SC Weiche Flensburg 08
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Es war einmal ein Angstgegner ...

  Spielinfo

Lüneburger SK Hansa – SC Weiche Flensburg 08 1:3 (0:2)

 

Beim abstiegsbedrohten Lüneburger SK Hansa kam der SC Weiche Flensburg 08 am Sonntagnachmittag zu einem ungefährdeten 3:1-Auswärtssieg. Auf der Anlage des VfL Lüneburg an den Sülzwiesen hatte unsere Mannschaft das Geschehen bei immer schöner werdendem Frühlingswetter zumindest ab dem Führungstreffer voll im Griff. Während sich für die Lüneburger die Aussichten auf den Klassenerhalt nach dem 31. Spieltag der Regionalliga Nord erheblich verschlechtert haben, konnte Weiche vor 350 Zuschauern, darunter etwa 25 Flensburgern und Ex-Stürmer René Guder (jetzt SV Meppen), nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge in die Erfolgsspur zurückkehren. Es war zugleich der dritte Sieg beim einstigen Angstgegner hintereinander, nachdem Weiche erstmals beim LSK am 29. März 2017 mit 1:0 in Bardowick und danach in der Meistersaison am 20. August 2017 mit 3:1 an den Sülzwiesen gewinnen konnte.

 

Gegenüber dem mit 1:2 verlorenen Heimspiel gegen den TSV Havelse vor 15 Tagen änderte Trainer Daniel Jurgeleit die Startelf dreimal. Torge Paetow nach abgesessener „Gelb“-Sperre, der zuletzt angeschlagene etatmäßige Kapitän Christian Jürgensen und Ilidio Pastor Santos liefen für Nedim Hasanbegovic, Jannick Ostermann und Tim Wulff von Beginn an auf. Vor Torhüter Florian Kirschke verteidigten Kevin Njie (rechts), Jonas Walter (zentral) und Christian Jürgensen (links) in der Dreierkette. Im zentralen Mittelfeld spielten Torge Paetow und Patrick Thomsen sowie – etwas offensiver – Dominic Hartmann. Auf den Außenbahnen kamen Ilidio Pastor Santos (rechts) und Florian Meyer (links) zum Einsatz. Die Doppelspitze bildeten Gökay Isitan und Marvin Ibekwe. Eingewechselt wurden mit Finn Wirlmann und Jannik Drews lediglich zwei Spieler. Für Finn Wirlmann, der sich in der Wintervorbereitung an der Schulter verletzt hatte, war es das Comeback und der erste Einsatz in diesem Kalenderjahr. Im Spieltagsaufgebot, das lediglich 17 Akteure umfasste, standen zudem Torhüter Raphael Straub, Jannick Ostermann, Nico Empen und Tim Wulff. Hingegen waren Leon Pascal Kroiß und Gary Noël, die am Vortage beim 1:0-Heimsieg unserer Oberliga-Mannschaft gegen Schilksee zum Einsatz kamen, die angeschlagenen Nedim Hasanbegovic, Joël Keller und Jannis Pläschke sowie Kevin Schulz (erkrankt) und Hendrik Ostermann nicht im Kader.

 

In der wenig spektakulären Anfangsphase hatte Weiche mehr Anteile, doch beiderseits war das Spiel von Ungenauigkeiten und Ballverlusten geprägt. Die ersten Torannäherungen generierten Torge Paetow mit einer Flanke von links auf Flensburger (10.) und Kunze mit einer Eingabe von rechts auf Lüneburger Seite (12.). In beiden Fällen gab es im Zentrum keine Abnehmer, sodass der Ball jeweils im Toraus landete. Danach wurden die Niedersachsen etwas stärker, ohne jedoch zu großen Torchancen zu kommen. Nach dem ersten Eckstoß und einer Flanke von Varela Monteiro köpfte Stech über die Latte (16.). Gerade in diese etwas bessere Phase der Gastgeber platzte das 0:1, an dem LSK-Torhüter Springer seine Aktie hatte. Die Flanke von Florian Meyer von der linken Seite brachte er nicht unter Kontrolle, Marvin Ibekwe setzte nach, passte auf Dominic Hartmann, der wiederum für Jonas Walter auflegte. Dessen 20-m-Schuss fälschte Christian Jürgensen unhaltbar für Springer in das Tor ab (20.).

