SC Weiche Flensburg 08
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Gutklassiges, packendes, torloses Top-Spiel

  Spielinfo

SC Weiche Flensburg 08 – Holstein Kiel II 0:0

 

 

Zum Auftakt des 14. Spieltages der Nord-Gruppe der Regionalliga Nord trennten sich der SC Weiche Flensburg 08 und die U 23 von Holstein Kiel im Topspiel am Freitagabend torlos unentschieden. Vor der Flensburger Saisonrekordkulisse von 1.428 Zuschauern war unsere Mannschaft im Manfred-Werner-Stadion unter Flutlicht bei trockenem Wetter und milden Temperaturen in der zweiten Halbzeit nahe am Siegtreffer, aber er wollte einfach nicht fallen. Der bisherige Spitzenreiter, der von rund 70 KSV-Fans unterstützt wurde, war vor der Pause die spielerisch bessere Equipe und verdiente sich letztlich auch den Punkt, wenngleich Weiche erkennbar die Mannschaft war, die in der zweiten Halbzeit mehr ins Risiko ging und den Sieg wollte. Weiche blieb damit zwar auch im fünften Regionalliga-Duell mit dem Störche-Nachwuchs ungeschlagen, musste sich aber erstmals mit einer Punkteteilung zufriedengeben. Die Landeshauptstädter wiederum bleiben in der Nord-Gruppe die „Mannschaft der Stunde“. Sie bauten ihre Serie auf nunmehr zehn Spiele ohne Niederlage aus. Zuletzt hatten sie in der Regionalliga das Hinspiel gegen unsere Mannschaft verloren (2:3); es folgten sieben Siege und nun das dritte Remis. Beide Trainer, Sebastian Gunkel auf Kieler und Thomas Seeliger auf Flensburger Seite, zeigten sich im Anschluss an die intensiven, kurzweiligen und äußerst fairen 90 Minuten sowohl mit den gezeigten Leistungen als auch mit dem Resultat durchaus zufrieden. Sie würdigten die jeweiligen Kontrahenten und sprachen unisono angesichts der stimmungsvollen Kulisse unter Flutlicht von einem „ganz tollen Rahmen“ für dieses Spitzenspiel. Thomas Seeliger ergänzte zudem, dass er mit vier Punkten aus den beiden Spielen gegen Holsteins U 23 gut leben könne, weil es der beste Kontrahent der Nord-Gruppe gewesen sei. „Es wird nicht viele Mannschaften geben, die vier Punkte gegen Kiel II holen werden.“

 

Innenverteidiger Patrick Thomsen stand wieder zur Verfügung und rutschte gleich in die sonst unveränderte Startelf. Für den Routinier musste Jonas Walter zunächst auf der Bank Platz nehmen – allerdings für nur knapp drei Minuten. Dann verletzte sich Malte Petersen; Torge Paetow rutschte im Tausch zurück in die Viererkette. Keine halbe Stunde war gespielt, da gab es den zweiten verletzungsbedingten Wechsel. Diesmal erwischte es Ilidio Pastor Santos. Für ihn kam positionsgetreu Noel Kurzbach. Auf weitere Wechsel verzichtete der Trainer. Dem 19er Aufgebot gehörten zudem Raphael Straub (Tor), Bjarne Schleemann, Brian Jungjohann, Florian Meyer, Kevin Schulz und Nils Jungehülsing an. Nicht in den Spieltagskader schafften es hingegen neben den schon länger ausfallenden Finn Wirlmann und Nico Empen der noch angeschlagene Casper Mols (Schulterverletzung), der erkrankte Jonah Gieseler sowie Nahne Paulsen und Johannes Siregar. Nach der Partie sprach Physiotherapeut Andreas Hansen sowohl bei Malte Petersen als auch bei Ilidio Pastor Santos von muskulären Verletzungen, bei denen noch nicht absehbar sei, wie lange sie zum Aussetzen zwingen werden.

