SC Weiche Flensburg 08
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  Spielinfo

SC Weiche Flensburg 08 – SV Drochtersen/Assel 1:0 (0:0)

Der SC Weiche Flensburg 08 bleibt auch nach dem 4. Spieltag der Nord-Gruppe der Regionalliga ohne Punktverlust Tabellenführer! Am Mittwochabend besiegte unsere Mannschaft inmitten der „englischen Woche“ nach einer sehr intensiven Spitzenpartie die SV Drochtersen/Assel hauchdünn, aber hochverdient mit 1:0 (0:0). Unter Flutlicht sahen 682 Zuschauer im Manfred-Werner-Stadion bei allerbestem Fußballwetter eine rassige, von beiden Seiten mit viel Tempo und Leidenschaft geführte Begegnung. Weiche-Trainer Thomas Seeliger befand nach den umkämpften rund 97 Spielminuten, dass hier beste Werbung für den Fußball betrieben wurde. Die prächtige Stimmung wurde durch die Corona-Auflagen ebenso wenig getrübt wie die Mannen aus dem Landkreis Stade es nicht verhindern konnten, auch nach dem fünften Auftritt – zuvor 0:4, 0:1, 0:1 und 0:2 aus Sicht der SV D/A – am Ende tor- und punktlos die lange Heimreise nach Niedersachsen in der Nacht antreten zu müssen.

 

Drei Tage nach dem überzeugenden 4:0-Auswärtssieg beim FC St. Pauli II war Trainer Thomas Seeliger gezwungen, die Startelf einmal zu ändern. So kam Christopher Kramer, der positionsgetreu den erkrankten Jonah Gieseler als einzige Spitze ersetzte, zu seinem ersten Startelfeinsatz im Weiche-Dress. Alles andere blieb in der Anfangsformation unverändert: Vor Torhüter Florian Kirschke verteidigten Kevin Njie, Torge Paetow, Patrick Thomsen und Ilidio Pastor Santos in einer Viererkette, vor der Finn Wirlmann als „Sechser“ fungierte. Nico Empen, Kevin Schulz, Dominic Hartmann und Casper Olesen bildeten die Mittelfeldreihe. Marcel Cornils, Noel Kurzbach, Martin Paustian Pitter und Bjarne Schleemann wurden in der zweiten Halbzeit nach und nach eingewechselt. Das 19er-Aufgebot komplettierten Ersatztorhüter Raphael Straub, Johannes Siregar, Julian Stöhr und Florian Meyer. Diesmal fehlten Jonas Walter, Ture Blaue, Malte Petersen, Mathias Andersen, Tayfun Can und Jacob Andersen. Da das Spiel der Oberliga-Mannschaft, die nahezu zeitgleich beim SV Frisia 03 Risum-Lindholm antreten sollte, ausfiel, konnte keiner von ihnen dort Einsatzminuten sammeln.

 

Von Beginn an entwickelte sich eine temporeiche Partie, bei der beide Mannschaften versuchten, den jeweiligen Gegner bei dessen Ballbesitz nicht zur Ruhe kommen zu lassen. Den ersten Abschluss verzeichnete Casper Olesen, der nach einem weiten Ball in die Spitze ohne langes Zögern abschloss. SV-Torhüter Patrick Siefkes boxte die Kugel zur Seite weg (2.). Und der Gäste-Schlussmann parierte ebenfalls, als Christopher Kramer auf halblinks von Casper Olesen freigespielt war und flach abschloss. Ein Abwehrspieler von D/A fegte dann die frei liegende Kugel aus dem Fünfmeter-Raum (21.). Noch knapper wurde es nur wenig später – und nun hatten die Gäste zweimal pures Glück. Als nach Spieleröffnung von Patrick Thomsen in der Folge Dominic Hartmann mit schönem Pass Christopher Kramer auf halblinks anspielte und dieser elegant auf Casper Olesen in die Mitte ablegte, hatte unser Däne freie Fahrt, drosch die Kugel im Zentrum jedoch mit Gewalt über den Kasten (26.). Und nach einem kurz gespielten Eckstoß brachte Kevin Njie die Flanke von halbrechts, Christopher Kramer bugsierte die Kugel aus Nahdistanz an die Latte (29.). Spätestens mit der nächsten notierenswerten Aktion wäre die Weiche-Führung fällig gewesen. Einen langen Flugball von Finn Wirlmann nahm Nico Empen exzellent mit, wurde dann im 16-m-Raum von Efkan Erdogan gelegt (34.). Doch beim fälligen Strafstoß zeigte sich erneut die Klasse von SV-Torhüter Patrick Siefkes, der den Schuss in die vom Schützen aus rechte Ecke nicht nur abwehrte, sondern sogar festhielt (35.). Der beste Mann auf dem Platz konnte sich bei einem Flachschuss von Nico Empen vor der Pause erneut auszeichnen (45.+2) und tief durchatmen, als der enorm fleißige Flensburger Offensivakteur nach feiner Körpertäuschung auf halbrechts eine gute Schussposition hatte, die Kugel aber links am Kasten vorbeisetzte (45.+2). So viele Chancen Weiche auch hatte – zur Pause hieß es weiterhin 0:0.

