SC Weiche Flensburg 08
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In der Schlussphase noch zum Auswärtssieg

  Spielinfo

TSV Havelse – SC Weiche Flensburg 08 0:2 (0:0)

 

Eitel Sonnenschein am späten Sonntagnachmittag beim SC Weiche Flensburg 08: Am dritten Spieltag der Regionalliga Nord kam unsere Mannschaft beim TSV Havelse zu einem vielleicht etwas glücklichen, jedoch nicht unverdienten 2:0-Auswärtssieg. Vor 638 Zuschauern entwickelte sich eine weitgehend ausgeglichene Partie. Am Ende durften die etwa 40 Besucher jubeln, die es mit den Fördestädtern hielten, weil in der Schlussphase der Gast noch zweimal erfolgreich zuschlagen konnte, als sich bei bestem, sonnigem Fußballwetter die allermeisten bereits auf ein torloses Remis eingerichtet hatten. Für unsere Mannschaft, der wieder einmal von der Tribüne auch René Guder (SV Meppen) die Daumen drückte, war es innerhalb von fünf Tagen zum Abschluss der ersten „englischen Woche“ der zweite Auswärtssieg in der Region Hannover. Besonders erfreulich und Ausdruck des starken Flensburger Kollektivs: An den beiden Treffern waren alle drei eingewechselten Spieler beteiligt.

 

Nachdem Trainer Daniel Jurgeleit zuletzt die Startelf in Hannover (1:0) nicht geändert hatte, nahm er diesmal zwei Wechsel vor. Für Fabian Graudenz und Gökay Isitan liefen Patrick Thomsen und Neuzugang Casper Olesen von Beginn an auf. Der erstmals spielberechtigte Däne gab damit gleich in der Anfangsformation sein Debüt beim SC Weiche. Durch die Hereinnahme von Patrick Thomsen begann unsere Mannschaft in einem 3-5-2-System, bei dem vor Torhüter Florian Kirschke in der Abwehr wie gewohnt Kevin Njie (rechts), Angelos Argyris (zentral) und Christian Jürgensen (links) agierten. Die Außenbahnen wurden erneut von Ilidio Pastor Santos (rechts) und Julian Stöhr (links) besetzt, während im zentralen Mittelfeld Torge Paetow, Patrick Thomsen und Dominic Hartmann begannen. Den Angriff bildeten die beiden Dänen Jonas Andersen und Caspar Olesen. Nach einer Stunde musste Christian Jürgensen nach einem Zusammenstoß im Flensburger Fünfmeterraum verletzungsbedingt passen. Für ihn kam Finn Wirlmann, wobei Torge Paetow dafür nach hinten links rutschte. Zudem wurden im Verlauf der zweiten Halbzeit Kevin Schulz und Tim Wulff für das dänische Sturmduo eingewechselt. Zum Spieltagskader gehörten außerdem Ture Blaue und Tayfun Can, die – wie zudem Florian Meyer – am Vortag beim 2:0-Auftakterfolg unserer Oberligamannschaft in Eutin zum Einsatz gekommen waren, sowie Raphael Straub als Ersatztorhüter, Gökay Isitan und Fabian Graudenz. Nicht im Aufgebot waren neben Florian Meyer die weiterhin verletzten Nedim Hasanbegovic, Jonas Walter (beide Knie) und Marvin Ibekwe (Hüftbeuger).

 

Zu Beginn der Partie hatte Havelse ein leichtes Plus zu verbuchen. Nach acht Spielminuten stand es in Sachen Eckstößen bereits 4:0. Den ersten Eckstoß der Gäste gab es gleich darauf, als Caspar Olesen einen schnellen Gegenstoß startete. Der Eckstoß selbst brachte immerhin etwas Gefahr, doch der Abschluss von Christian Jürgensen wurde geblockt (9.). Die Gastgeber näherten sich nach einem Diagonalball auf Langfeld dem Flensburger Tor, doch Schlussmann Florian Kirschke und Christian Jürgensen bereinigten rechtzeitig die Situation (14.).

 