 

Die als Tabellenführer angereisten Gäste legten gleich ordentlich los und hatten in den ersten 20 Minuten deutlich mehr vom Spiel. Weiche zog sich bis zur Mittellinie zurück und ließ Holstein ruhig aufbauen. Mit dieser Taktik wollte unsere Mannschaft wohl die Räume eng halten, nur gelang das gerade in den ersten Minuten nicht wirklich. So brannte es erstmals nach kaum zwei Minuten vor dem Weiche-Tor (2.). Nach der Rettungsaktion im Fünfmeterraum (2.) musste Innenverteidiger Malte Petersen bereits verletzt passen. Die folgende Umstellung – der eingewechselte Jonas Walter ging ins Mittelfeld, Torge Paetow rückte zurück in die Abwehrkette (4.) – half zunächst kaum, denn die Gäste blieben spielbestimmend und deutlich gefährlicher. Bei einem Pass von Laurynas Kulikas von Rechtsaußen in die Spitze war SC-Torhüter Florian Kirschke knapp vor Jannis Voß am Runden (9.). Erstmals spektakulär wurde es, als der von der Mittellinie startende Laurynas Kulikas allein auf Florian Kirschke zulief, auch mit Tempo links an ihm, jedoch weiträumig vorbeiging. Der KSV-Torjäger wurde damit zu weit abgedriftet, sodass der zurückeilende Kevin Njie den Schuss des Deutsch-Russen aus spitzem Winkel noch deutlich vor der Linie ins Toraus klären konnte (12.). Den folgenden Eckstoß von links verpasste dann Innenverteidiger Niko Koulis im Fünfmeterraum nur knapp (13.). Und weiter blieben die Kieler spielbestimmend. Linksverteidiger Michel Stöckel prüfte mit einem kernigen Distanzschuss Florian Kirschke, der die Kugel mit Mühe aus dem linken unteren Eck holen und um den Pfosten lenken konnte (18.).

 

Weiche kam danach besser in die Partie, attackierte früher und hatte die beste Vorpausenaktion in Form eines Pfostenkrachers des eingewechselten Noel Kurzbach, der nach Ablage von Christopher Kramer von Marcel Cornils geschickt worden war (30.). Es war die erste und blieb die einzige echte Torchance unserer Mannschaft in der ersten Halbzeit, die insgesamt dem Spitzenreiter gehörte. Dass es dennoch torlos in die Pause ging, hatten die Schützlinge von Thomas Seeliger auch ein wenig dem Glück zu verdanken. Jonas Sterner hatte über die linke Seite Lucas Wolf geschickt, der einen klugen Rückpass auf Kapitän Tim Siedschlag spielte. Der Schuss des Routiniers aus sieben Metern auf das kurze Eck traf jedoch den Mitspieler Laurynas Kulikas, der so kurz vor der Torlinie für die Gastgeber unfreiwillig rettete (40.).

 

Kurz nach der Pause hatten die Gäste erneut eine gute Chance. Jonas Sterner war bei seinem Dribbling von halblinks bis an den Strafraum einfach nicht vom Ball zu trennen, steckte dann geschickt auf den kreuzenden Lucas Wolf durch, der von halblinks am langen Pfosten verzog (49.). Eine Tormöglichkeit dieser Güte sollte im weiteren Spielverlauf für die jungen Störche nicht wiederkommen. Sie blieben dennoch mit ihren schnellen Kontern gefährlich und hatten in der Nachspielzeit nach einem Eckstoß noch eine gute Möglichkeit, bei der SC-Torhüter Florian Kirschke jedoch zur Stelle war (90.+2).

 

Insgesamt aber gehörte die zweite Halbzeit dem Gastgeber, der nun eher attackierte, bissiger und auch mutiger agierte, die Zweikämpfe gewann und mit viel Dynamik die technisch starken Kieler nun in die Knie zu zwingen schien. Der etwas zu hoch angesetzte Kopfball von Marcel Cornils nach Flanke von Patrick Herrmann (55.) war erst die zweite ernsthafte Torannäherung unserer Mannschaft, die fortan aber deutlich mehr Druck entfachte. Hier wie beim satten Distanzschuss von Jonas Walter, der nur knapp den Kasten verfehlte (57.), hatte zuvor Noel Kurzbach über rechts den Ball erobert. Die beste Chance ergab sich indes, als Holstein-Torhüter Timon Weiner bei einem harmlosen Rückpass an seinem rechten Fünfmeter-Eck wegrutschte. Der lauernde Christopher Kramer stibitzte ihm daraufhin die Kugel, kam selbst ins Straucheln, und der blitzschnell reagierende Schlussmann konnte seinen Fauxpas mit Hilfe des zurückeilenden Niko Koulis kurz vor der Torlinie ausbügeln (64.). Was für eine Szene!