 

Die Gäste, die bereits nach 20 Minuten verletzungsbedingt wechseln mussten – Neuzugang Maximilian Geißen kam für Oliver Ioannou –, wurden mit Beginn der zweiten Halbzeit etwas offensiver und holten alsbald ihren ersten Eckstoß heraus (47.). Das deutliche Chancen-Plus für die Gastgeber setzte sich nach der Pause nicht mehr derart fort. Dennoch waren die Möglichkeiten für Christopher Kramer, der nach einem Eckstoß aus dem Gewühl am Reflex von Patrick Siefkes scheiterte (56.), und Patrick Thomsen, dessen Kopfball nach Eckstoß von Dominic Hartmann von der rechten Seite knapp das Tor verfehlte (64.), als hochkarätig zu bezeichnen. Aber die erfahrenen Niedersachsen wurden nun kecker, warteten auf ihre Kontergelegenheiten. Als Jannes Elfers von links die Kugel flach nach innen brachte, klärte der aufmerksame Ilidio Pastor Santos in großer Not (64.). Torjäger Alexander Neumann konnte sich wenig später mal absetzen und mit einem Flatterball aus gut 20 Metern, der sich hinter dem Weiche-Tor senkte, für ein Raunen des Publikums sorgen (66.). Dann parierte Florian Kirschke nach einem Konter den Abschluss von Jannes Elfers (76.).

 

Es folgte die Erlösung für die Weiche-Fans: Kevin Njie hatte auf rechts Nico Empen eingesetzt, der die Kugel tückisch vor das Tor brachte. Am zweiten Pfosten kam Kevin Schulz angerauscht, bugsierte das Streitobjekt zur umjubelten Führung ins Netz (78.). Beinahe hätte Jannes Elfers die Antwort gegeben, doch seinen verdeckten Aufsetzer lenkte Florian Kirschke noch um den Pfosten (81.).

 

Das Spitzenspiel blieb trotz der vielen Wechsel bis in die Schlussphase hinein packend, zumal die Gäste sich keinesfalls geschlagen gaben, unsere Mannschaft hingegen ebenso mutig bei eigenem Ballbesitz weiter nach vorn agierte. Dominic Hartmann leitete erneut eine schöne Kombination ein. Nach einem Solo von Marcel Cornils mit überraschendem, weil verdecktem Zuspiel auf links hatte Noel Kurzbach die Entscheidung auf dem Fuß, doch wieder hatte Patrick Siefkes mitgespielt, ließ sich nicht überlupfen (82.). Erneut scheiterte der mutige Noel Kurzbach, diesmal mit einem Flachschuss aus gut 20 Metern, an Patrick Siefkes (88.), der schließlich Glück hatte, als sich Noel Kurzbach und Marcel Cornils bei einer Eingabe von links fast gegenseitig im Eifer etwas behinderten und am kurzen Pfosten die Entscheidung vergaben (90.+2). Den robusten Gästen blieben die letzten beiden Möglichkeiten der intensiv geführten Partie, jeweils nach Eckstößen (90.+3), ehe der Unparteiische die packende Auseinandersetzung beendete.

 

Unsere Mannschaft gefiel durch eine enorm geschlossene Leistung ohne Ausfälle. Neben den Dauerbrennern Torge Paetow und Patrick Thomsen seien Ilidio Pastor Santos, Dominic Hartmann und Nico Empen besonders lobend erwähnt. Insgesamt verfestigte sich der Eindruck, dass da eine „echte Mannschaft“ zusammenwächst. Überragender Akteur bei den Gästen war Torhüter Patrick Siefkes. Daneben fiel in der Schlussphase der kecker werdende Jannes Elfers auf.