 

Mit der Führung im Rücken bekam Weiche das Spiel unter Kontrolle. Marvin Ibekwe, der im Zentrum an eine Eingabe von Gökay Isitan von der linken Seite nicht herankam, nachdem zuvor Torge Paetow den Ex-Lübecker geschickt hatte (22.), und Kevin Njie mit einem strammen 20-m-Schuss über den Balken (23.) vergaben das mögliche schnelle 0:2. Auch so blieb Weiche dominant, spielte ruhig und bekam folglich Chancen. Die beste Möglichkeit hatte der schnelle Marvin Ibekwe, der noch aus der eigenen Hälfte unwiderstehlich zum Solo startete, die Kugel an der Lüneburger Innenverteidigung vorbeilegte und stramm auf Torhüter Springer zusteuerte. Doch kurz vor dem Strafraum versprang ihm auf dem etwas unebenen Rasen der Ball, den Springer dem Flensburger Stürmer dann vom Fuß nehmen konnte (35.). Nachdem Springer zudem einen direkt getretenen Freistoß von Dominic Hartmann von der rechten Seite pariert hatte (36.), fiel doch der zweite Treffer der Fördestädter. Marvin Ibekwe erlief sich an der linken Eckfahne einen eigentlich zu weit geratenen Ball, nahm dann Florian Meyer und dieser Dominic Hartmann mit. Unsere Nummer 37 spielte am linken Strafraumeck Torge Paetow an, von dem er die Kugel in die Tiefe gepasst bekam, und dann zog Dominic Hartmann den Ball sehenswert ins lange rechte Eck – was für ein wunderschöner Treffer (39.).

 

Die Bemühungen der Gastgeber blieben eher bescheiden. Zweimal prüfte der gebürtige Flensburger Sen mit Distanzschüssen unseren Torhüter Florian Kirschke, der jeweils sicher parierte (37., 41.). Selbst eine mögliche Überzahlsituation konnten die Lüneburger nach einem ungenauen Pass von Varela Monteiro in die Spitze nicht nutzen, nachdem unsere Mannschaft den Ball in einem unnötigen Dribbling vertändelt hatte (31.). So ging es mit einer verdienten 2:0-Führung der Gäste in die Pause.

 

In die zweiten 45 Minuten starteten die Niedersachsen mit mehr Mut und einem neuen Spieler (Biyiklioglu für Varela Monteiro, 46.). Doch wieder konnte der LSK eine Überzahlsituation nach Ballverlust unserer Mannschaft nicht nutzen, weil Sen, der nur noch Jonas Walter vor sich hatte, den Pass auf den mitgelaufenen Vobejda zu ungenau spielte (49.). Auf der Gegenseite lenkte Hansa-Schlussmann Springer einen Distanzschuss von Dominic Hartmann nach zu kurz abgewehrtem weitem Einwurf von Torge Paetow nur knapp über die Torlatte (52.). Wenig später lag die Kugel dennoch ein drittes Mal im Lüneburger Kasten, wobei Biyiklioglu – vielleicht etwas irritiert von dem in der Nähe auftauchenden Christian Jürgensen – die Flanke von Florian Meyer am zweiten Pfosten relativ unbedrängt, dafür ungeschickt ins eigene Netz bugsierte (57.).

 

In der restlichen halben Stunde schien sich unsere Mannschaft auf das Nötigste zu beschränken. Noch immer hatte sie die deutlich besseren Möglichkeiten. So traf Marvin Ibekwe per Kopf nach einer schönen Rechts-Flanke von Ilidio Pastor Santos nur die Latte (60.), dann wurde ein mögliches Foulspiel von Wolk an Dominic Hartmann am oder im LSK-Strafraum nicht gepfiffen (74.). Schließlich parierte Hansa-Torhüter Springer erst den Schuss des eingewechselten Finn Wirlmann von halblinks, nachdem Marvin Ibekwe die Kugel durchgesteckt hatte (79.), dann den Schuss des ebenfalls eingewechselten Jannik Drews aus der Drehung, als der schnelle Gegenzug diesmal auf Flensburger Seite nicht gut ausgespielt worden war (90.+3).

 

Die Angriffsbemühungen der nicht aufgebenden Gastgeber waren zunächst nur auf Sen zugeschnitten. Er setzte einen satten Abschluss aus 22 Metern rechts am Kasten vorbei (56.), prüfte dann fast aus dem Stand SC-Torhüter Florian Kirschke (66.). Der Schuss von Wolk ging deutlich über den Kasten (74.), ehe Sen mit dem eingewechselten Krottke erheblich mehr Unterstützung erhielt, als Weiche allerdings auch in der Abwehrdisziplin nachließ. So näherten sich die Gastgeber in den letzten zehn Minuten systematisch dem Flensburger Tor an. Dreimal blieb Weiches Schlussmann Florian Kirschke gegen Krottke Sieger: nach einem Schlenzer von halbrechts (84.), nach einem Dribbling an der rechten Torauslinie (85.) und bei einem Kopfballaufsetzer nach Flanke von der rechten Seite (86.). Dann parierte Florian Kirschke auch einen Schuss von Vobjeda sicher (88.), ehe Sen im Strafraum wühlte und schließlich von Kevin Njie gelegt wurde. Sen verwandelte den fälligen Strafstoß sicher (90.+1) und traf gleich danach noch aus spitzem Winkel nur das Außennetz (90.+2).

