SC Weiche Flensburg 08
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Drittes Fan-Treffen am Freitagabend mit konstruktivem Dialog

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Fast 50 Fans waren am frühen Freitagabend (27.09.2019) der Einladung des SC Weiche Flensburg 08 und der Geschäftsführung der Weiche-Liga-GmbH zum dritten Fan-Treffen in das reichlich gefüllte Vereinsheim im Manfred-Werner-Stadion gefolgt. Im Mittelpunkt des gut 90minütigen Austausches zwischen Fans und Verantwortlichen standen zwar Fragen des gemeinsamen Miteinanders zur weiteren Verbesserung der Stimmung im Manfred-Werner-Stadion und zur Unterstützung der Regionalliga-Mannschaft auch bei Auswärtsspielen. Die erfreulichste Nachricht brachte aber Verwaltungsratschef Hans-Peter Carstensen an die Interessierten: Wenn alles planmäßig läuft, kann am 16. Oktober mit dem Pokal-Viertelfinalspiel gegen den Heider SV das Flutlicht eingeweiht werden. Diese Botschaft entlockte nicht nur den Anhängern, sondern ebenso den anwesenden Spielern Dominic Hartmann, Angelos Argyris, Ilidio Pastor Santos und Torge Paetow großen Beifall.

 

Nachdem in den vergangenen Tagen sämtliche Kabel verlegt worden sind und nur der Hauptanschluss noch fehlt, werden die Bauarbeiten am Flutlicht zwar eine Woche lang ruhen, doch dann soll es ganz schnell gehen. Die Anlage wird aus Amerika in Containern in den Hamburger Hafen geschifft werden. Dabei werden fertige Fundamente mitgeliefert, die dann sechs Meter tief in die Erde versenkt werden müssen. Hans-Peter Carstensen zeigte sich optimistisch, dass am 15. Oktober das Licht erstmals angeschalten und dann austaxiert werden kann. Bereits einen Tag später stünde der Ernstfall im Landespokalwettbewerb gegen Heide an. Es wäre eine weitere große Etappe zur Verbesserung der Bedingungen in Weiche, mit einer enormen wirtschaftlichen Kraftanstrengung für Verein bzw. Liga-GmbH. Von den rund 750.000 Euro Baukosten bleibt immerhin ein Drittel an Weiche hängen.

 

Schritt für Schritt sollen die Bedingungen weiter verbessert werden. Als nächste Baumaßnahme stünde dann die Verlegung des Haupteinganges an die Husumer Straße an. Ein damit entstehender dritter Eingang würde notwendig sein, um die gesetzlichen Voraussetzungen für ein Stadion mit größerer Besucherkapazität zu erfüllen, so Harald Uhr. Beim Thema „Kunstrasenplatz“ wiegelte der Geschäftsführer der Weiche-Liga-GmbH hingegen ab. Zwar brauche man ihn aus sportlicher Sicht, wie der neue Vorsitzende des SC Weiche Flensburg 08, Bernd Bleitzhofer, einwarf, aber einerseits sorgen die Kosten in Höhe von 900.000 Euro, von denen die Stadt 400.000 Euro übernehmen würde, für eine riesige, vom Verein derzeit nicht zu stemmende Hürde, andererseits würde ein Kunstrasenplatz die Baufreiheit auf der Anlage für den Fall eines Drittliga-Aufstiegs einengen, gab Harald Uhr zu bedenken.

 

Zu Beginn der Veranstaltung war Harald Uhr vom Moderator Julian Heldt um eine sportliche Einschätzung gebeten worden. Der Weiche-„Macher“ beschränkte sich nach dem Hinweis auf die große Bedeutung, die die Fans und deren Befindlichkeiten für den SC Weiche hätten, zur sportlichen Lage auf einen Satz: „Wer dreimal in der Nachspielzeit gewinnt, kann nur Meister werden.“ Dann stellte sich mit Tobias Preuß ein vielen bereits lange bekanntes Gesicht offiziell als neuer Marketingleiter des SC Weiche und Geschäftsführer des Fördervereins „Club Nordpower“ kurz vor. Ziel sei es, neue Sponsoren zu gewinnen und bisherige zu halten sowie den Fanartikelverkauf anzukurbeln, so Tobias Preuß.

