SC Weiche Flensburg 08
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Freude und Erleichterung nach Auftaktsieg

  Spielinfo

SC Weiche Flensburg 08 – FC Eintracht Norderstedt 3:1 (3:0)

Erfolgreicher Start des SC Weiche Flensburg 08 in die neue Regionalliga-Spielzeit! Zum Saisonauftakt in der Gruppe Nord kam unsere Mannschaft nach fast halbjähriger Corona-bedingter Unterbrechung des Spielbetriebs am Sonnabendnachmittag gegen den als Mitfavoriten gehandelten FC Eintracht Norderstedt zu einem wenig gefährdeten 3:1-Sieg. Vor 425 Zuschauern im nicht ausverkauften Manfred-Werner-Stadion, in dem 500 Fans hätten Platz finden können, nutzte Weiche bei guten äußeren Bedingungen drei Standardsituationen zu einer überraschend klaren 3:0-Pausenführung, die anschließend nicht mehr ernsthaft in Gefahr geriet. Während damit die eine Serie glücklicherweise riss, indem unsere Mannschaft erstmals seit dem 3. August 2013 (3:1 gegen Eichede) ein Saisonauftaktspiel gewinnen konnte, blieb sie zugleich zum zehnten Mal in Folge gegen den süd-schleswig-holsteinischen Landesrivalen ohne Niederlage. Unserem neuen Trainer Thomas Seeliger, der beim letzten Norderstedter Sieg gegen Weiche im August 2015 (2:1) noch den Gegner betreut hatte, war die Freude und Erleichterung über den geglückten Saisonstart sichtlich anzumerken: „Wir hatten die Standardsituationen im Testspiel gegen Altona extra nicht gezeigt, weil wir wussten, dass wir von Norderstedt beobachtet werden“, frohlockte der Cheftrainer nach seinem Regionalliga-Debüt als Flensburger Verantwortlicher. Und auch sonst war Erleichterung an der Bredstedter Straße zu spüren: Die Fans hielten sich vorbildlich an die Hygiene- und Abstandsregeln, sodass dem weiteren Saisonverlauf sportlich wie gesundheitspolitisch zuversichtlich entgegengesehen werden kann.

 

Gegenüber dem letzten Liga-Spiel vor der Corona-Pause, dem torlosen Remis vom 8. März in Norderstedt, konnten fünf Flensburger ihren Startelfplatz behaupten: Florian Kirschke, Ilidio Pastor Santos, Patrick Thomsen, Torge Paetow und Dominic Hartmann. Hinzu kamen mit Martin Pitter, Jonah Gieseler und Marcel Cornils drei der zehn Neuzugänge, wobei es für Martin Pitter sogar das Viertliga-Debüt, für Jonah Gieseler die Weiche-Pflichtspielpremiere und für Marcel Cornils die Rückkehr nach mehrjähriger Pause war. Kevin Njie, Jonas Walter und Casper Olesen vervollständigten die Startelf, die im 4-1-4-1 antrat. Von der Möglichkeit, erstmals gleich vier Wechsel vornehmen zu dürfen, machte Trainer Thomas Seeliger Gebrauch. So war das Wechselkontingent schon zehn Minuten vor dem Abpfiff erschöpft, als Kevin Schulz für Martin Pitter kam. Zuvor mussten Jonas Walter durch Finn Wirlmann (43.) und Ilidio Pastor Santos durch Julian Stöhr (64.) verletzungsbedingt ersetzt werden. Außerdem machte der bereits verwarnte Marcel Cornils für Nico Empen Platz (59.). Im 19er-Kader des Spieltages standen des Weiteren Ersatztorhüter Raphael Straub, Malte Petersen, Jacob Andersen und Noel Kurzbach. Nicht in das Tagesaufgebot schafften es neben den leicht angeschlagenen Johannes Siregar und Christopher Kramer auch Florian Meyer, Ture Blaue, Mathias Andersen, Bjarne Schleemann und Tayfun Can.

 

Nach einer Gedenkminute für einen in der vergangenen Woche getöteten Fan des SC Weiche hielten sich beide Vertretungen nicht lange mit Vorreden auf. Von Beginn an entwickelte sich eine interessante Partie, wobei unsere Mannschaft als erste einen Fehler des Kontrahenten bestrafen konnte. Nach einem Foul an Casper Olesen auf halblinks kam der Freistoß von Dominic Hartmann über die Innenverteidigung hinweg, wo Torge Paetow sehr freistehend auftauchte und die Kugel aus gut zehn Metern direkt nahm. Zum umjubelten Führungstreffer schlug der Ball unhaltbar für Schlussmann Lars Huxsohl ein (11.).

