SC Weiche Flensburg 08
//
www.weiche-liga.de

Neuigkeiten

Immer auf dem neusten Stand

Fünf Tore von fünf Schützen auf dem Weg nach Todesfelde

  Spielinfo

SC Weiche Flensburg 08 – Heider SV 5:0 (2:0)

 

Der SC Weiche Flensburg 08 hat sich im letzten Viertelfinalspiel um den SHFV-Lotto-Landespokal gegen den Ligarivalen Heider SV mit 5:0-Toren durchgesetzt und damit den Kreis der Halbfinalteilnehmer komplettiert. Eine Woche nach dem überzeugenden 5:1-Heimsieg in der Liga gegen Lüneburg sahen die 484 Zuschauer, darunter auch einige, die es mit dem „kleinen HSV“ hielten, am Sonnabendnachmittag im Manfred-Werner-Stadion erneut eine unterhaltsame Partie mit schönen Toren. Bei typischem Herbstwetter konnte – im Gegensatz zum vorangegangenen Pokalviertelfinalspiel vom 21. Juli 2018, das Weiche in Heide nur knapp mit 1:0 hatte gewinnen können – Spannung nicht aufkommen, weil unsere Mannschaft die Partie sehr seriös zu Ende spielte und den Vorsprung kontinuierlich ausbaute. Im Halbfinale, das für Donnerstag, 31. Oktober 2019, 13.30 Uhr, terminiert ist, muss unsere Mannschaft nun zum Oberligisten SV Todesfelde, der schon seit Jahren im Spitzenfeld der fünften Liga vertreten ist. Im dortigen Joda-Sportpark hatte sich Weiche genau vor zwei Jahren, am 31. Oktober 2017, ebenfalls im Halbfinale mit 4:0 behaupten können. Das zweite Vorschlussrundenspiel werden zeitgleich Oberligist TSB Flensburg und Regionalligist VfB Lübeck bestreiten.

 

Gegenüber dem Liga-Spiel vor einer Woche gegen Lüneburg (5:1) änderte Trainer Daniel Jurgeleit die Startelf nur einmal. Für Fabian Graudenz begann Jonas Andersen. Die Mannschaft lief in einem 4-3-3-System auf, bei dem die Abwehr vor Torhüter Florian Kirschke von Kevin Njie (rechts), Jovan Vidovic, Angelos Argyris (beide zentral) und Ilidio Pastor Santos (links) gebildet wurde. Im Mittelfeld übernahm Finn Wirlmann den defensiven Part, während Torge Paetow und Dominic Hartmann offensiver ausgerichtet waren. Jonas Andersen (rechts), Tim Wulff (zentral) und Casper Olesen (links) agierten in einer klassischen Angriffsformation mit drei „echten“ Spitzen. Eingewechselt wurden Fabian Graudenz, Florian Meyer und Julian Stöhr, die Tim Wulff, Ilidio Pastor Santos und dem angeschlagenen Finn Wirlmann einen früheren Feierabend bescherten. Zum Aufgebot gehörten des Weiteren Ersatztorhüter Raphael Straub, Patrick Thomsen und Marvin Ibekwe sowie erstmals nach längerer Verletzungspause Jonas Walter. Nicht im 18er Kader standen neben den langzeitverletzten Nedim Hasanbegovic und Kevin Schulz sowie den angeschlagen geschonten Christian Jürgensen (Leiste) und Gökay Isitan (Knie) auch Ture Blaue und Tayfun Can.

 

Mit Beginn des Spiels wurden die Rollenverhältnisse klar verteilt: Der favorisierte Gastgeber bekam zumeist das runde Kunststoffleder, während sich der Viertliga-Aufsteiger in seiner Hälfte sortierte und dort die Flensburger empfing. So deutete anfangs vieles auf ein Geduldsspiel hin, das es aber dann nicht wurde. Nachdem zunächst noch ein Pass von Dominic Hartmann von halblinks in die Spitze Tim Wulff nicht erreicht hatte (11.), klappte das folgende Zusammenspiel besser. Die mit „Schmackes“ gebrachte Eingabe von Dominic Hartmann von der gleichen Seite verpassten im Zentrum Freund und Feind, doch am zweiten Pfosten kam Tim Wulff herangestürmt, bugsierte die Kugel zum 1:0 ins Netz (19.).

 

