SC Weiche Flensburg 08
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Oberliga-Mannschaft übernimmt Tabellenführung

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Das war eine Top-Vorstellung! Mit einer großartigen Leistung nach der Pause schoss Oberligist SC Weiche Flensburg 08 II die U23 von Holstein Kiel von der Tabellenspitze. Durch die Treffer zum 2:0 (0:0)-Erfolg von Sebastian Kiesbye und Unglücksrabe Tjorve Mohr mit einem Eigentor übernahmen nun die Flensburger nun selbst die Führungsposition.

„Das war ein sehr gutes Oberliga-Spiel“, urteilte SC-Coach Thomas Seeliger am Ende. In der Tat boten beide Mannschaften ansprechenden Sport. Wobei die erste Halbzeit eher, wie auch Seeliger betonte, „von der Taktik geprägt“ war. Dennoch blieben Torchancen nicht aus. Wie bereits in der 6. Minute, als der insgesamt glänzend disponierte Tayfun Can mit einem Freistoß von der linken Strafraumkante das vermeintlich 1:0 erzielte, aber die gut leitende Schiedsrichterin Anna-Lena Heidenreich den Treffer wegen einer Abseitsposition nicht anerkannte.

Danach wurden die anfangs etwas zögerlich agierenden Gäste viel aktiver. Dabei ergaben sich beste Chancen für Atakan Karazor (16.), Miguel Fernandes (19.), Utku Sen (28.) und Maurice Knutzen (44.), aber entweder wurden sie geblockt oder sie bekamen den Ball nicht richtig unter Kontrolle. Die Hausherren hatten keine nennenswerten Möglichkeiten, aber sie deuteten schon ihre Gefährlichkeit im blitzschnellen Umschaltspiel an. Holstein-Trainer Ole Werner befand zur Pause: „Wir haben zwar überlegen gespielt und gute Chancen erarbeitet, aber leider bekamen wir den Ball nicht über die Torlinie.“

Das sollte ihnen auch in den zweiten 45 Minuten nicht gelingen. Denn da dominierte nur noch die Seeliger-Truppe. In der 47. Minute kam Sebastian Kiesbye nach einem Barth-Zuspiel einen Tick zu spät. Nicholas Holtze traf nur die Querlatte (52.). Nach einem Can-Freistoß konnte Marco Nagel freistehend keinen richtigen Druck hinter den Kopfball bringen (61.). Als einen Grund der Überlegenheit der Hausherren nannte Werner „die vielen eigenen Ballverluste“ und die Tatsache, dass bei seiner Mannschaft „die Räume nicht eng genug besetzt“ waren.

Hinzu kam, dass der SC einfach wesentlich zweikampfstärker agierte.So auch in der 67. Minute, als die Gastgeber erneut überfallartig das Mittelfeld überbrückten, Kiesbye seine Schnelligkeit ausspielte und Holstein-Keeper Malte Schuchardt überwand. Der Schlussmann berührte den Ball zwar noch, rollte aber letztlich vom Innenpfosten über die Torlinie. Für die endgültige Entscheidung gegen sich sorgten dann die Landeshauptstädter selbst.

Ein langer Einwurf in den Holstein-Strafraum sorgte dort für ein Tohuwabohu, mit dem Ergebnis, dass Tjorve Mohr aus vier Metern das Leder ins eigene Tor beförderte (79.). Nach einem schnell vorgetragenen Konter, bei dem Kiesbye den kurz zuvor eingewechselten Marcel Cornils maßgerecht bediente, hätte dieser noch erhöhen können, aber sein Schuss wurde geblockt (87.).

SC-Trainer Seeliger war sichtlich stolz auf sein Team: „Wir haben diszipliniert in der Abwehr gestanden und die Ruhe bewahrt. Ich bin hochzufrieden auch mit der Tatsache, dass wir zu null gespielt haben.“

Bericht aus der Nord-Sport, Ausgabe vom 25. September, Autor: Wilfried Simon, Foto: Marcus Dewanger