SC Weiche Flensburg 08
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Auswärtssieg nach Pausenrückstand

  Spielinfo

Lüneburger SK Hansa – SC Weiche Flensburg 08 1:2 (1:0)

Der SC Weiche Flensburg 08 hat am 9. Spieltag der Nord-Gruppe der Regionalliga beim Lüneburger SK Hansa nach einem 0:1-Pausenrückstand einen 2:1-Sieg gefeiert und die Tabellenführung mit dem siebenten Sieg im achten Spiel untermauert. Am Sonntagnachmittag war unsere Mannschaft bei typischem, letztlich trockenem Oktoberwetter vor 323 sich an Corona-Auflagen haltenden Zuschauern im Jahn-Stadion in Neetze in weiten Phasen der Partie überlegen, sodass der schwer erkämpfte „Dreier“ letztlich in Ordnung ging. Damit blieb der Tabellenführer im vierten Auswärtsspiel der Saison siegreich, wenngleich nun der erste Gegentreffer in der Bilanz steht, während der LSK in seiner vierten Begegnung vor eigenem Publikum die erste Niederlage hinnehmen musste. Zugleich war es der siebente Sieg gegen die Niedersachsen in Folge, darunter der vierte in der Fremde. Unser Trainer Thomas Seeliger zeigte sich nach den sehr unterhaltsamen 90 Minuten zufrieden und erleichtert: „Wir waren die bessere Mannschaft. Aber es war ein hartes Stück Arbeit.“

 

Nach dem 3:1-Heimsieg vor acht Tagen gegen Holstein Kiel II änderte Trainer Thomas Seeliger seine Anfangsformation dreimal. Für den privat verhinderten Patrick Thomsen sowie Jonas Walter und Casper Olesen begannen Startelfdebütant Malte Petersen, der nach Verletzung zurückgekehrte Kevin Schulz und Marcel Cornils. Die Mannschaft stellte sich damit in etwas umformierter Weise auf. Vor Torhüter Florian Kirschke verteidigten Kevin Njie, Torge Paetow, Malte Petersen und Ilidio Pastor Santos. In der Mittelfeldzentrale agierte Kevin Schulz neben Finn Wirlmann und Dominic Hartmann. Auf den offensiven Außenbahnen kamen Nico Empen (rechts) und Marcel Cornils (links) zum Zuge, und als zentrale Spitze lief Christopher Kramer auf. Eingewechselt wurde zunächst Noel Kurzbach (73.), der nach einer Verwarnung (75.) und einem weiteren Foulspiel zur Sicherheit gleich wieder für Martin Paustian Pitter vom Platz genommen wurde (80.). Für den an der Hand verletzten Nico Empen kam Casper Olesen (78.). Außerdem ging vorzeitig Malte Petersen, der kräftemäßig am Limit war. Für ihn wurde Bjarne Schleemann eingewechselt (80.). Als Ersatztorhüter war Jonas Wolz, der den leicht angeschlagenen Raphael Straub vertrat, in Neetze mit an Bord. Zum 19er-Spieltagsaufgebot gehörten des Weiteren Florian Meyer, Jacob Andersen und Jonah Gieseler. Neben dem aus privaten Gründen verhinderten Patrick Thomsen und dem angeschlagenen Raphael Straub fehlten diesmal Johannes Siregar, Ture Blaue, Julian Stöhr, Jonas Walter, Mathias Andersen und Tayfun Can.

 