Es folgte eine Phase, in der Weiche das Spiel in den Griff bekam und sich erste Chancen erarbeitete. Als Patrick Thomsen den Ball nach einer Standardsituation auf rechts zu Angelos Argyris ablegte, hatten die Gäste das erste Mal den Torschrei auf den Lippen. Der Schuss des Griechen zischte aber am langen Pfosten vorbei (15.). Kurz darauf köpfte Jonas Andersen einen Freistoß von Dominic Hartmann über den Kasten (20.). Nachdem Julian Stöhr einen Ball erobert und auf Patrick Thomsen auf Linksaußen gepasst hatte, setzte sich Dominic Hartmann am Strafraum dynamisch durch, doch seinen Flachschuss von halblinks parierte Torhüter Brandt sicher (25.). Und Dominic Hartmann hatte gleich noch eine gute Möglichkeit, als er nach einem Doppelpass mit Casper Olesen auf halblinks aus Nahdistanz nur das Außennetz traf (30.). Schließlich klärte Innenverteidiger Tasky einen Kopfball von Christian Jürgensen nach Freistoß von Casper Olesen knapp einen Meter vor der Linie (31.). So langsam schien Weiche dem Führungstreffer nahe zu sein. Doch die weiteren notierenswerten Aktionen der ersten Halbzeit gingen einzig auf das Konto der Gastgeber. Erst kam der Ex-Egestorfer Engelking etwas unverhofft auf halblinks aus zwölf Metern zum Abschluss; sein Aufsetzer ging links vorbei (36.). Aus ähnlicher Position versuchte es TSV-Kapitän Cicek. Noch abgefälscht flog der Ball über den Kasten (41.). Und schließlich gab es die beste Chance der Garbsener, als Sonnenberg nach einem von Cicek getretenen Eckstoß zum Kopfball kam und das Weiche-Tor nur äußerst knapp verfehlte (42.). So ging es alles in allem gerecht mit einem 0:0 in die Kabinen, weil sich keine Mannschaft auf Dauer wirkliche Vorteile erspielen konnte. Weiche musste allerdings bei den zahlreichen Standardsituationen, die oft nicht ungefährlich vor das Tor segelten, höllisch auf der Hut sein.

 

Nach dem Seitenwechsel tat sich zunächst wenig. Das Spiel schien sich eine verlängerte Halbzeitpause zu nehmen. Zwischenzeitlich war sogar Stille im kleinen, engen Stadion eingezogen, obgleich selbst der Gäste-Fanblock durchaus ansehnlich gefüllt war. Ein Freistoß von Cicek wirkte da wie ein Wecker. SC-Torhüter Florian Kirschke musste eine Glanztat vollbringen, um den Kopfball von Plume zu parieren (57.), wobei nach dieser Szene SC-Kapitän Christian Jürgensen verletzt passen musste. Plume, nun Antreiber des TSV-Spiels, prüfte wenig später mit einem Aufsetzer aus der Distanz den Flensburger Schlussmann (66.). Auf der anderen Seite scheiterte nochmals Dominic Hartmann mit seinem Flachschuss nach Ablage von Torge Paetow an Torhüter Brandt (69.).

 

Die Partie neigte sich dem Ende entgegen. Zwischenzeitlich konnte sich keine Mannschaft erkennbare Vorteile erarbeiten. Immer deutlicher wurde, dass ein einziger Fehler das Spiel entscheiden könnte. Aus Angst, am Ende möglicherweise ohne Punkte dazustehen, schienen die Kontrahenten das Risiko zunehmend zu meiden. Doch beim torlosen Remis blieb es nicht. Finn Wirlmann hatte aus dem Mittelkreis Julian Stöhr auf Linksaußen eingesetzt, nach dessen Eingabe parierte TSV-Schlussmann Brandt zunächst den Schuss des eingewechselten Kevin Schulz. Der abprallende Ball blieb nach einem Pressschlag mit Patrick Thomsen „scharf“, ehe unsere Nummer 20 den Ball über die Linie bugsierte (85.).

 

Der Treffer zeigte Wirkung. Die Gastgeber intensivierten ihren Vorwärtsgang, der Abschluss von Plume im Strafraum wurde zum Eckstoß geblockt (87.). Heim-Trainer Zimmermann riskierte alles, löste die Viererabwehrkette auf, brachte mit Damer und Kani für die Schlussminuten frische Kräfte (88.). Weiche gab die Antwort: Patrick Thomsen steckte auf rechts in Höhe der Mittellinie den Ball in den Lauf von Ilidio Pastor Santos, der die Linie entlang ging und den Ball auf den zweiten Pfosten flankte, wo der gerade erst 25 Sekunden zuvor eingewechselte Tim Wulff mit seiner ersten Ballberührung die Kugel mit einer klassischen Bogenlampe über Torhüter Brandt hinweg zum 0:2-Endstand ins lange Eck köpfte (90.).

 

Der TSV Havelse hatte in den robusten, kopfballstarken Innenverteidigern Tasky und Sonnenberg seine besten Akteure. Auch fiel Plume im defensiven Mittelfeld besonders auf. Bei den Gästen konnten sich Torhüter Florian Kirschke sowie Kevin Njie und Ilidio Pastor Santos auf der rechten Seite sehr gute Noten verdienen. Eine starke Partie absolvierte zudem Patrick Thomsen bei seinem Startelfdebüt in dieser Saison, nicht zuletzt, weil ihm zwei Torbeteiligungen gelangen.

