SC Weiche Flensburg 08
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Geglückte Generalprobe

  Spielinfo

SC Weiche Flensburg 08 – Altona 93 1:0 (0:0)

 

Im vierten und bereits letzten offiziellen Testspiel in Vorbereitung auf die neue Regionalliga-Saison besiegte der SC Weiche Flensburg 08 am Sonnabendnachmittag im Manfred-Werner-Stadion den Liga-Rivalen Altona 93 knapp mit 1:0. Bei besten äußeren Bedingungen im Manfred-Werner-Stadion, dessen überdachte Tribüne in der vergangenen Woche durch fleißige Helfer bestuhlt worden ist, wurde unsere Mannschaft richtig gefordert. So sahen 171 Zuschauer eine weitgehend ausgeglichene Partie. Mit der Generalprobe zeigte sich Trainer Thomas Seeliger letztlich zufrieden. Es sei ein guter Test gewesen, meinte er, um lobend in Richtung der Gäste anzufügen: „Man sieht, dass ein vernünftiger Test gegen einen guten Gegner das Beste ist, was einem passieren kann.“

 

Thomas Seeliger setzte insgesamt 21 Akteure ein, änderte aber seine Startelf im Vergleich zum Spiel gegen den TSB Flensburg (5:0) lediglich einmal: Finn Wirlmann begann für Martin Pitter. Damit lief zugleich Marcel Cornils als einziger Neuzugang von Beginn an auf. In der zweiten Halbzeit gab der zuletzt wegen leichter Muskelproblemen zuschauende Jacob Andersen (kam von Ringkøbing IF) sein Debüt. Über die vollen 90 Minuten agierte einzig Torhüter Florian Kirschke, sodass Raphael Straub auf der Bank blieb. Nach der Auswechslung von Torge Paetow übernahm Kevin Njie die Kapitänsbinde (83.). Aus dem 26er Kader fehlten der leicht angeschlagene Christopher Kramer sowie Ture Blaue, Johannes Siregar und Mathias Andersen.

 

Die Partie begann durchaus vielversprechend, als nach Vorarbeit von Florian Meyer Kevin Schulz aus der Drehung abzog und den Kasten nur knapp verfehlte (4.). Im Gegenzug deutete Dennis Rosin gleich mal seine Gefährlichkeit über die rechte Seite an (4.). In dieser Schlagzahl ging es allerdings nicht weiter. Die Gäste, in den ersten 45 Minuten mit dem Ex-Flensburger Benjamin Safo-Mensah im defensiven Mittelfeld, griffen deutlich früher an und störten dadurch den Flensburger Spielaufbau, während unsere Mannschaft oft erst an der Mittellinie Altona erwartete. Dadurch hatten die Hamburger ein Plus an Ballbesitz. Zudem gelang es der Elf des lautstark dirigierenden Trainers Andreas Bergmann, zwei-, dreimal in schnelle Umschaltsituationen zu gelangen. Bei der ersten Aktion war der Abschluss von Aladji Bailor in die Arme von Torhüter Florian Kirschke noch zu harmlos (13.). Danach setzte Emre Cem Töremis aus dem Zentrum Nikola Kosanic auf halbrechts ein, der an unserem Schlussmann scheiterte (29.). Als sich Aladji Bailor auf halblinks im Strafraum geschickt gegen Patrick Thomsen eindrehte, verfehlte der Abschluss aus spitzem Winkel den Weiche-Kasten nur knapp (45.). Auf der Gegenseite blieben die Bemühungen weitgehend ohne Erfolg. Nur einmal blitzte eine richtig gute Idee auf, als Finn Wirlmann mit einem Steckpass durch das Zentrum Marcel Cornils freispielte, der aber am rechtzeitig aus dem Tor eilenden Schlussmann Tobias Braun scheiterte (20.). So ging es torlos und mit optischen Vorteilen für die Gäste in die Kabine.

 

Während Altona sechsmal zur Pause wechselte, tauschte Thomas Seeliger viermal das Personal. Und doch schien sich gleich mehr zu ändern, denn Weiche attackierte nun deutlich früher – und hatte rasch Erfolg. Nach einer Eingabe von Nico Empen von der linken Seite konnte Torhüter Nathanael Sallah nur nach vorn abwehren, Jonah Gieseler war zur Stelle, knipste nur 33 Sekunden nach Wiederanpfiff zum 1:0 (46.). Und der Zugang aus Heide zeigte sich weiterhin als deutlich belebendes Element im Flensburger Spiel. Nach Einwurf von Torge Paetow von rechts parierte Nathanael Sallah den Kopfball von Jonah Gieseler (48.) ebenso wie etwas später dessen Direktabnahme (57.). Kurz zuvor hatte Nico Empen einen Freistoß von halblinks an das Außennetz gesetzt (52.). Die schönste Angriffsaktion leitete Torge Paetow mit einem Diagonalball von hinten rechts auf Linksaußen ein. Über Nico Empen und Julian Stöhr sollte die Kugel Jonah Gieseler im Zentrum erreichen, doch war die Eingabe etwas zu unpräzis (61.).

