SC Weiche Flensburg 08
//
www.weiche-liga.de

Neuigkeiten

Immer auf dem neusten Stand

Weiche beendet Siegesserie des Aufsteigers

  Spielinfo

Eine Woche nach dem enttäuschenden Heimauftritt gegen den damaligen Tabellenvorletzten Hildesheim (0:1) zeigte der SC Weiche Flensburg 08 eine starke Reaktion. Nach sehr guter kämpferischer und über weite Strecken auch spielerisch überzeugender Leistung siegten die Flensburger im Verfolgerduell beim bisherigen Tabellenzweiten SSV Jeddeloh II verdient mit 2:1. Damit beendete unsere Mannschaft die beinahe unheimlich anmutende Serie des kessen Aufsteigers, der zuletzt sieben Spiele am Stück gewonnen hatte und so etwas wie die „Mannschaft der Stunde“ in der Regionalliga Nord war. Den 687 Zuschauern boten beide Mannschaften am späten Nachmittag unter Flutlicht eine hochintensive, spannende Partie, bei der Weiche den technisch feineren Fußball spielte. 

Auf insgesamt sieben verletzte oder angeschlagene Spieler musste Trainer Daniel Jurgeleit verzichten: Nach den langzeitverletzten Finn Wirlmann und Jannis Pläschke sowie den schon zuletzt fehlenden Christian Jürgensen, Nedim Hasanbegovic und Benjamin Safo-Mensah kamen nun auch Florian Meyer und Nico Empen hinzu. So rutschte mit Sebastian Kiesbye ein Spieler aus unserer Oberliga-Mannschaft in den 18er Kader. Nicht nur aufgrund der neuerlichen Ausfälle nahm der Trainer insgesamt vier Wechsel im Vergleich zur Startaufstellung der Vorwoche vor. Florian Kirschke kehrte für Raphael Straub wieder zwischen die Pfosten zurück. Zudem wurden die Offensivspieler Fabian Arndt, Tim Wulff und Nico Empen durch Saisondebütant Kevin Schulz, Jannick Ostermann und Ilidio Pastor Santos ersetzt. Auch taktisch änderte sich einiges. Patrick Thomsen rückte im Tausch mit Jonas Walter nach hinten in die Dreierkette, und René Guder ging vom rechten Flügel in die Spitze. Kevin Schulz wiederum agierte mit vielen Freiheiten zwischen offensivem Mittelfeld und Angriff, sollte dort die Bälle klemmen und bei Gelegenheit als zweiter Stürmer fungieren. 

 

Bereits in der Anfangsphase wurde deutlich, dass beide Mannschaften den Vorwärtsgang einlegen wollten. Es ging hin und her mit Chancen auf beiden Seiten. Den Kopfball von Torge Paetow nach Freistoß von Dominic Hartmann (2.) konterte der SSV mit einem Kopfball von Minns (5.); beide verfehlten das Ziel nur knapp. Dann hatte Kevin Schulz nach schnell an der Mittellinie ausgeführtem Freistoß von Dominic Hartmann und verunglückter SSV-Abwehr überraschend aus 14 Metern eine gute Schusschance, doch Torhüter Meyer war zur Stelle (8.). Auch hierauf hatten die Niedersachsen eine Antwort. Der schnelle Gottschling brachte die Kugel scharf von rechts nach innen, Torhüter Florian Kirschke konnte parieren und Torge Paetow am zweiten Pfosten vor Oltmer klären (9.). Beim folgenden Eckstoß hatte der hart bedrängte Samide am zweiten Pfosten eine gute Kopfballchance, doch die Kugel ging ebenso vorbei (9.) wie wenig später, als Tomas köpfen konnte (11.). Nach feinem Pass von Dominic Hartmann in die Schnittstelle kam auf der Gegenseite Jannick Ostermann zum Abschluss, aber Torwart Meyer war erneut rechtzeitig zur Stelle (18.). Erst allmählich beruhigte sich die temporeiche Partie ein wenig, und die Torgelegenheiten wurden etwas rarer. Unsere Mannschaft bekam vor allem Gottschling nun besser in den Griff und insgesamt allmählich das Spiel unter Kontrolle. Einige feine Offensivaktionen sorgten so in der Summe für leichte Vorteile vor der Pause. Vor allem René Guder, als einzige „echte“ Spitze, kam noch einige Male verheißungsvoll zum Abschluss. Nach Eingabe des enorm laufstarken Junior Ebot-Etchi von links brachte er am Fünfmeterraum allerdings den Ball nicht im Kasten unter (29.), dann zielte er aus 18 Metern links vorbei (44.). Und René Guder war an weiteren Chancen beteiligt. Im Zusammenspiel mit Dominic Hartmann brachte er bei einem Eckball die Kugel nach innen, sodass Junior Ebot-Etchi aus Nahdistanz zum Abschluss kam, doch Torwart Meyer parierte stark (39.). Und auch bei einem Freistoß von René Guder, den Patrick Thomsen mit dem Hinterkopf verlängern konnte, zeigte sich der SSV-Schlussmann auf dem Posten (44.). Nach der intensiven ersten Halbzeit mit vielen guten Möglichkeiten auf beiden Seiten musste der torlose Pausenstand schon beinahe merkwürdig erscheinen. 

