Dänemark, ließ anfangs großzügig viel laufen, wurde später konsequenter und musste viermal „Gelb“ (2:2) zeigen.

 

Zuschauer: 64, davon rund 20 aus Flensburg, am Kunstrasen auf dem Trainingsgelände in Middelfart (Dänemark).

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