Unaufgeregt agierte der Gastgeber weiter. Konnten die Dithmarschener am eigenen Strafraum klären, verpassten sie allzu häufig die Chance, sich mit genauem Passspiel zu befreien, sodass die Kugel beinahe immer gleich wieder in den Reihen der Fördestädter landete. Nachdem der bis dahin schönste flüssige Flensburger Angriff über Tim Wulff, der auf Finn Wirlmann abgelegt und dieser Casper Olesen geschickt hatte, mit dem Abschluss von Dominic Hartmann, der das Tor verfehlte (34.), verpufft war, schepperte es auch schon zum zweiten Mal im HSV-Tor. Finn Wirlmann hatte auf Casper Olesen gepasst, der die Kugel schön in den Raum und Lauf von Jonas Andersen legte, und unsere blonde Nummer 21 schloss den Angriff wohlüberlegt ins lange Eck zum 2:0 ab (36.). Casper Olesen hatte vor der Pause sogar die Chance zum 3:0. Seinen Abschluss aus spitzem Winkel hielt der Heider Kapitän Quade noch vor der Torlinie auf (44.). Insgesamt war es keineswegs ein Angriffsfeuerwerk unserer Mannschaft, aber eine grundsolide, unaufgeregt-seriöse erste Halbzeit. Heide hatte vor der Pause zwei notierenswerte Offensivaktionen. Ernsthaft einen Gegentreffer befürchten musste man aus Flensburger Sicht jedoch weder beim Distanzschuss von Hass, der deutlich zu hoch angesetzt war (17.), als auch beim Freistoß von Hass von halbrechts, den Freund und Feind verpassten, ehe Torhüter Florian Kirschke sicher zugriff (24.).

 

Am grundsätzlichen Geschehen änderte sich in der zweiten Halbzeit nichts. Weiche hatte meistens den Ball und spielte unaufgeregt die Überlegenheit aus. Zunächst schoss noch Torge Paetow von links einen zweiten Ball am Kasten vorbei (51.). Ein Angriff über Dominic Hartmann, der über links Betrieb machte, und Kevin Njie landete bei Tim Wulff, dessen Drehungen die Heider Defensive offenbar ausreichend verwirrte. Quade traf im Strafraum den Flensburger Stoßstürmer (56.), und Casper Olesen verwandelte vom Elfmeterpunkt sicher halbhoch rechts zum 3:0 (57.). Schließlich gelang wenig später ein Freistoßtrick auf der linken Seite: Casper Olesen lief täuschend über den Ball, Torge Paetow legte ab, und Dominic Hartmann zimmerte die Kugel flach zum 4:0 ins Netz (61.). Damit war die Partie endgültig gelaufen.

 

Beide Mannschaften zeigten dennoch weiterhin unterhaltsamen Fußball, wobei nun auch Heide mal mitspielen konnte. Beim Abschluss von Hass vom rechten Strafraumeck musste SC-Torhüter Florian Kirschke mit den Fäusten eingreifen (65.). Dann kam Vojtenko, einzige „echte“ Spitze der Gäste, zum Schuss, der von Jovan Vidovic zum Eckstoß abgefälscht wurde (69.). Schließlich hatten die Gäste nach einem Flensburger Ballverlust im Spielaufbau ihre beste Chance, als eine 3-gegen-2-Überzahlsituation entstand, doch der fleißige Neelsen versuchte es selbst, scheiterte aber von halbrechts an SC-Torhüter Florian Kirschke (76.). Es war die letzte Chance der bis zum Schluss bemühten Dithmarschener.

 

Unsere Mannschaft hatte auch von der Qualität her die besseren Möglichkeiten. Beim Eckstoß von Casper Olesen von der linken Seite war es für Jovan Vidovic schon beinahe schwieriger, die Kugel nicht ins Tor zu köpfen (68.). Dann wollte Fabian Graudenz, freigespielt vor Torhüter Franzenburg, noch einmal querlegen, anstatt selbst abzuschließen (75.). Und bei einem Freistoß von der rechten Seite, getreten von Dominic Hartmann, verpasste Jonas Andersen mit dem Kopf die Kugel nur knapp (83.). Trotzdem fiel Treffer Nummer fünf. Jonas Andersen erkämpfte sich mit starkem Körpereinsatz im Mittelfeld den Ball, passte auf Fabian Graudenz, und der Ex-Cottbusser nutzte seine Chance, schob die Kugel an HSV-Torhüter Franzenburg zum 5:0-Endstand vorbei ins Netz (88.).

 

Unsere Mannschaft hatte in Finn Wirlmann mit vielen Balleroberungen und sehr guten Pässen sowie Casper Olesen, der sich immer besser in das Spielsystem integrieren kann, ihre besten Akteure. Positiv seien ebenso die erneut sichtbaren Spielmacherqualitäten von Dominic Hartmann sowie die aufsteigende Form von Jonas Andersen, der endlich seine Torpremiere feiern konnte, hervorgehoben. Beim Heider SV fielen vor allem der großgewachsene Gieseler in der offensiven Zentrale und der fleißige Neelsen auf, der ein immenses Laufpensum absolvierte. Die meisten Abschlussaktionen der Schwarz-Weißen hatte indes Hass.