 

Die Gäste ließen sich davon zunächst wenig beirren, hatten optische Vorteile und hätten aus den Abstimmungsproblemen vor allem auf der rechten Flensburger Seite, wo Dane Kummerfeld häufig jede Menge Platz hatte, mehr Kapital schlagen müssen. So sah es zwar immer wieder im Ansatz gefällig aus, da aber Bälle in den Rücken der Weiche-Abwehr oder schnelle Seitenwechsel selten waren, hielt sich letztlich die Norderstedter Torgefahr in Grenzen. Einmal nur kam die SC-Defensive richtig ins Schwimmen, als Johann von Knebel Döberitz über rechts in den Strafraum eindrang und mehrere Flensburger auf den Boden schickte. Doch auch da blieb der Ball auf den zweiten Pfosten aus (22.). Dennoch war unser Trainer Thomas Seeliger in jener Phase sichtlich und für alle im Stadion deutlich hörbar über die mangelnde Organisation und Zuordnung in der Defensivarbeit unzufrieden, obgleich die einzige „echte“ Eintracht-Spitze Lüneburg bei Paetow und Thomsen bestens aufgehoben war. Der abwechslungsreichen und unterhaltsamen Partie fehlten trotz allem die riesigen Torchancen. So stellte der Kopfball von Marcel Cornils nach Flanke von Kevin Njie Torhüter Lars Huxsohl nicht ernsthaft vor Probleme (25.). Auf der Gegenseite setzte Fabian Grau seinen Schuss zu hoch an (26.). Allerdings hieß es alsbald schon 2:0. Mit einem weiten Ball verlagerte Jonas Walter das Geschehen auf die rechte Seite, Dominic Hartmann verarbeitete die Kugel exzellent und drang in den Strafraum ein, wo Dane Kummerfeld ungeschickt auf die Finte des Flensburgers reagierte (30.). Casper Olesen verwandelte den fälligen Strafstoß sicher oben rechts zum 2:0 (32.), nachdem der Norderstedter „Übeltäter“ längere Zeit behandelt werden musste, bevor er zehn Minuten später verletzungsbedingt ersetzt wurde (43.).

 

Echte Chancen waren zwar auch weiterhin eher rar gesät, aber die Partie blieb alles andere als langweilig. Ilidio Pastor Santos, der nach einem mit „Gelb“ geahndeten Foul von Juri Marxen schon früh behandelt werden musste (12.), scheiterte bei seinem Vorstoß an Torhüter Lars Huxsohl (44.). Die dreiminütige Nachspielzeit hielt dennoch den dritten Treffer der Gastgeber bereit. Diesmal hatte Juri Marxen, der offensiv mit einigen Flügelsprints über rechts durchaus positiv auffallen konnte, Marcel Cornils kurz vor dem Strafraum gefoult. Den Freistoß von Dominic Hartmann von der rechten Seite verpassten Jonah Gieseler und der gerade für den verletzt ausgeschiedenen Jonas Walter eingewechselte Finn Wirlmann im Zentrum nur knapp. Die Kugel fiel Norderstedts Sturmspitze Jan Lüneburg an den Körper, ging von dort an den Innenpfosten, und Finn Wirlmann stocherte den Ball endgültig über die Linie (45.+3). 3:0 zur Pause – das hätte vor der Partie kaum jemand zuvor für möglich gehalten!

 

Es war zu erwarten, dass „EN“ mit Wiederanpfiff den Vorwärtsgang einlegen und den möglichst schnellen Anschluss suchen würde. Doch richtig brenzlig wurde es selten, obgleich der Kontrahent mit dem eingewechselten Holger Brüning über links und Nick Gutmann über rechts jetzt auch mal die Schnelligkeit ausspielen konnte. Bei einem Pass auf Nick Gutmann, der im Rücken von Ilidio Pastor Santos entwischen konnte, war Florian Kirschke rechtzeitig aus seinem Kasten geeilt (57.). Nachdem Schiedsrichter Max Rosenthal (Bad Schwartau) einen Trikotzupfer von Kevin Njie gegen Holger Brüning im Flensburger Strafraum nicht geahndet hatte (63.) und der abgefälschte Distanzschuss von Jan Lüneburg nur knapp das Tor verfehlte (76.), war der Norderstedter Treffer fällig und zudem verdient. Holger Brüning hatte einen langen Ball auf links geschickt mitgenommen und war dann mit Tempo an Kevin Njie vorbei nach innen geschwenkt. Gegen den satten Abschluss war Florian Kirschke chancenlos (81).

 

Auch in der Schlussphase blieb die Partie höchst interessant. Für Norderstedt verfehlten Nick Gutmann (86.) und Holger Brüning (90.+3) den Flensburger Kasten und damit einen möglichen Anschlusstreffer, während auf der Gegenseite Nico Empen das vierte Tor der Fördestädter verpasste. Erst zielte er aus spitzem Winkel vorbei (60.), dann erreichte ihn ein finales Zuspiel des über links die Szene vorbereitenden Casper Olesen nicht (82.), und schließlich lupfte er die Kugel nach Balleroberung von Jonah Gieseler, der seinen Sturmpartner noch aus der eigenen Hälfte mit langem Pass geschickt hatte, am Tor vorbei (90.). So endete die abwechslungsreiche Partie mit einem 3:1-Sieg des SC.