Die Gastgeber mussten auf ihren Kapitän Lukas Pägelow verletzungsbedingt verzichten. Dass Weiche den deutlich besseren Beginn auf den tiefen, zuweilen etwas uneben wirkenden Platz hinlegte, kann aber nicht nur daran gelegen haben. Unsere Mannschaft dominierte in den ersten etwas mehr als 20 Minuten beinahe nach Belieben. Das Bällchen lief gut durch die Reihen der Flensburger, die spielerisch mit starken Kombinationen gefallen konnten. Nur bei den Abschlüssen fehlte das letzte Quäntchen. Als der erste Versuch von Christopher Kramer geblockt wurde, prüfte Dominic Hartmann im Nachsetzen Torhüter Roman Birjukov (4.). Dann passte Malte Petersen auf Nico Empen auf rechts, nach dessen Eingabe erneut Christopher Kramer geblockt wurde (9.). Wenig später setzte Marcel Cornils einen Flachschuss nach Ablage von Christopher Kramer von halblinks am kurzen Pfosten vorbei (15.). Erstmals richtig heiß ging es im LSK-Strafraum nach einem von Dominic Hartmann getretenen Eckstoß zu. Erst scheiterte Finn Wirlmann noch per Kopf, dann mit dem Fuß, wobei Kevin Schulz in den scharfen Ball rutschte und im Netz lag, während die Kugel am Tor vorbeirauschte (17.). Nach einer weiteren Gelegenheit, bei der nach schönem Solo der Abschluss von Marcel Cornils zum Eckstoß abgefälscht wurde (18.), wäre die Flensburger Führung eigentlich überfällig gewesen: Christopher Kramer hatte sich einen Ball im Mittelfeld erkämpft und mit viel Tempo Nico Empen auf rechts geschickt. Dessen schulbuchmäßigen Rückpass nahm Kevin Schulz am Sechzehner direkt. Die Latte rettete für die Niedersachsen (21.).

 

Nachdem Lüneburg bis dahin nichts Konstruktives in der Offensive zustande gebracht hatte, lag der Gastgeber plötzlich vorn. Bei einem Zweikampf von Ilidio Pastor Santos mit dem ballführenden Nico Hübner im Weiche-Strafraum blieb der mögliche Elfmeterpfiff noch aus (24.). Doch keine 30 Sekunden später entschied der Referee nach einem normalen Zweikampf zwischen Daniel Hefele und Dominic Hartmann überraschend auf Foul des Flensburgers. Den direkten Freistoß trat Malte Meyer flach in die von der Mauer eigentlich abzudeckende Ecke. Vom Innenpfosten flutschte die Kugel zum völlig überraschenden 1:0 für den LSK in die Maschen (25.).

 

Nun wurde es ein anderes Spiel. Die Hanseaten wurden etwas mutiger. Als es mal über die rechte Seite schnell ging, kam Marco Schuhmann im Zentrum aus zwölf Metern zum Abschluss. Doch Florian Kirschke war rechtzeitig unten und parierte (34.). Und bei einer Flanke kam der „Center“ Malte Meyer am Fünfmeterraum kraftvoll zum Kopfball, setzte diesen aber zu hoch an (37.). Auf Flensburger Seite waren ebenfalls Gelegenheiten dar. Nach einem schnell von Dominic Hartmann ausgeführten Freistoß flankte Torge Paetow von rechts, doch der Kopfball von Nico Empen war ebenso zu hoch angesetzt (30.) wie ein direkt getretener Freistoß von Dominic Hartmann (37.). Auch Kevin Njie wurde einmal wunderbar freigespielt, aber sein Flachschuss nach Vorarbeit von Marcel Cornils zischte knapp vorbei (40.). Und dann war es erneut Nico Empen, der die gegnerische Kiste nicht traf, nachdem Torge Paetow seinen Innenverteidigerkollegen Malte Petersen über rechts in Szene gesetzt hatte (42.). Alles in allem: Selten hatte unsere Mannschaft so viele gute Angriffe in einer Halbzeit in einem Auswärtsspiel vorgetragen wie diesmal, doch im Abschluss fehlte es oft an der Präzision. So lag Weiche zur Pause mit 0:1 zurück.

 

