SC Weiche Flensburg 08
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Oberliga-Team zurück an der Tabellenspitze

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Er schlenderte entspannt über den aufgeweichten Rasen des Flensburger Stadions, ein Lächeln auf den Lippen: „Ich bin absolut zufrieden, das war sehr erfreulich.“ So kommentierte Thomas Seeliger, Trainer der Oberliga-Fußballer des SC Weiche Flensburg 08, das souveräne 5:0 (1:0) seines Teams gegen den vor allem in der zweiten Halbzeit schwachen TSV Schilksee. Dessen Coach Lars Dubau befand: „Flensburg ist eine Power-Mannschaft. In der sehr intensiven ersten Hälfte haben wir noch gut dagegen gehalten, danach waren wir schläfrig.“

Besonders freute sich Seeliger, dass der Heimsieg ganz ohne Verstärkungen aus der Regionalliga-Mannschaft gelungen war. „Das war die Chance für Spieler wie Jannik Arnold, Marcel Hill oder Sebastian Tramm, sich zu präsentieren – und sie haben sich nahtlos eingefügt“, lobte der Ex-Profi. Ihm gefiel, dass sein Team ohne Gegentor geblieben war. „Das ist die Basis – und nach vorne mache ich mir nie Sorgen, da haben wir große Qualität“, sagte er. Es fiel nicht ins Gewicht, dass mit Sebastian Kiesbye (mit dem Regionalliga-Team in Jeddeloh) und Marcel Cornils (verletzt) zwei Angreifer fehlten.

Der Trainer selbst sorgte für einen „Hingucker“, als er in der 29. Minute einen Ball elegant mit dem Kopf annahm. Zuvor hatte Nicholas Holtze die ersten beiden Chancen vergeben – in der 6. Minute verpasste er eine Eingabe von Thomas Carstensen, dann ging sein Heber nach Vorlage von Fleming Barth über das Gehäuse (22.). Nach einer halben Stunde war es dann aber passiert, Holtze köpfte eine präzise Linksflanke von Jannik Arnold zur verdienten Flensburger Führung ein. Die Gäste versprühten lediglich bei einer Serie von drei Eckbällen von Marcel Vones so etwas wie Torgefahr, die SC-Abwehr war in diesen Situationen etwas unsortiert.

Für den einzigen Abschluss sorgte Vones, dessen lang gezogene Flanke am Kasten vorbei ging (33.). Nach Wiederbeginn reklamierte Schilksee bei einer unübersichtlichen Situation im Flensburger Strafraum vergeblich ein Handspiel, ergab sich fortan fast wehrlos in sein Schicksal. In den Zweikämpfen zog das Dubau-Team fast immer den Kürzeren, kam zudem in entscheidenden Situationen meist einen Schritt zu spät. So in der 55. Minute, als der starke Barth auf der linken Seite freie Bahn hatte und den mitgelaufenen Sebastian Tramm bediente. Der musste den Ball nur noch über die Linie drücken. Das 3:0 besorgte Barth in der 68. Minute dann selbst. Holtze hatte ihm das Leder in den Lauf gelegt, Barth war mit einem Lupfer über den herausstürzenden Sven Steingräber erfolgreich.

Von den Gästen war bis auf einen Distanzschuss, den SC-Keeper Ole Rathmann mit spektakulärem Flug entschärfte, nichts mehr zu sehen. Hätten die Flensburger ihre Angriffe noch konsequenter zu Ende gespielt, wäre ein noch höherer Erfolg durchaus möglich gewesen. So blieb es bei zwei weiteren Treffern. Barth setzte Maximilian Waskow in Szene, der freistehend zum 4:0 vollendete (79.). Und in der Schlussminute bediente der eingewechselte Kim-Patrick Nitschke Torjäger Holtze, der aus zumindest abseitsverdächtiger Position traf.

Bericht aus dem Flensburger Tageblatt vom 23. Oktober 2017, Autor: Ulrich Schröder