 

Nach den beiden Auswärtsspielen in Hannover und Garbsen mit der Höchstzahl von sechs Punkten und ohne Gegentor darf unsere Mannschaft nun wieder vor eigener Kulisse antreten. Am kommenden Sonnabend, 10. August 2019, erwartet sie dazu ab 13.30 Uhr den BSV Schwarz-Weiß Rehden zum zweiten Heimspiel der neuen Saison. Die Männer aus dem Landkreis Diepholz gelten als unbequemer Kontrahent. Trotz einer hohen Fluktuation im Kader und ungeachtet ständiger Trainerwechsel hält sich der BSV seit Jahren in der Regionalliga, obgleich er 2017 und 2018 nur mit fremder Hilfe den Klassenerhalt schaffte. Auch im vergangenen Winter sah es so aus, als könnte die Mission „Vierte Liga“ in diesem Sommer enden, aber die Schwarz-Weißen starteten im Frühjahr eine beeindruckende Aufholjagd, die sie von Rang 16 noch bis auf Platz 8 führte. Bekanntester Spieler und inzwischen Kapitän der Niedersachsen, bei denen kurzzeitig u. a. auch die heutigen Weiche-Akteure Kevin Njie und Julian Stöhr kickten, ist Addy-Waku Menga, der in der vergangenen Saison zudem 13 Tore erzielen konnte. Nach bislang 14 Duellen ist die Gesamtbilanz bei sieben Flensburger Siegen und fünf Niederlagen sowie 21:16 Toren aus Sicht der Fördestädter zwar ordentlich, doch aus dem Manfred-Werner-Stadion konnte Rehden schon dreimal als Sieger und im Weiche-Meisterjahr immerhin mit einem Punkt (1:1) die Heimreise antreten. So sollte unsere Mannschaft ausreichend vor dem kommenden Kontrahenten gewarnt sein.

 

Weiche: Kirschke – Njie, Argyris, Jürgensen (Kap./61. Wirlmann) – Pastor Santos, Paetow, Thomsen, Hartmann, Stöhr – Andersen (75. K. Schulz), Olesen (89. Wulff).

 

Tore: 0:1 Thomsen (85.), 0:2 Wulff (90.).

 

Zuschauer: 638 Zuschauer, darunter rund 40, die es mit den Flensburgern hielten, im Wilhelm-Langrehr-Stadion in Garbsen-Havelse.

 

Schiedsrichter: Theodor Potiyenko (FC Hude/Oldenburg-Land), ermahnte die Spieler oft nur, wurde aber für seine gute Kommunikation mit einem weitgehend fairen Auftreten beider Mannschaften belohnt; beließ es bei zwei Verwarnungen, beide für die Gastgeber (Sonnenberg nach Foul an Olesen, 18.; Kina nach Foul an Andersen, 64.).

 

 

Die Trainerstimmen:

 

Unser Trainer Daniel Jurgeleit hatte ein „sehr intensives Spiel“ gesehen, was in der Anfangsphase der Saison aber normal sei. Es war „Abnutzungsarbeit“. „Havelse wollte unbedingt die Punkte zuhause haben, wir haben aber dagegengehalten.“ Häufig ist es dann so, dass man seine Gelegenheiten noch bekommt. Seine Mannschaft habe das 1:0 gut herausgespielt. Er schloss mit: „Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden und auch damit, dass wir zu Null gewonnen haben.“

 

Der TSV-Trainer Jan Zimmermann beglückwünschte seinen Kollegen zunächst zum Sieg, um dann anzufügen: „Ich sehe das Spiel ganz ähnlich. Es war ein ausgeglichenes Spiel. Keine Mannschaft hat groß Fehler gemacht. Wir hatten dann einen Fehler zu viel, wobei es nicht das erste Mal ist, dass es im Nachsetzen passiert. Wir sind halt in solchen Situationen nicht richtig da.“ Das sei ein Nackenschlag gewesen. Er sei weder mit dem Ergebnis noch mit dem Saisonstart zufrieden, aber nun gelte es Ruhe zu bewahren und so weiterzumachen. Weiche sei schließlich nicht irgendwer in der Liga. „Wir werden konzentriert und ruhig unseren Weg weitergehen und gut vorbereitet nächste Woche zum SSV Jeddeloh fahren“, so der Übungsleiter des TSV Havelse.

 

 

Stimme des Kapitäns:

 

Unser ausgewechselter Kapitän Christian Jürgensen wollte nach dem Spiel nur bedingt Entwarnung geben. Die Verletzung im Bereich des Halswirbels machte ihm sichtbar noch immer zu schaffen. Zum Spiel und zu seiner Mannschaft fand er aber viele gute Worte: „2:0 in Havelse ist überragend und ein tolles Ergebnis für ein sehr schwieriges Spiel. Wir wollten in dieser Saison kompakter stehen und öfter mal zu Null spielen. Nach hinten heraus bekommst Du eigentlich immer eine Chance, um solche Spiele dann noch zu gewinnen. Mich freut es für die Mannschaft, weil wir eine richtig gute Stimmung im Team haben. Auch die Spieler, die heute nicht zum Einsatz kamen, wie Gökay Isitan und Fabian Graudenz zeigen, dass wir eine richtig gute Truppe haben. Es wird eine coole Heimfahrt.“

 

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