 

Für unmittelbare Belange der Fans wurde es mit den Worten von Thomas Beirer konkret. Der Marketingleiter des Hauptsponsors NOSPA wies darauf hin, dass das vorherige Fan-Treffen direkte – und zwar für die Zuschauer positive – Auswirkungen hatte. Die Eintrittspreise seien in der Folge geändert, zum Teil gesenkt und die Trennung von Steh- und Sitzplatzpreisen wieder eingeführt worden. Das Beiratsmitglied sprach gleich noch einen wichtigen Punkt an: die Kommunikation. Man wolle schneller kommunizieren, die Webseite und diverse Plattformen noch besser nutzen und insgesamt für eine positive Darstellung des Vereins sorgen. Auch sei ihm die Nähe der Spieler zu den Fans wichtig. So sind die Fans aufgerufen, nach einem Heimspiel in das Vereinsheim zu kommen, die obligatorische Pressekonferenz zu verfolgen und im Anschluss noch mit dem einen oder anderen Spieler zu reden. Hierzu denke man über ein neues Format nach. Demnach könnte es künftig nach der jeweiligen Pressekonferenz noch dazu kommen, dass ein ausgewählter Spieler sich zu einem öffentlich durchgeführten Interview den Fragen eines Moderators stellt. Wichtig sei auch mit Blick auf die Sponsoren, dass vom Verein eine positive Stimmung ausgeht. „Die Fans sind elementarer Bestandteil der Stimmung im Verein“, so Thomas Beirer.

 

Mit diesen Worten waren die Anhänger zu einem Dialog herausgefordert, der in der Folge lebhaft einsetzte. Die „Küstenlümmel“ als eine bei diesem Treffen stark vertretene Fangruppe zeigten sich generell kooperativ, z. B. wenn aus Sicherheitsgründen gewünscht wird, vom angrenzenden Gäste-Fanblock weiter wegzurücken. „Wir legen keinen Wert auf Auseinandersetzungen mit Gäste-Fans, wollen lediglich unsere Mannschaft lautstark anfeuern“, hieß es dazu aus dem Kreis der „Küstenlümmel“. Der Wunsch von Stadionsprecher und Medienvertretern ist es zudem, dass die „Küstenlümmel“ deren Arbeit nicht behindern. So sollten sich die „Küstenlümmel“ nicht vor, sondern neben der Medienkabine platzieren. Hierbei zeigten sich zum Teil im Stehplatzbereich sitzende Fans als Hindernis, doch Harald Uhr stellte klar: „Die Stehplatztribüne ist keine Sitzplatztribüne.“ Aus dem Kreise der „Küstenlümmel“ kam viel Lob über diese Form des gemeinsamen Austausches. Sie luden alle Weiche-Fans nicht nur zum Mitmachen ein, sondern sprachen auch konkret das nächste Auswärtsspiel an. Zum Spiel bei Altona 93 wolle man den zahlreichen Anhängern der Gastgeber etwas entgegensetzen. Daher sind alle Fans des SC Weiche zur gemeinsamen Bahnfahrt nach Hamburg am Sonntag, 6. Oktober 2019, aufgerufen. Zum Spiel, das um 14 Uhr angepfiffen werden wird, trifft man sich um 9.30 Uhr im Flensburger BahnhofAbfahrt des Regionalexpresses ist um 10.15 Uhr. Dazu sind ausdrücklich alle Flensburger Fans und nicht nur die „Küstenlümmel“ eingeladen.

 

Der im August 2019 neu gewählte Vorsitzende des Vereins, Bernd Bleitzhofer, wollte es sich schließlich nicht nehmen lassen, auch seine Botschaften an die Fans zu richten. Der ehemalige Liga-Spieler freute sich über die konstruktive Diskussion und die ebenso kritischen, ehrlichen Worte, die dazu beitragen können, das Miteinander zu fördern. Er betonte, dass es wichtig sei, eine Fankultur in Flensburg zu schaffen. Seit gut zehn Jahren habe die Mannschaft eine ausgezeichnete Arbeit für die Außendarstellung des Vereins geleistet, wozu neben den sportlichen Erfolgen vor allem das faire Auftreten beitrugen. Als mehrfacher Gewinner der Fairplay-Wertung in der Regionalliga sei ihm das ganz wichtig, zuweilen sogar wichtiger als die sportlichen Ergebnisse an den Wochenenden. Auf Dauer, so Bernd Bleitzhofer, würde er sich einen Zuschauerschnitt von über 1.000 wünschen, verbunden mit einer fairen Fankultur.

 

Schließlich wies Harald Uhr nochmals auf den Zusammenhang von sportlicher und wirtschaftlicher Basis hin. Weiche ist als ambitionierter Viertligist bei einem Jahresetat von etwa einer Million Euro letztlich auf Zuschauereinnahmen angewiesen. Derzeit werde im Übrigen – so Harald Uhr – am Lizenzantrag für die Dritte Liga gearbeitet. Ein solcher Antrag umfasst rund 320 Seiten mit weiteren rund 300 Seiten Anhang. Der DFB hat zum Teil bis ins Kleinste festgelegt, wie etwas organisatorisch zu sein hat.

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