Den Rückstand konnte unsere Mannschaft nach dem Seitenwechsel rasch korrigieren. Nico Empen hatte sich über Rechtsaußen durchgesetzt und aus spitzem Winkel abgezogen. Torhüter Roman Birjukov parierte den Schuss, lenkte ihn aber nur an den Innenpfosten. Die Kugel prallte zurück und lag im Fünfmeterraum frei. Christopher Kramer schaltete am schnellsten: 1:1 (49.). Als wenig später Kevin Schulz den Ball vom Sechzehner zu Christopher Kramer schaufelte, parierte der LSK-Schlussmann den Hinterkopfball (53.). Auf der Gegenseite musste Weiche zweimal auf der Hut sein. Erst flankte Nico Hübner von der linken Seite gefährlich, doch Florian Kirschke war vor dem einschussbereiten Malte Meyer sicher zur Stelle (53.). Dann verlor Ilidio Pastor Santos an der Mittellinie leichtfertig das Streitobjekt an den schnellen Nico Hübner, der mit dem Ball am Fuß zwar bis in den Flensburger Strafraum davoneilen konnte, dort aber ohne Fremdeinwirkung in aussichtsreicher Position zu Boden ging (60.) – ein Zeichen, wie tückisch der tiefe Platz doch war. Der junge Sprinter des LSK war nicht der einzige Akteur, der sich einfach nur beim Laufen mal auf den Hosenboden setzte.

 

Die Partie war nun offener, wenngleich unsere Mannschaft weiterhin den besseren Ball spielte. Den Führungstreffer hatte Marcel Cornils bereits auf dem Fuß. Christopher Kramer hatte unsere Nummer 10 mit einem glänzenden langen Pass in den Raum in die Situation gebracht, Torhüter Roman Birjukov war zwar rechtzeitig aus seinem Kasten geeilt, säbelte dann aber am Ball vorbei, sodass Marcel Cornils etwas überraschend noch eine Chance bekam, doch aus der Drehung setzte er das Runde von halblinks über das Tor (64.). Nur eine Minute später sollte sich eine fast identische Chance auftun. Marcel Cornils hatte den Ball vor dem Strafraum in den Lauf von Kevin Schulz gechipt. An den eigentlich knapp zu langen Lupfer säbelte Roman Birjukov jedoch erneut vorbei. Dominic Hartmann erfasste als erster die Situation, legte von halblinks die Kugel aus gerade noch machbarem Winkel ins leere Tor zur Flensburger Führung (65.).

 

Mit dem Vorteil im Rücken schaltete unsere Mannschaft plötzlich auf das Sichern des Ergebnisses um und machte so den LSK wieder stark. Während Weiche in den letzten 25 Minuten nur noch einen nennenswerten Abschluss verzeichnen konnte, als Marcel Cornils mit einem Arjen-Robben-Gedächtnisschuss den Hansa-Torhüter prüfte (69.), warfen die Niedersachsen nun alles nach vorn. Unsere Mannschaft musste mehrfach verletzungs-, kräfte- und situationsbedingt wechseln. Nun machte sich zudem das Fehlen eines Strategen wie Patrick Thomsen in der Defensive eben doch bemerkbar. Die Lüneburger kamen so zu zwei guten Möglichkeiten. Erst war es wieder Nico Hübner, der von seiner Schnelligkeit und zudem einem Stellungsfehler von Torge Paetow profitierte, doch der kraftvolle Abschluss von halblinks ging in die zweite Etage (67.). Dann jagte Tomek Pauer die Kugel aus etwa 18 Metern, zentrale Position, an die Latte (84.). Der Rest war erfolgreiches Flensburger Zittern über die fünfminütige Nachspielzeit.

 

Der LSK hatte in dem Abwehrorganisator Bastian Stech und dem defensiven Mittelfeldspieler Tomek Pauer seine stärksten sowie im pfeilschnellen Nico Hübner seinen auffälligsten Spieler. Bei unserer Mannschaft konnten sich – nicht nur aufgrund ihrer Tore, sondern vielmehr ihres Wertes für das insgesamt sehr gut funktionierende Kollektiv – Christopher Kramer und Dominic Hartmann sowie Finn Wirlmann die besten Noten verdienen. Unser Mittelstürmer war nicht nur zum wichtigen 1:1-Ausgleich zur Stelle. Offensiv gewann er viele Duelle, leitete Bälle weiter oder klemmte sie erfolgreich. Bemerkenswert war allerdings besonders, wie Christopher Kramer mehrmals im Sprint viele Meter in die Defensive zurücklegte und nach hinten arbeitete. Dominic Hartmann war wiederum 70 Minuten lang Dreh- und Angelpunkt sehr vieler gekonnter Ballstafetten. Und Finn Wirlmann konnte sich in der zweiten Halbzeit zunächst als Aufbauspieler mit einigen langen Bällen, später dann als zusätzliche Stabilitätskomponente im Abwehrverbund auszeichnen, der zudem in den 90 Minuten viele Kopfballduelle im und am eigenen Strafraum gewann. Besondere Anerkennung verdienten sich auch Startelfdebütant Malte Petersen für eine grundsolide Defensivarbeit sowie die Offensivkräfte Kevin Schulz, Nico Empen und Marcel Cornils, die dazu beitrugen, dass Weiche sich lange Zeit viele Chancen erspielen konnte.