 

Die Gäste steckten allerdings nicht zurück und kamen ebenfalls zu Möglichkeiten, obgleich die Klarheit in ihren Aktionen jetzt fehlte und Altona von der guten Linie der ersten Halbzeit etwas abkam. Der Abschluss des auffälligen Aladji Bailor wurde noch geblockt (59.), ebenso Moritz Kloß, gegen den Malte Petersen in höchster Not rechtzeitig zur Stelle war (76.). SC-Torhüter Florian Kirschke parierte bei der Möglichkeit von Kevin Kottke (70.) und musste beim zu hoch angesetzten Kopfball von Hendrik Bombek nicht eingreifen (71.).

 

Die letzten beiden Möglichkeiten hatte dann unsere Mannschaft. Als ein Konter über Jonah Gieseler und Tayfun Can lief, erreichte die Eingabe von Nico Empen nicht den Zielspieler Tayfun Can im Zentrum (79.), und Malte Petersen setzte nach einem Eckstoß einen zweiten Ball mit viel Gewalt über die Latte (85.). So blieb es bei einem knappen Flensburger Sieg.

 

Aus unserer Startelf konnten sich vor allem Kapitän Torge Paetow und Finn Wirlmann auszeichnen. Im weiteren Verlauf konnten sich Jonah Gieseler und auch Nico Empen empfehlen, während Jacob Andersen bei seinem Debüt auf Rechtsaußen nur bedingt Akzente setzen konnte und in seinen Aktionen etwas unglücklich agierte. Die Gäste hatten in Kapitän Dallas Aminzadeh ihren überragenden Akteur. Der Innenverteidiger wirkte sehr robust und fabrizierte so gut wie keinen Fehler. Auch sein Nebenmann Hendrik Bombek zeigte sich voll auf der Höhe, während in der Offensive Aladji Bailor und Dennis Rosin auffielen.

 

Für unseren Trainer war die Partie sehr aufschlussreich. Thomas Seeliger meinte nach den 93 Minuten, dass das Ergebnis nicht immens wichtig sei. Man sei auf einen Gegner getroffen, der etwas kann. „Jetzt weiß man, dass man am Gesamtkonstrukt weiterarbeiten muss, weil es nicht fertig ist“, so der Trainer weiter, der zudem darauf verwies, dass es immer noch ein Schaulaufen gewesen sei: „Jeder muss sich empfehlen, um nächste Woche in der Startelf zu stehen.“ In der kommenden Trainingswoche wird an der körperlichen Frische und an Feinheiten gearbeitet, um Dinge weiter verbessern zu können. Ein Testspiel wird es allerdings nicht mehr geben. „Wir haben nicht alle Karten auf den Tisch gelegt“, meinte Thomas Seeliger, der die vorherigen Testgegner nicht abwerten wollte, dennoch zufrieden resümierte: „Es war der erste Test gegen eine Mannschaft, die uns richtig gefordert hat.“

 

Nun steht der scharfe Liga-Start an. Zum Auftakt der neuen Regionalliga-Saison empfängt unsere Mannschaft nach fast halbjähriger Pause am kommenden Sonnabend, 5. September 2020, ab 13.30 Uhr im Manfred-Werner-Stadion den FC Eintracht Norderstedt. Die Gäste, frisch gebackener Pokalsieger Hamburgs, gelten als Mitfavorit auf den Titelgewinn. Obgleich die Süd-Schleswig-Holsteiner als Landesrivale ebenfalls vom lange geltenden Trainings- und Wettkampfverbot bzw. den eingeschränkten Trainingsmöglichkeiten hätten betroffen sein müssen, haben sie durch Ausnahmeregelungen und die Teilnahme am Hamburger Spielbetrieb nicht nur eher wieder Training in Mannschaftsstärke aufnehmen, sondern auch schon Pflichtspiele im Hamburger Pokalwettbewerb absolvieren können. Dabei zeigte sich die Eintracht bereits gut in Form, sodass unsere Mannschaft vor keiner leichten Aufgabe stehen dürfte. Norderstedts Trainer Jens Martens wurmt mit Sicherheit noch immer die 0:1-Niederlage vor fast genau einem Jahr, als Julian Stöhr am 31. August 2019 in der Nachspielzeit einen – nach Ansicht des „EN“-Verantwortlichen: unberechtigten – Freistoß zum nicht mehr für möglich gehaltenen Flensburger Sieg versenkte. Das torlose Remis im Rückkampf am 8. März war dann die letzte Partie vor dem Corona-bedingten Saisonabbruch.

 

Weiche: Kirschke – Pastor Santos (55. Njie), Paetow (Kap./83. Schleemann), Thomsen (72. Kurzbach), F. Meyer (56. Stöhr) – Walter (46. Pitter) – Cornils (46. J. Andersen/V), Wirlmann (67. Petersen), Hartmann (72. Can), Olesen (46. Empen) – K. Schulz (46. Gieseler).

 

Tor: 1:0 Gieseler (46.).

 

Schiedsrichter: Bela Bendowski (SV Eintracht Lübeck), mit guter Spielleitung, zeigte dreimal „Gelb“ (J. Andersen, 70./Mundhenk, 40.; Aminzadeh, 82.).

 

Zuschauer: 171 im Manfred-Werner-Stadion, Flensburg-Weiche.

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