SC Weiche Flensburg 08
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Tabellenführung verteidigt

  Oberliga

Die Regionalliga-Reserve des SC Weiche Flensburg 08 ist nach Lübeck gefahren, um die Tabellenführung erfolgreich zu behaupten. Das ist mit dem 3:1 (0:0) beim FC Dornbreite dann auch gelungen; allerdings nicht in der Art und Weise, wie es sich Trainer Thomas Seeliger gewünscht hatte. „Seitdem ich die Mannschaft übernommen habe, war die erste Halbzeit das Schlechteste, was ich gesehen habe. Das soll die Dornbreiter Leistung nicht schmälern. Wir haben Glück, dass wir mit einem 0:0 in die Pause gehen.“

Die Anfangsphase gehörte dabei tatsächlich den Gastgebern, die schon wie im (zumindest sportlich erfolgreichen) Spiel gegen den NTSV Strand 08 mit der offensiven 4-3-3-Taktik starteten. „Wir wussten, dass der SC Weiche sehr viel über die Außen agieren würde, da wollten wir frühzeitig stören“, erklärte Trainer Sören Warnick. Das funktionierte zunächst auch recht vielversprechend, sodass der erkältet ins Spiel gegangene Bastian Henning in den ersten 20 Minuten gleich zwei Mal den Ball vor die Füße bekam, mit dem Abschluss aber zu lange wartete. Weitere Möglichkeiten wurden nicht genutzt. Anschließend kam  auch Flensburg zu zwei guten Chancen. Zunächst war es Lübecks Torhüter Przemyslaw Szymura, der einen Schuss von Sebastian Kiesbye gerade noch über die Latte lenkte (28.). Nur wenige Minuten später vergab Fleming Barth freistehenden aus sechs Metern. Dennoch: Eine Dornbreiter Führung wäre bis zu diesem Zeitpunkt in Ordnung gewesen. Seeliger dazu: „Wenn wir in die Defensive geraten, ziehen sich zwei weitere Spieler mit zurück. So agieren wir dann mit einer Fünferkette. Das wurde heute total vernachlässigt, was uns viel zu oft in Bedrängnis brachte. Die zweite Halbzeit war dann immerhin okay.“

Die Spielanalyse Seeligers deckte sich weitestgehend mit der von FCD-Coach Warnick. Dieser stellte sich auch nach dem Spiel gegen den SC Weiche die Frage, die ihn schon des Öfteren in dieser Saison beschäftigte: „Warum können wir Leistungen wie jetzt gegen Weiche Flensburg nicht auch mal in die Spiele mitnehmen, in denen es wirklich darauf ankommt? Die erste Halbzeit war wirklich gut, wir hätten führen müssen. Entgegen der Ansage in der Kabine, weiter Druck auf die gegnerischen Außen auszuüben, ließen wir uns wieder viel zu tief fallen. Gerade die ersten fünf Minuten haben wir auf diese Weise verpennt, was dann zum 0:1 führte. Dieses Gegentor war unnötig, weil wir es mehrfach nicht geschafft haben, den Ball aus der Gefahrenzone herauszubringen.“

Aber der Lübecker Aufsteiger fing sich wieder und suchte seine Chance wieder in der Offensive. In der 72. Minute belohnte sich der FC Dornbreite. Marvin Worreschck setzte sich auf der rechten Seite durch, um nach Zusammenspiel mit Bastian Henning auszugleichen. Dass die Warnick-Elf nur wenige Minuten später wieder den Fehler machte, der schon zum 0:1 führte, konnte  sich auch der Trainer nicht wirklich erklären: „Zu diesem Zeitpunkt wurde unser Innenverteidiger Marcel Venzke draußen behandelt. Das nur für eine kurze Zeit, aber wieder wurde die Vorgabe, nicht zu tief zu stehen, nicht umgesetzt. Das führte ohne jede Not zum 1:2.“ Trotz der Fehler, die zur nächsten Saisonniederlage führten, wollte Warnick seinen Schützlingen kein allzu schlechtes Zeugnis ausstellen: „An der Einstellung haperte es nicht, da kann ich der Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen. Es wäre schön, so auch in die anderen Spiele zu gehen. Es waren wieder Kleinigkeiten, die uns ein besseres Ergebnis gekostet haben. Unsere Schwäche liegt im Defensivverhalten, dass dürfte inzwischen jedem klar sein. Und damit meine ich nicht direkt die Abwehr. Mit Marcel Venzke und David Senghore haben wir da zwei gute Männer. Aber wir haben das Problem, dass wir den Ball viel zu häufig in der Offensivbewegung verlieren. Fehler, die in der Oberliga konsequent genutzt werden. Auch fehlt uns ein wirkliches Zentrum, von wo aus das Spiel dirigiert und die Bälle verteilt werden.“

Auszug aus der "Nord Sport", Ausgabe vom 30. Oktober 2017