SC Weiche Flensburg 08
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Wichtiger Auswärtssieg in Egestorf

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Die Nachholpartie des 11. Spieltages beim 1. FC Germania Egestorf/Langreder gewann der SC Weiche Flensburg 08 am Ostermontag knapp, aber verdient mit 1:0. Das Verfolgerduell, das nun im dritten Anlauf über die Bühne ging und für unsere Mannschaft das letzte Hinrundenspiel darstellte, war sicherlich nichts für Fußballästheten. Auf schwer bespielbarem Platz im Stadion an der Ammerke duellierten sich bei trockenem Wetter vor 200 Zuschauern die Kontrahenten in zahlreichen Zweikämpfen. Die Fördestädter siegten verdient, weil sie mehr in das Spiel investierten. René Guder legte dabei den Niedersachsen das faule Oster-Ei ins Netz. Letztlich blieb unser SC Weiche zum elften Mal in Folge ungeschlagen. Er beendete zugleich die Serie der Germania, die zuvor sechsmal ohne Niederlage geblieben war und zuletzt am 18. November 2017 daheim gegen Wolfsburg II (0:2) verloren hatte. Weiche konnte mit dem eminent wichtigen Auswärtssieg das Punktekonto auf 46 aus 22 Spielen aufstocken und den Rückstand auf den Tabellenzweiten VfL Wolfsburg II (48 Punkte aus 24 Spielen) verkürzen. Zugleich baute unser SC den Vorsprung auf den Tabellenvierten Egestorf (39 Punkte/23 Spiele) wieder auf sieben Punkte aus.

 

Gegenüber dem vorherigen Spiel in Norderstedt gegen den FC St. Pauli II (1:1) nahm Trainer Daniel Jurgeleit in der Startelf drei Änderungen vor. Für Jonas Walter (Bank), Fiete Sykora (verletzt) und den „Rot“-gesperrten Ilidio Pastor Santos liefen René Guder nach seiner „Gelb“-Sperre, Hendrik Ostermann und Geburtstagskind Junior Ebot-Etchi von Beginn an auf. Neben Ilidio Pastor Santos und dem verletzten Fiete Sykora waren auch die noch immer angeschlagenen Florian Meyer, Nedim Hasanbegovic und Jannis Pläschke sowie Jannik Drews und Benjamin Safo-Mensah (beide spielten am Sonnabend in Heide beim 1:1-Remis in der Oberliga-Mannschaft, aber nicht am Montag beim 1:0-Sieg gegen VfR Neumünster) nicht im 18er-Kader des Spieltags. Da es Trainer Daniel Jurgeleit bei nur einem Wechsel beließ (Kevin Schulz für René Guder, 86.), blieben diesmal gleich sechs Akteure – Raphael Straub, Jonas Walter (fehlte damit erstmals in dieser Saison), Fabian Arndt, Tayfun Can, Jannick Ostermann und Tim Wulff – bis zum Abpfiff auf der Bank.

 

Auf dem nicht gerade ebenen Platz verzichteten beide Mannschaften weitgehend auf technische Feinheiten. So wurde Fußball von Beginn an eher gearbeitet als gespielt. Weite, hohe Bälle, viele Zweikämpfe, jede Menge Kopfballduelle und unzählige Freistöße waren die Folge. Den Kontrahenten fiel es dadurch schwer, gegen aufmerksame Abwehrreihen Torchancen zu generieren. Unsere Mannschaft hatte sich auf die Spielweise derart eingestellt, dass Hendrik Ostermann beinahe wie ein weiterer Innenverteidiger vor allem die direkten Duelle mit dem Egestorfer Torjäger Weydandt suchte und einen Großteil derer auch gewann. Aus dem Spiel heraus gelang den Gastgebern vor der Pause keine nennenswerte Angriffsaktion, sieht man vielleicht einmal vom ersten Zupacken des wachen Flensburger Torhüters Florian Kirschke ab, der rechtzeitig gegen den sich auf rechts durchtankenden Weydandt zur Stelle war (8.). Auch eine gute Überzahlgelegenheit im Vier-gegen-Zwei konnten die Heimischen nicht nutzen, weil Florian Kirschke rechtzeitig aus seinem Kasten geeilt war und einen zu ungenauen langen Ball abfing (12.). Daher blieb einzig noch ein zu hoch angesetzter Kopfball nach Eckstoß von Lindemann (31.) zu notieren. Die Weiche-Abwehr stand stabil; sie machte zudem keine dem Platz geschuldeten technischen Fehler.

 

Auf der Gegenseite sah es allerdings kaum anders aus. Die Germania verteidigte insbesondere die weiten Schleudereinwürfe von Torge Paetow sehr gut. Aus der Distanz schossen Dominic Hartmann (14.) und Finn Wirlmann (34.) doch deutlich über den Kasten. Die einzig richtig gute Torchance vor dem Seitenwechsel hatte dennoch unsere Mannschaft, als Christian Jürgensen von links flankte, Marvin Kleihs auch sehr gut in den Ball ging, ihn dann per Kopf zwar gegen die Laufrichtung von Torhüter Straten-Wolf drückte, aber aus neun Metern den Kasten knapp verfehlte (22.). Folglich ging es torlos in die Kabinen.