 

Die erste „englische Woche“ der Saison endet für unsere Mannschaft am Sonnabend, 26. September 2020, mit dem Gastspiel beim 1. FC Phönix Lübeck. Zwar sind zu der Partie, die um 13.00 Uhr in der Ausweichstätte der Hansestädter, dem Leichtathletikstadion Buniamshof, angepfiffen werden wird, Zuschauer zugelassen, aber vereinbarungsgemäß gilt dies leider nicht für Gäste-Fans. Der ambitionierte Neuling hatte sich gerade nach dem 2:1-Auswärtssieg zum Auftakt bei Altona 93 vielleicht bislang etwas mehr versprochen, doch nach den beiden Niederlagen bei Mitaufsteiger Teutonia 05 (0:2) und zuhause gegen Norderstedt (0:3) standen die Lübecker am Mittwoch in Heide (3:0) schon etwas unter Druck. Die „Adlerträger“, die sich stolz als ältester Fußballclub der Hansestadt sehen, gelten als der etwas andere Aufsteiger, der vor eineinhalb Jahren noch in der sechstklassigen Landesliga Holstein kickte und gerade in den vergangenen Monaten einige überaus erfahrene Akteure nach Lübeck locken konnte.

 

Weiche: Kirschke – Njie, Paetow (Kap.), Thomsen (V), Pastor Santos – Wirlmann – Empen (90. Schleemann), K. Schulz (81. Pitter), Hartmann, Olesen (68. Cornils) – Kramer (79. Kurzbach).

 

Tor: 1:0 K. Schulz (78.).

 

Zuschauer: 682 unter Flutlicht im Manfred-Werner-Stadion, Flensburg-Weiche.

 

Schiedsrichter: Konrad Oldhafer (SC Poppenbüttel/Hamburg), mit wohltuend ruhiger Spielleitung trotz der hohen Intensität; verteilte viermal „Gelb“ (Thomsen, 57./Erdogan, 34.; Owusu, 59.; Elfers, 90.+1; alle wegen Foulspiels).

 

 

Die Trainerstimmen:

 

Für Gäste-Trainer Lars Uder, der unmittelbar nach Spielschluss abreisen musste, stellte sich der etatmäßige Kapitän Sören Behrmann auf der Pressekonferenz. Der Spielführer der SV D/A richtete „Glückwünsche an Thomas und seine Mannschaft“ zu einem „hochverdienten Sieg“ aus. Man sei nicht so ins Spiel gekommen, meinte er. Patrick (Siefkes) habe dann überragend den Elfmeter gehalten. Zur zweiten Halbzeit habe man sich vorgenommen, aggressiver auf den Gegner draufzugehen, aber es habe nicht so geklappt. Im Endeffekt sei es ein verdienter Sieg für Weiche gewesen, so der Kapitän der Niedersachsen.

 

Unser Trainer Thomas Seeliger nahm die Glückwünsche gerne entgegen, verwies, an den Gäste-Kapitän und dessen möglicherweise später einmal anstehende Trainerlaufbahn gerichtet, allerdings darauf, „was man als Trainer draußen leiden muss“. „Ich bin richtig stolz auf meine Jungs, dass sie vor allem in der ersten Halbzeit so tollen Fußball gespielt haben“, meinte der Ex-Profi sichtlich ergriffen. „Aber wenn man die Tore nicht macht, dann weiß man ja um die Fußballweisheit.“ Er wollte keineswegs verschweigen, dass man in der zweiten Halbzeit auch die eine oder andere heikle Situation zu überstehen hatte. Es habe immer die Möglichkeit gegeben, in einen Konter zu laufen, sei aber schon etwas Besonders, gegen eine Mannschaft wie Drochtersen/Assel so viele Torchancen zu kreieren. „Am Ende war alles gut. Der Sieg war verdient, und heute hat es doch jedem Zuschauer Spaß gemacht, hier zuzusehen. Das war Werbung für den Fußball“, so unser Trainer – auch Anerkennung dem Kontrahenten zollend – weiter, der sich begeistert über den sensationell tollen Start in die Saison zeigte.

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