 

Am bereits vorletzten Spieltag der Hauptrunden-Hinserie steht für unsere Mannschaft die Heimaufgabe gegen den Altonaer FC von 1893 im Spielplan. Ob die Partie gegen den Hamburger Traditions- und Kultverein wie geplant am Sonnabend, 24. Oktober 2020, ab 13.30 Uhr im Manfred-Werner-Stadion stattfinden kann, ist noch ungewiss. In der vergangenen Woche ist die Corona-Infektion bei Akteuren des AFC bekannt geworden, sodass die Begegnung zwischen Altona 93 und dem Heider SV abgesagt werden musste. Sofern dennoch gespielt werden kann, ist ein Kontrahent zu erwarten, der den Abstiegskampf kennt und entsprechende Tugenden in die Waagschale werfen wird. Die Hansestädter haben zwar nur eine Liga-Partie ihrer sieben gewinnen können, verloren allerdings fünfmal nur knapp mit einem Tor Unterschied. Hierbei schlossen sie nahtlos an den gemeinsamen Test vor Saisonbeginn an. Zur beidseitig letzten Generalprobe vor dem 1. Spieltag trafen sich beide Mannschaften am 29. August schon einmal im Manfred-Werner-Stadion. Dabei behielt Weiche vor acht Wochen knapp mit 1:0 die Oberhand, nachdem der gerade eingewechselte Jonah Gieseler den einzigen Treffer markiert hatte (46.). Sollte es doch zur Absage des Heimspiels gegen Altona kommen, so stünde planmäßig als nächste Partie am 1. November 2020 ab 14 Uhr der Gastauftritt beim starken Aufsteiger Teutonia 05 auf dem Kunstrasen im Stadion Hoheluft in Hamburg-Eppendorf an.

 

Weiche: Kirschke – Njie, Paetow (Kap.), Petersen (80. Schleemann), Pastor Santos – Wirlmann, Hartmann, K. Schulz (V) – Empen (78. Olesen), Kramer, Cornils (73. Kurzbach, V/80. Pitter).

 

Tore: 1:0 M. Meyer (25.), 1:1 Kramer (49), 1:2 Hartmann (65.).

 

Zuschauer: 323 im Jahn-Stadion, Neetze bei Lüneburg.

 

Schiedsrichter: Simon Rott (TuS Comet Arsten/Bremen), hatte ordentlich zu tun und einige strittige Szenen zu beurteilen; zeigte fünfmal „Gelb“ (Pauer wegen Foulspiels, 44.; Schuhmann wegen Foulspiels, 54.; Wölfing wegen Foulspiels, 85./Kurzbach wegen Foulspiels, 75.; K. Schulz wegen Unsportlichkeit, 90.).

 

 

Die Trainerstimmen:

 

Unser Trainer Thomas Seeliger, der sich vor der Partie u. a. kurz auch mit dem Lüneburger Teamchef Rainer Zobel über gemeinsame vergangene Zeiten austauschte, ging zunächst darauf ein, dass es müßig ist, danach zu fragen, ob der Sieg verdient sei oder nicht. „Wir waren die bessere Mannschaft, aber es war ein hartes Stück Arbeit“, so unser Trainer. Fußball sei eben so, dass nicht immer die bessere Mannschaft in Führung geht oder gewinnt. Lobend hob er hervor: „Wir haben immer daran geglaubt, dass wir das Spiel noch biegen können. Uns kam der schnelle Ausgleich nach dem Seitenwechsel sicherlich entgegen.“ Zur Schlussphase meinte er: „Dass es nach hinten heraus dann hektisch wird, ist im Fußball durchaus üblich.“

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