Zwar ging es ohne Spielerwechsel in die zweite Halbzeit, aber Weiche hatte offenbar Eindruck hinterlassen. Jedenfalls überließen die Gastgeber nun unserer Mannschaft den Ball und die Initiative. Auf das erste Tor mussten die acht Flensburger Anhänger unter den 687 Zuschauern dennoch vorerst noch warten. Nach Flanke von Junior Ebot-Etchi verfehlte Jannick Ostermann am kurzen Pfosten den Kasten (51.), und Torwart Meyer parierte einen Freistoß von René Guder von Flensburgs starker linker Seite (53.). Dann passierte es aber: René Guder nahm einen weiten Ball aus der Abwehr von Jonas Walter und Tempo auf dem linken Flügel auf, war schneller als die SSV-Abwehr und brachte die Kugel aus halblinker Position im langen Eck unter – 0:1 (60.). Nur wenig später konnte Kevin Schulz im Gewühl nach einem Freistoß von Dominic Hartmann nachlegen, nachdem unmittelbar zuvor René Guder am rechten Strafraumeck gelegt worden war – 0:2 (67.). 

Und unsere Mannschaft spielte zunächst unbeirrt weiter, obgleich die Gastgeber das Risiko erhöhten und mit Torjäger Laabs (für Oltmer, 66.), dann mit Stach (für Canizales, 73.) noch mehr Offensivkräfte auf den Platz brachten. Chancen hatte zunächst einzig unsere Elf. Ein Distanzschuss von Jonas Walter verfehlte nur knapp das Ziel (73.), dann nahm René Guder ebenfalls einen zweiten Ball direkt, aber überlegt mit einem Heber aus gut 25 Metern, weil Torhüter Meyer zuvor für eine Faustabwehr seinen Kasten verlassen hatte, doch der Schlussmann kam im Rückwärtsgang spektakulär noch an den Ball, wischte ihn zum Eckstoß (75.). Schließlich setzte der in jener Phase kaum zu stoppende René Guder zum Solo über links an, fand im Zentrum aber keinen Abnehmer (78.). Das entscheidende 0:3 schien inzwischen fällig. 

 

Doch stattdessen waren die nicht aufsteckenden, inzwischen viel in die Offensive investierenden Ammerländer wieder im Spiel, als Minns eine Flanke von der linken Seite vor das Tor bringen konnte, die Flensburger Innenverteidigung schlecht postiert war und Laabs unbedrängt aus sieben Metern unten links einköpfen konnte (84.). Nun wurde es noch einmal richtig hektisch und spannend, weil der Aufsteiger alles nach vorn warf und unzählige Bälle in und an den Flensburger Strafraum brachte. Unsere Mannschaft überstand diese Druckphase, hatte sogar durch den eingewechselten Fabian Arndt, der einen Flachschuss neben das Tor setzte (90.), die Entscheidung auf dem Fuß. Doch es blieb letztlich beim knappen, aber verdienten 2:1-Auswärtssieg der Flensburger. 

Der Gastgeber, bei dem deutlich wurde, weshalb er ligaweit die meisten Tore geschossen, aber auch relativ viele Treffer kassiert hat, besaß in Torhüter Meyer sowie Kapitän Samide und dem flinken Gottschling – lange Zeit alleinige Spitze – seine auffälligsten Akteure. Die besten Noten auf Flensburger Seite konnten sich René Guder, Jonas Walter und Junior Ebot-Etchi verdienen, wobei auch deren Mannschaftskameraden zu überzeugen wussten. 

Am kommenden Sonnabend (28.10.2017, 13.30 Uhr) empfängt unsere Mannschaft an der Bredstedter Straße dann die SV Drochtersen/Assel. Trainer Daniel Jurgeleit würde sich bestimmt sehr freuen, wenn gegen die Kehdinger nach einem 4:0 und einem 1:0 im dritten Heimspiel der dritte Zu-Null-Sieg gelingen würde. Allerdings dürfte diese Aufgabe enorm schwer werden, ist doch „D/A“ in der laufenden Saison in den sechs Auswärtsspielen bei zwei Siegen und vier Remis noch ungeschlagen. 

Weiche: Kirschke – Paetow, Thomsen, H. Ostermann – Walter (Kap./V), Hartmann (88. Arndt) – Pastor Santos, J. Ostermann, K. Schulz (82. Sykora), Ebot-Etchi (V) – Guder (V/90.+2 Wulff). 

Tore: 0:1 Guder (60), 0:2 K. Schulz (67.), 1:2 Laabs (84.). 

Zuschauer: 687 in der 53acht-Arena in Edewecht-Jeddeloh II, darunter acht Flensburger Anhänger. 

Schiedsrichter: Fabian Porsch (Barsbütteler SV), ließ zunächst viel laufen und hatte später bei kleinlicherer Zweikampfbewertung ordentlich zu tun, wirkte dabei nicht immer souverän.

René Guder (hier im Spiel gegen Altona) sorgte mit dem 1:0 für die Führung für unseren SC.