 

Unsere Mannschaft verdiente sich ein Lob für ihr großes Engagement und ihre läuferische wie kämpferische Bereitschaft. Spielerisch konnte sich Dominic Hartmann – nicht nur aufgrund seiner drei Torvorlagen – besonders auszeichnen. Außerdem war die Weiche-Innenverteidigung mit dem Führungstorschützen Torge Paetow und Patrick Thomsen eine Bank. Die Gäste, die in einer Woche in der ersten Runde um den DFB-Pokal bei Bayer Leverkusen antreten müssen, hatten in der defensiven Anspielstation Philipp Koch und Mittelfeldakteur Evans Nyarko ihre Gestalter und in den beiden schnellen, nach der Pause stärker werdenden Außen Nick Gutmann (rechts) und – den erst kurz vor der Pause eingewechselten – Holger Brüning (links) ihre auffälligsten Akteure.

 

Am zweiten Spieltag gastiert unsere Mannschaft – leider Corona-bedingt ohne Fan-Unterstützung – beim Heider SV. Die Partie im HSV-Stadion an der Meldorfer Straße wird am Sonnabend, 12. September 2020, um 14 Uhr angepfiffen. In der vergangenen Saison kam es in der Regionalliga einzig zum Duell unter Flutlicht in Weiche, das unsere Mannschaft knapp mit 2:1 gewinnen konnte. In Heide gab es in jüngerer Vergangenheit lediglich ein Aufeinandertreffen, das Weiche am 21. Juli 2018 im Landespokal-Viertelfinale durch einen Kopfballtreffer von Dominic Hartmann mühsam mit 1:0 gewinnen konnte. Für Jonah Gieseler wird es ein besonderes Spiel werden, trifft er doch in Dithmarschen auf seinen Ex-Verein, von dem er erst vor wenigen Monaten an die Förde gewechselt war.

 

Weiche: Kirschke – Njie, Paetow (Kap.), Thomsen, Pastor Santos (64. Stöhr) – Walter (43. Wirlmann) – Cornils (V/59. Empen), Hartmann, Pitter (79. K. Schulz), Olesen – Gieseler.

 

Tore: 1:0 Paetow (11.), 2:0 Olesen (32., Strafstoß), 3:0 Wirlmann (45.+3), 3:1 Brüning (81.).

 

Zuschauer: 425 im Manfred-Werner-Stadion, Flensburg-Weiche.

 

Schiedsrichter: Max Rosenthal (VfL Bad Schwartau), ließ die fällige frühe „Gelbe“ gegen Hartmann stecken (6.) und verweigerte Norderstedt einen Strafstoß (Njie an Brüning, 63.), sodass Norderstedt mit ihm haderte; lag bei den sonstigen Karten (Cornils wegen Unsportlichkeit, 56./Marxen nach Foul an Pastor Santos, 12; Grau nach Foul an Gieseler, 35.; Koch nach Foul an Cornils, 41.; Nyarko nach Foul an Wirlmann, 80.) richtig und ließ bei Marxen (zweites „Gelb“-würdiges Foul, 45.+3) Gnade vor Recht ergehen, was aber durchaus im Ermessensspielraum lag.

 

 

Die Trainerstimmen:

 

Unser Trainer Thomas Seeliger nahm die Glückwünsche seines Gegenübers dankend an und zeigte sich überglücklich, dass das erste Spiel gewonnen wurde. Er betonte, dass der Gegner eine hervorragende vergangene Saison gespielt habe und am Ende Norderstedt unter den ersten Fünf der Nordstaffel stehen würde. „Wir wussten um die Qualität, die Norderstedt über die Außen hat“, so der Trainer weiter. „Standardsituationen haben wir nochmals trainiert, und die Jungs haben es gut umgesetzt. Sie haben alles gegeben und sehr wenig Torchancen zugelassen. Die Jungs haben sich reingeworfen.“ Zur Pause wurde gemahnt, dass in den ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit nichts passieren dürfe. Thomas Seeliger abschließend: „Glückwunsch an die Truppe. Es war ein toller Start. So kann es weitergehen. Aber es war nur ein Spiel – nicht mehr und nicht weniger.“

 

Der Trainer des FC Eintracht Norderstedt, Jens Martens, richtete herzliche Glückwünsche an Weiche „für einen verdienten Sieg“. Weiche habe eine große Effektivität gehabt. Der Gästetrainer weiter: „Wir wussten um die Stärken von Weiche und hatten extra nochmal auf die Standards hingewiesen. Diese Aufgabe haben wir in der ersten Halbzeit nicht gelöst. So war es mit einem 0:3 fast aussichtslos. Wir wollten zu Beginn der zweiten Halbzeit näher rankommen, doch Weiche hat relativ wenig zugelassen. Das Anschlusstor fiel dann viel zu spät. Wir hatten uns mehr vorgenommen.“

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