 

Die beste Phase der Gastgeber endete mit einem Kopfball von Patrick Thomsen nach weitem Einwurf von Torge Paetow, der von einem Kieler ebenfalls per Kopf kurz vor der Linie bereinigt wurde (69.). Danach konnten sich die Gäste wieder besser befreien. Sie ließen nur noch eine Chance zu. Nach einem weiten Einwurf von der rechten Seite nahm Torge Paetow den abgewehrten Ball auf, verzichtete auf die Flanke und ging stattdessen nach einem Schwenk nach innen in den Strafraum, doch sein Flachschuss konnte Timon Weiner parieren (90.+3). So ging eine kurzweilige und über weite Strecken hochinteressante Partie am Ende ohne Tore über die Bühne.

 

Bei der Kieler U 23 fielen vor allem Innenverteidiger Niko Koulis, der „Sechser“ Jannis Voß sowie die laufstarken Mittelfeldspieler Lucas Wolf und Jonas Sterner positiv auf. Aus unserer Mannschaft konnte sich Patrick Thomsen mit bereits überzeugender Leistung vor der Pause die beste Note verdienen. Einen starken Auftritt legte auch Noel Kurzbach hin. Zudem können Torhüter Florian Kirschke und Kapitän Torge Paetow aus einer insgesamt sehr guten Mannschaftsleistung besonders hervorgehoben werden.

 

Auch am kommenden Wochenende tritt Weiche bereits am Freitagabend in Aktion. Unsere Mannschaft ist am 5. November 2021 ab 19.30 Uhr im Stadion an der Lohmühle beim Drittliga-Absteiger VfB Lübeck zu Gast.

 

Weiche: Kirschke – Herrmann, Petersen (4. Walter), Thomsen, Njie – Paetow (Kap.), Rehfeldt, Hartmann – Pastor Santos (24. Kurzbach), Kramer, Cornils.

 

Holstein II: Weiner – Carrera, Koulis, Stöcker – Voß – Ndure, Siedschlag (Kap./74. König), Wolf (89. Ghawilu), Sterner, Gueye (V) – Kulikas. Trainer: Gunkel.

 

Tore: keine.

 

Zuschauer: 1.428, darunter etwa 70 Kieler, unter Flutlicht im Manfred-Werner-Stadion, Flensburg-Weiche.

 

Schiedsrichter: Benjamin Schmidt (SpVg Laatzen), ließ ein echtes, jedoch sehr faires „Herrenspiel“ zu, indem er – auf beiden Seiten – viel durchgehen ließ und bis zum Schluss bei der eher großzügigen Linie blieb, zeigte nur einmal „Gelb“ (Gueye wegen Foulspiels, 31.).

 

 

Die Trainerstimmen:

 

Der Trainer unseres Gastes, Sebastian Gunkel, sprach zunächst begeistert von einem „ganz tollen Rahmen“ mit Flutlicht und „vielen Zuschauern, die auf ihre Kosten gekommen sind“. Dass das Spiel 0:0 ausgehen würde, sei vorher nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Die erste Halbzeit sei eher an seine Mannschaft gegangen, die zweite Halbzeit an Weiche. Insgesamt sei es leistungsgerecht. Seine Jungs hätten einen Fight geliefert und das intensive Spiel angenommen. Genau solche Spiele würden seine Jungs weiterbringen. Daher seien sie „wichtig für uns“. Abschließend bemerkte er zum weiteren Saisonverlauf: „Mal gucken, wie weit wir da mithalten können.“

 

Unser Trainer Thomas Seeliger wollte sich der Einschätzung seines Kollegen anschließen. „Es war ein toller Rahmen mit vielen Zuschauern. Darüber habe ich mich riesig gefreut.“ Weiter merkte er an: „Für mich hat Holstein Kiel II ein hervorragendes Niveau, das ist eine richtig gute Mannschaft.“ In der ersten Halbzeit habe seine Mannschaft keinen Zugriff bekommen, sodass diese an Kiel II ging. Hinzu kamen dann noch die beiden Verletzungen. „Zur Pause war klar: Wenn wir so weiterspielen, ist es nur eine Frage der Zeit, wann wir das 0:1 kassieren“, meinte der Fußballlehrer weiter. „Wir haben in der zweiten Halbzeit das Spiel weiter nach vorn geschoben, mutig agiert und alles reingeworfen.“ Für die Zuschauer sei es attraktiv und insgesamt sehr intensiv gewesen, der Ausgang entspricht letztlich insgesamt dem Geschehen. Der Trainer bilanzierte: „Es wird nicht viele Mannschaften geben, die vier Punkte gegen Kiel II holen werden. Aber am Ende müssen wir auf uns gucken.“

 

 

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