SC Weiche Flensburg 08
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Sieg in der Regenschlacht

  Oberliga

Auf tiefem Boden besiegte Fußball-Oberliga SC Weiche Flensburg 08 II den Polizei SV Neumünster verdient mit 3:1 (2:0). Eine Halbzeit lang boten die Gastgeber recht ansehnlichen Fußball, sicherlich auch dadurch bedingt, dass die Gäste frühzeitig dezimiert waren. „Ich bin froh, dass wir bei diesen schwierigen Platzverhältnissen gespielt – und natürlich die drei Punkte bei uns behalten haben“, freute sich SC-Coach Thomas Seeliger.

Die Partie war gerade drei Minuten alt, da gab es bereits den ersten „Aufreger“. Fleming Barth passte zu Marcel Cornils, der aber das Kunststück fertig brachte, den Ball am leeren Tor vorzuschieben. Drei weitere Minuten waren gespielt, da zeigte der gut leitende Schiedsrichter Patrick Hahn auf der anderen Seite auf den Punkt. Nach einem „Zuckerpass“ von Robin Ziesecke brachte SC-Liga-Leihgabe Ilidio Pastor Santos PSV-Kapitän Patrick Fürst zu Fall. Doch Ziesecke, der vor allem in der ersten Halbzeit überzeugte, scheiterte am sehr gut reagierenden Keeper Raphael Straub (7.).

Es folgte eine Phase des Abwartens, ehe Ilidio einen weiteren, diesmal positiven, Akzent setzte. Er tanzte auf der linken Angriffsseite einen Gegenspieler aus, bediente Barth und der traf zum 1:0 (23.). Dann stand Neumünsters Finn Langkowski zweimal im Mittelpunkt. Zunächst scheiterte er mit einem scharfen Distanzschuss an Straub (23.). Dann ahndete Hahn eine Zweikampfaktion gegen Ziesecke nicht. Langkowski unterstellte daraufhin dem Referee fehlende Sehfähigkeit und sah die Rote Karte (27.). Seinem Team erwies er einen Bärendienst. Kommentar von PSV-Trainer Maik Gabriel: „Die Rote Karte kann man geben.“

Die zahlenmäßige Überlegenheit nutzten nun die Gastgeber, die sich gute Chancen erspielten. Barth rutschte weg (32.) und hatte auch mit einem Kopfball-Wischer Pech. Vorangegangen war ein schöner Doppelpass zwischen Cornils und Waskow. Dann war es Cornils, der ein Zuspiel von Florian Meyer in die Schnittstelle der Gästeabwehr aufnahm und auf 2:0 erhöhte (43.). Seeliger meinte zu den ersten 45 Minuten: „Wir haben richtig gut nach vorne gespielt, aber hätten höher führen müssen.“

Nach Wiederanpfiff waren gerade 75 Sekunden gespielt, da war das Spiel mit dem zweiten Treffer des spielfreudigen Barth vorzeitig entschieden (47.). Die Hausherren dominierten nun nach Belieben Ball und Gegner. Aber der Abschluss blieb mangelhaft, zudem liefen sie ein ums andere Mal ins Abseits. Dieses ärgerte Seeliger ein wenig: „Das war sicherlich ein Manko. Es ist schon gut, wenn die Spieler in die Tiefe gehen, aber dann müssen sie auch mal quer zu der Abwehrreihe einlaufen.“

Der Anschlusstreffer per Foulelfmeter von Torben Czekay, den Brian Jungjohann an Björn Schmidt verursacht hatte, hatte nur noch statistischen Wert (72.). Nüchternes Fazit von Gäste-Coach Gabriel: „Gegen so starke Flensburger, die verdient gewonnen haben, ist es schwer, 70 Minuten in Unterzahl zu spielen.“

Autor: Wilfried Simon, Bericht aus dem Flensburger Tageblatt vom 9. Oktober