 

Am kommenden Sonnabend, 26. Oktober 2019, 13.30 Uhr, geht es in der Liga mit dem Heimspiel gegen den FC St. Pauli II weiter. Die jungen Kiezkicker haben in der laufenden Saison deutliche Probleme, sich an die Anforderungen der vierthöchsten Herrenspielklasse zu gewöhnen. Einige der etablierten Talente verließen im vergangenen Sommer den Verein, um sich anderswo zu versuchen, wie etwa Schneider (Regensburg) sowie Koglin und S. Conteh (beide 1. FC Magdeburg), oder sie stiegen zu den eigenen Profis auf (C. Conteh). Der Umbruch scheint diesmal schwieriger als in den Vorjahren zu sein. So stecken die Hamburger, die eigentlich für extrem schnelle und wendige Spieler bekannt sind, tief im Abstiegsschlammassel. Auswärts haben sie bei bislang sieben Anläufen noch gar nicht gewinnen können, allerdings immerhin in Bremen (2:2) und Drochtersen (3:3) gepunktet sowie dem VfB Lübeck bei der 2:3-Niederlage enorme Schwierigkeiten bereitet. Selbst bei der jüngsten deutlichen 1:5-Klatsche in Wolfsburg hielten die Hamburger mehr als eine Stunde lang sehr gut dagegen, ehe dem Titelmitfavoriten aus der Autostadt der 2:1-Führungstreffer gelang (66.). Die erfolgreichsten Torjäger der St. Paulianer sind aktuell mit Cemal Sezer (vom VfB Lübeck) und Christian Stark (vom Hamburger SV II) zwei Neuzugänge, die bislang jeweils dreimal getroffen haben. Auffällig ist, dass die Mannschaft des erfahrenen 58jährigen Trainers Joachim Philipkowski, der seit dem Sommer 2016 bei der U 23 in Verantwortung steht, führend in der Fairplay-Wertung ist und mit nur etwas mehr als einer Gelben Karte pro Partie über die Runden kommt. Auch Weiche zählt zu den acht Mannschaften, die noch ohne Gelb-Roter oder Roter Karte sind. Die letzten vier sowie sechs der jüngsten sieben Duelle zwischen Weiche und dem Nachwuchs der Braun-Weißen endeten remis. Zuletzt hieß es im Manfred-Werner-Stadion am 29. Juli 2017 1:1- und am 24. November 2018 3:3-unentschieden. Vor knapp elf Monaten hatten die späten Treffer von Christian Jürgensen (88.) und Nico Empen (90.) erst im Schlussspurt den Gästesieg verhindert.

 

Weiche: Kirschke – Njie, Vidovic, Argyris, Pastor Santos (74. F. Meyer) – Wirlmann (81. Stöhr) – Paetow (Kap.), Hartmann – Andersen, Wulff (64. Graudenz), Olesen.

 

Tore: 1:0 Wulff (19.), 2:0 Andersen (36.), 3:0 Olesen (57., Strafstoß), 4:0 Hartmann (61.), 5:0 Graudenz (88.).

 

Zuschauer: 484 im Manfred-Werner-Stadion, Flensburg-Weiche.

 

Schiedsrichter: Malte Gerhardt (Kieler MTV), hatte wenig Probleme mit der sehr fairen Partie (einmal „Gelb“ für Vojtenko/Heide, 63.), ließ viel laufen.

 

 

Die Trainerstimmen:

 

Der Trainer des Heider SV, Sönke Beiroth, überbrachte zunächst seine herzlichen Glückwünsche „an Daniel und sein Team“. Es sei ein hochverdienter Sieg für eine Spitzenmannschaft, die auf dem Weg sei, vielleicht auch in die 3. Liga aufzusteigen. Seine Mannschaft habe trotzdem ein gutes Spiel gemacht und gut verteidigt, befand er. So habe Weiche vor der Pause nur drei Torchancen gehabt, aus denen der Gastgeber zwei Tore erzielt hat. Zur Pause sei der Glaube noch vorhanden gewesen, zwei Tore aufholen zu können, aber mit dem Elfmeter sei das Thema durchgewesen. Man wollte danach den Zuschauern wenigstens etwas bieten. Das sei nicht gelungen. Dennoch sei er mit dem Auftreten zufrieden. Der Gäste-Trainer abschließend: „Wenn man im Pokal schon ausscheidet, dann gegen Weiche und keinen anderen.“

 

Unser Trainer Daniel Jurgeleit konnte die Komplimente seines Kollegen an den Heider SV zurückgeben. Heide habe sehr mutig agiert. „Im Pokal zählt das Weiterkommen, und wir wollten mit aller Macht ins Halbfinale“, so der Ex-Profi. Da sei es wichtig, dass man fokussiert ist. Das erste Tor sei unheimlich wichtig gewesen. Man habe das dann souverän abgearbeitet. Er freue sich über Spieler, die heute ihr erstes Tor erzielt haben, also Jonas Andersen und Fabian Graudenz (der allerdings schon in Lägerdorf zum 1:0 getroffen hatte/d. Red.). Aber nicht nur mit Toren, sondern ebenso mit gelungenen Pässen und Aktionen könne man sich über Erfolgserlebnisse Selbstvertrauen holen. Auch Tim Wulff habe wieder ein Tor erzielt und einen Elfmeter herausgeholt, und endlich wurde mal wieder ein Elfmeter verwandelt. Er würde sich freuen, wenn damit die Bremse gelöst worden sei, weil verwandelte Strafstöße in der Liga eben wichtige Punkte bringen könnten. Er sei heute sehr zufrieden. Abschließend unser Trainer: „Wir freuen uns auf das nächste Pokalspiel gegen Todesfelde.“

 

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Mehr erfahren
Verstanden!