 

Im zweiten Spielabschnitt verschob sich das Geschehen doch deutlicher in die Hälfte der schwarz-rot-weißen Germania. Egestorf, erst vor zwei Tagen, am Ostersonnabend, mit einem 2:0-Sieg in Havelse im Einsatz und mit nur 16 Akteuren auf dem Spielformular, schien nun kräftemäßig unterlegen zu sein. Zu großen Torgelegenheiten kam unsere Mannschaft dennoch nicht. Dreimal landete der Ball auf dem Tordach: erst nach einem weiten Einwurf von Torge Paetow und starkem Einsatz von Christian Jürgensen (49.), dann nach einer gefährlichen Flanke von Torge Paetow von rechts, die Straten-Wolf nur gerade so entschärfen konnte, ehe der Egestorfer Schlussmann gleich nochmals in ähnlicher Art den folgenden Eckball von Dominic Hartmann auf das Tordach lenkte (62.). Als Marvin Kleihs nach dem nächsten Eckstoß den zweiten Ball aus gut 20 Metern direkt nahm, war Straten-Wolf souverän zur Stelle (63.). Zuvor hatte noch Nico Empen auf halblinks am Sechzehner nicht selbst den Abschluss gesucht, sondern den schwierigen Ball in die Tiefe auf Sturmpartner René Guder spielen wollen; der Pass geriet zu lang, die Chance war dahin (54.).

 

Das Niveau der Partie schien angesichts vor allem beim Gastgeber sichtbar nachlassender Kräfte zu sinken, sodass der Unmut des heimischen Publikums Mitte der zweiten Halbzeit schon deutlich hörbar wurde. Die Unzufriedenheit sollte sich noch steigern, als Dominic Hartmann von der Mittellinie René Guder mit einem Flachpass in den Rücken des Germania-Abwehrspielers auf links steil schickte. Der Flensburger schüttelte seinen Bewacher ab und blieb vor Straten-Wolf eiskalt: das inzwischen fällige und verdiente 0:1 (69.) unter dem Jubel der mitgereisten Flensburger Anhänger.

 

Erst jetzt wurde die Partie offener, zumal die Gastgeber mit Beismann einen zweiten echten Angreifer brachten (76.), der auf rechts für viel Bewegung im Spiel der Niedersachsen sorgte. Nun war SC-Torhüter Florian Kirschke doch noch gefordert. Er war bei einer abgefälschten Freistoßeingabe von Lindemann von der rechten Seite voll auf der Höhe (75.), hielt auch den flach getretenen tückischen 22-m-Freistoß von Lindemann aus beinahe zentraler Position fest (82.) und parierte bei der ersten und einzig richtigen Torchance der Gastgeber, als sich Weydandt auf halbrechts durchgetankt hatte und gleich zweimal aus Nahdistanz zum Abschluss kam (85.). So wurde es in den Schlussminuten doch eine leicht „wacklige“ Angelegenheit für die Flensburger, die ihrerseits nur noch beim direkt getretenen Freistoß von Dominic Hartmann von der rechten Seite den Torhüter der Gastgeber prüften (81.).

 

Bei der Germania aus dem Barsinghausener Ortsteil fielen neben dem gut abgeschirmten Weydandt vor allem Ankurbler und Standardspezialist Lindemann sowie Kapitän Dismer auf. Insgesamt hinterließen die Niedersachsen in der Defensive einen stabilen Eindruck. Die besten Noten bei unserer Mannschaft konnten sich Torhüter Florian Kirschke und Passgeber Dominic Hartmann verdienen. Aus dem starken Abwehrverbund seien die beiden Kopfballrecken Patrick Thomsen und „Sonderbewacher“ Hendrik Ostermann sowie Christian Jürgensen noch speziell hervorgehoben.

 

Bereits fünf Tage nach diesem Spiel gibt es in Flensburg das Widersehen. Am Sonnabend, 7. April 2018, Anstoß 14.30 Uhr, steht die Rückrundenpartie im Plan des 29. Spieltages. An der Bredstedter Straße in Weiche wird Egestorf dann zum zweiten Mal gastieren. Bei der Premiere hieß es am 30. Oktober 2016 nach Toren von René Guder (45.) und Thiago Schmidel de Freitas (59.) bei einem Gegentreffer von Schikora (77.) am Ende 2:1 für unsere Mannschaft – ein Ergebnis, mit dem die Jurgeleit-Schützlinge sicherlich auch diesmal sehr gut leben könnten.

 

Weiche: Kirschke – Paetow, Thomsen, H. Ostermann, Jürgensen (Kap.) – Kleihs, Wirlmann, Hartmann (V), Ebot-Etchi – Guder (86. K. Schulz), Empen.

 

Tor: 0:1 Guder (69.).

 

Zuschauer: 200, darunter ca. 25 Flensburger, im Stadion an der Ammerke, Barsinghausen-Egestorf.

 

Schiedsrichter: Jorrit Friedrich Eckstein-Staben (SC Wentorf/Hamburg), hatte in der sehr umkämpften Partie mit jeder Menge Zweikämpfen allerhand zu tun, obgleich es bei jeweils einmal „Gelb“ (Lindemann, 28./Hartmann, 90.) wohltuend fair blieb.