 

Aus der Mannschaft von Trainer-Routinier Rainer Zobel fielen neben Sen am ehesten Abwehrchef Pägelow, Mittelfeldspieler Wolk und die zweite Offensivkraft Vobejda auf. Der eingewechselte Krottke brachte zudem sichtbar mehr Schwung. Bester Flensburger und überragender Akteur auf dem Platz war Dominic Hartmann, dem man die Spielfreude förmlich ansehen konnte. Außerdem konnten beispielsweise Kevin Njie und Marvin Ibekwe deutlich ansteigende Form nachweisen, während sich die Rückkehrer Christian Jürgensen und Torge Paetow einmal mehr als Stabilisatoren im Weiche-Spiel bestätigen konnten.

 

Die letzten beiden Heimspiele folgen nun im raschen Doppelpack. Bevor es am 10. Mai 2019 ab 19 Uhr in einem Freitagabendspiel zum mit Spannung erwarteten Landesderby gegen den VfB Lübeck kommen wird, empfängt unsere Mannschaft sechs Tage zuvor, am Sonnabend, 4. Mai 2019, um 13.30 Uhr die SV Drochtersen/Assel. Gegen die Männer aus dem Landkreis Stade hat Weiche eine besondere Serie zu verteidigen. Die letzten vier Duelle gingen mit insgesamt 5:0 Toren allesamt an die Fördestädter. Das ist auch insofern sehr bemerkenswert, als dass die Spielvereinigung als äußerst unbequemer Gegner gilt, bei dem z. B. Drittligisten im Landespokalwettbewerb verlieren – René Guder und sein SV Meppen sind für das anstehende niedersächsische Finale gewarnt – und der FC Bayern München im DFB-Pokal nur äußerst knapp mit 1:0 gewinnen konnte. Auswärts setzen die Schützlinge von Trainer Lars Uder, der im vergangenen Sommer bei „DA“ die Nachfolge des sehr erfolgreichen und nach Rödinghausen abgewanderten Enrico Maaßen antrat, ebenfalls ihre Achtungszeichen wie etwa jüngst beim 1:1-Remis an der Lübecker Lohmühle gegen den Aufstiegsaspiraten VfB. Unserer Mannschaft wird eine schwierige Aufgabe bevorstehen, zumal die Niedersachsen sicherlich Revanche für deren unglückliche 0:1-Hinspielniederlage vom 21. Oktober 2018 nehmen möchten. Damals reklamierte „DA“ vergeblich bei Unparteiischen und Assistenten an der Seitenlinie, die nach dem von Gökay Isitan getretenen Eckstoß und der Kopfballverlängerung von Patrick Thomsen den Ball von Christian Jürgensen mit vollem Umfang hinter der Torlinie gesehen hatten (87.). Im Manfred-Werner-Stadion hat Weiche gegen Drochtersen/Assel nach drei Aufeinandertreffen noch eine makellose Bilanz. Einem 4:0-Sieg zur Premiere folgten zwei 1:0-Erfolge.

 

Weiche: Kirschke – Njie, Walter, Jürgensen (Kap.) – Pastor Santos, Paetow, Thomsen, F. Meyer – Hartmann – Isitan (62. Wirlmann), Ibekwe (86. Drews).

 

Tore: 0:1 Jürgensen (20.), 0:2 Hartmann (39.), 0:3 Biyiklioglu (57., Eigentor), 1:3 Sen (90.+1, Strafstoß).

 

Zuschauer: 350, darunter ca. 25 Flensburger Fans, im Stadion des VfL Lüneburg an den Sülzwiesen, Lüneburg.

 

Schiedsrichter: Fynn Kohn (Husumer SV), hatte mit der sehr fairen Partie keinerlei Mühe und kam folglich problemlos ohne Verwarnungen über die Runden.

 

Stimmen zum Spiel:

 

Unser Trainer Daniel Jurgeleit meinte: „Wir haben absolut verdient und souverän gegen eine Mannschaft gewonnen, die unbedingt gewinnen musste. Das war uns ja zuletzt nicht so gelungen. Wir haben es deutlich besser gemacht als zum Beispiel gegen Havelse, wobei es mit der Führung im Rücken dann auch einfacher wird. Das eine oder andere Tor hätten wir sicherlich noch erzielen können. Dafür, dass wir aber erstmals zwei Niederlagen in Folge einstecken mussten, sind wir richtig gut zurückgekommen.“ Und der Trainer ergänzte: „Ilidio war gut.“

 

Der spielfreudige Dominic Hartmann, Torschütze zum 2:0-Zwischenstand, meinte nach der Partie: „In Hinblick auf das Pokalfinale war es sehr wichtig, hier zu gewinnen, aber auch schon für das Spiel gegen Drochtersen in der nächsten Woche und den Kampf um Platz 3. Der Sieg ist einfach wichtig für die Moral und die Stimmung in der Mannschaft.“

 

 

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